Garmin Edge Explore 820 im Intensivtest

Der kompakte GPS-Fahrradcomputer Garmin Edge Explore 820 überzeugt im Praxistest durch Ausstattung und Ausdauer …

Den kleinen Bruder des Edge 1000 und des Edge 1030 hatten wir hier bereits vorgestellt, mit seinen Funktionen und den technischen Daten. Im Folgenden beschränken wir uns daher auf die Ergebnisse des Praxiseinsatzes. Es handelt sich hier auch immer um den Edge Explore 820, eine Variante des Edge 820. Wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt, ist im Text aus Gründen der Einfachheit auch immer der Edge Explore 820 gemeint, wenn von “Edge” oder dem “820er” die Rede ist.

Ein tourenorientiertes Navi wie der Edge Explore 820 sollte leicht, kompakt, ausdauernd, gut ablesbar, schnell bedienbar sein und alle Funktionen enthalten, die man für Orientierung, Navigation und Dokumentation braucht. Diese Anforderungen erfüllt der 820er fast durchgehend sehr gut bis hervorragend – wenn man sich an die spezielle Bedienart des Touchscreens gewöhnt hat.

Sowohl für Touren als auch für den harten Sporteinsatz geeignet: der Edge Explore 820

Gute Positionsgenauigkeit

Nach dem Einschalten braucht der Edge gerade einmal 20 Sekunden zum Hochfahren, kurz danach ist meistens schon der Satellitenempfang erreicht. Die Positionsgenauigkeit war meistens gut bis sehr gut, wenngleich nicht immer ganz so präzise wie beim Edge 1000 oder 1030. Vielleicht lässt hier das kleine Gehäuse zu wenig Raum für eine optimale Wirkung der Antenne. Die Trackaufzeichnungen zeigten zuweilen leichte Abweichungen zu denen der Vergleichsgeräte. Nur bei einer unserer zahlreichen MTB-Touren meldete der Edge mehrfach “Strecke verlassen”, obwohl wir uns auf dem navigierten Track befanden. Ein indirektes Alarmzeichen für eine ungenaue Positionsmessung, die aber in diesem Fall auch von ungünstiger Satellitenkonstellation stammen könnte. In der Summe waren aber die Trackaufzeichnungen absolut ausreichend und präzise genug für eine exakte Tourendokumentation.

Europakarte reicht aus

Auch der kleine Edge hat die detaillierte Europakarte seiner großen Brüder vorinstalliert, nämlich die “Topo Active Europa” die auf OpenStreetMaps Daten basiert. Bei unseren Mountainbike-Touren waren auch im Ausland kleinere Wege in den Waldgebieten vorhanden. Der Wunsch nach zusätzlichen Karten kam eigentlich nie auf. Detailliertere Inhalte würden die Lesbarkeit auf dem kleinen Display eher erschweren. Die Kartenaktualisierung erfolgt per WLAN was zwar ein paar Stunden Zeit in Anspruch nimmt, aber dafür auf Anhieb funktionierte.

Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass OSM-Karten regional sehr unterschiedlich sein können, abhängig von der Aktivität der Community. Für Radfahrer sind OSM-Karten meist völlig ausreichen, beim Wandern kann eine richtige Topo-Karte jedoch eine wertvolle Erweiterung sein.

Kontrastreiches Display

Das transflektive Display ist – genau wie das des Edge 1000 – hervorragend kontrastreich und zeigt insbesondere bei sonnenreichen Tagen seine Vorteile gegenüber einem Smartphone-Display. An hellen Tagen kann man die Hintergrundbeleuchtung eigentlich komplett ausgeschaltet lassen, das kommt der Akku-Ausdauer dann auch spürbar zugute. Dauerregen ist für den Edge 820 überhaupt kein Problem. Im Gegensatz zu Smartphones lösen Regentropfen auch nicht direkt eine Reaktion auf dem Touchscreen aus. Es dringt auch kein Wasser ins Gehäuse. Trotzdem sollte man einen kleinen Lappen dabei haben, um das Display zu trocknen.

Auch in der Dämmerung ist die Navigation auf dem Edge gut erkennbar. Dazu sollte allerdings die Hintergrundbeleuchtung reduziert werden.

Touchscreen mit Berührungsschwächen: Wischen üben

Der größte Nachteil des Edge 820 ist wahrscheinlich sein relativ unsensibler Touchscreen, der sich für Smartphone-verwöhnte Nutzer sehr störrisch zeigen kann. Man wischt, man tippt – und er reagiert zunächst nicht. Auch die Erhöhung der Touchscreen-Empfindlichkeit auf “Hoch” ändert hier nicht viel. Schnelles Wischen klappt also nicht, sondern nur sensibles Berühren, und daran muss man sich wirklich gewöhnen. Aber nach einiger Praxis und mit dem Bewusstsein, dass man zuweilen noch ein zweites Mal wischen oder tippen muss, geht es. Unser Tipp: Bewusst trainieren. Nicht über die gesamte Breite des Displays (und damit vom Rand aus) wischen, sondern mit dem Finger direkt auf der aktiven Zone beginnen, beim Berühren ganz kurz innehalten, dann erst wischen. Auch das Tippen auf den Bildschirm sollte mit Bedacht erfolgen – Drücken nutzt ja bei einem kapazitiven Bildschirm nichts, aber ein kleiner Moment längerer Berührung sorgt dann für Erfolg. Die Bedienung mit dünnen Handschuhen funktioniert zwar zuweilen, ist aber eher nicht zu empfehlen.

Für die suboptimale Reaktion des Touchscreens wird in der Regel der im Vergleich zu Edge 1000 und 1030 langsamere Prozessor verantwortlich gemacht. Den spürt man zuweilen auch beim Kartenbildschirm, wenn sich die Hintergrundkarte bei Rechenoperationen nur langsam aufbaut. Das einfache Zoomen bewältigt der Edge durchaus zufriedenstellend, und auch das automatische Nachführen der Karte funktionierte bei unseren Touren gut.

Wer sich an diese Verzögerungen nicht gewöhnen kann, sollte zu einem Edge 1000 oder dem Edge 1030 greifen, da reagiert der Touchscreen sehr gut.

Einrichtung und Menüführung: Einarbeitung erforderlich

Aufgrund seiner zahlreichen Funktionen fordert der Edge 820 einige Zeit für die Einrichtung von Verbindungen und persönlicher Konfiguration. Das funktioniert dank der unterstützenden Menüführung für etwas geübte Nutzer gut und einfach. Sehr hilfreich ist auch das Einblenden der Statusseite durch “Herunterwischen”.

Seine vollen Fähigkeiten erreicht der Edge 820 erst, wenn er mit der Smartphone App Garmin Connect Mobile eingerichtet und über ANT+ oder Bluetooth mit Sensoren oder Stationen gekoppelt ist. Diese Verbindungen erwiesen sich in der Praxis als sehr stabil und zuverlässig. Erfreulich unkompliziert ist auch die Updatefunktion, wenn das Gerät über Garmin Express mit einem Computer (macOS oder Windows) verbunden ist.

 

Die wichtigsten Funktionen zur Navigation unterwegs lassen sich unkompliziert aufrufen, starten und beenden. Ist ein Track geladen, startet man ihn nicht – wie z.B. beim Garmin Oregon – über “Zieleingabe” (dort kann man Adressen, POIS und eigene Wegpunkte als Ziel eingeben), sondern über “Strecken / Gespeicherte Strecken”. Etwas unlogisch: Möchte man selbst aufgezeichnete Strecken nachfahren, wählt man “Strecken / Gespeicherte Strecken / Neu erstellen”. Dabei erscheinen die mit dem Edge aufgezeichneten Strecken nach Erstellungsdatum sortiert, können einzeln ausgewählt werden, erhalten dann als “Course” einen neuen Namen und werden dann im Verzeichnis “Gespeicherte Strecken” abgelegt. Soll eine Stecke gelöscht werden, muss man sie erst laden, dann erscheint unten rechts das Papierkorbsymbol zum Löschen.

Routing: für den schnellen Nachhauseweg reicht’s

Beim Routing (Streckenberechnung von A nach B) vollbringt auch der Edge 820 – wie sämtliche Outdoornavis seiner Art – keine Wunder. Er berechnet standardmäßig eine möglichst direkte Strecke zum Ziel, wobei bei unseren Auslandstouren zuweilen auch starke Steigungen und relativ stark befahrene Straßen in Kauf genommen wurden. Bei Fahrten innerhalb Deutschlands war das Ergebnis deutlich besser. Aber das liegt nicht am 820er, denn das Routing fällt auch bei den größeren Edge-Modellen kaum besser aus. Also: Vorplanung ist angesagt.

Strecken folgen – meist kein Problem

Die Tracknavigation (Strecken/Gespeicherte Strecken…) funktionierte zuverlässig. Wenn eine gespeicherte Tour gestartet wird, rechnet sie der Edge zunächst noch einmal durch, um die Streckenführung auf das Wegenetz seiner Karte zu übertragen – das kann bei längeren Strecken schon einmal ein paar Minuten dauern. Bei dieser Nachberechnung der Strecke weicht die vorgeschlagene Routenführung unterwegs immer wieder etwas vom originalen Track ab. Dies sind aber meist nur kleine Umwege, die auf dem Display deutlich werden.

Wenn man den Track verlässt, erfolgt nach einer gewissen Zeit eine Neuberechnung, um den Track wieder finden zu können. Einfach die Abbiegehinweise ignorieren und dem dunkelvioletten Originaltrack folgen, denn der wird komplett angezeigt.

Vorsicht geboten ist nur, wenn zu Beginn der Tour eine Streckenabweichung erfolgt, denn dann führt die Neuberechnung wieder zum Anfangspunkt des Tracks zurück. Erst nach einigen Kilometern macht es Sinn, dem Vorschlag zu folgen, denn dann werden Teile des vorausliegenden Tracks angesteuert – in diesem Falle eine sehr sinnvolle Funktion, die aber auf der Karte des kleinen Displays unbedingt geprüft werden sollte.

Notfall

Dass der Edge wirklich einen  Notruf auslösen kann, durften wir bei einem leichten Sturz unfreiwillig ausprobieren. Damit die Notfallfunktion verwendet werden kann, muss das Gerät allerdings mit dem Smartphone gekoppelt sein (was der Egde nach dem Einschalten automatisch vornimmt), und es muss ein Notfallkontakt angelegt sein. Bei Fehlalarmen oder Sturz ohne Verletzung oder andere Folgen, bleiben aber noch 30 Sekunden, um den Alarm wieder zu stoppen. Sehr sinnvoll!

Löschen will gelernt sein

Wenn der Edge per Kabel mit dem PC verbunden ist, können die Wegpunkte (Positionen) über BaseCamp gelöscht werden, übertragene Strecken (z.B. durch den Import von gpx-Dateien) aber leider nicht. Dies kann man aber mit dem Windows Explorer relativ einfach erledigen, nämlich durch Entfernen der gleichnamigen .fit-Dateien im „Courses“-Verzeichnis. Ebenso können aufgezeichnete Strecken im „Activities“-Ordner gelöscht werden.

Strecken prüfen

Auf das Gerät übertragene gpx-Dateien werden nicht immer auf Anhieb ausgelesen. Tipp: Beim Übertragen per Kabel noch etwas abwarten, bevor man das Kabel trennt, möglicherweise wird sonst der Dateitransfer zu schnell unterbrochen.

Connect IQ: Klasse mit Komoot

Auch der Edge 820 bietet die Möglichkeit, zusätzliche Apps, Datenfelder und Widgets zu laden, nämlich mit der “Connect IQ”- Funktion, die schon auf der Startseite prominent zur Nutzung einlädt. Über Garmin Express gelangt man dann zum “Garmin Connect IQ Store” und ist erst einmal verloren im Dschungel der zahlreichen Zusatzapps, die man auf seinem 820er installieren kann. Eine hilfreiche Übersicht, was die einzelnen Apps können, fehlt leider. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Komoot”-App gemacht. Nach dem Installieren auf dem 820er muss auf dem gekoppelten Smartphone der Komoot-App noch die Berechtigungen erteilt werden, damit sie auf Garmin Connect Mobile zugreifen darf. Und damit erschließt sich eine wirklich tolle Funktion zur Tourenplanung. Wenn man über komoot auf dem Smartphone seine Strecke plant (deutlich schneller, übersichtlicher und präziser als mit dem Edge), kann man diese Strecke über den Edge aufrufen und sich navigieren lassen. Auch fertige gpx-Touren lassen sich mittels Umweg über komoot importieren.

Edge und BaseCamp: Luft nach oben

Die Kommunikation mit Garmins Standardprogramm BaseCamp erfolgt – wie bei den anderen Edge-Modellen – leider nur unzureichend. So erscheinen die Streckenaufzeichnungen und die übertragenen Strecken nicht mit ihrem Namen, sondern mit einem Systemdatum, was die Identifikation erschwert. Hier sollte Garmin nachbessern.

Festspeicher reicht

Im Gegensatz zu den meisten anderen Garmin-Geräten hat der Edge 820 keine Wechselspeicherkarte (Micro SD), sondern nur einen Festspeicher von 16 GB. Ganz ehrlich: wir haben die Speicherkarte nicht vermisst. Für eigene Daten und zusätzliche Karten stehen noch 8 GB zur Verfügung – mehr als genug.

Energiemanagement überzeugt

Der kleine Edge ist ein richtiger Dauerläufer. Auf unserer Wochentour mit etwa acht bis neun Fahrstunden pro Tag – mit permanent eingeschaltetem Display! – waren am Ende des Tages immer noch 45 – 55 % Akkukapazität vorhanden – tolle Werte. Das Aufladen ging flott vonstatten, dank der Micro-USB-Buchse auch mit einem Smartphone-Ladegerät oder mit einer Powerbank.

Nach mehr als einem Jahr konnten wir noch kein Nachlassen der Akku-Kapazität feststellen. Selbst nach längerer Winterpause in der Schublade entlud er sich nicht und startete aus dem Stand. Nach etwa anderthalb Stunden ist der Edge wieder voll aufgeladen.

Höhenmessung: exakt, aber kalibrieren

Die Qualität der barometrischen Höhenmessung erwies sich als sehr exakt. Empfehlenswert ist allerdings eine Kalibrierung der Höhe zu Beginn der Tour, sonst zeigt der Edge unterwegs eine falsche absolute Höhe an. Denn dann führt er die zu Beginn falsch ermittelte Starthöhe über die gesamte Tour weiter mit.

Höhenmessung dreier Garmin-Geräte (Rot: Edge 1000, Grün: Edge Explore 820, Gelb: fenix3) ohne Anfangskalibierung

Versteckte Funktionen

Manche Funktionen sind etwas unlogisch angeordnet. Wer zum Beispiel die Höhe kalibrieren will, findet sie unter “Zielangabe“, danach das Menü rechts unten aufrufen, dann erst erscheint „Höhe festlegen”. Dort befindet sich übrigens auch die Möglichkeit, einen Wegpunkt anzulegen und zu benennen, als „Position speichern”.

Perfekt zum Mountainbiken

Gerade zum Mountainbiken eignet sich der Edge sehr gut. Im Gegensatz zu größeren GPS-Geräten, die sich bei schnellen Stürzen allein schon durch ihre Masse gerne vom Lenker verabschieden, klebt der leichte Zwerg fast schon am Lenker und neigt auch nicht zum Verhaken mit Körperteilen oder Kleidungsstücken, wie zum Beispiel der Antennenstummel eines GPSMap 64. Man kann den Edge sogar mit einer Handschlaufe zusätzlich sichern. Sehr empfehlenswert ist dabei Garmins neue MTB-Lenkerhalterung für die Edge-Modelle, denn durch ein Drehscharnier ermöglicht sie die Neigung des Displays zum Sonnenlicht und damit eine optimale Ablesbarkeit.

Die Aero-Halterung spart Platz am Lenker, ist aber nicht für alle Lenkerdurchmesser geeignet. Unser Tipp: Am besten direkt die Garmin-MTB-Halterung besorgen

Edge kann sogar sprechen lassen

Wer den 820 zusammen mit seinem Smartphone und der App “Garmin connect Mobile” nutzt, kann übrigens eine Sprachansage für Abbiegehinweise einrichten. Dazu wird in der App bei den Geräteeinstellungen des 820 der Navigationsalarm auf “Ein” gestellt. Empfehlenswert ist dann, die Sprachausgabe des Smartphones auch über ein Bluetooth-Headset oder einen Helmlautsprecher wie bei den Livall-Modellen auszugeben.

Edge 820 oder Edge Explore 820?

Zum Edge Explore 820, den wir hier getestet haben, gibt es ja noch den Edge 820 als sportlicheren Bruder. Hier sind die technischen Vergleichsdaten der beiden Modelle. Wir sehen als Vorteil eigentlich nur die zusätzliche Wifi-Fähigkeit des 820, den die “Explore”-Ausführung nicht besitzt. Wirklich vemisst haben wir die WLAN-Funktionen aber nicht, denn sobald man den Explore 820 per Kabel an den PC mit aktivierter Garmin Express-Software anschließt, erfolgt eine automatische Synchronisation mit Garmin Connect. Beim Edge Explore 820 kann man nur ein Profil einrichten, aber das kann auch eine Erleichterung sein und reicht aus, wenn man nur einen Fahrradtyp (z.B. MTB oder Rennrad) benutzt. Der Explore 820 ist zudem etwa 50 Euro günstiger und verdient damit den Vorrang der Kaufempfehlung.

Fazit

Wir möchten den kleinen Begleiter nicht mehr missen. Ja, an den langsamen Touchscreen muss man sich wirklich gewöhnen, aber die leichte Streichholzschachtel hat alles, was man braucht und läuft ausdauernd. Wer einen kleinen, leichten, zuverlässigen Navigations-Reisebegleiter sucht, kommt am Edge 820 nicht vorbei.

Positiv:

alle wichtigen Funktionen enthalten
sehr gutes Display
sehr leicht
Europa Karte, präzise und aktualisierbar
lange Akkulaufzeit
schnelles Aufladen über MicroUSB-Buchse
Notrufkontakt-Funktion

Negativ:

Unsensibler Touchscreen
Langsamer Prozessor
Gewöhnungsbedürftige Menüführung
Kleines Display

Bezugsquelle

5 Kommentare zu “Garmin Edge Explore 820 im Intensivtest

  1. Der Edge 820 ist absolut unkomfortabel – null intutiv zu bedienen, man braucht locker 2-3 Tage Einarbeitungszeit inkl. internet-Recherche.

    Beim Navigieren im Wald verliert er ständig den Weg, piept und gibt komische Meldungen, die dazu führen, dass man im Kreis fährt.

    Mit den Base Camp Karten ist eine Planung der Strecken quasi nicht möglich – nicht mal Ortsnamen werden eingeblendet, die ganze Karte voll und unübersichtlich.

    Kurz: Ich finde ein äusserst umkomfortables und rückständiges Produkt – hatte schon den Edge 705 vor c. 7 Jahren – der war schon schlecht und es hat sich nichts verbessert – sogar die Nutzeroberläche ist noch annähernd die Gleiche – eine riesige Enttäuschung…

    1. Hallo Anonymous,
      in einem muss ich Dir Recht geben: in der Regel braucht jedes Garmin-Outdoor-Navi ein paar Tage Einarbeitugszeit. Die anderen Bemerkungen kann ich nicht bestätigen. Der Edge 820 (gerade noch in Frankreich getestet) hat in der Regel guten bis sehr guten Empfang, auch die Orientierung im Wald war bei mir nie ein Problem. Bei der Planung über BaseCamp kommt es ganz darauf an, welche Karte man verwendet – man kann aber auch sehr gut über Portale wie GPSies seine Strecken entwerfen und auf den 820er übertragen.Die Nutzeroberfläche eines Edge 705 (den habe ich auch noch) unterscheidet sich aber doch deutlich von der eines Edge 820. Viele Grüße, Thomas

  2. Hallo Thomas,

    ich fand deinen Artikel super. Alle Themen ausgearbeitet und realitätsnah nah geschildert. Handwerklich richtig gute Arbeit!

    Leider gibt es ein kleines Problem. Das Geräte ist nicht zu gebrauchen. Ich habe mir den Garmin Edge 820 gekauft (Ich kann nicht zu 100% sagen ob der Code von Edge 820 und Edge Explorer gleich ist).
    Mehrfach hat mich das Gerät in unbekannten Terrain im Stich gelassen. Es war Tod. Nur ein Hardreset half. Sprich alle Daten weg. Beim ersten mal war ich wirklich verloren, da kein Smartphone (nur Notfallhandy) und Karte dabei und ich die Landessprache nicht sprach… Nachdem ich dann weiter über das Verhalten im INet geforscht habe, stellte ich fest, dass dieses Problem bei vielen Käufern zu Frust geführt hat.

    Muss dir aber auch Recht geben, relevante Navigationsprobleme wegen schlechten GPS Signal hatte ich nicht. Ich kann mir aber das Feedback von Anonymous erklären. Wenn man in einer Allee fährt weicht die Geschwindigkeitsmessung via GPS um 20 km/h ab! Sprich wenn der Wald sehr dicht ist, kann ich es mir schon vorstellen, das das Gerät nervös wird.

    Grüße
    Reino

    1. Hallo Reino,
      das sind in der Tat sehr ernst zu nehmende Probleme, die du schilderst. Ich habe den Edge Explore 820 seit Jahren auf vielen Touren dabei und kann nicht von besonderen Unzuverlässigkeiten berichten. Allerdings hast du recht – ich habe den Edge Explore 820 und nicht den Edge 820. Vielleicht ist der Edge 820 wirklich softwaretechnisch anfälliger als der Edge Explore 820. Aus meinem Umkreis ist mir allerdings niemand bekannt, der solche dramatische Erfahrungen gemacht hat wie du und auch einige andere, die im Internet darüber berichten.
      Auf jeden Fall sollte sich Garmin das allerdings zu Herzen nehmen, ich werde mit einigen Garmin-Vertretern auf der Eurobike darüber sprechen. Eines ist natürlich offensichtlich: Statt permanent neue Modelle auf den Markt zu bringen, sollte man sich zunächst um die Stabilität der vorhandenen Exemplare kümmern. Denn Navigationsgeräte haben auch immer einen Sicherheitsaspekt.
      Die stabilste GPS-Gerätegeneration waren GPSMap60/eTrex Vista, da gab es so gut wie keine Abstürze. Und die Geräte laufen heute noch.
      Alles Gute, Thomas

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