Garmin Instinct Test

Garmin erweitert sein GPS-Outdoor-Uhren-Angebot um eine preislich interessante Alternative zur fenix5-Plus-Serie und bietet mit der Garmin Instinct eine vollwertige GPS-ABC-Outdoor-Uhr an. Wir hatten die Gelegenheit, die Instinct bereits ausführlich zu testen…

Gehäuse und Tragekomfort

Die Garmin Instinct besteht vollständig aus einem matten und faserverstärkten Polymer (Kunststoff), welches zwar nicht elegant, aber durchaus wertig wirkt. Das Design der Instinct erinnert zwangsläufig an typische Outdoor-Uhren von Casio & Co. Genau das war vermutlich auch das Ziel von Garmin, um neue Käuferschichten zu erreichen. Die Instinct wirkt gegenüber der fenix 5-Serie weniger elegant, ist aber dank seiner kompakten Größe und einheitlichen Farbe wenig aufdringlich und damit durchaus auch alltagstauglich. Dabei grenzt sich das Design gelungen vom typischen Erscheinungsbild einer sportlich ausgelegten Lauf- bzw. Plus-Uhr ab.
Das Gehäuse und Display scheint gegen Kratzer recht unempfindlich zu sein und passt damit gut zu einer robusten Outdoor-GPS-Uhr. Garmin macht in diesem Zusammenhang die Angabe „geprüft nach Militärstandard (MIL-STD-810G)” und “wasserdicht bis 10 ATM / 100 Meter“. Wir haben keinen Grund, diese Angaben zu bezweifeln.


Mit einer Abmessung von 42,5 x 45,0 x 15,3 mm ist die Uhr kleiner als die fenix 5 Plus (47 x 47 x 15,8 mm) und nur unwesentlich größer als die fenix 5S Plus (42 x 42 x 15,4 mm). Das Armband ist 22mm breit und muss im Gegensatz zur fenix 5-Serie ohne QuickFit-Armband auskommen. Ein schneller Wechsel des Armbandes ist daher nicht vorgesehen.
Mit nur 52 Gramm ist die Garmin Instinct deutlich leichter als die fenix 5 Plus (86 Gramm) sowie die fenix 5S Plus (65 Gramm). Das geringe Gewicht sowie die Abrundung zwischen Gehäuse und Armband erhöhen unserer Meinung nach den Tragekomfort gegenüber eine fenix 5 Plus deutlich. Sowohl im Alltag als auch beim Sport trägt sich die Uhr angenehm leicht.
Im Gegensatz zur fenix 5-Serie sind die fünf Tasten nicht rund, sondern etwas größer, geriffelt und rechteckig. Die schwergängigen Tasten der fenix 5(X) waren in unserem Test ein Anlass zur Kritik. Mit der fenix 5 Plus-Serie hat Garmin die Tasten bereits verbessert. Dennoch sind die Tasten der Garmin Instinct unserer Meinung nach nochmals eine Steigerung. Die Tasten sind etwas leichter zu bedienen, haben aber dennoch einen knackigen und hör- und spürbaren Druckpunkt und sind dank der Größe gut zu treffen. Die Bedienung ist durch die guten Tasten weniger ermüdend und macht Spaß.

 

Die Garmin Instinct wird in drei Farben angeboten: Instinct Graphit, Instinct Tundra, Instinct Feuerrot:

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Display

Die Garmin Instinct verwendet ein monochromes MIP (Memory-In-Pixel) -Display mit einer Auflösung von immerhin 128 x 128 Pixeln. Allerdings sind durch die abgerundeten Ecken des Displays sowie das eingebettete runde Displayelement nicht alle Pixel sichtbar. Das Display reflektiert das Umgebungslicht besonders stark und hat sowohl bei schwachem als auch bei sehr starkem Umgebungslicht, z.B. im direkten Sonnenlicht, einen hohen Kontrast und eine hervorragende Ablesbarkeit.
Eine Smartwatch mit TFT-Display versucht (meist ohne Erfolg) mit einer starken und energiehungrigen Hintergrundbeleuchtung gegen das Umgebungslicht anzukämpfen. Dank der Nutzung des Umgebungslichtes, benötigt das MIP-Display nur einen Bruchteil der Energie und trägt maßgeblich zur langen Laufzeit der Garmin Instinct bei.
Das Display hat eine regelbare Hintergrundbeleuchtung, welche durch Tastendruck oder Gesten für eine bestimmte Zeit aktiviert werden kann. Die Beleuchtung ist aber, im Gegensatz zur fenix 5 (Plus), selbst in dunklen Räumen kaum notwendig. Insgesamt ist das Display dank seines hohen Kontrastes unter allen Lichtbedingungen hervorragend abzulesen und der fenix 5 in diesem Punkt deutlich überlegen.
Die gegenüber der fenix 5 stark reduzierte Displayauflösung fällt zwar sofort ins Auge, ist aber für die Darstellung des ohnehin reduzierten und an das Display optimal angepassten Inhalts (z.B. keine Karte, kein IQ-Connect) gut ausreichend.

Vergleich heller Schatten (ohne Displaybeleuchtung)

Garmin Instinct | Garmin fenix 5 Plus | Garmin fenix 5X Plus

Vergleich dunkler Schatten (ohne Displaybeleuchtung)

Garmin Instinct | Garmin fenix 5 Plus | Garmin fenix 5X Plus

Vergleich frontale Sonne

Garmin fenix | Garmin Instinct | Garmin fenix 5 Plus | Garmin fenix 5X Plus

Vergleich seitliche Sonne

Garmin fenix | Garmin Instinct | Garmin fenix 5 Plus | Garmin fenix 5X Plus

Vergleich Innenraum

Garmin Instinct ohne Displaybeleuchtung| Garmin fenix 5 Plus 100% Displaybeleuchtung| Garmin fenix 5X Plus 100% Displaybeleuchtung

 

Die Vergleichsbilder zeigen deutlich die Überlegenheit des Instinct MIP-Displays gegenüber der fenix 5 Serie. Die Helligkeit der Instinct in Innenräumen übersteigt selbst ohne Hintergrundbeleuchtung die der fenix 5 Serie mit voller Hintergrundbeleuchtung. Die fenix 5x Plus ist auf allen Bildern etwas dunkler, da hier das Saphirglas zum Einsatz kommt, welches zwar stabiler, aber weniger lichtdurchlässig ist.

Displaybeleuchtung

Die Displaybeleuchtung kann bei völliger Dunkelheit manuell, per Geste, Tastendruck, Alarm oder nach Sonnenuntergang aktiviert und in der Helligkeit geregelt werden. Dabei lassen sich die Einstellungen getrennt für die Zeit während und außerhalb einer Aktivität tätigen. Die Hintergrundbeleuchtung kann zwischen 8 Sekunden bis 1 Minute oder dauerhaft aktiviert werden. Die folgenden Bilder sind mit Blende 4 (ISO200) und einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgenommen und geben unserer Meinung nach den realen Eindruck gut wieder.

ohne Hintergrundbeleuchtung
10% Hintergrundbeleuchtung
100% Hintergrundbeleuchtung

Eine fenix 5(X)-Plus ist ohne Hintergrundbeleuchtung bei der Helligkeit eines Teelichtes kaum abzulesen, ein Vergleichbild würde einfach nur einen nahezu schwarzen Screen zeigen! Die 10% Einstellung der Instinct  (5% sind noch etwas dunkler) ist ausreichend dunkel um selbst bei in der Nacht nicht zu blenden. Die Verwendung dunkler Displaydesigns reduziert die Gesamthelligkeit weiter. Die dunkelste Hintergrundbeleuchtung der Instinct ist noch mal deutlich dunkler als die der Garmin fenix5(x)-Serie, ein Vorteil der Instinct bei völliger Dunkelheit.

links: Garmin Instinct (5%) | rechts: Garmin fenix5X-Plus (5%)

Herzfrequenzmessung

Die Garmin Instinct besitzt auf seiner Rückseite einen optischen Herzfrequenzsensor, welcher mit drei grünen LEDs arbeitet. Die LEDs durchleuchten die Haut und ein optischer Sensor in der Mitte misst die Reflektion des Lichtes, welche sich bei der Ausdehnung der Blutgefäße mit jedem Pulsschlag ändert. Die Art der Messung erklärt, warum optische Sensoren nicht bei allen Nutzern gleich gut funktionieren, denn die Dicke der Haut, Behaarung sowie die Beschaffenheit der Blutgefäße sind individuell.
Auch äußere Faktoren beeinflussen die Zuverlässigkeit der Messung. Bei Kälte ziehen sich die größeren Blutgefäße ins Innere zurück und sind von den optischen Sensoren schwerer erreichbar.
Garmin verwendet in der Instinct den gleichen optischen Sensor wie in der Garmin fenix 5 Serie. Der Sensor gehört unserer Meinung nach zu den Besten, welche im Wearable-Markt aktuell angeboten werden. Immer wieder haben wir in div. Tests die Zuverlässigkeit von optischen HR-Sensoren kritisiert, aber der in der fenix 5 (Plus)-Serie sowie der in der Instinct verbaute Sensor erreicht in unseren Tests eine sehr zuverlässige und genaue Messung der Herzfrequenz. Die Herzfrequenz wird dauerhaft gemessen und lässt sich auch im Uhrenmodus gut visualisieren. Die dauerhafte Messung der Herzfrequenz ermöglicht eine deutlich genauere Berechnung der verbrauchten (Aktiv-)Kalorien als das z.B. nur über Erfassung der Schritte und Bewegung möglich wäre.
Dennoch bleibt die optische HR-Messung deutlich hinter der Messung über einen HR-Brustgurt zurück, vor allem, wenn es um die Erfassung von schnellen Änderungen in der Herzfrequenz geht. Optische Sensoren benötigen für die Messung länger und hinken daher deutlich hinter HR-Sensoren hinterher und sind nur begrenzt in der Lage, kurze Spitzenbelastungen zu messen. Für sportlich ambitioniertes Intervalltraining oder zur Bestimmung der maximalen Herzfrequenz sind optischen Sensoren daher nicht geeignet.
Das folgende Diagramm zeigt, dass die Werte des optischen Sensors sowie des HR-Brustgurtes grundsätzlich übereinstimmen, kurze Spitzen jedoch vom optischen Sensor nur begrenzt erfasst wurden und zeitlich verzögert angezeigt werden. Ein langsamer Anstieg der Herzfrequenz hingegen stellt kein Problem dar.

Das Diagramm könnte genausogut von einer fenix 5 (Plus)-Uhr stammen, wir konnten keinen Unterschied in der Qualität der HR-Messung zwischen der Garmin Instinct und der fenix 5 (Plus)-Serie feststellen.

Fitness-Tracker

Die Garmin Instinct erfasst die tägliche Bewegung (optional) auch ohne eine manuell gestartete GPS-basierte Aktivität. Dazu wird das Bewegungsmuster über den eingebauten Beschleunigungssensor erfasst und zusammenhängende Bewegungsabläufe ab ca. 8-10 Schritten aufgezeichnet und als Schritte summiert. Darüber hinaus versucht die Uhr, gestiegene Etagen über den Luftdrucksensor zu erkennen. Während die Schrittzählung als sehr zuverlässig bewertet werden kann, bleibt die Genauigkeit der gestiegenen Etagen hinter den Erwartungen zurück (betrifft alle bisher von uns getesteten Produkte mit dieser Funktion). Vor allem in Wohnhäusern mit einer Etagenhöhe, welche nicht an öffentliche Gebäude bzw. Bürogebäude herankommt, werden viele Etagen nicht gezählt. Hilfreich in diesem Zusammenhang wäre eine Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Etagenzählung als Nutzer beeinflussen und an seine Bedürfnisse anpassen zu können.

Neben den summierten Schritten sowie Etagen berechnet die Garmin Instinct noch die aktiv verbrannten Kalorien sowie die Gesamtkalorien (aktiv verbrannte Kalorien durch zusätzliche Bewegung + Grundumsatz). Erkennt die Uhr sportliche Aktivität über einen längeren Zeitraum, werden automatisch sog. Aktivminuten summiert, welche wie Schritte als wöchentliches Ziel definiert werden können. Die Garmin Instinct ist ein vollwertiger 24/7 Fitnesstracker inkl. der Möglichkeit, sich bei Bewegungsmangel optisch wie akustisch warnen bzw. motivieren zu lassen.

Schritt u. Ziel
Kalorien
Aktivkalorien
Intensitätsminuten
Tagesübersicht
Etagen

Video

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit wird von Garmin wie folgt angegeben:

  • GPS only Modus Tracking: bis zu 16 Stunden
  • GPS only UltraTrac Modus Tracking: bis zu 40 Stunden
  • normaler Uhren- und Smartwatch-Modus: bis zu 14 Tagen

Nun hängt die Akkulaufzeit von vielen Faktoren ab. Einen großen Einfluss hat z.B. die Temperatur. Wir haben bei Temperaturen zwischen 15-20°C getestet. Die maximal von uns erreichte Laufzeit im unter diesen Bedingungen waren knapp 13 Stunden im GPS only Tracking Modus. Dabei hatten wir versucht, durch das Abschalten von HR-Messung, Kompass, Hintergrundbeleuchtung, hoher Datenaufzeichnungsrate sowie Bluetooth die maximale Laufzeit zu erreichen.

Ohne diese Stromsparmaßnahme lag die Laufzeit allerdings auch bei knapp 12 Stunden, so dass die Einstellungen und zusätzlichen Sensoren wenig Einfluss auf die Laufzeit haben. Die Verwendung von Galileo bzw. Glonass reduzierte die Laufzeit in unserem Test nur um ca. 30 Minuten. Einen größeren Einfluss hat die Temperatur. Die längste Laufzeit erreichten wir in einem nächtlichen Test bei dem die Uhr am Arm unter der Decke besonders war (vermutlich 30-35°C) behalten wurde. Die Laufzeit mit HR-Messung lag bei diesen Bedingungen bei gut 14 Stunden.

Die Akkulaufzeit liegt damit in unserem Test etwas unter den Werten, die von Garmin kommuniziert werden. Für eine sehr leichte GPS-Uhr mit nur 52 Gramm ist die Laufzeit allerdings wirklich gut und liegt auf einem Niveau mit der deutlich schwereren Garmin fenix 5S.

Die Garmin Instinct wird über das USB-Kabel aufgeladen und erreicht dabei einen Ladestrom von ca. 180mA. Nach einer Stunde ist die Uhr bereits zu 85 Prozent geladen. Für die vollständige Ladung benötigt die Instinct gut zwei Stunden. Der Ladestrom fällt am Ende unter 10mA daher ist bei der Verwendung von Powerbanks mit automatischer Abschaltung unter Umständen keine vollständige Ladung möglich. Für eine vollständige Ladung ist es daher wichtig, eine USB-Stromquelle ohne Abschaltung bei kleinen Strömen zu nutzen! Mehr zum Thema Powerbank in unserem Powerbank-Vergleichstest

Speicher

Die Garmin Instinct hat einen zugänglichen Speicher von 8MB, welcher über das USB-Ladekabel als USB-Massenspeicher angezeigt wird. Von diesem Speicher stehen gut 5MB zur Speicherung von Aktiväten zur Verfügung. Aktivitäten werden im *.fit Format gespeichert und belegen ca. 1MB pro 10 Stunden bei Verwendung der hohen Aufzeichnungsrate von einem Datenpunkt pro Sekunde. Stellt man die Aufzeichnungsrate auf “intelligent”, reduziert sich der Speicherverbrauch erheblich. Auch wenn der Speicher klein ist, reicht er für die Aufzeichnung vieler Aktivitäten sowie Tracks und Wegpunkten. Ein voller Speicher wird von der Uhr gemeldet.

Es können maximal 1000 Favoriten (Wegpunkte) gespeichert werden. Die Uhr warnt nicht beim Erreichen des Limits, neu angelegte Favoriten werden ohne Hinweis einfach nicht mehr gespeichert.

Standortbestimmung (GPS, Glonass, Galileo)


Die statistische Auswertung deckt sich mit dem Eindruck, welcher beim Betrachten des Tracks auf der Karte augenscheinlich ist. Die Genauigkeit eines sehr gutes GPS-Handgerätes erreicht keine der beiden GPS-Uhren. Die Unterschiede zwischen GPS only und den Kombinationen + Galileo bzw. + Glonass sind für die Instinct gering. Statistisch ist der GPS only Track sogar am besten, allerdings sieht der GPS+Galileo Track auf der Karte minimal besser aus.

Insgesamt ist die Standortbestimmung der Garmin Instinct auf einem mit dem Spitzenmodell der Garmin fenix 5 Serie vergleichbaren und hohem Niveau. Sie erreicht erwartungsgemäß nicht die Empfangsleistung der besten Consumer GPS-Handgeräte, was in Anbetracht der technisch möglichen Antennenabmessungen nicht verwundert.

Die Genauigkeit eines Tracks ist auch im Zusammenhang mit der Ermittlung der Gesamtdistanz von Bedeutung. Die Distanz wiederum steht im direkten Zusammenhang mit der berechneten Pace. Eine falsche Berechnung der Distanz endet auch in einer falschen Berechnung der angezeigten Pace. Bei der Garmin Instinct ist uns im direkten Vergleich mit der fenix 5(X) Plus aufgefallen, dass die Gesamtdistanz und damit auch die Pace bei der Instinct immer etwas geringer angezeigt wird. Der Unterschied war mal mehr mal weniger deutlich, lag aber in allen unseren Tests bei 2-4 Prozent. Das macht z.B. bei einer 5km-Strecke immerhin einen Unterschied von ca. 100-200 Metern und führt damit zu deutlichen Unterschieden der angezeigten Pace-Werte.

Die reale Distanz ist nicht leicht zu ermitteln, nimmt man aber die Werte des Garmin eTrex10 sowie Berechnungen über Kartenmaterial als Referenz, kommen wir zu dem Schluss, dass die Instinct tendenziell etwas zu kurze, die fenix 5 tendenziell etwas zu lange Distanzen ermittelt. Gut möglich, dass Garmin immer wieder durch Updates auch ein Feintuning an bestimmten Parametern vornimmt, um seine Produkte zumindest untereinander anzugleichen. Laufen Nutzer mit unterschiedlichen Produkten parallel, wird es immer kleine Abweichungen geben, die normalerweise keine Erwähnung in einem Test wert sind. Da die Instinct aber gegenüber der fenix 5(X) Plus so zuverlässig reproduzierbar kürzere Distanzen berechnet hat, haben wir uns entschlossen, es doch im Test zu erwähnen.

Höhenmesser

Die Garmin Instinct verfügt über einen barometrischen Höhenmesser. Die über GPS ermittelte Höhe ist nicht besonders zuverlässig, weshalb nur über einen barometrischen Höhemesser eine brauchbare Summierung von Höhenmetern möglich ist. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die automatische Kalibrierung des Höhenmessers über das GPS-Signal deaktiviert wird und der Höhenmesser vor einer Tour manuell auf die am Start bekannte Höhe eingestellt wird. Bei langen Touren oder wechselhaftem Wetter (und damit großen und schnellen Luftdruckschwankungen) ist es sinnvoll, auch während der Tour die Höhe immer wieder alle paar Stunden zu kalibieren, wenn die aktuelle Höhe z.B. durch Schilder oder Karten bekannt ist. Wir haben den Höhenmesser mit der Garmin fenix 5-Serie verglichen und konnten keine wesentlichen Unterschiede messen. Die angezeigten Höhen und Summen waren jeweils plausibel und zuverlässig.

Das Diagramm zeigt deutlich den Unterschied zwischen einer Luftdruck- und einer GPS-basierten Höhenmessung. Die über GPS ermittelte Höhe schwankt stark und neigt zu Übertreibungen. In dem oben gezeigten Beispiel wurden folgende Aufstiegssummen errechnet:

  • Garmin Instinct über Luftdruck: 147 Meter
  • Garmin fenix 5X über Luftdruck: 146 Meter
  • Garmin eTrex10 über GPS+GLONASS: 173 Meter

Insgesamt ist die Höhenmessung der Garmin Instinct sehr zuverlässig und auch die Visualisierung während der Tour lässt kaum Wünsche offen. So lässt sich z.B. der bereits zurückgelegte und noch vor einem liegende Verlauf der Höhenmeter innerhalb eines Tracks gut visualisieren. Die Höhe sowie der Verlauf des Luftdruckes kann auch im Uhren-Modus dauerhaft angezeigt werden.

Höhe mit Position
Höhenverlauf
Datenseite Höhe
Höhenverlauf Tour
Luftdruckverlauf
Uhr mit Luftdruck

 

Aktivitäten

Die Instinct bietet unterschiedliche Aktivitäten mit jeweils eigenen Einstellungen und vorangelegten, zur Aktivität passenden Trainingsseiten. Die Trainingsseiten lassen sich pro Aktivität verändern und erweitern. Es können auch neue individuelle Aktivitäten auf Basis bestehender Aktivitäten angelegt werden. Folgende Aktivitäten sind bereits vorangelegt:

 

  • Trail Run
  • Laufband
  • Hallenbahn
  • Gehen
  • Laufen
  • Wandern
  • Bergsteigen
  • Radfahren
  • Indoor Rad
  • Mountainbiken
  • Schwimmbad
  • Freiwasser
  • Skifahren
  • Snowboarden
  • Langlauf
  • Kajak
  • SUP
  • Rudern
  • Indoor-Rudern
  • Krafttraining
  • Cardio
  • Yoga
  • Crosstraining
  • Stepper
  • Treppensteigen
  • Taktisch
  • Boot
  • Sonstige

Um die Übersicht nicht zu verlieren, können aus den vielen Aktivitäten die verwendeten als Favoriten ausgewählt und somit übersichtlich dargestellt werden.

Trainingsseiten

Eine Trainingsseite kann aus bis zu fünf Datenfeldern bestehen, was immerhin ein Feld mehr ist als bei der aktuellen fenix 5 (Plus)-Serie von Hause aus möglich ist. Allerdings lässt sich die Anzahl der Felder über Connect IQ-Drittanbieter-Datenfelder auch bei der fenix 5-Serie beliebig erhöhen.

Alle verfügbaren Felder für alle Aktivitäten aufzulisten würde den Rahmen des Tests sprengen, daher haben wir mal alle möglichen Felder für die Aktivität “Laufen” aufgelistet:

  • Timer-Felder
    Timer, Rundenzeit, Letzte Runde – Zeit, Durchschnittliche Rundenzeit, Verstrichene Zeit
  • Distanzfelder
    Distanz, Rundendistanz, Letzte Runde – Distanz
  • Pace-Felder
    Pace, Ø-Pace, Rundenpace, Letzte Runde-Pace
  • Geschwindigkeits-Felder
    Geschwindigkeit, Ø-Geschwindigkeit, Rundengeschwindigkeit, Letzte Runde- Geschwindigkeit, Max. Geschwindigkeit, vertikale Geschwindigkeit
  • Herzfrequenzfelder
    Herzfrequenz, Ø-Herzfrequenz, Herzfrequenzbereich, HF-% Max., %HFR, Ø HF – % Max, Ø %HFR, Runden Herzfrequenz, Runde %HFR, Runde – HF %Max., Letzte Runde HF, Letzte Runde %HFR, Letzte Runde – HF – %Max., Zeit in Bereichen
  • Schrittfrequenzfelder
    Schrittfrequenz, Ø Schrittfrequenz, Runde Schrittfrequenz, Letzte Runde Schrittfrequenz
  • Temperaturfelder
    Temperatur, Max. Temp. 24h, Min Temp. 24h
  • Höhenfelder
    Durchnittsanstieg, Durchnittsabstieg, Max. Anstieg, Max. Abstieg, Höhe, Anstieg gesamt, Abstieg gesamt, Rundenanstieg, Rundenabstieg, Letzte Runde Anstieg, Letzte Runde Abstieg, Minimale Höhe, Maximale Höhe, GPS-Höhe, Gleitverhältnis, Neigung
  • Kompassfelder
    Richtung, GPS-Richtung, Kompassrichtung
  • Navigationsfelder
    Distanz verbleibend, Voraussichtl. Ges.str., GGG, Vert. Geschw. Ziel, Peilung, Kurs, Streckenabweichung, Vert. Dist. Zum Ziel, Gleitverhältnis zum Ziel, Position, Zielort Position, Breiten-/Längengrad, ETA, Zeit, Zielwegpunkt, Nächster Wegpunkt, Distanz zum nächsten Wegpunkt, Ankunft nächster WP, Zeit bis nächster WP
  • Andere Felder
    Kalorien, Akkuladestand, GPS, Runden, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Uhrzeit, Umgebungsdruck, Barometrischer Druck
  • Zusätzliche Seiten
    Virtueller Partner, Karte, Kompass, Höhe, Musikfunktionen

Folgende Einstellungen sind für die Aktivität “Laufen” individuell einstellbar:

  • Trainingsseiten (siehe oben)
  • Alarme (Benutzerdefiniert, Herzfrequenz, Laufen/Gehen, Pace, Zeit, Distanz, Schrittfrequenz, Kalorien, Höhe, Annäherung)
  • Metronom (an/aus)
  • Auto Lap (an/aus), Auto Pause (an/aus), Auto Anstieg (an/aus)
  • 3D-Geschwindigkeit (an/aus), 3D-Distanz (an/aus)
  • Rundentaste (an/aus)
  • Auto-Seitenwechsel (aus, langsam, mittel, schnell)
  • GPS (nur GPS, GPS+Glonass, GPS+Galileo)
  • Zeit bis Standby (normal, verlängert)
  • Hintergrundfarbe (schwarz, weiß)

Wählt man andere Aktivitäten aus, unterscheiden sich die möglichen Datenfelder und Einstellungen. So lässt sich z.B. beim Schwimmen im Hallenbad die Bahnlänge einstellen und es stehen div. Datenfelder zum Thema Schwimmen zur Verfügung. Alle Datenfelder und Einstellungen für alle Aktivitäten hier aufzulisten würde den Rahmen des Artikels deutlich sprengen, aber es sind in der Summe wirklich viele Aktivitäten und damit auch viele Optionen und Datenfelder.


Gegenüber der fenix 5-Serie oder einigen Garmin Laufuhren fehlen lediglich die Multisport-Aktivitäten sowie das Thema Golf. Da, wie bereits erwähnt, Connect IQ nicht unterstützt wird, lässt sich die Auswahl der Datenfelder nicht erweitern, was aber dank der riesigen Auswahlmöglichkeiten für 99% der Nutzer kein Nachteil sein sollte.

Eine Aktivität kann zudem noch als Training gestartet werden. Hierbei können über Garmin Connect erstellte Trainings verwendet werden oder Intervalle und Ziele erstellt werden. Auch besteht die Möglichkeit, gegen bereits gespeicherte Aktivitäten anzutreten sowie einen über Garmin Connect erstellten Trainingskalender zu verwenden.

Während einer Aktivität kann jederzeit zusätzlich eine Navigation gestartet werden. Die unter Navigation angelegten und konfigurierten Trainingsseiten werden dann zusätzlich zu den Aktivitäts-Trainingsseiten angezeigt. Auch kann während einer Aktivität über den ABC-Button schnell zum Kompass, zum Barometer und Höhenmesser gewechselt werden ohne die Aktivität zu unterbrechen. Ein Wechsel zu dem Uhren-Widget ist ebenfalls während einer Aktivität möglich, um so weitere Informationen z.B. zum Wetter oder Benachrichtigungen zu erhalten.

Auswertung

Nach einer Aktivität kann diese gespeichert werden. Die Aktivität steht dann unter Protokoll zur Ansicht und Auswertung zur Verfügung. Zur Aktivität können div. Details angezeigt werden sowie die Karte, Höhenprofil, Zeit in Herzfrequenzbereichen sowie Details zu den jeweiligen Runden. Darüber hinaus speichert die Garmin Instinct auch persönliche Rekorde in unterschiedlichen Sportarten sowie die gesamte mit der Uhr zurückgelegte Strecke. Eine Auswertung von Trainingseffekt, Trainingsintensivität, VO2MAX, Erholungsratgeber, sowie Leistungsindex während der Aktivität bietet die Garmin Instinct nicht und unterscheidet sich hier von der fenix 5-Serie sowie vielen Garmin Laufuhren.

Navigation

Karte mit Datenfeld

Garmin platziert die Instinct bewusst nicht als Laufuhr, sondern als robuste Outdoor-Smartwatch mit umfangreichen Navigationsfunktionen. Anders als eine reine GPS-Sportuhr, welche in erster Linie das Trainung unterstützen und protokollieren soll, kann man also von der Instinct erwarten, dass sie einen im Gelände sicher zum Ausgangspunkt, zu einem Ziel oder über eine geplante Strecke führt. Garmin schreibt dazu in Ihrer Pressmittelung: “Die neue, robuste Garmin Instinct führt ihre Nutzer zuverlässig durch anspruchsvolle und unbekannte Gelände“.

Die Garmin Instinct muss dabei im Gegensatz zur Fenix 5 Plus-Serie auf vorinstallierte Kartendaten verzichten, auch nachträglich lassen sich keine Karten installieren. Navigation auf der Instinct versteht sich daher als klassische Track- und Wegpunktnavigation. Wenn wir im Folgenden von „Karte“ sprechen, meinen wir daher immer nur die Darstellung des Tracks bzw. der Strecke und der Wegpunkte.

Folgende Navigationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Wegpunkte bzw. Favoriten als Ziel

Wegpunkte heißen auf der Garmin Instinct Favoriten und können als Ziele ausgewählt werden sowie für die Erstellung neuer Routen verwendet werden. Favoriten lassen sich direkt auf der Uhr neu erstellen inkl. der Möglichkeit, die Koordinaten, Namen sowie das Symbol zu bearbeiten oder einen Wegpunkt zu projizieren (also Richtung und Distanz vom aktuellen Standort anzugeben). Vermisst haben wir die Möglichkeit der Wegpunktmittlung. Bei einer Wegpunktmittlung wird die Position über eine gewisse Zeitspanne gemittelt und so effektiv vermieden, dass beim Speichern der Position zufällig eine stark abweichende Position (Ausreißer) gespeichert wird.

Das Erstellen von Favoriten auf der Uhr ist leider noch etwas buggy. Mit jeder neuen Position geht der Name der vorherigen Position wieder verloren, es kann daher nur ein Favorit mit Namen gespeichert werden. Dieser Fehler ist leicht reproduzierbar, was Hoffnung auf eine schnelle Fehlerbehebung macht.

Update 16.10.2018

Das ging erfreulich schnell, mit dem Update auf die Version 2.60 hat Garmin den Fehler beim Erstellen von Favoriten (Wegpunkten) behoben!

Neue Funktion (unter anderem):
Flächenberechnung, Warnung vor abnomaler Herzfrequenz, Mondphase für Displayanzeige

 

 

Wegpunkte können natürlich auch als GPX-Datei importiert werden. Es werden alle Icons aus BaseCamp unterstützt und auf der Karte angezeigt. Leider zeigt die Instinct nur Icon, Namen, Höhe sowie die Koordinaten zum jeweiligen Favoriten an. Beschreibungstexte oder Hinweise werden nicht angezeigt, so dass z.B. paperless GeoCaching nicht unterstützt wird. Es können maximal 1000 Favoriten auf der Instinct gespeichert werden. Weitere Favoriten werden ohne Hinweis einfach nicht mehr gespeichert.

Für jeden Wegpunkt bzw. Favorit kann ein Annäherungsalarm gespeichert werden. Dabei lässt sich der Warnradius für jeden Wegpunkt individuell festlegen. Ein solcher Alarm ist in der Wegpunkte- und Track-Navigation durchaus üblich und kann helfen, bei der Planung wichtige Abzweigungen mit einem entsprechenden Wegpunkt zu versehen. Während der Navigation hilft die Warnung dann, den Abzweig nicht zu verpassen und kann über den eingeblendeten Namen wichtige Hinweise geben. Leider wird ein zum Wegpunkt z.B. über BaseCamp angelegter Annäherungsalarm beim Import von Wegpunkten nicht unterstützt. Annäherungsalarme müssen daher immer direkt an der Uhr für jeden Punkt aktiviert werden, was die Nutzung als Navigationshilfe in der Planung deutlich erschwert.

Die Navigation zu einem Favoriten ist immer ein Luftlinienrouting, wobei die Anzeige als Peilung oder Kurs möglich ist. Normaler wird bei Peilung eine Linie zwischen aktueller Position und Ziel gezogen, welche dann auf der Karte angezeigt wird und zur Orientierung dient. Diese Linie wurde uns im Test bei der Instinct nicht angezeigt, was vermutlich noch ein Fehler in der Software ist.
Bei der Verwendung der Kurs-Navigation wird normalerweise eine Linie zwischen dem Startpunkt der Navigation und dem Ziel gezogen, welche sich auch nicht verändert, wenn man links oder rechts vom Kurs abweicht. Diese Darstellung war bei der Instinct korrekt. Zusätzlich zur Kartendarstellung zeigt das runde Displayelement einen Pfeil in Richtung des ausgewählten Favoriten.

Auswahl
Kurs
Kurs
Peilung
Karte verschieben
Karte Richtung

Track-Navigation

Die Instinct kann Tracks sowie Routen importieren und der Nutzer kann diese zur Navigation auswählen. Tracks und Routen werden dabei von der Uhr gleich behandelt und als “Strecken” bezeichnet. Die Strecke wird als durchgezogene schwarze Linie auf der Karte dargestellt. Die Karte kann gezoomt und verschoben werden sowie in Bewegungsrichtung oder nordweisend ausgerichtet werden. Die zurückgelegte Strecke wird als gestrichelte Linie dargestellt. Im Gegensatz z.B. zur fenix 1/2 wird immer nur der aktuelle Track (Strecke) in der Karte dargestellt, andere auf der Uhr vorhandene Tracks lassen sich nicht parallel zur Darstellung aktivieren. Die Möglichkeit, über zusätzliche Tracks eine Art Karte nachzubilden, um wichtige Kreuzungen oder alternative Wege zu kennzeichnen, besteht daher nicht. Favoriten hingegen werden dauerhaft in der Karte angezeigt, unabhängig davon, ob diese als Ziel ausgewählt sind.

Vielleicht sind wir durch die Nutzung von echten Karten bezüglich der reinen Track-Navigation etwas aus der Übung gekommen sind, den wir hatten im Test größere Schwierigkeiten. Ein Track (Strecke) besteht immer aus einzelnen Punkten, welche an Kreuzungen oder auch in Kurven verwendet werden, um den Streckenverlauf bestmöglich abzubilden. Die Uhr versucht nun von Punkt zu Punkt zu leiten und zeigt im runden Displayelement die jeweilige Richtung zum nächsten Trackpunkt. Ist ein Trackpunkt erreicht, springt die Anzeige zum nächsten Trackpunkt usw.
Normalerweise sind wir es bei einer Track-Navigation gewöhnt, dass sich der Richtungspfeil bereits einige Meter (oft abhängig von der Geschwindigkeit) vor einer Kreuzung langsam in die Richtung bewegt, welche angesteuert werden soll. So sieht man an einer Kreuzung frühzeitig, in welche Richtung abgebogen werden muss.
Anders bei der Garmin Instinct: Die Richtungsanzeige reagiert erst direkt mit Erreichen des Trackpunktes, welcher in der Regel ja in der Mitte einer Kreuzung sitzt. Ist der GPS-Empfang nicht ganz optimal oder wurde der Trackpunkt nicht ganz sauber gesetzt z.B. weil bei der Planung das Kartenmaterial nicht optimal war, kann es leicht passieren, dass der Trackpunkt gar nicht erreicht wird und es zu verwirrenden Anzeigen kommt. Kennt man den Weg und biegt dennoch richtig ab, dauert es lange bis die Uhr den nächsten Trackpunkt anpeilt. In der Zwischenzeit kann es durchaus vorkommen, dass die Richtungsanzeige in eine völlig falsche Richtung zeigt. Leider gibt es keine Möglichkeit einzustellen, ab wann ein Trackpunkt als „erreicht“ gilt. Unserer Meinung nach ist der aktuelle „Umkreis“ deutlich zu klein gewählt.

   

Die Screenshots zeigen, dass der Richtungspfeil zu lange in die Bewegungsrichtung zeigt und somit kaum eine Navigationshilfe ist. Der Pfeil sollte abhängig von der Geschw. frühzeitig in die neue Richtung zeigen.

   

Der Pfeil springt erst direkt beim Erreichen des Trackpunktes um und zeigt in die neue Richtung. Ist der GPS-Empfang nicht perfekt, wird der Trackpunkt oft nicht erreicht und die Richtungsanzeige zeigt verwirrende Richtungen an.

In den Einstellungen lässt sich eine Warnung vor dem Verlassen des Tracks einstellen, leider gibt es auch hier nur die Einstellung ein/aus. In der Praxis ist die Warnung deutlich zu empfindlich und es kommt auch ohne Verlassen des Tracks häufig zu falschen Warnungen, welche innerhalb weniger Sekunden wieder aufgehoben werden, nur, um dann in der nächsten Sekunde erneut vor dem Verlassen der Strecke zu warnen.


Bei entschleunigtem Wandern kann man den Richtungspfeil ignorieren und einfach die Karte betrachten, bei schnelleren Sportarten hingegen ist man ohne einen vorausschauenden Richtungspfeil kaum in der Lage, dem Track sicher zu folgen. Tipp: In den Einstellungen unter Sensoren > Kompass > Modus sollte unbedingt > ein aktiviert sein. Verwendet man > automatisch, kommt es immer wieder dazu, dass sich die Karte und der Richtungspfeil nicht drehen bzw. für einige Sekunden hängen bleiben.

Steigt man nicht am Start eines Tracks in die Tour ein, braucht die Instinct sehr lange, um sich an der richtigen Stelle in den Track einzuklinken und führt einen lange Zeit in Richtung Start. Verwendet man eine vorher protokollierte Aktivität als Track, ist ein Einstieg wohl nicht möglich, da immer nur in Richtung Start navigiert wird. Tracks können auch rückwärts gestartet werden, bzw. es kann auch ein klassisches Trackback verwendet werden, wenn man sich innerhalb einer Aufzeichnung befindet.

Peilen und los

Über Peilen und los kann zunächst eine Richtung festgelegt werden, welche dann als Linie vom Startpunkt aus dauerhaft in der Karte eingezeichnet wird.

Garmin Explore App

Die Garmin Instinct ist neben dem Garmin GPSMap 66 eines der ersten Garmin Produkte, welche die Planungs-App Garmin Explore unterstützt. Mit Garmin Explore lassen sich Routen und Wegpunkte am Smartphone erstellen und leicht auf die Instinct übertragen. Einen ersten Eindruck der neuen Garmin App haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: Garmin Explore App verfügbar…

   

Fazit Navigation

Für eine GPS-Uhr mit Ausrichtung Outdoor-(Smartwatch) konnten uns die Navigationsfunktionen in der jetzigen Ausführung noch nicht vollständig überzeugen. Auch wenn Garmin die Instinct als “Outdoor-Smartwatch” positioniert, wird unter anderem mit “umfangreiche Navigationsfunktionen” geworben. Bei der Garmin Instinct handelt es sich schließlich nicht um eine Laufuhr, welche nebenbei auch eine Möglichkeit bietet, einen Track oder eine Aktivität zur Navigation zu nutzen oder eben mal die Position zu speichern. Die fenix 1/2, welche bzgl. Display und sonstiger Ausstattung die am ehesten vergleichbare Garmin-Uhr war, hatte im Bereich Navigation bereits deutlich mehr Möglichkeiten und war damit deutlich näher an den klassischen Garmin Outdoor-Handgeräten.
Mit unserer Kritik beziehen wir uns bewusst nicht auf das Fehlen einer echten Karte oder eines automatischen Routings. Es sind vielmehr die beschriebenen Probleme im Umgang mit Tracks und Wegpunkten sowie das Fehlen einiger wichtiger Funktionen. Die Garmin Instinct ist ein junges Produkt und die ersten Updates werden nicht lange auf sich warten lassen, auch dafür ist Garmin bekannt. Kaum ein Hersteller hat mehr Erfahrung im Bereich Outdoor-Navigation, gerade wenn es um die grundlegende Wegpunkte- und Track-Navigation geht. Wir sind daher davon überzeugt, dass an diesem Punkt noch deutlich nachgebessert werden wird. Wir werden diesen wesentlichen Kritikpunkt im Auge behalten und den Test anpassen, wenn es durch Updates eine Veränderung bzw. hoffentlich Verbesserung gibt.

Uhren-Anzeigen und Widgets

Für die Anzeige der Uhrzeit im Uhrenmodus kann aus unterschiedlichen Designs gewählt werden, welche sich zusätzlich individuell anpassen lassen. Zum einen kann zwischen hellem und dunklem Design gewählt werden, zum anderen lassen sich die angezeigten Datenfelder im Uhrenmdous anpassen. Gleiches gilt für Diagramme (Temperatur, HR, Luftdruck, Höhe).

Auch, wenn keine zusätzlichen Displaydesigns installiert werden können, wie das bei Garmin fenix 5-Uhren bzw. allgemein bei Connect IQ-kompatiblen Garmin-Produkten der Fall ist, ist ein gewisser Grad an Individualisierung gegeben.

Widgets lassen sich im normalen Uhren-Modus, also ohne gestartete Aktivität, durchblättern. Folgende Widgets können ausgewählt werden:

Fitnesstracker-Widgets:

Schritte u. Ziel
Kalorien
Aktivkalorien
Intensitätsminuten
Tagesübersicht
Etagen

 

Smartwatch-Widgets:

Die Instinct wird als Outdoor-Smartwatch beworben und verfügt daher über einige connected Features, welche eine Bluetooth Verbindung zu einem Smartphone mit Garmin Connect App vorraussetzt.

Wetter:

Die Uhr zeigt das aktuelle Wetter inkl. 4-Stunden und 4-Tage Vorschau an:

Benachrichtigungen:

Angezeigt werden alle Benachrichtigungen des Smartphones wie z.B. Anrufe, SMS, e-Mail, App-Benachrichtigungen usw.
Anrufe können angenommen und auf SMS kann mit vorgefertigten und über die Connect-App anpassbaren Vorlagen geantwortet werden.

Musiksteuerung:

Der interne Speicher der Garmin Instinct ist zu klein, um als Musikspeicher zu dienen wie das z.B. bei der Garmin Vivoactive 3 Music oder der Garmin fenix5-Plus-Serie der Fall ist. Die Instinct kann daher nur den Player des gekoppelten Smartphones steuern und nicht selber die Musik vom internen Speicher über einen Bluetooth Kopfhörer abspielen.

 

  

Garmin Zubehör-Widgets:

Zubehör wurde von uns im Rahmen dieses Tests nicht mit der Garmin Instinct getestet. Aber es ist sehr positiv zu bewerten, dass Garmin auch seine neue Einsteiger-GPS-Uhr mit nahezu der ganzen Palette an Zubehör kompatibel macht. Es fehlt allerdings die Unterstützung z.B. für den Garmin Power Meter sowie das weitere Bike Zubehör z.B. Bike Radar und Bike Lights.

Sonstige Widgets

Sonne
ABC
Stress
Temperatur
Letzte Aktivität
Altern. Zeitzone
Mondphase

Darüber hinaus gibt es noch bereits als Screenshot gezeigte Widgets für Höhe, Barometer, Herzfrequenz sowie das jeweils letzte Training jeder Aktivität.

Sonstige Funktionen

Zunächst haben wir im Test verzweifelt nach einer Stoppuhr bzw. einem Timer gesucht. Fündig wurden wir letztendlich in den Einstellungen unter Steuerungen. Hier lassen sich Anwendungen zum sog. Steuerungsmenü hinzufügen. Dieses Menü wird durch einen langen Klick auf die linke obere Taste (CTRL) aufgerufen. Im Standard fehlen hier Stoppuhr sowie Timer, lassen sich aber über die Einstellungen hinzufügen. Für eine so grundlegende Funktion reichlich versteckt. Das Steuerungs-Menü an sich ist von den fenix-Uhren bekannt, wirkt aber auf der Instinct durch das runde Displayelement besonders stimmig und bietet schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen und Einstellungen.

Stoppuhr
Beleuchtung
Timer
Wecker
Position speichern
Tastensperre

 

Über die Einstellungen können den Hardware-Tasten auch bestimmte Aktionen zugeordnet werden, was die schnelle Bedienung erleichtert. Insgesamt ist das Bedienkonzept stark an die fenix-Serie angelehnt, so dass man sich als fenix-Nutzer schnell zurechtfindet. Wer noch nie mit einer Garmin GPS-Uhr zu tun hatte, wird allerdings mit einer gewissen Lernkurve rechnen müssen, bevor er alle Funktionen der Uhr inkl. Einstellungen sicher im Griff hat.

Flächenberechnung

Mit dem Update auf die Version 2.60 wurde die von vielen Garmin-Geräten bekannte Flächenberechnung hinzugefügt. Durch das Umlaufen einer Fläche wird dessen Flächeninhalt berechnet.

Auch wenn viele Nutzer diese Funktion nie benötigen werden, gibt es durchaus Nutzergruppen, die eine solche Funktion schätzen. So lassen sich z.B. für Land- und Forstwirte oder auch Immobilienmarkler bestimmte Flächen schnell erfassen und können die alltägliche Arbeit erleichern.

Töne und Vibration

Für Benachrichtigungen, Alarme, Warnungen und sonstige Hinweise kann sowohl eine akustische Signalisierung als auch eine Vibration in den Einstellungen aktiviert werden. Dabei würde man sich noch etwas mehr Anpassungen wünschen. Aktuell kann die akustische bzw. stille Warnung über die Vibration nur global für alle (mit Ausnahme des Weckers) Funktionen aktiviert werden.

Was haben wir vermisst?

Da sich die Garmin Instinct nicht über Connect IQ erweitern lässt, muss der Nutzer mit den Funktionen zurechtkommen, die Garmin selber anbietet. Vermisst haben wir bei den sonstigen Funktionen nicht viel. Gegenüber der fenix 1/2 fehlen vor allem die Funktionen der Wegpunktmittlung, Flächenberechnung, Darstellung aller Tracks auf der Karte, bessere Navigationsmöglichkeiten und Darstellung auf der Karte, Jagd & Angeln, Anzeige von Vektorkarten (inoffizielle Funktion) sowie paperless GeoCaching.

Fazit

Die Garmin Instinct ist eine GPS-Outdoor-Uhr, welche bei Garmin eine völlig neue Zielgruppe ansprechen soll. Nicht jeder Nutzer kann oder möchte 600+ EUR für eine fenix 5 Plus-Uhr ausgeben.  Mit einem UVP von 299 EUR wird vermutlich schnell ein Online-Preis von ca. 250 EUR erreicht werden. Normalerweise beginnen wir ein Fazit nicht mit einem Bezug zum Preis, aber da wir im Test immer wieder mit der fenix 5 Plus-Serie verglichen haben, scheint es uns angebracht, den Preis als wesentliches Argument für die Garmin Instinct zu verwenden. Die Garmin Instinct beherrscht als ABC-Uhr (Höhe, Barometer, Kompass) mit GPS (+ Galileo, Glonass) sowie optischem HR-Sensor und Bluetooth bereits sehr viel von dem, was die Garmin fenix 5 Plus-Serie zu bieten hat. Die wesentlichen Funktionen wie Fitnesstracker, Herzfrequenzmessung, Genauigkeit der Trackaufzeichnung, Aktivitätsaufzeichnung sowie Höhenmessung stehen der deutlich teureren fenix 5 Plus-Serie in nichts nach.

Vorteile gegenüber der fenix 5 Plus-Serie sind vor allem das geringe Gewicht und der hohe Tragekomfort. Darüber hinaus ist das Display deutlich besser abzulesen und die Tasten komfortabler zu bedienen. Die Uhr ist robust, solide verarbeitet und bietet eine gute Akkulaufzeit.

Natürlich ist die fenix 5 Plus-Serie eleganter und bietet mit WLAN, hochauflösendem Farbdisplay, Connect IQ, Garmin Pay, Musikspeicher, Kartenkompatibilität sowie einigen erweiterten Multisport- und Trainingsanalyse-Funktionen deutlich mehr Funktionen als die Garmin Instinct, aber das Preis-/Leistungsverhältnis der Garmin Instinct ist unserer Meinung nach auf keinen Fall schlechter, wenn nicht sogar etwas besser als bei der Garmin fenix 5 Plus-Serie.

Insgesamt ist die Garmin Instinct eine sinnvolle und gelungene Erweiterung im Garmin Uhren-Segment und rundet die Auswahl nach unten ab. Die Garmin Instinct dabei als Einsteiger-Produkt zu bezeichnen würde der Uhr mit ihren sehr umfangreichen Sensoren und Funktionen allerdings nicht gerecht werden. Die Instinct ist die moderne und leichtere Version der ursprünglichen Garmin fenix, welche damals auch eine ähnliche Zielgruppe hatte, bevor sich die fenix-Serie eher in Richtung Multisport, Smartwatch und Lifestyle-Produkt entwickelte (ohne dabei freilich ihre Kompetenz als Outdoor-Navi-GPS-Uhr zu verlieren). Die fenix wurde von Serie zu Serie teurer, nun versucht Garmin mit der Instinct, den Kreis wieder zu schließen.

Mit Ausnahme der Track- und Wegpunkte-Navigation, welche sicherlich über Software-Updates schnell verbessert werden kann, ist die Garmin Instinct unserer Meinung nach ein besonders empfehlenswertes Produkt mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Preis & Bezugsquelle

Die Garmin Instinct ist ab sofort im Handel z.B. bei Kaufhof verfügbar. Die Garmin Instinct kostet EUR 249,00 bei Amazon


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77 Kommentare zu “Garmin Instinct Test

  1. Sehr schöner Artikel, vielen Dank! Ich kam über einen Kommentar auf dcrainmaker auf diese Seite…

    Wäre es möglich, Die Instinct mit angeschalteter Hintergrundbeleuchtung neben einer Kerze zu fotografieren? Mir geht es um die “Blendwirkung” der Hintergrundbeleuchtung, welche z.B. bei der Suunto Traverse Alpha sehr fein reguliert werden kann (rot/weiß und Stärke).

  2. Ich habe nun ein paar Bilder im Lichte einer Kerze (Teelicht) eingebaut. Hattest Du Dir das so vorgestellt und geben die Bilder die Info, die Du gerne hättest?

    1. Wow, vielen Dank! Das gibt einen ziemlich guten Eindruck, super! Hmf, der einzige Grund für die Suunto ist der (vor gut 2 Jahren) bezahlte Preis von etwa 600 €. Und dass die nach wie vor ziemlich neu (bis auf das Armband) aussieht… An der Traverse stört mich die etwas träge Reaktion sowie dass man keinen Tempe-Sensor koppeln kann. Naja, und der Pulsgurt….

  3. Hi,

    danke für den ausführlichen Test. Ich habe momentan eine Polar M400 – der größte Kritikpunkt hier ist der fehlende Vibrationsalarm. Ist dieser bei der Garmin Instinct vorhanden? In dem Test und auf den Datenblättern habe ich dazu leider nichts gefunden.

    Viele Grüße

  4. Super Bericht.
    Was mir nicht gelingt, ist die Höhe im Uhrenmodus anzeigen zu lassen. Das ist auf der Verpackung so dargestellt und wird auch in dem Bericht beschrieben. Wie ist das einstellbar?
    Vielen Dank für einen Hinweis.

    1. Displaydesign > dann ein Design auswählen was eben auch ein Diagramm hat > GPS-Button drücken > dann auf Anpassen gehen (also 1 x nach unten) und dann kann man den Wert für das Diagramm auswählen.

      1. Vielen Dank für die prompte Reaktion.
        Ich kann als Diagramm lediglich Barometer, Schritte, Puls und Kalorien auswählen. Höhe wird nicht angeboten. Software ist Version 2.60.

  5. Ich glaube, das hat sich geklärt. Das Symbol steht wohl für Höhe. Ich hatte es als Kalorien interpretiert. Auch weil auf der Verpackung “ALT” an dieser Stelle steht.
    Ich finde die Interpretation so mancher Anzeige schwierig. Steht beim Wetter z.B. “JET.” im Kreis für “jetzt”, also aktuelle Temperatur?

  6. Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Test, der kaum Fragen offen lässt.
    Der Text dieses Tests wurde übrigens Wort für Wort, Satz für Satz von einem Dritten als Amazon-Rezension veröffentlicht. Lediglich die Reihenfolge der thematischen Absätze wurde etwas geändert. Nennt man das nicht ein Plagiat, welches eine Urheberrechtsverletzung darstellt?

    1. danke für das Feedback, und ja das ist ein böses Plagiat und echt mies wenn man bedenkt, welche Arbeit in einem solchen Text steckt. Und jetzt entsteht noch zusätzliche Arbeit um das bei Amazon löschen zu lassen. Danke für das Melden!

  7. Ich muss noch anfügen das die Uhr sich nicht zum Arbeiten eignet !

    Ich arbeite in einem großen Logistiklager und trage bzw. schiebe Rollies durch die Gegend; während der Charge Hr2 die Schritte richtig wahrnimmt kann das die Garmin nicht.

    Selbst im GPS Modus gehen meinte die Uhr nach 8 Stunden ich wäre 35 (!) Km gegangen bei 5800 Schritten (wenn man die Datenübertragung auf sekündlich stellt und wenn das GPS nicht gerade wegbricht funktioniert es so halbwegs)

    Also wenn ich mit einem Stock wandere oder ich etwas trage kann man die Schrittzähler funktion vergessen.

    Hier die Antwort des Supports als ich das Problem geschildert habe:

    “Mein Fitness Tracker zählt die Schritte nicht genau

    Die Garmin Fitness Tracker wurden entwickelt, um sich wiederholende Gehbewegungen als Schritte zu erfassen. Die Armbewegung während des Gehens wird durch den internen 3-Achsen Beschleunigungssensor im Gerät erfasst und zeichnet jede vollständige Schwingung des Armes in zwei Schritten auf. Einige Aktivitäten können zu unregelmäßigen Armbewegungen führen, so dass das Gerät zu viele oder zu wenige Schritte aufzeichnet.
    Beispiele:

    Fahrzeuge fahren (z.B. Auto, Motorrad oder Fahrrad) – in der Regel durch unwegsames Gelände oder Vibrationen am Steuer)
    Duschen
    Ein unruhiger Schlaf
    Zähneputzen

    Auf der anderen Seite kann es aufgrund mangelnder Armbewegungen dazu kommen, dass Schritte während dem Gehen nicht gezählt werden.
    Beispiele:

    Gehen, während Sie einen Kinderwagen, Einkaufswagen oder sich an einem Griff am Laufband halten
    Rasenmähen
    Tragen einer Tüte oder eines Kindes”

  8. Ok, ich hab die Instinct heute bekommen, leider nicht über einen Affiliate-Link, da in Norwegen.

    Die Anzeige ist echt beeindruckend, fast wie E-Paper. Im Vergleich zur Suunto Traverse ist die Instinct unglaublich leicht und die Knöpfe reagieren auf deutlich geringeren Druck und insgesamt deutlich schneller. Bedienung muss ich mich aber noch einfuchsen, das war bei Suunto besser gelöst.

    1. an der Art wie Du schreibst merke ich, dass Du das gleiche empfindest wie ich als ich die Uhr das erste mal gesehen habe. Sie kommt in “echt” und wenn man Sie in der Hand hat besser rüber als wenn man Sie nur auf Fotos (vor allem den Pressefotos) sieht. Nicht so gut für die Uhr bzw. Garmin, aber um so besser für die, die sich zu einem Kauf entschieden haben.

      1. So, nach ein paar “Touren” (nix großes, da noch zu wenig Schnee) mal eine kleine Zusammenfassung: Bedienung erscheint mir nach wie vor bei der Traverse konsistent(er), Garmin ist dafür schneller (wenn man die Knöpfe denn gefunden hat). Schick bei Suunto ist die kurze Vorwarn/Vorschau, wenn man einen Knopf lange drückt. HF-Tracking rund um die Uhr ist schon nett, kein vergessener Pulsgurt mehr. Schlaftracking haut mich nicht sehr vom Hocker, da war ich stellenweise zu Zeiten wach, wo die Uhr “REM”-Schlaf diagnostizierte. Als grober Überblick aber schon praktisch. Richtig schnell ist die Uhr, den Unterschied zur Traverse merkt man insbesondere bei den Navigationsbildschirmen. Das rote Hintergrundlicht hat nur Suunto, dafür ist die Instinct grundsätzlich besser abzulesen. Und endlich kann ich die Tempe-Sensoren koppeln, das hab ich wirklich vermisst. Track-Import (GPX) zur Instinct geht wohl per Kopplung im Massenspeichermodus, das ist wirklich praktisch, dass man da nicht auf eine separate Software und/oder Internet angewiesen ist. Garmin Connect gefällt mir nur teilweise besser, die Heatmaps von Suunto vermisse ich etwas.

        Grüße aus dem Norden

  9. Super Bericht, vielen Dank!
    Habe seit 3 Jahren die 235er reine Läuferuhr.
    Habe eine Kombination Laufuhr & Smartwatch für den Alltag gesucht und mit der Instinct fündig geworden.

  10. Super Bericht, Danke.
    Werde nun meine reine 235er Läuferuhr durch die Instinct ablösen, welche auch im Alltag dank ihrer Robustheit gut zu tragen sein sollte.

  11. Vielen Dank für die Mühe. Der Artikel kam gerade recht. Ich nutzte bisher die Vívoactive 3 für Lauftraining, allerdings parallel die Vívoactive HR für Bergwandern, Kletterstiege sowie Arbeit. Dummerweise hab ich der Vívoactive HR beim Surfen im Meerwasser wohl zuviel zugemutet. Weißt du wie anfällig die Instinct gegenüber Salzwasser ist? Leider bietet sie ja kein VO2Max, ist es möglich dass es updatemäßig noch implementiert werden kann? Ansonsten freu ich mich schon auf meine neue Uhr, dir Akkulaufzeit ist ja auch hervorragend

    1. Leider kann ich zum Thema Salzwasser nichts sagen, VO2Max kommt vermutlich eher nicht, um sich von den Sportuhren abzusetzen. Es ist natürlich eine reine Software-Sache und wer weiß schon genau was Garmin da plant, aber ich vermute eher, dass es nicht kommen wird.

  12. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Eine kleine Ergänzung kann ich beisteuern – Quickfit-Armbänder (22 mm) sind laut Garmin-Website (in den FAQ erläutert) kompatibel.

  13. Hallo und danke,
    Dieser Supertest hat mich bei der Suche einer Multifunkt/Sport/Puls/Uhr sehr unterstützt. Habe mich vor 4 Tagen für den Kauf der Instinkt entschieden. Heute schon geliefert bekommen. Garmin connect war problemlos!
    Super, hatte aber irgendwie das falsche Land registriert. Dann alles auf englisch, jetzt wieder umgestellt… Anfangs schon ein bisschen Mühe aufgrund der immensen Möglichkeiten, jetzt mal auf ner kurzen Wanderung erster Test.
    Der Höhenmeter war ja völlig daneben, auch die Höhenmetersummierung war 4x zu hoch. Ja da; aber hatte nicht gewusst wie man den eichen kann, jetzt gehts.
    Auf der App hat sich alles richtig gespeichert, habe auch den Puls manuell mehrmahls geprüft, ist echt nicht schlecht.
    Superteil, habe jetzt fast alles eingestellt…genial, danke nochmal!

  14. Hallo und danke für den ausführlichen Bericht. Da bleiben wirklich nicht viele Fragen, wenn überhaupt, offen. Ich bin auf der Suche nach was Neuem, was mich täglich, auch als Uhr, begleitet. Ich halte nicht viel von den reinen Spielteilchen, genannt Smartwatch, am Handgelenk…allerdings würde mich interessieren, ob Nachrichten wie beispielsweise SMS, E-Mails oder auch WhatsApp auf der Uhr angezeigt und zumindest gelesen werden können? Das wäre schon wichtig für mich zu wissen.

    Danke vorab und Grüße aus Hessen

    Frohes Fest

    1. ja werden angezeigt und zumindest die ersten Zeilen können auch gelesen werden. Auf SMS kann man sogar mit vorgefertigten Sätzen (anpassbar) antworten…
      VG

      1. Danke für die schnelle Antwort. Muss man sich wegen der Display Auflösung Sorgen machen…ist es zu pixelig?

        Hmm…

    1. Danke für die Nachricht. Wenn ich mit dem MTB und der Uhr unterwegs sein möchte, werden dabei die Herzfrequenz usw aufgezeichnet und müsste ich die Route vorher am PC erstellen und dann auf die Uhr bringen, damit das Tracking funktioniert oder habe ich da etwas falsch verstanden?

      Würde gerne das gps für die Navigation im Gelände verwenden…

      1. Kommt drauf an. Nur Aufzeichnen: Trainingsmodus auswählen, starten. Am Ende der Tour anhalten und speichern. Wenn du einen Track navigieren (nachfahren) möchtest (entweder selbst gezeichnet oder heruntergeladen) musst du den erst auf die Uhr bringen und kannst den Track dann nachfahren. Dann bekommt man Warnungen, wenn man zu weit von der Strecke entfernt fährt usw. Navigation (wie vom Auto oder größeren GPS-Geräten gewohnt) geht aber nicht.

    1. Ich bin sehr zufrieden und trage die Uhr täglich. Wie geschrieben, hatte ich vorher eine Suunto Traverse.

      Gut:
      * Ablesbarkeit (der E-Paper-Vergleich wurde schon gebracht)
      * Konfigurierbarkeit
      * Batterielaufzeit
      * Schnelligkeit, insbesondere in der Navigationsansicht und bei Kälte
      * Nachrichten usw aufs Handgelenk
      * Pulsmessung rund um die Uhr und ohne Gurt — die beste Genauigkeit interessiert mich da weniger, eher der Trend und die bequemere Handhabung
      * Verbindung zu einem externen Thermometer
      * Vibrationsalarm stärker
      Schlecht:
      * teilweise etwas umständlich, mittlerweile geht es aber
      * keine rote Hintergrundbeleuchtung (kenne aber auch nur die Suunto, die das hatte), dafür braucht man die Hintergrundbeleuchtung *deutlich* später
      * Taschenlampe ist schwächer (als bei der Suunto)
      Neutral:
      * etwas eigenwilliges Design, halt 80er Jahre G-Shock-Style — die Traverse war da eher zeitlos-klassisch

      Insgesamt bin ich sehr zufrieden 🙂

      1. Top…danke für die Zusammenfassung…ich habe halt noch eine andere im Auge. Die kommt im Januar und ist die Casio F30…aber der Preis und auch weniger Funktionen, dafür die bekanntere Navigation….

        Finde die Garmin auch vom Style her klasse. Welche Farben nutzt ihr? Schwarz ist mir zu langweilig

      2. Bei der Casio wäre mir wasserdichtigkeit und Batterielaufzeit zu wenig. Täglich laden muss bei einer Uhr echt nicht sein.

  15. Ich habe sie mir gerade wegen des G-Shock-Styles gekauft! Von mir aus könnte der Style sogar noch outdoormäßiger sein – es gibt genug „schlichte“ Designs bei Snartwatches. Vieles einfach zu „artig“ und zu wenig geschützt draußen im Einsatz.

    Ich bin auch sehr zufrieden. Für richtige Kartennavigation habe ich allerdings die Fenix 5X Plus.
    Die Instinct schließt mit ihren Funktionen sehr gut das preiswertere Segment.
    Richtig klasse finde ich die Ablesbarkeit des Displays.

    1. Danke Dieter. Genau so sehe ich das auch. Auch für meinen Indoor Sport ist mir eine Uhr für 600 aufwärts einfach zu viel….

  16. Da kann ich nur zustimmen. Die Akkulaufzeit der F30 wird wohl auch nicht zufriedenstellend sein – bei der F20 kann man zusehen, wie die Prozente runterlaufen. Und die Navigation ist wohl auch nicht qualitativ vergleichbar mit der F5X.
    Ich habe eine schwarze Instinct, aber tatsächlich auch deshalb, weil es eher ein Grau ist.

  17. Wirklich danke für die Infos und superschnelle Antworten. Ich betreibe ebenfalls im Anfangsstadium SUP…wäre das mit der Instinct auch möglich…auch so in Bezug auf das Salzwasser?

    1. Denke, dass Salzwasser ok ist. Bin mit meiner noch nicht gepaddelt (was bei mir Salzwasser wäre). Das würde ich per GPS tracken, mehr interessiert mich da nicht (Seekajak). Schweiß ist ja auch nichts anderes… Nach dem Salzwasserkontakt mit Süßwasser abspülen, mehr kann man dann nicht erwarten.

  18. Thema Salzwasser:Bei mir ging die Vívoactive HR nachm surfen kaputt, der Garmin Support hat mir die komplett mit ner neuen ersetzt deshalb glaub ich auch dass Wasserdichtigkeit auch für Salzwasser gilt vor allem weil es nirgends geschrieben steht. Aufgrund des Tests hatte ich mir noch die Instinct gekauft und bin sehr zufrieden. Akkulaufzeit und Display sind hervorragend, mich stört lediglich dass man beim Akku nur Balken hat und keine Prozentanzeige.

  19. Danke…habe richtig Lust auf die Uhr….schade, dass die Läden heute und morgen noch geschlossen sind …werde wohl am Donnerstag mal bei Kaufhof vorbei schauen müssen

  20. So…hier isser wieder. Hoffe ihr hattet schöne Feiertage. Ich habe mich heute auch beschenkt..war bei Kaufhof .

    Habe mir die Rote gekauft…sah und sieht für mich einfach am Besten aus. Sie lädt gerade und dabei stellte sich mir gleich die erste Frage, bitte entschuldigt…aber wie kann ich die Instinct anschalten, ohne sie an den Strom zu hängen? Habe nichts dazu gefunden…

    Kann auch die Intensität der Vibration eingestellt werden?

    Danke euch vorab und werde morgen etwas mehr testen.

    VG

    1. Die Vibrationsintensität kann nicht verändert werden. Ich finde sie recht ordentlich.
      CTRL länger drücken zum Einschalten.
      Glückwunsch und viel Freude mit ihr!

  21. Vielen Dank für den ausführlichen und sehr guten Bericht.
    Habe heute meine Uhr bekommen und freue mich schon, sie richtig kennenzulernen.
    Eine Frage habe ich mal noch. Ich weiß, dass ist noch etwas früh, aber kann man den Akku auch wechseln, wenn er in die Jahre gekommen ist und er nicht mehr so die Leistung hat.

  22. Hi…wie sind eure Erfahrungen mit den Stockwerken? Irgendwie funktioniert das mal gar nicht richtig und die Anzeigen über hinauf- oder hinabgestiegenen Stockwerken passt nicht. Muss man das so hin nehmen oder gibt es vielleicht Abhilfe?

    Ansonsten bin ich bisher sehr zufrieden mit der Uhr und bin gespannt was das eine oder andere Update noch so mit sich bringt.

    VG
    Daniel

    1. Die Stockwerke passen bei der Fenix 5X auch nicht immer genau. Wenn ich richtig informiert bin, funktioniert das Erkennen über den Luftdruck. Genauer wird es, wenn man nicht zu schnell die Treppen steigt.

      1. die Stockwerke werden bei keinem Garmin Produkt genau gemessen, zumindest nicht bei Stockhöhe wie Sie in Einfamilienhäusern üblich sind. Im Altbau oder in Büros wo die Stockhöhe locker 5 Meter und mehr ist, gibt es weniger Probleme. Aber die 3 Meter im Wohnhaus sind oft nur schwer zu erkennen und daher ist die Stockzählung hier immer etwas ungenau und vermutlich ist das technisch auch kaum besser abzubilden.

  23. Habe die Instinct jetzt 4 Wochen:
    In Rot-Orange, mal nicht schwarz!
    Der Schrittzähler ist echt genau, aber die Stockwerke sind doch daneben
    Die Höhenmessung habe ich mehrmals kontrolliert, auf Wanderungen, gute Genauigkeit…
    Die Pulswerte stimmen gut, habe noch den Brustgurt, noch nicht probiert
    Habe den automatischen Stopp wieder ausgeschaltet, hat nicht richtig funktioniert; hat da mal die Rückfahrt mit Bahn mitgezählt, musste ich dann manuell korrigieren, mühsam!
    Habe heute 333‘333 Schritte durch, bin echt zufrieden!
    Gruss

  24. Danke für die Infos.

    Besteht die Möglichkeit, dass ”Squash” als Activity verfügbar wird…so wie es bei der Fenix eine gibt? Ich habe eine manuell erstellt, aber die Distanz bzw. Entfernung wird nicht gemessen…weiß nicht was ch falsch gemacht habe ???

    VG

  25. Danke für den tollen Testbericht. Meine Frage: wie kann ich die Uhr unterwegs ohne Computer laden? Kann ich z. B. das Ladekabel der Uhr per USB in den Ladestecker meines Smartphones stecken, der dann in eine übliche Steckdose geht? Danke und viele Grüße, Torsten

  26. Einen guten Abend, hat schon jemand Erfahrungen mit einem Garmin Standart Brustgurt? Habe mir einen zugelegt, aber irgendwie wird er nicht von der Uhr gefunden. Sie hatte ihn mal kurz, aber jetzt findet sie ihn nicht mehr. Habe auch schon die Batterie gewechselt

  27. Hallo, vielen Dank für den tollen Bericht. Das scheint genau meine Uhr zu sein , was für mich als Jäger noch wichtig wäre die Mond auf und Untergang. Wird das mittlerweile auch angezeigt ?

      1. Hallo Tobias vielen Dank für die Antwort. Das hatte ich gelesen das die Mondphasen angezeigt werden. Mir geht es speziell um Die Mondaufgangs und Untwrgangszeiten. Das ist leider nicht ersichtlich.

      2. achso Du meinst die genauen Zeiten…
        Mh ich habe die Uhr leider aktuell nicht zur Hand, meine aber das es die Zeiten auch gab. Würde aber jetzt meine Hand nicht dafür ins Feuer legen 🙂

  28. Hallo,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
    Wie spielt Ihr Eure Routen auf die Uhr. Wie bekommt ihr Eure Daten auf ein anderes computer System zur Auswertung. Mit Daten meine ich GPS tracks mit Höhen und Pulsdaten, Schlafdaten, Pulsdaten unter Tage und in der Nacht. Gibt es für den Datentransfer auch eine cloud freie Lösung? womöglich auch eine Lösung, die unter Linux funktioniert?
    Freue mich auf Hinweise
    Danke & viele Grüsse
    Claus

    1. Routen werden einfach als GPX-Datei auf die Uhr kopiert, die als USB-Massenspeicher am PC erkannt wird. Die Daten einer Tour können über Garmin Connect in unterschiedlichen Formaten exportiert werden. Schlafdaten können soweit mir bekannt ist nicht exportiert werden.

  29. Danke für die rasche Antwort. Soweit ich es verstehe ist Garmin connect cloud basiert, das heist meine Daten werden per default auf Servern in den USA gespeichert.Lässt sich das abstellen?

    1. also die Übertragung kann man deaktivieren klar. Dir FIT Dateien könnte man dann manuell vom Gerät laden und mit irgendwelchen Tools sicher auch auswerten.

  30. Hallo Thobias, hallo Community,

    ich habe die Garmin Instinct gekauft und alle Funktionen bis auf den Höhenmesser funktionieren korrekt und plausibel (Vergleich mit anderen Geräten). Nur mit dem Höhenmesser habe ich ein Problem. Es passiert nicht vorhersehbar, dass die präzise und schnelle Messung der Höhe (während eine Aktivität oder ohne laufende Aktivität) plötzlich umschwenkt auf eine Art geglättete und träge Messung. Das wird nicht nur so angezeigt, sondern auch aufgezeichnet. Das ist ein großes Problem, da beispielsweise die Höhe bei schnellen MTB Abfahrten nicht korrekt aufgezeichnet wird. Wie gesagt es passiert ab bestimmten Zeitpunkten eine Art Glättung und träges Verhalten bei der Höhenmessung. Nach einiger Zeit (meistens nach der Beendigung der Aktivität) funktioniert der Höhenmesser wieder korrekt.
    Ich habe alle möglichen Kombinationen der Einstellungen probiert, es findet jedoch immer sporadisch statt. Es sieht so aus, als ob die Hardware nicht betroffen ist, denn es gibt ja Phasen, wo der Höhenmesser sehr schnell und präzise arbeitet. Es gibt dann aber eben auch Phasen, in denen der Höhenmesser träge und geglättet arbeitet. Somit werden schnelle Höhenänderungen nicht erfasst.
    Ich habe auch eine Vergleichsgrafik, die ich hier leider nicht einfügen kann.

    Ist diese Phänomen bekannt? Kann es mit eine Software Update behoben werden? Eine präzise und vorhersehbare Höhenmessung (mit vorheriger Kalibrierung natürlich) ist essentiell für mich. Habt ihr das evtl. auch schon beobachtet und könnt mir weiter helfen? Es sieht so aus, als ob die Uhr intern in einen anderen Modus wechselt. Wenn dem so ist, dann muss es durch den Benutzer einstellbar sein und nicht implizit “intelligent” passieren.

    Software: 3.20 (004052f)

    Vielen Dank und viele Grüße
    David

    1. Klingt spannend, aber hatten wir im Test so ganz sicher nicht! Wie lange sind denn die Abschnitte bzw. wie lange dauert es bis die “Glättung” kommt und ist das bei Dir reproduzierbar? Was hast Du eingestellt, manuelle oder automatische Kalibirerung? Kannst Du das Bild vielleicht in unserem Forum mal hochladen http://forum.pocketnavigation.de

      1. Hallo Tobias,

        ich habe den Effekt noch weiter untersucht. Wenn der Luftdruck Sensor keinem starken Wind (also keinen starken Schwankungen des Luftdrucks) ausgesetzt ist, dann funktionieren Barometer und darauf basierend der Höhenmesser tadellos. Der Höhenmesser reagiert genauso schnell und präzise (verglichen mit Smartphone und Wahoo Elemnt). Wunderbar, so will ich es haben und das ist der Beweis für mich, dass die Hardware durchaus was taugt.

        Nun ist es aber so, dass bei Wind (also für den Barometer starke Schwankungen des Luftdrucks) er sich das eine Zeit lang anschaut und dann beschließt eine Art geglättete Ausgabe der Werte zu machen. Diese machen wirklich Sinn, wenn man sich vorstellt, dass intern bestimmte Filter zum Einsatz kommen. Es ist aber gefühlt träge und Strecken mit abwechselnden Steigungen und Abstiegen werden natürlich dann geglättet. Das ist Mist. Wenn ich im flachen Gelände fahre, könnte das noch akzeptabel sein aber nicht für ernsthafte MTB Touren.
        Wenn die Instinct nun in dieser Glättungsphase ist und man ist angekommen, d.h. es gibt keinen Wind mehr, dauert es einige Minuten bis sich der Zustand normalisiert. Die Höhe wird inter immer richtig gemessen, d.h. am Zielort klettert der Wert durch die Glättung langsam auf den richtigen Wert bis er auf die richtige Höhe geklettert ist.
        Was mir noch aufgefallen ist: Befindet sich die Uhr in dieser Glättungsphase, ist die Kalibrierung des Höhenmessers nicht sofort sichtbar, da natürlich er gerade einen geglätteten Wert ausgibt. Er kommt dann aber irgendwann auf den neuen kalibrierten Wert. Ich hoffe, es ist halbwegs verständlich.
        Es wäre interessant zu wissen, welche Filter/Algorithmen die Entwickler hier nutzen.

        Wie gesagt normalisiert sich irgendwann das Verhalten, oder man startet die Uhr Windows-like neu. Dann ist die Messung der Höhe wieder schnell und präzise.
        Wenn ich beispielsweise mit dem Rad ankomme und schnell danach Treppensteigen und dieses auch präzise messen möchte, starte ich die Uhr neu.

        Jetzt meine Vermutungen: Es gibt in den Foren viele Einträge zum Thema Barometer und Ungenauigkeiten der Instinct. Hier geht es darum, dass die gemessenen Werte große unrealistische Schwankungen nach oben und unten haben. Dies wurde in SW 2.xx beobachtet. Ich vermute daher, dass die Entwickler in SW 3.20 eben diesen Mechanismus eingebaut haben, um die berichteten Schwankungen automatisch zu kaschieren. Ich denke, der Schwellenwert ist etwas zu niedrig, denn meine Werte sind super, bis eben diese Glättung zu schlägt.
        Das Verhalten lässt sich mit folgende Szenarien reproduzieren:

        Radfahren mit offener Uhr (linkes Handgelenk, Sensoröffnung zeigt nach vorne). Nach bestimmter Zeit -> Glättung

        S Bahn, Auto, Radfahrt mit Uhr im Rucksack, Fahrstuhl, Laufen mit Uhr unter der Jacke, Treppen steigen -> keine Glättung

        Wenn ich durch Pusten am Sensor vorsichtig lange genug Über- und Unterdruck erzeuge (schnelle Schwankungen) wechselt die Uhr ebenfalls in diesen Glättungsmodus. Bis dahin misst die Anzeige brav präzise mit.

        Folgende Bitten/Fragen hätte ich.

        1) Hat noch jemand dieses Verhalten beobachtet? Man muss sich schon damit beschäftigen, denn auf den ersten Blick könnte man als unbedarfter Nutzer meinen, dass muss so sein. Also bitte genau hinschauen.

        2) Ist das ein SW oder ein HW Fehler? Wie kann ich Garmin kommunizieren, dass ich selber entscheiden möchte, in welchem Modus die Uhr misst? Es kann durchaus sein, dass ich ohne diese Glättung eben das in anderen Foren beobachtete Verhalten hätte. Das kann ich nicht sagen. Aber ich würde am liebsten eine entsprechende Einstellung haben (ein/aus/auto).

        Ich behalte die Uhr trotzdem. Bis auf diesen Aspekt, der wirklich weh tut, funktionieren alle Funktionen nahezu tadellos. Und für ernsthafte Touren nehmen ich meinen Wahoo Elemnt Bold, was übrigens ein Spitzengerät ist.

        Ich habe alle Funktionen mit anderen Geräten verglichen (Smartphone, Wahoo Elemnt, HF Brustgurt):
        GPS+Gallileo: wenn man an einer Ampel mit dem Rad steht, gibt es manchmal kleine Ausreiser, aber völlig in der Norm und ansonsten gefühlt sehr genau. Bei 20 Kilometern unterschieden sich die Strecken um ca. 200 Meter, was für mich völlig ausreichend ist.

        Kompass: erstaunlich schnelle Reaktionen und bereits perfekt kalibriert. Misst gefühlt sehr genau.

        Navigation: Für so ein kleines Gerät bin ich mit der Navigation echt sehr zufrieden.

        Pulsmessung: Im unteren Bereich beim 24/7 Einsatz ungeschlagen. Bei Radtouren verglichen mit Brustgurt erstaunlich gut (reagiert träge, aber am Ende sind Max und Durchschnittswert, zumindest bei mir, erstaunlich nah beieinander). Bei Krafttraining nicht zu gebrauchen, immer niedriger. Dafür werden die Übungen durch die Bewegungsprofile zu 80% erkannt.

        Viele Grüße
        David

      2. danke für die sehr genaue Beschreibung! Aber ich vermute mal folgendes: ein Luftdrucksensor, der dem direkten Fahrtwind ausgesetzt ist, kann niemals genaue Werte liefern. Genau das erkennt die Uhr und wechselt quasi in einen sicheren Modus wo mehr über die GPS-Höhe gearbeitet wird um sicherzustellen, dass es nicht zu massiven Fehlmessungen kommt. Nur weil Du in der kurzen Phase vor der Glättung vielleicht nicht sofort eine solche Fehlmessung reproduzieren kannst, bedeutet das ja nicht das diese Fehler dennoch bei bestimmten Durcksituationen rund um Fahrtwind etc. auftreten können. Diese Probleme sind ja auch immer wieder bei vielen Geräten beschrieben.
        Ich denke Du solltest mal testen was passierst, wenn Du den Sensor eben auch beim Radfahren vor dem Fahrtwind schützt!

  31. hallo Zusammen,
    hat hier jemand Erfahrung ob sich die Linux Kommandozeilen Anwendung Postrunner (https://github.com/scrapper/postrunner) mit der Garmin Instinct Uhr funktioniert? Postrunner soll die FIT files von Forerunner 620, Forerunner 25, Fenix 3, Fenix 3HR und Fenix 5 Uhren herunter laden können Zum Konvertieren von FIT Files soll es einige PERL libraries geben.
    Freue mich auf Rückmeldungen
    Claus

  32. Hallo,

    ich habe mir auch vor eine Woche eine Garmin Instinct gekauft. Ich habe die Beleuchtung nach Bedienungsanleitung eingestellt,also Tasten”Ein”,Gesten”Ein”,Alarme”Ein”Beleuchtung bei 50% und trotzdem geht nicht. Was mache ich falsch?
    Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus

    1. Hallo,
      Also um die Beleuchtung einzuschalten drückst du den Drücker links oben (CTRL)?
      Habe meine jetzt seit einem halben Jahr und bin immer noch begeistert! Vor allem kann ich meine früheren Wanderungen immer wieder mal auf dem ipad nachsehen, und eine alternative Strecke auswählen. Die Trackingfunktion gebrauche ich nie, dafür würde ich mir ein anderes Gerät kaufen.
      Der Höhenmesser funktioniert genügend, habe aber um Strom zu sparen nur das StandardGPS eingeschaltet.
      Echt doof ist die Höhenangabe in Stockwerken… das bringt doch gar nichts, gibts da eine genaue Angabe wie hoch eine angegebene Stockwerkeinheit ist?
      Dank dem zuoberst aufgeführten Supertest habe ich die Instinkt gekauft und keine Minute bereut!!!
      Gruss aus der Schweiz
      brubiker

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