Preiswerte GPS-Uhren im Test

Preiswerte GPS-Uhren Garmin Forerunner 10, NavGear GW-145 und KANDAU SG-110 im ausführlichen Vergleichstest…

Einleitung und Hardware

GPS-Uhren boomen derzeit so stark wie kaum ein anderer Bereich der Navigation. Dank sparsamer und kleiner GPS-Empfänger erobern GPS-Uhren vor allem den Sportbereich und zeichnen Trainingsleistungen auf. Doch selbst rudimentäre Navigationsaufgaben können einige Einsteigergeräte bewältigen und erweitern damit den Einsatzbereich. Wir haben drei preiswerte GPS-Uhren getestet und miteinander verglichen. Marktführer Garmin mit seiner Einsteiger GPS-Uhr Forerunner 10, die NavGear GW-145 als besonders preiswerte Alternative und die KENDAU SG-110 mit einem etwas alternativen Konzept.

NavGear
GW-145

89,90 € bei Amazon

Garmin
Forerunner 10

112,00 € bei Amazon

KENDAU
SG-110

129,90 € bei Variotek

GPS Uhren im Vergleich

 

Display

Die Displays unterscheiden sich deutlich voneinander. Die NavGear GW-145 und die Garmin Forerunner 10 haben eine sehr geringe Displayauflösung und jeder Pixel ist sichtbar. Die geringe Auflösung führt dazu, dass nur wenige Informationen gleichzeitig angezeigt werden können. Die Garmin Forerunner 10 kann nur zwei, die NavGear GW-145 immerhin drei Werte gleichzeitig anzeigen. Um alle verfügbaren Trainingswerte anzuzeigen, muss man also mit den Tasten blättern. Bei der NavGear GW-145 gibt es die Möglichkeit, die Seiten auch automatisch durchblättern zu lassen.

Die KENDAU SG-110 hat über 10x mehr Pixel und löst damit so fein auf, dass einzelne Pixel kaum mehr zu erkennen sind. Das Display hat damit immerhin mehr als 3x so viele Pixel, wie das Garmin Spitzenmodell Fenix. Das Display ist auch insgesamt etwas größer und lässt somit bis zu vier Werte gleichzeitig anzeigen. Zusätzlich wird die Uhrzeit, GPS-Empfang und der Akkuzustand angezeigt. Dank des hochauflösenden Displays ist die KENDAU SG-110 die einzige Uhr im Test, die eine Visualisierung der Tracks und des Höhenprofils ermöglicht. Auch eine Liste mit den Aktivitäten der letzten acht Tage findet als Tabelle Platz auf dem kleinen Display.

Die hohe Auflösung scheint jedoch auch mit Nachteilen verbunden zu sein. Der Kontrast des Displays ist wesentlich schlechter als bei der Garmin- bzw. NavGear-Uhr und die Ablesbarkeit ist nicht immer optimal. Unter schwierigen Sichtverhältnissen kann die helle Hintergrundbeleuchtung jedoch hilfreich sein. Die Displays der Garmin- und NavGear-GPS-Uhr lassen sich hingegen unter allen Bedingungen, auch im direkten Sonnenlicht, optimal ablesen.

GPS-Uhren im Sonnenlicht

NavGear GW-145 – Garmin Forerunner 10 – KENDAU SG-110

Alle drei GPS-Uhren verfügen über eine Hintergrundbeleuchtung. Leider haben wir keine Möglichkeit gefunden, die Hintergrundbeleuchtung der Garmin-Uhr dauerhaft zu aktivieren. Die Hintergrundbeleuchtung der NavGear GW-145 lässt sich dauerhaft aktivieren, ist jedoch recht dunkel. In der Dämmerung kann es schwieriger werden, die Uhr gut abzulesen. Die Kendau SG-110 hat eine sehr kräftige Hintergrundbeleuchtung, die in der völligen Dunkelheit bereits zu hell ist und blenden kann.

GPS-Uhr Beleuchtung

NavGear GW-145 – Garmin Forerunner 10 – KENDAU SG-110


Ergonomie

Es ist unvermeidlich, dass eine GPS-Uhr eine gewisse Größe mit sich bringt. Entscheidend ist aber, wie bequem sie zu tragen sind. Trotz ihrer Größe ist die KENDAU SG-110 noch bequem zu tragen. Keine Frage, durch das große Display wirkt die Uhr wuchtig und die Alltagstauglichkeit ist vermutlich Geschmackssache. Das Armband ist weich und der Verschluss solide. Die Tasten sind jedoch zu leichtgängig und können daher leicht eine ungewollte Bedienung zur Folge haben.

Das Armband der NavGear GW-145 ist zwar etwas härter, passt sich aber gut der Armrundung an und trägt sich bequem. Die NavGear GW-145 ist von allen drei Uhren am unauffälligsten zu tragen und wird sicher nicht von jedem als GPS-Trainingsuhr erkannt. Die Tasten sind gut zu bedienen und haben unserer Meinung nach den optimalen Druckpunkt.

Die Garmin Forerunner 10 ist die leichteste Uhr im Test, allerdings ist die Form nicht so gut der Rundung des Armes angepasst. Dennoch ist die Uhr dank des weichen Armbandes und des geringen Gewichtes bequem zu tragen. Den Garmin Forerunner 10 gibt es in zwei Versionen, eine etwas größere (von uns getestete) Version eher für Männer und eine kleinere (und noch leichtere) Version eher für Frauenarme. Technisch sind die Uhren bis auf die Abmessungen identisch. Die Tasten des Garmin Forerunner 10 wirken etwas hakelig, haben einen langen Druckweg und sind etwas schwammig zu bedienen. Das sportliche Design ist gewollt klar erkennbar, zu Anzug und Krawatte passt Sie daher nur bedingt.

GPS-Uhr Armband

NavGear GW-145 – Garmin Forerunner 10 – KENDAU SG-110

Alle Uhren sind aus recht weichem Kunststoff gefertigt, Kratzer auf Gehäuse und Display sind daher unvermeidbar. Dennoch wirken alle Uhren robust und sind wasserdicht. Unserer Meinung nach sieht man allen drei Uhren gleichermaßen an, dass es sich um preiswerte Einsteigerprodukte handelt.

 

Testergebnis Hardware und Ergonomie

 
NavGear
GW-145

Garmin
Forerunner 10

KENDAU
SG-110
Displayauflösung 46 x 32 Pixel
55 x 32 Pixel
128 x 128 Pixel
Ablesbarkeit Tag sehr gut
sehr gut
teilw. Beleuchtung nötig

Ablesbarkeit Nacht   dunkel

nicht dauerhaft
aktivierbar
sehr hell

Zusätzliche
Sensoren
Magn. Kompass

keine

Beschleunigungssensor (Schrittzähler)
PulsmessungBrustgurt
nicht vorhanden
Brustgurt (optional)
Wasserdichtigkeit30 Meter wasserdicht
50 Meter wasserdicht
IPX7 (1 m für 30 min)
Gewicht54 g
36 g / 43 g
65 g
Ergonomie
Speicher10 Routen mit 99
48.170 Trackpunkte
120 Trainings

7 Trainigs inkl. Track


ca. 32.000 Punkte
keine Begrenzung
Trackanzahl

Summe

2,1

2,8

2,5

 

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1 Kommentar zu “Preiswerte GPS-Uhren im Test

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