Test Amazfit GTR 3 Pro

In diesem Test und Vergleich zeigt sich, ob die Amazfit GTR 3 Pro mehr als ein guter Fitnessbegleiter für Einsteiger ist, was sie so anders macht und an welchen Stellschrauben eventuell noch gedreht werden kann.

Die Amazfit GTR3 Pro von Huami ist vielleicht noch nicht jedem so bekannt wie die Marktführer Garmin-, Polar- oder Samsung-Fitnessuhren. Und doch bietet sie ein ganzes Paket an interessanten Funktionen und Eigenschaften, welche wir bisher noch bei keinem der genannten Marktführer in dieser Preisklasse und in so gebündelter Form gefunden haben, mehr dazu unter Displayrand, Bedienung für Linkshänder, Bedienung per Krone, Temperatursensor oder Nickerchenerkennung. Davon abgesehen unterstützt die Uhr Amazon Alexa, Bluetoothtelefonie, einen Offline-Sprachassistenten und die Bedienung per Krone. Sie bringt einen Musikspeicher sowie eine ständig wachsende Anzahl an Mini-Apps und vieles mehr mit.

In diesem Test stellen wir euch die Amazfit GTR 3 Pro vor und gehen der Frage nach, ob sie sich als solide Fitness-Smartwatch eignet. Wir haben die Uhr einem Langzeittest von über sechs Monaten unterzogen und können daher fundierte Aussagen, unter anderem zur Akkulaufzeit, dem Bedienkomfort sowie zur Gesamtperformance machen.

Wer die hier getestete GTR 3 Pro mit der neuen GTR 4 vergleichen möchte, findet in folgendem Beitrag eine kurze Zusammenfassung der Funktionen und Highlights des neueren Smartwatch-Modells: Vorstellung der neuen Amazfit GTR 4 und GTS 4.

Display, Design und Verarbeitung

GTR-Smartwatches verfügen über ein rundes Design wie das R(ound) im Namen schon andeutet. Das Gehäuse ist nicht zuletzt durch die Aluminiumlegierung vergleichsweise leicht und kratzfest. Es wiegt 34 Gramm, nur 1 Gramm mehr als das Gehäuse der Venu 2 Plus. Zusammen mit dem etwas stabileren Armband bringt die GTR 3 Pro dann 58 Gramm auf die Waage (die Venu 2 Plus liegt bei 51 Gramm und die GTR 4 bei 46 Gramm). Darüber hinaus sieht das Gehäuse geradezu makellos aus. Die Armbänder der GTR 3 Pro sind austauschbar – per Schnellwechselmechanismus geht das sehr flott, so wie es bei einer modernen Smartwatch eben sein sollte. Leider können Nutzer nur aus zwei Armbändern, Kunststoff oder Leder, wählen.

Die Verarbeitung der GTR 3 Pro gefällt sehr gut. Durch ihre schlanke Bauweise (nur 10,2 mm hoch) und ihr vergleichsweise geringes Gewicht fühlt sich die Uhr sehr angenehm auf der Haut an (Venu 2 Plus ist 12,6 mm hoch). Und auch wenn wir das im Vergleich zu Garmin-Wearables ein wenig härtere Kunststoffarmband (aus Fluorelastomer) anfangs ein Müh weniger flexibel empfunden haben, ist das letztlich Gewohnheitssache. Das Gefühl bleibt nicht und die Uhr trägt sich hervorragend.

Anstelle einer Lünette ziert eine Krone die Uhr. Ihre Funktion: das Durchscrollen der Menüs. Die Tasten – es sind eher Knöpfe, da sie rund sind und wirklich weit rausstehen – machten anfangs etwas skeptisch. Wir fragten uns, ob man wohl oft irgendwo daran hängen bleibt. Das ist aber gar nicht der Fall. Die Befürchtung war unbegründet. Im Absatz Bedienung gibt es mehr Infos zur Krone.

GTR 3 Pro mit Leder- oder Silikonarmband zur Auswahl

 

Insgesamt ist die GTR 3 Pro eine ansehnliche Uhr, sie fällt wenig auf und bringt sich dezent in den Alltag ein. Ebenfalls weniger auffällig und wirklich klasse ist noch Eins bei der Uhr: der schöne schmale Displayrand. Zwar geht da unserer Meinung noch mehr, aber immerhin ist der Rand schon mal weniger markant als bei manch anderen Herstellern. Garminuhren etwa haben eine wesentlich größere schwarze Umrandung, die das Aussehen durchaus trübt. Davon sollten sich Mitstreiter in der Fitnessuhren-Branche etwas abgucken.

Apropos Display: Das kontrastreiche Display der GTR 3 Pro ist aus Gorilla Glas und sehr robust. Im Laufe des Tests konnten wir feststellen, dass Fingerabdrücke und Kratzer wenig Chance hatten, dank der Anti-Fingerabdruck-Beschichtung. Vor dem Hintergrund, dass bei einigen Fitnessuhren-Herstellern eher das Gefühl entsteht, dass die Displays immer empfindlicher werden, ist das sehr erfreulich. Das AMOLED der GTR 3 Pro ist mit Ultra-HD-Auflösung und einer Größe von 1,45 Zoll etwas größer als das des Vorgängers und sogar des Nachfolgers. Zum Vergleich: Die GTR 3 Pro misst 1,39 Zoll (mit 331 ppi) und die Displaygröße der GTR 4 beträgt 1,43 Zoll (mit 326 ppi). (Siehe Displayvergleich unten in der Tabelle.)

direktes Sonnenlicht (rechts GTR 3 Pro)
Always-on in Sonne (Mitte: MIP-Display fenix 7X)
heller Schatten (links GTR 3 Pro)

 

Die automatische Helligkeit je nach Umgebungslicht könnte unserem Empfinden nach schneller reagieren, etwa wenn man die Uhr bei Sonnenscheint unter dem Ärmel hervorholt und draußen mehr Helligkeit vonnöten ist. Es dauert eine Weile, bis die Amazfit die Helligkeit anpasst. Was sich zuverlässig verhält, ist der Bewegungssensor beim Handgelenkanheben, solange dieser auf Empfindlich eingestellt ist. Wenn man das Feature parallel zur automatischen Helligkeit aktiviert, dann passt die Reaktionsgeschwindigkeit. Trotz allem ist die Helligkeit des Displays im direkten Sonnenlicht bei maximaler Helligkeit nicht so stark ausgeprägt (wie die Bilderreihe oben demonstriert). Besonders ernüchternd: Im dunkleren Always-on-Modus ist in direktem Sonnenlicht kaum eine Zahl oder ein Buchstabe auf der Uhr zu erkennen. Die Helligkeitseinstellungen haben keine Auswirkungen auf den Always-On-Mode. Immerhin ist die Always-On-Funktion ganz flexibel nach einem Zeitplan, ganztägig und auch nach dem Stil des ausgewählten Watchfaces aktivierbar.

Die Pastellfarben der Smartwatch haben einen echten Charme und die schönen Details der Grafiken sind ein Hingucker, was besonders bei der Wetter-App deutlich wird. Es ist alles sehr nett anzuschauen und farbstark. Für Puristen gibt es drei verschiedene Designpacks, welche die Icons auf der Uhr weniger groß, bunt oder heller erscheinen lassen (Einstellungen > Display > Design).

5-Tage-Wetteransicht
Wetter Temperaturverlauf
animiertes Wetter-Widget

 

Auch die zahlreichen und gut aussehenden Watchfaces haben uns gefallen. Davon gibt es, gefühlt von Tag zu Tag, immer mehr im Zepp App-Store zu entdecken. Tipp: ein langes Drücken auf den Homescreen bringt einen direkt zu den Einstellungen für Zifferblätter und Bildschirm-Widgets. Jedes Watchface ist mit der Always-On-Ansicht kombinierbar und lässt sich in drei verschiedenen Varianten anpassen, wobei gewählt wird, wie viele Daten im Sperrbildschirm angezeigt werden sollen.

Viele Zifferblätter erscheinen entweder eher funktional, auf Datenfelder fokussiert oder sie sind einfach nur schön anzuschauen. Leider haben die hübschen Watchfaces mit abstrakten Motiven oder Natur-Themes für unseren Geschmack relativ wenige Datenfelder eingebunden, oder man kann sie nicht frei anpassen bzw. bearbeiten. Zugegeben, es hängt vom App-Designer ab, wie viele Datenfelder änderbar sind.

Um eigene Fotos als Hintergrundbild hochzuladen, wird eine extra App aus dem Google Play Store benötigt, das bedeutet, iOS-Nutzer können diese Funktion zum Personalisieren ihrer Watch nicht verwenden. Und dann sind da noch einige animierte Watchfaces: Die sind zwar stromintensiv und gehen auf die Akkulaufzeit, sehen dafür aber gut aus.

Amazfit Watchfaces der GTR 3 Pro, links oben: animiertes Watchface mit nur einem anpassbaren Datenfeld, unten Mitte: animiertes Wetter-Watchface, rechts unten: Zifferblatt mit drei anpassbaren Datenfeldern

 

Bevor wir auf die Bedienung näher eingehen, hier noch ein Vergleich der Displays, des Gewichts und der Akkulaufzeit für die Amazfit GTR 4 und Amazfit GTR 3 Pro:

 

Amazfit GTR 3 Pro

Amazfit GTR 4

Display Technik Ultra-HD-AMOLED HD-AMOLED
Displaygröße 1,45″ 1,43″
Auflösung 480×480 Pixel / 331 ppi  466×466 Pixel / 326 ppi
Touchscreen
Gewicht 58 Gramm ( mit Fluorelastomerband)
46 Gramm (mit Armband laut Hersteller)
getestete Akkulaufzeit 7–9 Tage (450 mAh)
(starke Nutzung = 4,5 Tage)
14 Tage (475 mAh)
(starke Nutzung = 6 Tage laut Hersteller)

 

Bedienung im Alltag

Das Einrichten und Koppeln der Uhr mit dem Smartphone ist für das iPhone noch etwas holprig, denn da muss die Uhr sehr dicht ans iPhone ran, sonst verliert sie zwischendurch den Kontakt. Außerdem ist zum Koppeln der Zepp App mit der Uhr eine Kopplungsnachricht zum Anklicken erforderlich, die zunächst auf der Uhr einfach nicht erscheinen wollte, was uns etwas ratlos zurückließ. 🤷‍♀️ Doch wir hatten Glück und zufällig den richtigen Riecher: Drückt man in so einem Fall den unteren Knopf der Uhr, erscheint die Meldung, ob man die Verbindung zulassen möchte, plötzlich (warum auch immer). Mit einem Android-Smartphone gelingt alles soweit reibungslos, ohne fehlende Meldungen, wenn auch beide Geräte dicht nebeneinander gehalten werden sollten.

Doch generell verliert die Uhr ab und zu die Verbindung zum iPhone. Mit Android-Phones mag das besser funktionieren. Viele andere Hersteller kämpfen mit diesem Problem auch. Das liegt leider an der iOS-Welt. All die beschriebenen Verbindungsprobleme sind kein großes Problem, aber sie können schon lästig sein.

GTR 3 Pro leitet Nutzer Schritt für Schritt durch die Einrichtung und Verbindungsvorgänge zwischen Smartwatch und Smartphone; als erstes scant der Nutzer den QR-Code zum Laden der Zepp App für das Smartphone

 

Prinzipiell reagiert der Touchscreen sehr schnell auf Bedienung. Gelegentlich jedoch hakt die flüssige Handhabung und das Tippen sowie Zurückwischen wird verzögert erkannt, so dass die Uhr erst beim zweiten oder dritten Mal reagiert. Insofern waren wir von der Performance anfangs sehr angetan, die riesen Begeisterung hat mit der Zeit jedoch, mit jeder verzögerten Reaktion, ein kleines bisschen nachgelassen, auch wenn die Wischgesten nach oben und unten und das Scrollen mit der Krone weiterhin flüssig daherkommen.

Was hinter den Mini-Aussetzern steckt, ist unklar. Zwischendurch scheint auch alles wieder super smooth zu laufen, bis der nächste Mini-Aussetzer kommt. Da nun die Venu 2 Plus bei der Gestensteuerung unserer Meinung sogar manchmal noch mehr rumzickt, wollen wir diesen Umstand nicht zu kritisch bewerten. Und Amazfit bessert mit etlichen Updates zur Systemstabilität schließlich regelmäßig nach. Im Großen und Ganzen performt die GTR 3 Pro flott und gut. Übrigens, die Krone der GTR 3 Pro wurde auch für die GTR 4 übernommen. Zu Recht, da sie sehr praktisch und leichtläufig ist. Gut gemacht, Amazfit!

Amazfit GTR 3 Pro seitich mit drehbarer Krone

 

Wischen, Tippen, Scrollen

Insgesamt ist die Menüstruktur gewöhnungsbedürftig. Es kostet etwas Zeit, sich an den Mix aus Wischen, Scrollen und Knöpfe drücken zu gewöhnen, da verliert man sich anfangs etwas. Besonders die Navigation mit dem oberen Knopf (Krone) kostete uns so manche Nerven. Die Krone hat keine Bestätigungsfunktion, sondern nur eine Zurück-zum-Startbildschirm-Funktion. Drückt man also auf die Krone, in der Annahme, dass man ein Sportprofil oder einen Menüpunkt auswählt, geht es stattdessen zurück zum Startbildschirm. Theoretisch kann es praktisch sein, dass ein kurzer Knopfdruck einen zum Hauptmenü führt, nur ist das einfach nicht intuitiv: Oft möchte man ja nur einen Schritt zurück, etwa zum nächst vorigen Menü. Das geht auf der GTR 3 Pro aber nur, indem man auf dem Display zurückwischt. Auch zum Auswählen der Apps muss man auf das Display drauftippen, es geht nicht per Taste. Unsere Meinung: Wenn die Taste eine Zurückfunktion haben soll, dann bitte immer nur einen Schritt. Diese „Navigationsfunktion“ der Krone kann leider nicht geändert werden.

Was geändert werden kann, sind die Funktionen von Obere Taste lange drücken und Untere Taste drücken. Beide seitlichen Tasten sind persönlich konfigurierbar. Per Kurzwahl lassen sich dann Alexa starten oder die Sprachnotiz (Sprachmemo) aufrufen. Übrigens eine sehr coole Funktion, wenn man unterwegs ist und eine Sprachnotiz aufzeichnen kann. Das ist eine weitere Funktion, die die GTR 3 Pro so anders macht und sie von einer Venu 2 Plus abhebt. Beide sind schließlich mit einem Mikrofon ausgestattet. Aber dazu gleich mehr.

GTR 3 Pro Einstellungen
GTR 3 Pro Tasten frei belegbar
Schnellzugriff bearbeiten
flexibles Vibrationsfeedback

 

Die Amazfit vibriert auf Wunsch beim Scrollen, sodass mehr „Grip“-Gefühl entsteht. Uns persönlich gefiel die Vibration nach einiger Zeit nicht mehr ganz so gut, obwohl sie nicht auffallend hörbar ist. Für Telefonanrufe oder Nachrichten können andere und dezentere, weil kürzere, Vibrationsmuster in der Zepp-App eingestellt oder sogar selbst erstellt werden. Doch das ist gar nicht notwendig, denn das Vibrationsfeedback bei Anrufen gefällt uns gut. Auch in ruhigen Momenten wie Meetings ist die Vibration nicht aufdringlich. Außerdem lässt sich das Vibrieren per Knopfdruck muten, sodass der Hinweis bleibt, das Vibrieren aber aufhört.

Das Wischen funktioniert in alle Richtungen. Aus dem Hauptmenü gelangt man per Wisch nach unten ins Shortcut-Menü (bestehend aus zwei Seiten mit Direktzugriff auf verschiedene Apps und Features), per Wisch nach oben zu den Notifications, per Wisch nach links in die täglichen Aktivitäten (wie Schritte, Kalorien, Stufen, PAI (personal activity index), Kalender, Musik etc.) und per Wisch nach rechts zu den Short Cut Cards wie Schlaf, SP2O, VO2max etc. (sind individualisierbar).

Richtig gut gemacht: Für Linkshänder kann die Uhr komplett kopfüber gedreht werden, so dass die Knöpfe weiterhin nach außen zeigen und das Menü nicht kopfüber steht.

Anruffunktion und Konnektivität

Ist die Amazfit per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden, kann über den Lautsprecher und das Mikrofon der Uhr ein Anruf entgegengenommen werden. Das ist sehr praktisch, zum Beispiel wenn das Telefon noch in der Tasche steckt und gerade nicht so schnell zur Hand ist. Um selbst jemanden per Watch anzurufen, kann eine Nummer eingetippt oder aus der Liste der letzten Anrufe gewählt werden. Kontakte müssen erst unter Zustimmung der Datenschutzbedingungen einzeln vom Smartphone in die App importiert werden. Die Anzahl der freizuschaltenden Kontakte ist 50, was großzügig genug ist.

GTR 3 Pro Seitlich mit Mikrofon an der Unterseite und kleiner Öffnung für den Barometer

 

 

Die Qualität der Anrufe per eingebautem Mikro und Lautsprecher ist durchaus respektabel: In Innenräumen verstehen sich beide Anrufpartner gegenseitig gut. Unser Anrufpartner empfand die Lautstärke jedoch etwas leise. Für einen selbst lässt sich die Lautstärke der Uhr erhöhen, sodass auch draußen Gespräche erstaunlich gut funktionieren. Allerdings sind Windgeräusche für das Gegenüber ziemlich störend. Verglichen mit der Garmin Venu 2 Plus, die ja leider einen Bug hat, durch den die Lautstärke auf manchen Smartwatches einfach nicht lauter zu regeln ist, hat die Amazfit bei der Umsetzung für dieses smarte Feature die Nase vorn.

Allerdings klemmte die Anruffunktion tatsächlich hin und wieder, sodass der Touchscreen im Telefon-Menü auf einmal erstarrte und gar nicht mehr reagierte: Anruf annehmen, Anruf starten und Nummer eingeben ging nicht. Ein Neustart der GTR 3 Pro löste den Knoten dann bis zum nächsten Aussetzer. Also auch hier ist die Anruffunktion noch etwas buggy.

Bilder: Amazfit, Telefonfunktion und Smart Notifications

Übrigens: eingehende Nachrichten und Telefonanrufe können empfangen und beantwortet werden, etwa mit vorgefertigten Standardantworten, wie man es von anderen Uhren, die mit Android-Geräten verbunden sind, gewohnt ist. Dies hat ein Update im April 2022 von Amazfit nachträglich ermöglicht. Mit iOS-Geräten funktioniert das allerdings nicht. Auf der anderen Seite gibt es Amazon Alexa, den Online-Sprachassistenten, der Fragen nach dem Wetter und Terminen beantwortet oder Kalendereinträge und Weckzeiten erstellt, wenn er mit dem Smartphone verbunden ist. Amazon Alexa ist ein cooles Feature. Zu beachten ist jedoch: Alexa beantwortet standortbezogene Fragen nur, wenn das in der Zepp App hinterlegt und freigegeben wurde.

Amazon Alexa und Offline-Sprachassistent der GTR 3 Pro, Bildrechte: Amazfit

 

Fragt man: Wie ist das Wetter? am Urlaubsort und hat in der Zepp App noch nicht die Position von Zuhause umgestellt, gibt die GTR 3 Pro Auskunft zum alten Standort – zuerst soll bitte der aktuelle Standort in der App eingetragen werden. Was seltsam ist, denn die Erlaubnis zur Standortverfolgung besitzen sowohl Zepp-App als auch Uhr eigentlich. Es muss jedoch unter Wettereinstellung, dann Stadt die Option Automatisch abrufen und auf der Seite zuvor Wetterbenachrichtigung anzeigen ausgewählt sein. In einigen Fällen fragte Alexa, wo man sich gerade befindet, gab dann aber die Temperatur in Fahrenheit an. Je nach Tagesform kann Alexa etwas träge sein, dann braucht sie länger, um zu antworten.

 

Die Anruffunktion nutzt eine extra Bluetooth-Verbindung neben der GTR Pro 3 (Bild links), bis zu 50 Kontakte können als Favorit importiert werden (2.–4. Bild von links), Offline-Sprachsteuerung (Bilder rechts)

 

Ansonsten ist uns aufgefallen, dass einige Menüpunkte und Funktionen (auf der Uhr in der Zepp App) noch nicht ins Deutsche übersetzt waren. Hier und dort trifft man auf englische Begriffe, wie zum Beispiel im Mneü zur Steuerung der Uhr per Sprachbefehl. Die Offline-Sprachbedienung, die entweder per Drehen des Handgelenks oder per Taste 5 Sekunden lang aktiviert wird, öffnet auf Wunsch diverse Menüoptionen der Uhr, sie startet eine Sportaktivität, ruft die Gesundheitsstatistiken auf oder stellt die Helligkeit höher. In der Anleitung zum Offline-Assistant ist in der Zepp App jedoch noch alles in Englisch beschrieben (siehe Bild oben rechts). So muss man sich etwas durchraten: Musik öffnen! Aktivität öffnen! Outdoor-Laufen starten! Damit konnte der Assistant etwas anfangen. Andere Befehle unsererseits gaben null Reaktion.

Apps wie Kalender, Telefon, Nachrichten müssen vor der Erstanwendung in der Zepp App einzeln freigegeben werden, damit sie syncen oder sich koppeln. Das Telefon-Feature kann nur Favoriten übernehmen und greift nicht direkt auf alle Kontakte zu. Datenschutztechnisch ist das alles gar nicht mal so verkehrt, weil nicht einfach alles ungefragt freigeschaltet wird.

WLAN hat die GTR 3 Pro in dem Sinne leider nicht. Es gibt Wi-Fi, das allein zur Übertragung von Musik vom Smartphone zur Watch dient. WLAN hätte gegenüber Bluetooth den Vorteil, dass Benachrichtigungen über jede beliebige Entfernung auf der Uhr empfangen werden könnten, solange die Smartwatch und das Mobiltelefon im gleichen Wlan-Netz wären. Und wenn wir schon dabei sind: Was die Uhr auch nicht hat, ist eine Bezahlfunktion per NFC und kein ANT+. Deshalb kann die HF von externen Geräten zwar zur Uhr übertragen werden, aber nur per Bluetooth.

Über besagtes Bluetooth lassen sich auch Kopfhörer verbinden, um Musik zu hören, denn die Uhr besitzt einen Musikspeicher von 2,3 GB. Allerdings lassen sich nur MP3-Dateien auf der Amazfit abspielen, ein ziemlich veraltetes Musikformat. Und Musik-Streaming-Apps unterstützt die Uhr leider auch nicht. Hier wäre Update wünschenswert, wenigstens auf das Format MP4, wenn schon kein Streaming.

Akkulaufzeit

Die GTR 3 Pro wird über zwei Ladepins an der Rückseite mit Strom versorgt. Das Kabel hat eine anständige Länge von 79 cm und reicht damit bis zum Nachschränkchen, auch wenn die Steckdose mal weiter unten liegt. Der Hersteller macht für den 450-mAh-Akku die hier auf dem Bild dargestellten Angaben zur Akkulaufzeit:

Herstellerangaben zur Batterielaufzeit der GTR 3 Pro, Bild: Amazfit

 

Eins vorweg:
12 Tage lang hielt die Batterie in unserem Test nicht durch. Wir kamen auf etwa 7–9 Tage bei normaler Nutzung, niedriger Bildschirmhelligkeit, angeschaltetem Always-on-Display, Bluetooth-Verbindung zum Smartphone und ohne Aktivitäten (GPS-Nutzung) zwischendurch. Die Schwankung von 7 bis 9 Tagen ergibt sich aus der Menge des Spiel- und Nutzungsverhaltens auf der Uhr und ob man sogenannte Akkukiller-Apps wie Telefonie, Stoppuhr oder One-Tap-Messung verwendet.

Erhöht man die Displayhelligkeit auf Mittel und die Anzeigedauer auf das Maximum von 30 Sekunden, schaltet man die Live-Herzfrequenzmessung an (Messhäufigkeit 1 Minute) und nutzt man die GTR 3 Pro zwischendurch für eine Aktivität von 40 Minuten, dann reduziert sich die Laufzeit auf 4–5 Tage, eingeschaltetes Always-on inbegriffen. Nebenbei bemerkt: Für eine Aktivität von 40 Minuten im Trainingsmodus mit GPS verbraucht die Amazfit etwa 3 %, das ist ein guter Wert. Eine länere Fahrradtour über den ganzen Tag (6–7 Stunden) senkt die Batterielaufzeit um 19 Prozent.

Test barometrischer Höhenmesser

Die GTR 3 Pro besitzt einen integrierten barometrischen Höhenmesser. Ein barometrischer Höhenmesser misst auch ohne Höhenveränderung minimale Luftdruckveränderungen. Dies nennt sich „Rauschen“. Damit diese minimalen Schwankungen nicht „gezählt“ werden, verwenden Smartwatches entsprechende Filter. Einige Uhren besitzen einen sehr „strengen“ Filter: Wenn die GPS-Postion sich nicht merklich ändert, wird auch keine Höhe gemessen. In der Praxis heißt das, dass ohne einen Standortwechsel auch keine Höhenveränderung registriert wird, was aber nicht immer stimmt (z. B. beim Leiterhochsteigen). Auf der anderen Seite verhindern die Filter jedoch, dass man bei einer Pause keine Höhenänderungen aufsummiert bekommt.

Luftdruck
Höhenmessung ungenau
Kalibrierung der Höhe
Kompassdaten

 

Die GTR 3 Pro filtert das Rauschen nicht, weder für die Trackaufzeichnung noch für die Anzeige auf der Uhr. Das bedeutet, dass sich die Höhe in jeder Pause weiter aufsummiert. Lange Pausen können dann zu überhöhten Werten für Auf- und Abstieg führen. Gut ist wiederum, dass auch sehr kleine Höhenveränderungen zuverlässig erkannt werden (siehe Treppentest).

So haben wir getestet:
Zur Höhenmessung haben wir einen Turm und ganz simpel Treppen im gleichbleibenden Tempo bestiegen. Die Höhe des Turms / der Treppe war bekannt und es wurde zuvor eine manuelle Höhenkalibrierung auf der Uhr vorgenommen. Wir haben vier Uhren und ein GPS-Handgerät miteinander verglichen. Die Ergebnisse folgen nun:

Die GTR 3 Pro trackt die Höhe recht gut, allerdings hat sich mit Pausen ihre Schwierigkeiten und sumiiert Höhenmeter, die nicht gemacht werden. Im Test gibt’s einen Lösungsvorschlag dazu (von links nach rechts: fenix 5 Plus, Amazfit GTR 3 PRO, epix 2, fenix 7X, GPSMap 65s).

 

Turm Höhentest

Ein Turm mit einer Höhe von 20,19 Meter wurde 5 x bestiegen. Zusammen ergibt das einen Sollwert von 101 Metern. Eine kleine Herausforderung haben wir in diesem Test ebenfalls eingebaut: Beim letzten Anstieg wurde anschließend oben auf dem Turm und danach unten eine längere Pause eingelegt, bei der sich die Position und die Höhe nicht geändert hat.

 

 

Anzeige im Gerät
ohne Pausen
Anzeige im Gerät
mit Pausen
Track ohne Filter
ohne Pause

Track ohne Filter
mit Pause

Garmin epix 2 Gen
100m 100m 100m 110m
Garmin fenix 7X
99m 99m 99m 110m
Amazfit GTR 3 PRO 99m 112m 99m 112m
Garmin GPSMap 65s 92m 92m 124m 175m
Garmin fenix 5 Plus 84m 84m 84m 116m

 

Die klaren Sieger sind die beiden neuen Garmin-Uhren fenix 7X sowie epix Gen 2. Die GPS-Sportuhren messen die Höhe extrem genau und auch die zwei Pausen haben, jedenfalls in der Anzeige auf den Watches, keinen nachteiligen Einfluss auf das Messergebnis. Das Schlusslicht der Tabelle bilden das GPSMap 65s, das einen sehr empfindlichen Sensor mit starkem Rauschen, aber immerhin einer guten Filterung besitzt, und die fenix 5 Plus mit einer Abweichung von ca. 20 Prozent.

Und wie in der Tabelle oben zu sehen, meistert die Amazfit GTR 3 Pro diesen Test ziemlich gut. Allerdings addiert sie die Höhenmeter in Pausen auf der Uhr stetig auf, was sich bei längeren oder häufigeren Pausen negativ in der Endsumme der Höhe niederschlägt. Diesen unschönen Effekt kann man umgehen, indem man für Profile wie Klettern oder Wandern, die automatische Pause anschaltet. Wem die Autopause zu träge reagiert, der kann manuell auf der Amazfit pausieren. Auf diese Weise summiert die Uhr in Pausen keine zusätzlichen Meter auf.

Aktivität manuell pausieren und später fortsetzen
Pusierte Aktivität (rotes Symbol oben im Display)

 

Treppen Höhentest

Für diesen Test wurde eine Treppe mit einer Höhe von 2,3 Metern insgesamt 20-mal bestiegen, was einem Sollwert von 46 Höhenmetern entspricht. Die Hürde für den Sensor bei diesem Test liegt darin, minimale Höhenveränderungen vom Hintergrundrauschen zu trennen.

 

Anzeige im Gerät
Track ohne Filter Track mit 0,5m Filter
Amazfit GTR 3 PRO
19m 20m 13m
Garmin fenix 7X
9m 24m 20m
Garmin GPSMap 65s
7m 52m 45m
Garmin epix Gen 2 3m 28m 21m
Garmin fenix 5 Plus 2m 12m 9m

 

Was dieser Test unmissverständlich zeigt: Filter jeder Art bedeuten immer einen Verlust an Information und haben deshalb auch Nachteile in bestimmten Situationen. Deshalb sind nur die Amazfit GTR 3 PRO und das Garmin GPSMap 65s in der Lage, alle 20 Treppenauf- und -abstiege im Track korrekt abzubilden. Die fenix 5 Plus, die fenix 7 und die epix Gen 2 sind Opfer des Filters und können kleine Änderungen der Höhe nicht korrekt summieren bzw. im Track abbilden.

Was heißen die Ergebnisse für die Praxis?
Im Treppentest gewinnen die Amazfit GTR 3 Pro und das GPSMap-Handgerät, weil ihre Stärke in der Erkennung von minimalen Höhenänderungen liegt. Im Turmtest dagegen sind die Verlierer, fenix 7X und epix Gen2, auf einmal die klaren Gewinner und die GTR 3 Pro pendelt sich im Mittelfeld ein. Würde es im Test allerdings noch mehr Pausen geben, würde die GTR 3 Pro immer weiter Höhe hinzurechnen.

Am Ende des Tages kommt es darauf an, was dem Nutzer wichtiger ist: jede Mini-Höhenveränderung möglichst genau im Track dargestellt zu haben? Dann sind Filter einfach nicht so haargenau. Oder das ungewollte Aufsummieren von Höhenmetern aufgrund des Rauschens der Sensoren effektiv zu verhindern? Dann sind Filter notwendig.

Wir sind der Meinung: Filter sind sinnvoll, denn sie führen schlussendlich bzw. am Ende der Tour zu ziemlich genauen Höhensummen, ohne dass sich Nutzer Gedanken über Pausen machen müssen. Die besseren Testergebnisse der Amazfit GTR 3 PRO im Treppentest werden insbesondere durch das Grundrauschen verursacht, welches sich über den Testzeitraum ja ebenfalls aufsummiert. Fairerweise muss man aber zugeben, dass die Filter der fenix 7X und epix Gen 2 sehr linientreu sind und kleinste Höhenveränderungen nicht immer erkennen und weglassen.

Wechselhaft: Nicht immer berechnete die GTR 3 Pro die Höhe zuverlässig. Hier eine falsch aufsummierte Höhe von der AMAZFIT GTR 3 PRO (2te von links)

 

Test Herzfrequenzmesser

Die GTR 3 Pro wurde von Amazfit erstmalig mit einer neuen Sensorengruppe, dem BioTracker PPG 3.0, ausgestattet. Die Sensoren der dritten Generation besteht aus sechs Fotodioden (auf der Geräteunterseite in einem Ring angeordnet) sowie zwei LEDs (in der Mitte des Rings), sie sollen die Herzfrequenz und den Blutsauerstoffgehalt noch genauer erfassen. Außerdem messen sie auch die Hauttemperatur. Dazu mehr im Kapitel Gesundheit, Training, Aktivitäten.

Die maximal mögliche Häufigkeit für die Pulsmessung beträgt alle 60 Sekunden. Damit misst die Uhr weniger häufig als die Fitnesstracker von Garmin. Und das ist ein wenig an den Messergebnissen zu sehen. Natürlich haben äußere Gegebenheiten wie Temperatur und die Uhrenträger selbst (Hautbehaarung/-farbe/-dicke) Einfluss auf die Qualität der Messungen. Deshalb ist es gut, die Ergebnisse nur als einen Richtwert zu betrachten.

Leider haben wir dennoch für den optischen HR-Sensor der GTR 3 Pro, den wir mit den Werten eines Brustgurts vergleichen, keine gute Note zu vergeben. Der HR-Sensor der GTR-3-Smartwatch ermittelt nicht nur keine kurzen Spitzenleistungen (wie Sprints), was für optische Pulsmesser schon immer schwierig war, sondern er reagiert auch bei gleichmäßigem Lauftempo mit wilden Ausreißern, wie an der roten Linie im zweiten BIld zu sehen ist. Wir waren überrascht, da wir in einigen Tests zur GTR 3 Pro über die verbesserte Genauigkeit der Pulswerte gelesen haben.

Gern hätten wir die Daten/Diagramme zeitlich übereinandergelegt, aber der GPX-Export umfasst keine Herzfrequenzdaten. Für eine Datei mit HF-Daten oder die Übertragung der Tour als automatischer Import, wird Google Fit, Relive oder Strava benötigt, allerdings die kostenpflichtige Strava-Version, denn nur die kann Aktivitäten importieren.

Hier die Datendiagramme vom Garmin Herzfrequenz-Brustgurt: Pace und Herzfrequenz

 

Diagramm zu Herzfrequenz und Tempo mit der GTR 3 Pro gemessen

 

Genauigkeit Satellitenempfang/Standortermittlung

Wir haben die Amazfit GTR 3 Pro wie zuvor mit drei weiteren Sport-Smartwatches sowie dem Garmin Handgerät, GPSMap 65s und der Garmin fenix 5 plus in verschiedenen Szenarien getestet. Der Unterschied zwischen den Geräten: alle Vergleichsmodelle, bis auf die Garmin fenix 5 plus, sind mit einem Multi-GNSS-Modul ausgestattet. Die ältere fenix kann entweder eine Kombination aus GPS/Galileo (hier im Test verwendet) oder aus GPS/Glonass nutzen. Die Amazfit GTR 3 Pro hingegen kann GPS, Galileo und Glonass parallel auswerten.

Genauigkeit bei kurzen Distanzen

Eine genaue Positionsermittlung ist in zweierlei Hinsicht wichtig: zum Finden eines bestimmten Ziels (z. B. Geocaching) und zur exakten Ermittlung der zurückgelegten Distanz, etwa damit bei der Messung der Geschwindigkeit (Pace) kleine Positionsveränderungen gut erfasst werden.

Für den Test haben wir eine Weglänge von 300 Metern zurückgelegt, indem wir eine 10 Meter lange Strecke genau 30 x abgelaufen sind – zunächst im normalen Gehtempo und zu guter Letzt im gesteigerten Lauftempo.
Warum sind wir nicht in einem Stück 300 Meter, sondern 30-mal 10 Meter gelaufen? Unserer Erfahrung nach, erlaubt dieser Test zuverlässige Rückschlüsse auf die allgemeine Genauigkeit in der Praxis (da bleibt man auch hin und wieder stehen oder ändert die Laufrichtung). Die mit Multi-GNSS ausgestatteten Uhren wie die epix Gen 2 sowie die fenix 7X ermitteln die Distanz im Gehtempo mit einer hohen Zuverlässigkeit ermittelt. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatten die Vorgänger mit diesem Vorgehen ihre Schwierigkeiten. Werte, die auf Distanz und Zeit basieren, wie die Geschwindigkeit (Pace), erfassen sie nahezu perfekt.

Ergebnis im „Gehen“:

Die Amazfit erfasst nur 180 Meter. Das ist eine große Abweichung und wirkt sich in der Praxis ziemlich negativ auf die Pace-Genauigkeit aus. Insbesondere scheint es der Amazfit-Fitnessuhr schwerzufallen, wenn man bei einem Lauf die Richtung um 180 Grad wechselt. Die Schwierigkeiten könnten etwas damit zu tun haben, dass das AGPS regelmäßig ein Update über die Zepp App einfordert und wenn dieses nicht ausgeführt wird, führt das zu Ungenauigkeiten im GPS-Tracking. Dazu später jedoch mehr im Kapitel Gesundheit, Training, Aktivitäten.

Im Gehtest, Geräte von links nach rechts: GPSMap 65s, epix Gen 2, fenix 5 Plus, fenix 7X, Amazfit GTR 3 PRO

 

Ergebnis im „Laufen“:

Leider liefert die Amazfit auch im Lauftest (Bild unten) erneut das schlechteste Ergebnis von allen Testkandidaten, sie erfasst nur 110 Meter von den tatsächlich zurückgelegten 300 Metern. Auch bei der Schritterfassung mussten wir schon feststellen, dass im Gros zu wenig Schritte gezählt werden. Es wäre noch zu testen, ob sich etwas ändert, wenn man die genaue Schrittlänge in der Zepp App einstellt oder ob es einfach an der Ungenauigkeit der Positionsermittlung liegt.

Im Lauftest, Geräte von links nach rechts: GPSMap 65s, epix Gen2, fenix 5 Plus, fenix 7X, Amazfit GTR 3 PRO

 

Testrunde auf dem Standard-Track

Unsere „Standard-Track-Testrunde“ enthält ein paar Herausforderungen. Um anzuzeigen, wo eine spezielle Tücke auf dem Track zu finden ist, klicke auf die (i) Symbole.

Google Maps

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Auswertung mit Abweichung von der Referenzstrecke:

 

Das Ergebnis ist eindeutig: Alle Multi-GNSS-fähigen Uhren und das GPSMap 65s zeigen einen extrem genauen und detallierten Track. Die Garmin fenix 5 Plus fällt da mit ihren kleinen Abweichungen bereits etwas ab, dies ist auf der Karte eindeutig erkennbar. Auch die Amazfit GTR 3 Pro gibt in diesem „GPS“-Test wieder einmal das Schlusslicht. Sie kann allerdings in unserem langjährigen Vergleich auf dieser Teststrecke mit den Ergebnissen vieler anderer Geräte, Navis und Fitnessuhren durchaus gut mithalten! Zusammen mit der fenix 5 Plus summiert die Amazfit GTR3 Pro zwar im Stand bei eingeschränktem Empfang (unter dem Carport) viel mehr Distanz auf als die anderen Smartwatches, ohne jedoch komplett davonzuwandern, was durchaus schon oft bei anderen Produkten zu beobachten war.

Fahrrad-Track

Dieser Track wurde mit dem Fahrrad aufgezeichnet, wobei wir während des zweiten Teils das Fahrrad unerwartet schieben mussten, weil die Kette gerissen ist. Ein Teil der Teststrecke ging durch ein Waldgebiet. Der Wald ist deshalb so eine große Herausforderung für alle Testkandidaten, weil auch Multi-GNSS-fähige Geräte eine ausreichend horizontfreie Sicht zwischen Antenne und Satelliten benötigen, zumindest sofern sie sich in ihren „Standardeinstellungen zur GNSS-Signaldekodierung“ befinden. Die erwähnte freie Sicht ist im Wald nicht gegeben. (Gelesen auf Allsat.de: GNSS im Forst.)

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Für die Auswertung dieses Tracks steht keine Referenzstrecke zur Verfügung und wir verlassen uns deshalb auf das Kartenbild. Folgendes ist auf den ersten Blick deutlich erkennbar:

    • Die Amazfit GTR 3 Pro kürzt bei höherem Tempo gern die Kurven ab, was zu einer ungenauen Abbildung der Fahrstrecke führt.
    • Bei der schnellen Abfahrt im Wald liegen sowohl die GTR 3 pro als auch Garmin fenix 5 Plus weit abseits der Straße. Aber auch die Geräte mit Mulit-GNSS haben hier ihre Schwierigkeiten, da es im Waldgebiet nur so wimmelt von Signalunterbrechungen durch Abschattung. Sie lassen sich aber immerhin etwas weniger davon irritieren.

Um das Gesamtbild beurteilen zu können, noch ein Hinweis: Die von Google eingeblendeten Wege im Wald stimmen nicht mit dem Satellitenbild überein, korrekt ist natürlich das Satellitenbild. Ungeachtet dessen ist die Multi-GNSS-Fraktion wieder einmal der Gewinner, mit etwas Abstand folgt dann die Amazfit GTR 3 PRO und dann die fenix 5 Plus als Schlusslicht.

Mittels Karte konnten wir 4,91 Kilometer für die Teststrecke „messen“. In der Regel kann hier von einer sehr hohen Genauigkeit ausgehen. Demgegenüber haber die jeweiligen Geräte folgenden Distanzen zusammengerechnet:

  • Garmin fenix 5 Plus: 5,15 Kilometer
  • Garmin GPSMap 65s: 5,08 Kilometer
  • Garmin fenix 7X: 4,97 Kilometer
  • Garmin epix Gen 2: 4,95 Kilometer
  • Amazfit GTR3 PRO: 4,36 Kilometer

Sehr gewundert hat uns, dass die GTR 3 Pro bei sehr geringen Geschwindigkeiten (unterhalb von 2–3 km/h) keinerlei Entfernung mehr trackte. Bei einer späteren Trackanalyse mit einem Drittanbieterprogramm war ersichtlich, dass der Track korrekt aufgezeichnet und auch die korrekte Distanz summiert wurde. Aber auf der Smartwatch selbst und auch in der Zepp App von Amazfit war nichts von der fehlenden Strecke zu finden.

Amazfit summiert einfach keine Distanz, wenn man zu langsam unterwegs ist. Und das verhält sich nicht nur im Fahrrad-Profil so, denn dann wäre es sogar ein gutes Features, sondern mit jedem Profil. Für uns ist das ein schwerwiegender Bug, bei dem Amazfit schnell nachbessern sollte.

Track mit Fahrzeug

Abschließend noch ein Track per Auto: Insgesamt zeigt sich das gleiche Bild, alle Tracks sind sehr gut bis gut. Am stärksten performen erneut die multifrequenzfähigen Geräte. Mit etwas Abstand tanzen sowohl die fenix 5 Plus als auch die Amazfit GTR 3 Pro immer mal wieder etwas aus der Spur.

Google Maps

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Tracking-Test im Fahrzeug

 

Gesundheit, Training und Aktivitäten

Grundsätzlich ist die Amazfit GTR 3 Pro eine Fitness-Smartwatch, die dank der soliden Sensoren einen ungefähren Richtwert für die eigene Fitness liefert und dabei viele gute Gesundheitsstatistiken sowie gute Features und Apps für den sportlichen Alltag bietet. So ist etwa die Funktion „Sitzen vermeiden“ ganz nett: Man wird nicht nur mit strengem Ton aufgefordert, sich zu bewegen, wie es bei so manchen Drillmastern der Fall ist. Amazfit arbeitet auch mit Lob und Motivation. Auf der Uhr erscheint ein kleiner Timer, der sagt, dass einem nur noch 2 Minuten Bewegung fehlen, bis man seinen Inaktivitätsalarm gelöscht hat und wenn man mal aufgestanden ist, 😅 dann lobt die GTR 3 Pro: Gut gemacht! Du hast in der letzten Stunde 1-mal/2-mal gestanden. Das motiviert, eins draufzusetzen und glatt häufiger aufzustehen, um seine Tagesziele zu erreichen.

 

 

Nur leider erkennt die GTR 3 Pro insgesamt zu wenig Schritte, vor allem innerhalb der eigenen vier Wände. So werden Schritte, wenn man sich auf der Stelle bewegt (Tanzen beim Essenkochen und Schnippeln :-P), nicht wahrgenommen, weil sich die Hände nicht bewegen. Sobald sich die Hände mitbewegen, werden auch die Schritte wieder gezählt. Im Gros war auffällig, dass nicht nur über den Alltag, sondern sogar draußen zu wenig Schritte gezählt wurden. Es bliebe noch zu testen, ob sich daran etwas ändern würde, wenn man für den Schrittzähler seine genaue Schrittlänge in der Zepp App einstellt oder ob die unterdurchschnittlichen Werte einfach an der Ungenauigkeit der Positionsermittlung liegen. Aber vielleicht hat das jemand von euch schon getestet? Schreibt es uns in die Kommentare.

Die Amazfit GTR 3 Pro kann viele verschiedene Sportarten tracken, sogar ein paar sehr außergewöhnliche wie Hula-Hoop, Tauziehen oder Schaukeln. Auch Schwimmen soll kein Problem für die Uhr sein, denn sie ist bis zu 5 ATM wasserdicht, das heißt beim Schwimmen widersteht sie einem Wasserdruck wie in 50 Metern Tiefe. Duschen stellte jedenfalls kein Problem für die Amazfit-Smartwatch dar.

Für die Sportprofile stehen im Allgemeinen maximal 6 Datenfelder auf mehr als 8 Datenseiten zur Verfügung. (Wir haben die Datenseiten nicht bis zum Ende ausgereizt.) Mit an Bord ist außerdem ein Trainingsassistent. Dieser unterstützt per Schrittfrequenz-Assistent, welcher irrtümlich Trittfrequenz-Assistent benannt wurde, und ein virtueller Pacer. Für ersteren lassen sich ein SPM-Wert sowie eine Hinweishäufigkeit (Aufforderungshinweise) nach 1 bis zu 8 Schritten einstellen. Der Tempomacher wiederum kann die aktuelle Geschwindigkeit und Distanz im Vergleich zum vorherigen Training anzeigen und motiviert zum Wettkampf gegen die eigenen Erfolge.

Je nach Sport-App wie Radfahren und Laufen stehen weitere Trainingshilfen auf der Uhr bereit, so zum Beispiel Autopause, Autorunde oder Auto Trainingserkennung.

Nervig: Eine häufige Meldung vor dem Joggen war leider: „AGPS ist abgelaufen.“ Das AGPS-Update musste dann in der Zepp App extra heruntergeladen werden! Natürlich stand man dann schon draußen im Wald und hatte das Smartphone nicht mit.

Wurde das AGPS nicht aktualisiert, fiel beim Joggen öfters das GPS aus oder das Training wurde pausiert, weil die Geschwindigkeit nicht korrekt erkannt wurde. Ob das wirklich mit dem fehlenden AGPS-Update zusammenhing, war bis zuletzt nicht herauszufinden.

Während des Trainings gab es gefühlt eben dann häufige Abbrüche. Ein kurzes Langsamerwerden wurde schon als Stehen gewertet, zum Beispiel beim kurzen Abbremsen an verschiedenen Hürden.

Ohne Health Tracking kommt keine moderne Smartwatch mehr aus. Deshalb verfügt auch die GTR 3 Pro über diese Fähigkeit: sechs LEDs/Sensoren messen die Temperatur, den Puls oder die SpO2-Werte (Atmungsqualität), sie sorgen für ein detailliertes Stress- und Schlaftracking, anhand welcher die Uhr dann auf Wunsch an Atemübungen, Entspannung oder Bewegung erinnert. Abgesehen davon erinnert die Uhr praktischerweise an die Einnahme von Medikamenten oder daran, ein Glas Wasser zu trinken.

Die Temperatur erfasst die Uhr über die Kontaktstelle an der Unterseite. Grundsätzlich macht der Thermometer nur Sinn, wenn man z. B. die Wassertemperatur oder die Umgebungs- bzw. Lufttemperatur messen möchte und dabei die Uhr nicht trägt, denn sobald man die Uhr anhat, verfälscht die Hautwärme die Messung. (Während wir die Uhr tragen, misst der Temperatursensor bei uns im Büro im Schnitt 26 Grad, was für die tatsächliche Zimmertemperatur von 19 °C zu viel ist.) Und anders herum verhält es sich genauso. Möchte man die Hauttemperatur bei einer Aktivität messen, werden zwangsläufig äußere Umwelt- und andere Faktoren wie: ein Ärmel über der Uhr oder kalter Wind zu höheren (wärmeren) oder niedrigeren (kälteren) und damit zu verfälschten Temperaturmessungen führen.

Wenn also Amazfit mit der Thermometerfunktion eine Aussage über die Temperaturveränderungen auf der Haut machen möchte, um so das Anstrengungsniveau bei einer Aktivität zu messen und eine eventuelle Überwärmung des Körpers zu vermeiden, dann geht dieser Plan einfach nicht auf! Doch sonst scheint der Temperatursensor, auch wenn sehr langsam, präzise genug zu arbeiten: Bei einer Umgebungstemperatur 8 Grad identifiziert die GTR-Smartwatch nach 10–15 Minuten Bedenkzeit 8, 2 Grad. In einem geschlossenen Raum mit 17,5 °C weicht die GTR 3 Pro dagegen von ihren sehr guten Resultaten ab und bietet uns 19,5 °C an, wobei +/- 1 Grad auch schon gut sind.

Neben dem Body Mass Index beherrscht die GTR 3 Pro eine 4-in-1-Gesundheitsmessung, in welcher HF, Stress, Sp2O sowie Atemfrequenz in einem Rutsch (45 Sekunden) gemessen werden. Sie sollen als Anhaltsptunkt dienen und über den Gesamtgesundheitszustand informieren bzw. die täglichen Messungen ergänzen.

One-Tap- bzw. Ein-Klick-Messung
 Gesundheitszustand
45 Sekunden Messung

 

Die getrackte REM-Phase (rapid eye movement) während des Schlaftrackings weicht recht häufig von anderen Referenztrackern ab, wie beispielsweise der Garmin Venu 2 Plus. Und da sich die HF-Sensoren der Venu 2, auf denen eine gute Schlafanalyse gründet, schon in einem vorherigen Test als zuverlässig erwiesen, geben sie einen vertrauenswürdigen Vergleichspartner ab. Als Richtungswert erfüllt die Schlaferkennung ihren Zweck jedoch alle Mal, die Tendenz, ob man einen erholsamen oder weniger erholsamen Schlaf hatte, stimmt mit dem Referenzgerät immer überein. In den Bilder unten ist zu sehen, dass die Schlafphasen nicht gut erkannt werden.

Sogar kleine Nickerchen zwischendurch werden von der GTR 3 Pro gut erkannt. Die Nickerchenerkennung ist noch so ein Feature der GTR 3 Pro, das eine Garminuhr nicht besitzt. Hier muss man den Schlafmodus manuell einschalten. Getrackt wird ebenso die Atmungsqualität, sofern man dies in der App erlaubt. Auch diese Werte tragen dazu bei, den Schlaf richtig zu bewerten. Im Verlauf des Tests ist uns aufgefallen, dass immerhin die SpO2-Werte korrekt gemessen werden. Außerdem ist die Auswertung der Schlafdaten in der Zepp App sehr detailreich. Die App punktet darüber hinaus mit Empfehlungen und Tipps, wie man seinen Schlaf verbessern kann.

Etwas umständlich ist es, wenn man eine Schlafaufzeichnung von vor 5 Monaten sucht: Es gibt zwar eine Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagesansicht, doch kommt man aus der Monatsansicht nicht auf die Tagesansicht, obwohl die durchschnittliche Schlafdauer für den Tag auffrufbar ist. Es wäre also nur einen Klick entfernt, aber es tut sich nichts, wenn man auf den Tag klickt. Man muss oben in der Leiste auf „T“ klicken und Tag für Tag zurückwischen. Hier müsste Amazfit noch nachbessern. Ansonsten gefällt uns die Aufbereitung der Daten sehr gut.

GTR 3 Pro Nickerchen erkannt
Atmungsqualität aktivieren
Stress und SpO2-Monitor
Schlafphase mit Atemfrequenz

 

Die eigenen Trainingsleistungen gibt es zum Teil über den Trainingsverlauf und -status, die Trainingsbelastung, Gesamterholungszeit, VO2max und den Trainingseffekt direkt auf der Uhr zu sehen. Ausführlicher geht es dann in der hauseigenen App zu. Leider wurde die Amazfit App in Zepp geändert. Das ist etwas schade, da der Name kein Bezug mehr zum Produkt hat. Trotz Namensänderung: Die Zepp App ist gut – ein sehr umfangreiches Analyse-Tool. Viele Infos und Grafiken warten hier. Das ist super. Praktisches Feature: Klickt man auf der Uhr im Menü Stress, Herzfrequenz usw. auf den Befehl In App anzeigen, dann öffnet sich die Zepp-App genau an dieser Stelle mit den passenden Daten.

Trainingseffekt auf der GTR3 Pro
Gesamterholungszeit
Trainingsintensität
VO2max

 

Und dann wäre da noch der PAI. Amazfit verfügt über ein eigenes Punktesystem, um Aussagen zur persönlichen Fitness zu machen – den PAI-Wert (Personal Activity Intelligence). Der PAI geht bis 100 Punkte und basiert auf Herzfrequenzmessungen. Nutzer erzielen also Punkte, je öfter und höher ihr Puls steigt. Dabei passt sich der Wert der Fitness an, so dass es immer schwieriger wird die volle Punktezahl zu erreichen.

Eine Anbindung an Komoot gibt es nicht. Ein GPX-Export über die App, um die Daten auf den PC zu bekommen, ist dagegen möglich. Es gibt also Lösungen, das ist einerseits gut, allerdings führt das dazu, dass der tägliche Workflow länger dauert, und wenn man eine Mehrtagestour à la Bikepacking macht, dann ergeben sich zwangsläufig Komplikationen: So kann man seine Tour zwar nachträglich auf den PC laden, kann diese aber von unterwegs nicht zu komoot synchronisieren (einen PC nimmt man dann doch nicht mit).

Was Routen betrifft: Die Routenaufzeichnung gelingt und wird auch in der App detailliert angezeigt. Ein Routenimport auf die Uhr ist aber nicht möglich. Genausowenig gelingt ein Routenexport mit Herzfrequenz, denn die GPX-Datei enthält keine Pulsdaten, außer man geht über den Routenimport zu Strava. Immerhin wurde die Funktion jetzt neu für Amazfit GTR 4 angekündigt und es soll möglich sein, Routen auf die Uhren zu importieren und sich entlang dieser navigieren zu lassen. Unser Testkandidat beherrscht keine Navigation, auch keine Zurück-zum-Start Navigation.

Amazfit hat einen kleinen Fundus an eigenen und zum Teil ausgefallenen (aber nicht unbedingt schlechten) Apps in seinem Zepp App Store, darunter: BMI, Sehtest, Zähneputzen, Zeit für Wasser, Home Connect, GoPro-App steuern, Real-time Heart Rate, SOS-Blinken, Reaction Speed Test, Spiele u. v. m. Die exotischen Apps sind recht witzig und einige sicher hilfreich, obwohl die Morse-App nur in Englisch verfügbar und auch nicht gerade leicht verständlich war.

exotische Apps: SOS-Blinklicht
App: Morse
Routentrack in Kartenansicht
Route/Strecke exportieren

 

Fazit

Amazfit bewirbt die GTR 3 Pro nicht unbedingt als Sportuhr, sondern als smarten Gesundheitspartner in Erweiterung zum eigenen Smartphones. Und das ist die Amazfit GTR 3 Pro wohl auch, eine gute Gesundheitstracking-Smartwatch für Fitnesseinsteiger, welche sich einen generellen Überblick über ihre Fitness wünschen. Wessen Sportlerherz es ganz genau wissen möchte, der sollte sich lieber nach einer Uhr mit Multi-GNSS umschauen – vielleicht sogar nach der Amazfit GTR 4? Der Herzfrequenzsensor der Amazfit GTR 3 Pro hat uns nicht überzeugt. Da aber die GTR 4 wieder eine neue Sensorgruppe spendiert bekommen hat (4. Generation), könnte dieser Kritikpunkt zumindest optimiert worden sein.

Bei der Höhenmessung gelingt der Amazfit im Vergleich zu anderen aktuellen Sportuhren eine gute Position. Ihre Stärke und gleichzeitig ihre Schwäche liegt im Abbilden von kleinsten Höhenänderungen. Je mehr Pausen eine Tour hat, desto ungenauer wird das Tracking. Im Test haben wird jedoch einen möglichen Workaround genannt. Bei der Standortermittlung nimmt es die Amazfit dann wieder nicht ganz so genau. Die Distanz/Strecke und damit die Pace-Genauigkeit können nicht so akkurat wie mit Multi-GNSS-Technik ermittelt werden. Dafür sind Details zu Luftdruck, Höhe und Kompass auf der Uhr vorhanden.

Die Optik der Amazfit mit klassischem Flair hat uns gefallen, sie wirkt sehr aufgeräumt und sauber verarbeitet. Die Inhalte auf der Uhr sind vielfältig. Bei der Auswahl der Displaydesigns wird jeder fündig, auch wenn manche Motive (Natur und Abstraktes) knapper ausfallen oder zu wenige Daten anzeigen. Zum Thema Gesundheitstracking und Sportaktivitäten bietet die Uhr ein üppiges Sortiment an. Vor allem bei der Menge an Datenseiten und Datenfeldern pro Seite hat Amazfit nicht gespart. Features wie Amazon Alexa, Offline-Sprachbefehle, Sprachmemos und Bluetooth-Telefonie machen das Handling der Uhr entspannter. Ein kurzer Knopfdruck und der Befehl „Outdoor-Fahrrad starten“ und schon geht’s los.

Die Performance und der Bedienfluss könnten etwas ruckelfreier laufen. Anfangs wurde sowohl Wischen als auch Tippen blitzschnell, störungsfrei und klasse umgesetzt. Mit der Zeit hakte es dann. Doch diese kleinen Sperenzien kennen wir auch von der aktuellen Venu 2 Plus. Es wäre unfair diesen Umstand künstlich aufzublasen. Zu verachten ist die GTR 3 Pro ebenfalls aufgrund ihres langen Akku-Atems nicht. Sie hält bis zu 3 Tage länger durch als eine Venu 2 Plus.

Die Sporttechnik der Uhr lässt zwar einige Detailgenauigkeit vermissen, aber die smarten Features wie Freisprecheinrichtung oder das Display, das zwar in puncto Helligkeit noch Luft nach oben hat, aber dafür schön groß und kontrastreich ist, machen die GTR 3 Pro zu einem guten Gesundheitstracker.

Preis Bezugsquelle

Die Amazfit GTR3 PRO ist mit EUR 153,00 € bei Amazon die günstigere Variante.

Die Amazfit GTR 4 ist zum Preis von EUR 229,90 € bei Amazon erhältlich.

 


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