Garmin Edge 530 und Edge 830 vorgestellt

Mit dem Edge 830 und Edge 530 hat Garmin gleich zwei neue, schnittige und um viele Funktionen erweiterte Fahrradcomputer vorgestellt. Neben besseren Routenberechnungen und tieferen Einblicken in das eigene Training sollen die Fahrradnavis auch mehr Sicherheit für Nutzer und Ausrüstung gewährleisten…

Garmin hat gleich zwei neue Fahrradcomputer vorgestellt mit denen sowohl Rennradfahrer als auch Mountainbiker ihren Spaß haben können. Hierfür bieten die Geräte vielfältige Funktionen beim Trainieren, beim Navigieren und besonders für Downhill-Abenteuer auch eine Performance-Analyse. Sie stellen die Nachfolger des Edge 520 und des Edge 820 dar.

Neues für Rennradler und Mountainbiker

Unser sommerlicher April hat die Radsaison mit spektakulärem Sonnenschein und buntem Vogelgezwitscher weiträumig eingeläutet. Garmin hat nun passend dazu zwei neue Radcomputer präsentiert, die erstmals auch Mountainbikern einen tieferen Einblick in die Leistungen ihrer extravaganten Sportart gewähren lassen soll. Ein Teil der neuen Analyse-Features kümmert sich um die Ermittlung spezieller Downhill-Metriken zu Sprunghöhen, -weiten und der jeweiligen Airtime. Auch die Berechnung der Grit- und Flow-Werte feiert in der Edge-Serie seine Premiere, sie schaffen eine Vorstellung von der Schwierigkeit des Trails und dem Fahrfluss des zurückgelegten Trails.

Werbung

Mit Europa-Fahrradkarte und Routenerstellung via Touchdisplay

Neben den beschriebenen erweiterten Performance-Daten bieten das Edge 530 und 830 auch die für Garmin bekannten Navigationsfunktionen. Auf beiden Geräten ist die Europa-Fahrradkarte vorinstalliert und hilft allen Nutzern mit optischen und akustischen Turn-by-Turn-Hinweisen und warnt gleichzeitig vor scharfen Kurven. Die Berechnung von Routen soll dank optimiertem Prozessor von nun an auf beiden Edge Modellen zügiger vonstatten gehen. Ein Feature zum erstellen interessanter Strecken ist die Trendline Popularity Routing-Funktion, mit deren Hilfe auf Basis von Millionen Nutzerdaten individuell ansprechende Routen errechnet werden können. Auf dem Garmin Edge 830 können Routen jetzt zusätzlich auch direkt über den Touchdisplay erstellt werden.

Darüberhinaus sind TrailForks-Daten ab jetzt direkt in die Fahrradkarte implementiert. Hierdurch können Rennradler und Mountainbiker sofort das Schwierigkeitslevel der einzelnen Strecken abschätzen und in Verbindung mit Garmin’s Zusammenstellung beliebter Routen aus über 80 Ländern ihre ganz individuelle Tour planen. Mit der neuen Abzweigungsansicht “Forksight” soll der Fahrradcomputer bei Stopps kommende Weggabelungen und gleichzeitig die eigene Position im Trailnetz anzeigen.

Trainieren wie die Profis: Taktisch und Clever

Mit beiden Modellen können Radler die erweiterte Performance-Analyse nutzen. Hiermit soll das persönliche Fitnesslevel und die eigene Leistungsentwicklung einfach verfolgt werden können. Ein taktisches Feature ist die ClimPro-Funktion. Damit lässt sich wahre Muskelkraft einsparen, da bevorstehende Anstiege, Distanzen und Höhenmeter rechtzeitig angekündigt werden. Werden Daten über gekoppelte Performance-Sensoren gesammelt, kann der Fahrer Feedback zu weiteren Leistungsdaten erhalten, wie dem VO2max, der Erholungszeit oder dem Trainingseffekt.

Eine weitere Analyse, welche über die aeroben und anaeroben Trainingszustände Auskunft gibt, kann Radsportlern Rückmeldung über die Belastung der letzten vier Wochen geben. Darüber hinaus informieren beide Edge Modelle über die Höhen- und Wärmeakklimatisierung des Körpers ihrer Fahrer. Selbst eine Erinnerungsfunktion für eine regelmäßige Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme sollen die Radcomputer einsetzen können.

Navigationsdetails und Connected Features

Garmin hat auch Features integriert, welche die Sicherheit von Radfahrern erhöhen soll.  Das erste ist die automatische Unfallerkennung, ein Feature welches vorab festgelegte Notfallkontakte nach einem erkannten Sturz automatisch benachrichtigt und über den derzeitigen Standort in Kenntnis setzt. Das zweite Feature wird Möglich durch die Kompatibilität mit dem Varia System. Es erfordert zwar den Kauf des Varia Radars und der Varia Fahrradbeleuchtung aber es bietet Fahrradfahrern ein Frühwarnsystem vor Fußgängern und anderen Hindernissen auf der Fahrspur und warnt gleichzeitig vor zu dicht auffahrenden Autos.

Neben der körperlichen Unversehrtheit war Garmin bei der Entwicklung auch an der Absicherung der Edge-Geräte selber interessiert. Mit dem neuen Diebstahl-Alarm werden Fahrradbesitzer automatisch mit durch einen Warnhinweis über das Smartphone informiert, wenn sich das (geliebte) abgestellte Fahrrad von seinem Aufenthaltsort wegbewegt. Dank Connect IQ haben Nutzer weiterhin Zugriff auf vielfältige weitere Apps, wie Strava, Komoot oder Wikiloc. Selbst der persönliche  Trainingskalender kann über die Synchronisierung mit TrainingsPeaks oder Garmin Connect auf den Edge Modellen angezeigt werden.

Technische Daten: Was steckt drin?

Das Garmin Edge 530 kann wie sein Vorgänger (Edge 520) über eine intuitiv angelegte Tastenbedienung gesteuert werden. Das Edge 830 besitzt hingegen ein Touchdisplay, welches auch bei Regen oder mit Handschuhen leicht zu bedienen sein soll. Die jeweils hochauflösenden 2,6-Zoll-Displays sollen auch in Garmin-Manier bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar sein. An Batterielaufzeit werden beide Modelle wohl bis zu 20 Stunden im GPS-Modus bieten. Für echt lange Touren, kann diese Zeit mit zusätzlichen Akkus sogar noch verlängert werden.

Garmin’s neue Bike-Sensoren sind zum ersten Mal mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgerüstet. Distanzen und Geschwindigkeiten können so vom Geschwindigkeitssensor auch ohne bestehende Verbindung aufgezeichnet und später mit den Edge Navis synchronisiert werden.

Preis und Verfügbarkeit

Das Garmin Edge 530 und das Edge 830 sollen noch im Mai 2019 (2. Quartal) erhältlich sein. Neben der Standardvariante sind die Geräte jeweils in zwei Bundle- Versionen erhältlich. Das Mountainbike-Bundle mit Fernbedienung sowie Silikonhülle erfässt dank zusätzlicher Geschwindigkeitssensoren die MTB-Metriken.

Für Rennradfahrer bietet das Performance-Bundle mit beiliegendem Trittfrequenzsensor, Geschwindigkeitssensor und Brustgurt weitere Daten für die Trainingsanalyse. Die Preise für den jeweiligen Edge Fahrradcomputer bzw. das Bundle gestalten sich wie folgt:

  • Garmin Edge 530: 299,99 Euro
  • Garmin Edge 530 im Mountainbike-Bundle: 369,99 Euro
  • Garmin Edge 530 im Performance-Bundle: 399,99 Euro
  • Garmin Edge 830: 399,99 Euro
  • Garmin Edge 830 im Mountainbike-Bundle: 469,99 Euro
  • Garmin Edge 830 im Performance-Bundle: 499,99 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.