HTC One X: Die Kraft der vier Herzen

Konnektivität

Das HTC One X kann über viele Wege drahtgebunden oder drahtlos mit der Außenwelt kommunizieren. Es bietet dabei alles, was man von einem aktuellen Spitzengerät erwarten darf, nur LTE ist dem äußeren Zwilling HTC One XL vorbehalten.

 

WiFi/WLAN und DLNA

Natürlich ist WLAN mit an Bord, und zwar in der Version Draft n. Die theoretischen Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s werden zwar nicht erreicht, liegen aber deutlich über WiFi g (54 Mbit/s). Der Chip ist hoch empfindlich und empfängt auch noch in entlegenen Ecken.

Über WLAN/WiFi lassen sich drahtlos per DLNA auch multimediale Inhalte auf entsprechende Endgeräte wie Fernseher oder Computer streamen. Ist das TV-Gerät nicht DLNA-fähig, hilft der HTC MediaLink DG H200 weiter, der einfach an die HDMI-Schnittstelle des TV angestöpselt wir. Er fällt mit ca. 65 EUR zwar recht hochpreisig aus, kann aber auch HD-Content streamen.

HSPA

HTC nennt keine zwar keine Geschwindigkeiten, wir erreichten mit der von Vodafone spendierten Micro-SIM jedoch unter HSPA (High Speed Packet Access) passable 7 Mbit/s (Download) im „Irgendwo“. Bei geringer Netzbelastung und und der Nähe von Funkmasten dürften die Geschwindigkeiten deutlich höher ausfallen.

Bluetooth

Die Taiwanesen haben dem One X gleich Bluetooth 4.0 verpasst. Diese vorerst letzte Variante zeichnet sich durch schnelle Verbindungsfreude und Akkuschonung aus. Gleichzeitig ist aptX aktiviert, ein hochqualitatives Audio-Kompressionsverfahren. Wie von einem Spitzengerät nicht anders zu erwarten, traten keine Probleme mit Bluetooth auf.

Cloud-Dienst

HTC hat seinen Webservice HTCSense.com zu Ende April 2012 eingestellt. Zwar wurde viel von einem Nachfolger gemunkelt, der ist derzeit jedoch nicht in Sicht. Ansonsten verzichtet HTC (noch) auf einen eigenen Cloud-Dienst und liefert das kostenlose Dropbox mit. Im Unterschied zu „Dropbox für Jedermann“ sind nicht nur 2 GB sondern satte 25 GB infolge der Kooperation mit HTC gratis, allerdings limitiert auf 2 Jahre.

NFC

NFC (Near Field Communication) ist ein drahtloses Übertragungsverfahren, das – wie der Name es sagt – nur auf kurze Distanz (max. 10 cm) funktioniert. Zunächst vor allem für sichere (?) bargeldlose Kassensysteme gedacht („Zahlung per Handy“), lässt der neue Übertragungsstandard auch andere mehr oder weniger sinnvolle Anwendungen zu. So unterstützt Android ICS nativ NFC und hat Android Beam implementiert. Diese Verfahren erlaubt, Inhalte eines NFC-Gerätes auf ein anderes zu transmittieren, eben zu „beamen“; dazu hält man beide Smartphones am besten Rücken an Rücken. Begrenzt wird wird das Ganze durch das, was die App zulässt. In unserem Test funktionierte das „Beamen“ eines Youtube-Videostreams vom HTC One X auf ein Samsung Galaxy SIII (und umgekehrt) jedenfalls tadellos.

Drahtgebundene Schnittstellen

Neben der 3,5 mm Klinken-Audiobuchse (Kopfhörer und Antenne) bietet das HTC One X nur einen einzigen Multi-Port, nämlich die platzsparende Micro-USB-MHL-Schnittstelle. Hierüber wird das Smartphone nicht nur geladen oder mit dem Computer verbunden/synchronisiert sondern auch multimedial an HDMI-Geräte angeschlossen; für Letzteres ist ein MHL-HDMI-Adapter notwendig, für den HTC offiziell 32 EUR verlangt (und der beim HTC One X Original-Zubehör nicht gelistet ist); Fremdfabrikate aus Fernost im niedrigen einstelligen Euro-Bereich funktionieren allerdings genau so gut.

Telefonie

Fast schon nebensächlich und in Tests kaum noch erwähnt ist, dass man mit den Eier legenden Wollmilchsäuen tatsächlich auch telefonieren kann. Auch hier gibt sich das HTC One X keine Blöße, denn die Sprachqualität ist hervorragend.

Konnektivitäts-Fazit

HTC hat seinem Spitzenmodell alles zur Verbindung mit der Außenwelt mitgegeben, was derzeit gut und teuer ist. Das HTC One X präsentiert sich äußerst kontaktfreudig und setzt im Bereich Konnektivität Maßstäbe; nur LTE bleibt seinem äußeren Zwilling HTC One XL vorbehalten.

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