Garmin fenix 3 HR im Test

Mit der fenix 3 Saphir HR bietet Garmin seine Multisport-GPS-Uhr nun auch mit optischem Pulssensor an. Wie gut die Herzfrequenzmessung am Handgelenk funktioniert und welche weiteren Neuerungen die Garmin fenix 3 Saphir HR sonst noch mit sich bringt, soll unser ausführlicher Testbericht klären …

Einleitung, Gehäuse, Display und HF-Sensor

Einleitung

Garmin folgt mit der fenix 3 HR wie bereits zuvor mit der Vivosmart HR sowie der Forerunner 225 dem Trend zur optischen Herzfrequenzmessung. Die Garmin fenix 3 ist eine beliebte und erfolgreiche Mischung der Funktionsbereiche Multisport, GPS-Outdoor-Navigation, Fitness-Tracking sowie Smartwatch und das Spitzenmodell der Garmin Wearables. Seit wir den Prototypen der Garmin fenix 3 auf pocketnavigation.de ausführlich (zur Garmin fenix 3 Produktvorstellung inkl. Video) vorgestellt haben, wurde das Produkt konsequent von Garmin weiterentwickelt, in vielen Bereichen verbessert und mit neuen Funktionen aufgewertet.
In diesem Testbericht haben wir den Schwerpunkt auf den neuen optischen Herzfrequenzsensor gelegt, welcher den maßgeblichen Unterschied zwischen der bereits vorgestellten fenix 3 und der neuen fenix 3 HR darstellt. Wir zeigen, wo unserer Meinung nach die Möglichkeiten und Grenzen des HR-Sensors liegen und welche Unterschiede uns zwischen den beiden Versionen der fenix 3 noch aufgefallen sind.

fenix3hhr

Gehäuse

Unterschiede Display

Wir haben die Version fenix 3 Saphir HR getestet. Der Name Saphir deutet auf die besonders robuste Saphirglas-Abdeckung des Displays hin. Auch wenn das Glas laut dem Hersteller robuster sein soll, scheint es gegenüber der normalen Displayabdeckung der fenix 3 etwas weniger lichtdurchlässig zu sein. Das Display der fenix 3 Saphir HR wirkt gegenüber der fenix 3 etwas blasser und dunkler. Auch die Displaybeleuchtung der fenix 3 Saphir HR ist gegenüber der Version ohne HR sichtbar dunkler, was entweder daran liegt, dass Garmin hier bewusst etwas Energie, welche durch den zusätzlichen HR-Sensor verbraucht wird, sparen will oder aber das Saphirglas schluckt auch hier etwas mehr Licht der Hintergrundbeleuchtung. Unter Outdoorbedingungen, vor allem bei direktem Sonnenlicht, ist der Unterschied völlig zu vernachlässigen. Auch in völliger Dunkelheit ist die leicht dunklere Hintergrundbeleuchtung der fenix 3 Saphir HR kein Problem. Einzig in dunklen Räumen und ohne die Nutzung der Hintergrundbeleuchtung hat das Display der fenix 3 eine leichte Schwäche, welche nun bei der fenix 3 Saphir HR noch etwas stärker ausgeprägt ist. Der Unterschied fällt allerdings nur im direkten Vergleich auf!

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links: fenix3 HR – rechts: fenix 3
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links: fenix3 – rechts: fenix 3 HR

Die leichten Unterschiede zwischen den Versionen sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die neue fenix 3 Saphir HR ein hervorragendes und voll outdoortaugliches Farbdisplay hat, welches unter allen Bedingungen gut bis sehr gut abzulesen ist. Die Auflösung mit 218 x 218 Pixel ist ebenso wie die Größe von 1,2 Zoll gleich geblieben.

Unterschiede Gehäuse, Armband und Gewicht

fenix3hr_hautabdruckDas Gewicht der fenix 3 Saphir HR hat sich gegenüber der fenix 3 um ca. 6 Gramm auf 88 Gramm erhöht, eine Folge des neuen Sensors sowie der Abdeckung aus Saphirglas. Damit ist die fenix 3 HR schwerer als eine reine Laufuhr wie z.B. die Forerunner 920 XT mit nur 61 Gramm. Dieser Unterschied ist am Arm deutlich spürbar.

Damit die recht schwere Uhr beim Sport nicht am Handgelenk schlackert, ist man geneigt, das Armband etwas fester zu ziehen. Der neue optische HR-Sensor sitzt hervorgehoben auf der Rückseite der Uhr. Daraus resultiert, dass die Auflagefläche der Uhr gegenüber der Version ohne optischen HR-Sensor deutlich kleiner ist und dazu neigt, Druckstellen am Handgelenk zu hinterlassen. Der Tragekomfort leidet daher etwas unter dem harten HR-Sensor, wenngleich der Unterschied weniger deutlich spürbar ist, als man durch die hervorgehobene Position des Sensors vermuten würde.

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Die Bewertung des Tragekomforts ist stark von der individuellen Wahrnehmung des Trägers abhängig. Unserer Meinung nach ist der Tragekomfort der fenix 3 HR aufgrund des höheren Gewichtes und des HR-Sensors nicht mehr sehr gut, aber insgesamt noch als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Ein weiterer kleiner Unterschied besteht darin, dass der Knopf zum Starten einer Aktivität nicht mehr rot, sondern silbern ist. Das Gehäuse besteht nach wie vor aus glasfasergehärtetem und damit sehr widerstandsfähigem Kunststoff sowie einer Edelstahllünette auf der Vorderseite, in welcher die Exo-GPS-Antenne untergebracht ist. Die fenix 3 HR ist auch mit optischem HR-Sensor bis zu 100 Meter wasserdicht, womit einem Einsatz im Wassersport nichts im Wege steht.

Optischer HR-Sensor

Der wesentliche Unterschied der fenix 3 Saphir HR gegenüber der fenix 3 ist also, wie der Name unschwer erkennen lässt, der verbaute optische Herzfrequenzsensor. Dieser durchleuchtet die Haut mit drei grünen und sehr hellen LEDs. Durch den Herzschlag ändert sich der Volumenstrom in den Blutgefäßen, anhand der spezifischen Lichtabsorption des grünen LED-Lichtes erkennt der Sensor die Veränderung und kann so die Herzfrequenz messen. Der Sensor in der fenix 3 Saphir HR ist der gleiche, welcher auch in der Vivosmart HR zum Einsatz kommt und von uns bereits im dazugehörigen Testbericht recht positiv bewertet wurde.

Vorteile von optischen Sensoren

Optische HR-Sensoren haben den entscheidenden Vorteil, dass kein zusätzlicher Brustgurt nötig ist und damit die Nutzung wesentlich unkomplizierter und auch dauerhaft möglich ist. Darüber hinaus lässt sich die optische Messung weniger leicht durch elektromagnetische Felder beeinflussen.

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HRM-Run Brustgurt des fenix 3 HR Performer Bundle

Nachteile von optischen Sensoren

Leider haben optische Sensoren einige technische Nachteile und Schwächen, welche nicht grundsätzlich beseitigt werden können und welche von Hersteller zu Hersteller aber auch von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Wie gut und zuverlässig ein optischer Sensor die Herzfrequenz messen kann, ist stark vom Hauttyp und von der Anatomie der Blutgefäße abhängig. Daher kann ein Testbericht über die Qualität eines solchen Sensors immer nur Anhaltspunkte geben, aber nie eine für alle Nutzer allgemeingültige Aussage. Leider bleibt letztendlich nur die Möglichkeit, es mal auszuprobieren um herauszufinden, ob die optischen Sensoren zu einem individuell brauchbaren Ergebnis kommen!

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Nachteil Kälte

Alle optischen Sensoren haben Probleme, wenn sich bei kalter Haut die Blutgefäße ins innere des Körpers zurückziehen. Am besten man startet daher die Messung mit einem warmen Körper und versucht sich so zu kleiden, dass Arm und Handgelenk nicht auskühlen.

Da die Garmin fenix 3 HR schwerer und größer ist als z.B. ein Fitnessarmband mit optischem HR-Sensor, wie die Vivosmart HR, liegt der Sensor etwas geschützter und fester auf der Haut, was sich positiv auf die Messgenauigkeit auswirkt. Durch die größere Auflagefläche kühlt die Haut hinter der fenix 3 HR etwas weniger aus als bei einem schlanken Fitnessarmband. Nach unseren Tests ist die fenix 3 HR daher etwas weniger anfällig gegen Kälte, als wir es bei der Vivosmart HR festgestellt haben. Dennoch ist auch bei der fenix 3 HR die Zuverlässigkeit bei warmen Temperaturen deutlich höher!

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Broadcast-Modus ermöglicht die Übertragung der HF auf andere Geräte (so kann die Uhr am Arm warm verpackt bleiben)


Nachteil Herzfrequenzvariabilität

Die Herzfrequenzvariabilität bezeichnet die Fähigkeit, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Die Herzfrequenzvariabilität ist neben der Herzfrequenz die wichtigste Messgröße für eine Belastungs- und Leistungsdiagnostik und kann unter anderem zur Abschätzung des Fitnesszustandes und des Stresslevels dienen. Optische Sensoren können die Herzfrequenzvariabilität im Gegensatz zu Brustgurten aus technischen Gründen nicht messen. Daher stehen z.B. bei der fenix 3 HR der Stresstest oder Apps, welche eine Auswertung der HRV vornehmen, nur dann zur Verfügung, wenn ein zusätzlicher Brustgurt verwendet wird. Auch die Berechnung der Kalorien sowie der Erholungszeiten sind mit Messung der Herzfrequenzvariabilität noch etwas genauer.

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von wegen …

Nachteil Geschwindigkeit

Die optische Messung benötigt länger und ist gegenüber der Messung mit einem Brustgurt deutlich träger! Kurze Leistungsspitzen beim Sprint- und Intervalltraining werden deshalb bei der Messung mit optischen Sensoren nur unzureichend und zeitlich verzögert abgebildet. Die Messung der maximalen Herzfrequenz ist deutlich schwieriger, da die hohe Frequenz lange gehalten werden muss. Grundsätzlich ist der optische Sensor dementsprechend für Leistungssportler im Grenzbereich eher ungeeignet.

fenixHR-diagramm
Außentemperatur 5°C

Das Diagramm zeigt die verzögerte Messung der Leistungsspitzen am Anfang und Ende des (kurzen) Trainings. Auch die maximale Herzfrequenz von 193 Schlägen wurde vom optischen Sensor nur mit 168 Schlägen gemessen, da diese Belastung bei einem kurzen Sprint nur für wenige Sekunden erreicht wurde.

Im mittleren Trainingsabschnitt wurde die Belastung langsam und gleichmäßig gesteigert und reduziert, was vom optischen Sensor gut abgebildet werden kann. Durch die fehlenden Spitzen, liegt die durchschnittliche Herzfrequenz der optischen Messung der fenix 3 HR zwei Schläge unter der Messung mit Brustgurt.

Insgesamt sieht man der Kurve des optischen Sensors deutlich an, dass die Schwankungen innerhalb der Messwerte höher sind und die Messung der Einzelwerte etwas weniger zuverlässig ist. Unter warmen Bedingungen fällt der Unterschied geringer aus, bleibt aber sichtbar.

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links: fenix 3 mit Brustgurt – rechts: fenix 3 HR

Insgesamt war die Leistung des optischen HR-Sensors der fenix 3 HR in unserem Test überzeugend. Von kleineren Aussetzern (die es auch bei Brustgurten immer mal wieder gibt, wenn diese z.B. leicht verrutschen) abgesehen, war die Zuverlässigkeit vor allem unter warmen Bedingungen hoch und für normale Trainingsanforderungen ausreichend.

Darstellung der Herzfrequenz

Die Garmin fenix 3 HR bietet bereits ohne zusätzliche Connect IQ Widgets und Apps gute Möglichkeiten, die Herzfrequenz und die Herzfrequenzzonen während und nach eines Trainings anzuzeigen.

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Über Connect IQ stehen darüber hinaus viele Widgets, Apps und Datenfelder rund um das Thema Herzfrequenz zur Auswahl.

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24-Stunden-Herzfrequenzmessung

Wie auch schon bei der Vivosmart HR kann die fenix 3 HR die Herzfrequenz 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche messen und somit einen sehr guten Gesamteindruck über den Fitnesszustand vermitteln und dokumentieren. Ein spezielles HR-Widget bietet bereits an der Uhr die Möglichkeit, die Herzfrequenz der letzten 4 Stunden zu visualisieren. Außerdem ermittelt die Uhr täglich die sog. Herzruhefrequenz, welche für Ausdauersportler eine wichtige Kenngröße für den Leistungs- und Belastungszustand sowie den langfristigen Trainingserfolg bedeutet. Die Herzruhefrequenz kann für die letzten 7 Tage als Liniendiagramm wiedergegeben und der Mittelwert angezeigt werden. Eine weitergehende und langfristige Auswertung ist über die Garmin-Connect-Plattform möglich.

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Während einer aktiven Trainingsphase wird die Herzfrequenz dauerhaft gemessen. Ist keine Aktivität manuell gestartet worden, misst die Uhr in Intervallen, deren Abstände an die Bewegungsintensität (Schritte) gekoppelt sind. Der Nachteil dieser Kopplung liegt darin, dass bestimmte Anstrengungen, welche nicht schrittintensiv sind (z.B. Kraftsport) und nicht lange andauern, zwischen einem Intervall liegen können und nicht erfasst werden. Legt man Wert auf die Aufzeichnung solcher Belastungen, kann man allerdings einfach immer eine Aktivität starten oder die dauerhafte Messung über eine HR-App (Connect IQ) erzwingen. Die Messung der Herzfrequenz kann in den Einstellungen der fenix 3 HR deaktiviert werden, um die Akkulaufzeit deutlich zu verlängern. Wünschenswert wäre es, wenn man an dieser Stelle mehr Einfluss auf das Messintervall nehmen könnte, um so zwischen Genauigkeit und Energieverbrauch wählen zu können.

Neben den Bequemlichkeiten beim Training (Verzicht auf den Brustgurt) ist es vor allem diese 24-Stunden-Messung und die Ermittlung der Herzruhefrequenz, die einen erheblichen Erkenntnisgewinn über die eigene Fitness und den Kalorienverbrauch offenbaren.

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24 Stunden HR-Messung in Garmin Connect

Herzfrequenzmessung beim Schwimmen

Über die Möglichkeit, die Herzfrequenz auch beim Schwimmen über einen optischen Sensor zu messen, findet man im Internet unterschiedliche Aussagen. Wir haben die fenix 3 HR beim Schwimmen getestet. Verwendet man die fenix 3 Saphir HR im dafür vorgesehenen Schwimmmodus, ist der optische Sensor von Garmin deaktiviert, vermutlich nicht ohne Grund. Auch wenn der optische Sensor grundsätzlich auch im nassen Zustand und auch unter Wasser funktioniert, ist die Zuverlässigkeit erheblich eingeschränkt. Ein Wasserfilm zwischen Haut und Sensor bewirkt eine Veränderung der Lichtabsorption und führt damit zu falschen Werten. Unsere Testergebnisse waren nicht zufriedenstellend, immer wieder gab es Aussetzer und völlig falsche Werte, so dass an eine praktische Nutzung der Ergebnisse nicht zu denken war. Möchte man den ansonsten sehr guten Schwimmmodus der Garmin fenix 3 HR auch mit einer Herzfrequenzmessung verbinden, ist der Einsatz eines speziellen Herzfrequenzgurtes dem Garmin HR Swim dringend zu empfehlen!

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21 Kommentare zu “Garmin fenix 3 HR im Test

  1. Die uhren sind doch gemacht um ein GPS Signal zu empfangen. Da liegt doch nahe dass man damit im Feld navigieren kann was natürlich einen Track vorraussetzt. Was mir völlig unklar ist warum ALLE Hersteller für das hochladen eines Tracks einen Computer vorraussetzen. Neuerdings braucht man sogar noch eine internet vervindung. Da werden die Uhren alle hoch angepriesen aber das Hochladen eines tracks ohne computer und nur mit einem Smartphone ist umständlich und fast unmöglich wenn man im wald steht.
    Alle Hersteller liefern hier mieserabel ab und legen wert auf dad tracken von daten anstatt das gps signa sinnvoll zu nutzen.

    1. Ich weiß nicht was du willst das GPS Signal ist ein Positionsignal und nicht mehr, alle anderen Daten auch Tracks sind auf einen Server hinterlegt und wie kommt man an einen Server der die Tracks verwaltet? denk denk zudem ist eine internet Verbindung im wald nicht immer gewährleistet

    2. Finde ich auch eine Katastrophe, bin etwas enttäuscht von der fenix 3 HR. Ich habe keinen Windows PC dabei, sondern nur ein IPad oder iPhone

  2. Internetverbindung brauchst Du bei Garmin zum Hochladen eines Tracks nicht – mit einem kleinen Trick geht das sogar recht einfach – hier beschrieben: http://www.wozulaufschuhe.at/gpx-tracks-in-fenix-3-importieren-und-andere-tipps/

    Warum Du im Wald ohne Computer und Internet einen Track auf die Uhr hochladen willst, würde mich aber interessieren 😉

    Wenn Du ein Tablet mit USB Anschluss hast (also kein IPAD), geht es abe rmit dem im Artikel beschriebenen Weg…

    1. Also bei Bike24 ist die Fenix 3 HR mit „3-5 Werktage“ Lieferzeit gelistet, die normale mit 1-3 Tage. Ich glaube gelesen zu haben, dass die Händler sie teilweise schon haben, nur nicht der Garmin Webshop…

      Grüße
      Jamboree

  3. Ich habe nun die Fenix 3 HR.
    Die 3 HR soll mehrere Geräte ersetzten. Ich möchte keinen Aktivitäts-Tracker (FitBit Charge HR), Sportuhr und Bikecomputer mehr einzeln nutzen, sondern alles zusammen. Habe eine „Eierlengde Wollmilchsau“ also gesucht und laut Papier ist sie das auch.

    Ganz großer Minuspunkt erhält die Fenix für die HR Messung. Sie ist bei mir immer viel zu niedrig. Ich frage mich wie das bei Garmin keinen aufgefallen ist. Und das ist nicht nur bei meiner Uhr, sondern im Forum kann man lesen das es ein allgemeines Problem ist. Da merkt man das die Uhr unbedingt auf dem Markt musste. In der Beta 2.93 soll das Problem aber mittlerweile verbessert worden sein.
    Ich bin gespannt wie das noch wird. Mit der Charge HR habe ich 9 Kg abgenommen, hoffe das geht mit der Fenix 3 HR so weiter.

    Auch finde ich bei dem Preis die Edelstahllünette nicht wirklich Alltagstauglich. Ich habe schon 2 hässliche Kratzer auf der Lünette.

    Und das die Software noch teilweise im wilden Englisch/Deutsch Mix ist, sagt alles. Aber hier soll laut Garmin das Problem mit der nächsten Firmware-Update behoben werden.

    Ich frage mich, für was der Temperaturfühler gut sein soll? Der misst bei mir mehr meine Körper- als die Umgebungstemperatur. Ich habe immer so 20°-30°, egal wo ich bin.

    Aber eins ist bei Garmin gleich geblieben: Die Probleme mit ihren Diensten und MFP 🙂

    Lg
    Frank

  4. Mich würde doch sehr stark die Genauigkeit des Kalorienverbrauchs interessieren, da ich sehr enttäuscht von dem Vivosmart HR bin. Das Fitbit Charge HR war sehr genau was das anging, aber das Vivo versagt dort komplett.
    17k Schritte gegangen und gerade mal 2600kcal verbrannt, bei dem Fitbit wären das locker 3500 gewesen und nach dem Fitbit konnte ich essen und mein Gewicht sehr gut steuern.
    Aus Spaß dann mal den Versuch gewagt den Workoutmodus den ganzen Tag laufen zu lassen, damit die HF konstant läuft, dann kam dabei ein Wert von über 6000kcal raus, was wiederum viel zu hoch ist…

  5. Zum Verbrauch kann ich leider noch nichts sagen.
    War eine harte Woche was das essen angeht 🙂

    Ich weiß das ich mit der FitBit Charge HR mich auf die kcal-Angaben verlassen konnte. Konnte dadurch gut abnehmen. Bei der Fenix 3 HR habe ich so meine zweifel, da ich den Pulswert zu niedrig empfinde. Wo ich normalerweise locker einen Puls von 100 und höher habe, bin ich laut Fenix bei gerade mal 90 Schläge 🙁

    Will heute Abend mal aufs Ergometer. Dazu werde ich den Puls mit der HR, Brustgurt und Foreruner 230 und Charge HR aufzeichnen.
    Nicht das ich es nur so im Gefühl habe, dass die Werte zu niedrig sind.

    Gruß
    Frank

  6. Gestern nun mein Test. Die ersten 9 Minuten hat die Fenix 3 HR Müll angezeigt. Dort hatte ich immer einen Puls von 69-78 Schläge. Dabei hat mir die Forerunner 230 und bei günstiger Ergometer mit Handsensoren schon einen Puls von >130 angezeigt.

    Trotz enger schnallen, lockerer oder sogar kurz abnehmen, brachte keinen Erfolg.
    Erst nach dem ich die Uhr um hatte, die Uhr kurz vom Arm hochgehalten hatte und sie wieder auf die gleiche Stelle gesetzt hatte, lief die Anzeige richtig. Dann waren die Pulswerte annähernd gleich. Die Reaktion auf Pulsänderungen sind auf der 3 HR etwas träge, aber das ich ja bekannt.

    Somit hatte ich in den 20 Minuten einen Kalorienunterschied von 200 kcal (Fenix 3 HR) zu 271 kcal (Forerunner 230). Auch was meine Durchschnittliche HF angeht, sind natürlich Unterschiede da: 113 zu 133 und das bei 20 Minuten 🙁

    Ja ich bin eintäuscht. 650€ dafür ausgegeben und dann so ein Resultat. Das können andere Firmen besser und da kosten die Geräte nicht ein vermögen. Leider sind deren Geräte nicht Wasserdicht 🙁

    Lg
    Frank

    1. Ich könnte mir vorstellen das eine starke Behaarung am Hangelenk, die unterschiedlichen Werte bei der Fenix 3 HR hervorrufen könnten.

      1. Eine FitBit Charge HR hat an der selben Stelle keine Probleme mit der Pulsmessung.

        Mal schauen wie es mit der Firmware 3.0 ist.

        Lg
        Frank

      2. Hallo Marcel,

        optische Sensoren haben hier allgemein ein Problem. Sie funktionieren bei jedem unterschiedlich. Wie von Dir vermutet kann die Behaarung ein Problem sein, aber auch unterschiedlich dicke Haut. Da hilft nur es selbst mal auszuprobieren.

        Gruß,
        Benni

    1. Besser? Jein sage ich mal.

      Bei Aktivitäten leider nicht verlässlich. Nach Update auf 3.0 war ich auf jedenfalls überrascht das der Puls richtig angezeigt wurde (130er Puls). Aber nach gut 7 Minuten hatte ich laut Uhr angeblich einen Puls von 81. Als ich das merkte, habe ich die Ihr kurz von der Haut gehoben, gewartet und wieder aufgesetzt. Ab der 10. Minute passte der Puls wieder. In den letzten 20 Minuten hatte ich 2 kurze Ausreißer nach unten.

      Wo sich die Pulsangaben verbessert haben, sind die „Alltagsangaben“. Nun habe ich in der 4 Stundenanzeige auch mal ein paar Ausschläge drin. Vorher hatte ich da fast immer einen Puls um die 80, egal ob ich mich viel bewegte oder nicht. Nun sieht man viel besser wann ich mich bewegt habe und wann ich eher saß.

      Für mich sind die „Alltagsangaben“ des Pulses wichtig, beim Sport trage ich den Gurt dazu. Wäre schön gewesen wenn man den Milon-Zirkel ohne Gurt hätte machen können, aber da traue ich den Werte nicht, da gebe ich Ralph recht.

      In dieser Woche werde ich nach den kcal Angaben essen, mal sehen was die Waage am Wochenende anzeigt.

      Lg
      Frank

      PS was mich nervt, sind die Temperatur-Angaben in Garmin Connect. Da die Werte von der Uhr kommen, die aber absolut nicht stimmten, hat man falsche Temperatur-Angabe drin. Würde mich freuen wenn man den ausschalten könnte.

  7. Hallo Benni , danke für deine Anmerkung, es wäre dann ein teures ausprobieren wenn es nicht klappt. Aber mit dem Brustgurt sollte es ohnehin klappen genaue Werte zu erhalten oder nicht ? Ich habe ein Auge auf diese Uhr gerichtet , jedoch sollte man sich schon darauf verlassen können , den ich benötige so eine Uhr aus gesundheitlichen Gründen , so das ich den Puls im Blick habe , so das ich gemässigt den Sport ausübe.

    Lg Marcel

    1. Hallo Marcel,

      Du kannst die Uhr auf jeden Fall auch mit einem Brustgurt verwenden. Wegen den Nachteilen des optischen Sensors bei der Geschwindigkeit ist das in einigen Anwendungsfällen sicherlich auch empfehlenswert. Mehr dazu steht auch nochmal oben im Test.

      Gruß,
      Benni

  8. Nein, mit der neuen FW zeigen sich -zumindest bei mir- keine Unterschiede zur Alten. Die Werte sind manchmal ganz ok, manchmal aber auch total daneben.
    An der Haaren liegt es nicht, ich habe viel davon, aber nach den ersten Tests mal das Handgelenk rasiert. Genauso gut/schlecht…

    Der Scosche Rhytm+ ist da (als ebenfalls optischer Sensor) deutlich genauer. Der sitzt aber am Oberarm, vielleicht ist die Haut da noch dünner, kann schon sein.

    Fazit von mir: Im Alltag sind die Werte gar nicht so schlecht, im Schnitt stimmen sie. Bei Aktivitäten ist die Differenz aber teilweise extrem (80 statt 140), teilweise aber auch auf einen Schlag neben dem HF-Gurt.
    Für meine Begriffe zur Trainingssteuerung nicht zu gebrauchten, zur groben Pulskontrolle ganz ok. Ich würde eher die „normale“ F3 nehmen und vom gesparten Geld irgendwas anderes nettes kaufen…

    Hier habe ich mal HF-Werte gegenübergestellt (Artikel wird in den nächsten Tagen auch noch mal aktualisiert):
    https://trailgierig.com/2016/04/28/vergleich-von-garmin-fenix-3-hr-und-fenix-3/

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