Garmin vivoactive HR im Test

Garmin hat seiner GPS-Fitness-Tracking-Smartwatch vivoactive ein neues Design und weitere Sensoren wie einen optischen Pulsmesser verpasst. In unserem aktuellen Test musste die vivoactive HR ihre neuen Qualitäten unter Beweis stellen …

Einleitung & Hardware

Mit der vivoactive hat Garmin im vergangenen Jahr seine Fitness-Tracker-Serie um ein neues Modell erweitert, dass gleichzeitig auch Funktionen einer GPS-Trainingsuhr sowie einer Smartwatch in sich vereinen soll. Dieses Grundkonzept führt nun auch die vivoactive HR weiter, die zusätzlich über einen optischen Pulsmesser verfügt, welcher die Herzfrequenz des Trägers direkt am Handgelenk messen kann.

Was Garmins neue GPS-Smartwatch sonst noch vom Vorgänger unterscheidet und welche Möglichkeiten sie beim Einsatz in den verschiedensten Sportarten mit sich bringt, soll der folgende Testbericht klären.

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Garmin vivoactive HR Test: Hardware

Rein optisch hat die vivoactive HR nichts mehr mit dem Vorgängermodell gemeinsam. Statt einer Armbanduhr gleicht das Design nun mehr einem Fitness-Armband, womit sich die vivoactive HR stärker von den Garmin-Laufuhren der Forerunner-Serie unterscheidet. Unserer Meinung nach sah der Vorgänger wesentlich eleganter aus – besonders an weiblichen Handgelenken. Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt und gut verarbeitet, doch leider recht anfällig für Kratzer.

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Display

Der Bildschirm der vivoactive HR ist 28,6 mm x 20,7 mm groß, was etwa 1,4 Zoll entspricht. Anders als bei dem Vorgängergerät ist das Display nun höher als breit, wodurch sich mehr Informationen untereinander darstellen lassen. Die Auflösung des kapazitiven LCD-Displays ist mit 205 x 148 Pixeln unverändert geblieben. Für die Abdeckung des Displays wurde Kunststoff verwendet, welcher wesentlich leichter verkratzt als z.B. das Glas der Fenix 3 HR.

Auch bei der vivoactive HR hat Garmin die perfekte Ablesbarkeit im Freien beibehalten. Wie bei allen Geräten der vivo-Serie ist der Bildschirm besonders gut bei starkem Sonnenschein abzulesen. In Räumen oder im Schatten hingegen verschlechtert sich die Ablesbarkeit selbst mit der leider recht schwachen Hintergrundbeleuchtung teilweise sehr stark. Eine Regulierung der Hintergrundbeleuchtung ist zwar in den Einstellung möglich, wirklich hell leuchtet die Anzeige allerdings auch auf der höchsten Stufe nicht. Sie reicht aber aus, um die Uhr bei Dunkelheit gut ablesen zu können.

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Sensoren und Schnittstellen

Ursprünglich entwickelte Garmin unter der vivo-Serie reine Fitness-Tracker, die zur Erfassung der täglichen Bewegungen, nicht aber zur genauen Auswertung von Lauftrainings geeignet waren. Durch den nun verbauten GPS-Empfänger sind die vivoactive-Geräte funktionell zunächst nur noch schwer von den Garmin Forerunner-Laufuhren zu unterscheiden, was die Entscheidung für ein bestimmtes Modell erschwert. Hinzukommt, dass mittlerweile auch die Forerunner-Serie und auch die Garmin fenix Multisport-Uhren mit Funktionen der vivo-Modelle ausgestattet sind. Es ist also durchaus verständlich, wenn Nutzer mit Kaufabsichten sich fragen: vivowas?

Im Alltag erfasst die vivoactive HR die zurückgelegten Schritte mit Hilfe eines Beschleunigungssensors. In Kombination mit den Daten des Pulssensors errechnet die Uhr daraus auch die verbrauchten Kalorien. Über die Schritterkennung wird zudem die zurückgelegte Entfernung berechnet, auch wenn kein Training mit GPS-Unterstützung gestartet wurde. Während einer Aktivitäten, etwa beim Radfahren oder Joggen, wird zur Erfassung der zurückgelegten Entfernung der GPS-Empfänger verwendet.

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Eine generelle Neuerung gegenüber dem Vorgänger-Modell ist das verbaute Barometer, dass Aktivitäten um die Aufzeichnung der absolvierten Höhenmeter erweitert. Während der täglichen Verwendung der Garmin vivoactive HR werden auch die gestiegenen Etagen gemessen. Ein Stockwerk entspricht einem Aufstieg zwischen 3,5 und 4 Metern, womit auch dieser Wert nur als grober Anhaltspunkt betrachtet werden kann.

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Per Bluetooth Smart wird der Fitness-Tracker mit einem Smartphone, auf dem die Garmin Connect App installiert ist, verbunden. Dann können nicht nur die Aktivitäts- und Trainingsdaten ausgetauscht werden, sondern auch Smart Notifications, also Meldungen zu Anrufen oder E-Mails und andere App-Benachrichtigungen vom Smartphone, auf dem Bildschirm der Garmin vivoactive HR angezeigt werden. Alternativ ist ein Datenaustausch auch mit dem PC oder Mac über Bluetooth oder eine Kabelverbindung möglich. Ein USB-Kabel, mit dem auch der Akku des Trackers aufgeladen wird, liegt dem Lieferumfang bei. Eine ANT+-Schnittstelle zur Verbindung von Geräten oder externen Sensoren ist ebenfalls vorhanden.

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Energieverbrauch

Die Akkulaufzeit der Garmin vivoactive HR liegt gegenüber ihrem Vorgänger bei nur noch 8 Tagen. Während dieser Zeit kann der Tracker dauerhaft mit dem Smartphone verbunden sein und rund um die Uhr die Herzfrequenz seines Trägers überwachen. Bei aktiviertem GPS können die Funktionen der Uhr für etwa 12 Stunden am Stück verwendet werden, ehe der Akku erneut geladen werden muss. Die tatsächliche Laufzeit kann je nach Nutzerverhalten stark variieren. Wer häufig eine Aktivität startet und viele Benachrichtigungen erhält, sollte eher damit rechnen, den Akku der Uhr häufiger laden zu müssen.

Die vivoactive HR wird über einen Lithium-Akku betrieben, der sich nicht wechseln lässt. Zum Aufladen des Akkus wird die mitgelieferte Ladeklemme benötigt. Das Laden über ein herkömmliches Micro-USB-Kabel ist nicht möglich.

Schutzklasse

Wie die erste vivoactive ist auch das neue Modell nach 5 ATM vor dem Eindringen von Wasser geschützt. Laut Garmins Auslegung dieser eigentlich genormten Spezifizierung kann die Uhr damit im Regen und Schnee, beim Duschen, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln getragen werden. Nicht empfohlen wird die Verwendung beim Sporttauchen sowie bei Hochgeschwindigkeits-Wassersportarten.

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Abmessungen und Tragekomfort

Die Garmin vivoactive HR ist kein klassisches Fitness-Armband und orientiert sich auch beim Gewicht und der Größe eher an einer GPS-Uhr. Mit 47,6 Gramm ist sie zwar schwerer als ihr Vorgänger, stört rein vom Gewicht her dennoch nicht beim Tragen. Das Gehäuse ist mit etwa 12 mm gegenüber dem Vorgänger rund 50 Prozent dicker geworden. Grund dürften vor allem die neuen Sensoren sein. Die weiteren Abmessungen der Uhr betragen 30 x 57 mm.

Als unangenehm empfanden wir den optischen Herzfrequenzmesser auf der Rückseite der Uhr, der etwa eine Fläche von 1,5 x 1,5 cm umfasst und ca. 2 mm aus dem Gehäuse heraussteht. Sitzt die Uhr sehr stramm am Handgelenk, was für eine präzise Messung der Herzfrequenz empfehlenswert ist, entsteht nach kurzer Zeit eine Druckstelle am Handgelenk. Dadurch entsteht immer mal wieder das Verlangen, die Uhr für einen kurzen Moment abnehmen zu müssen.

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Das Armband ist sehr flexibel und lässt sich über vier Schrauben mit wenigen Handgriffen auswechseln. Neben einer Version für Handgelenke mit 134 bis 195 mm Umfang bietet Garmin auch ein Armband für einen Handgelenkumfang von 162 bis 225 mm an. Ersatzarmbänder, auch in anderen Farben, werden als Zubehör angeboten. Gesichert wird die Uhr wie gehabt mit einem klassischen Uhrenverschluss, der aus Metall gefertigt ist.

Bedienung

Die Bedienung der vivoactive HR hat Garmin im Vergleich zum Vorgänger vereinfacht. Die Softkeys unterhalb des Bildschirms wurden gegen echte Tasten getauscht, die eine zuverlässige Bedienung ermöglichen. Zusätzlich können Eingaben wie etwa zum Wechseln der Datenfelder oder zur Auswahl einer Aktivität mit Wischgesten über den  Touchscreen vorgenommen werden. Die in unserem Test der vivoactive bemängelten seitlichen Tasten gibt es nicht mehr.

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Die Menüstruktur der Uhr ist auch weiterhin sehr überschaubar. Durch Wischen vom Hauptbildschirm nach unten lassen sich die einzelnen Widgets aufrufen, die beispielsweise über den Schrittverlauf, die letzte Aktivität oder die Herzfrequenz informieren. Werden zusätzliche Widgets über Connect IQ installiert, reihen sich diese dahinter ein.

Die linke Taste führt aus jeder Ebene des Menüs zurück auf den Hauptbildschirm. Bei längerem Druck kann die Uhr neu gestartet, ein Nicht-Stören-Modus aktiviert oder der Bildschirm gesperrt werden. Die rechte Taste bringt einen zur Aktivitätsauswahl und dient zum Starten, Unterbrechen und Beenden einer Aktivität. Durch längeres Drücken gelangt man in das Einstellungsmenü.

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4 Kommentare zu “Garmin vivoactive HR im Test

  1. Ich vermisse bei so gut wie allen Tests und Infoseiten die Angabe der Stiftweite. Also, wie breit darf das Band sein?

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