Test Transcend Car Video Recorder DrivePro 200

Mit der DrivePro 200 steigt Speicherhersteller Transcend in das Geschäft mit Full-HD-Dashcams ein. Unser Test zeigt, ob der Einstieg als gelungen bezeichnet werden kann …

Einleitung, Hardware und Lieferumfang

Contents

prodrive200_verpackungDie Firma Transcend ist vor allem für Speicherprodukte (Speicherkarte, Festplatten, SSDs usw.) bekannt. Mit dem Car Video Recorder DrivePro 200 erweitert Transcend seine Produktpalette in dem noch jungen Dashcam-Markt. Wir hatten die Gelegenheit, die DrivePro 200 ausführlich und vergleichend zu testen.

Als Grundlage für diesen Test dient unser Vergleichstest Dashcams, welcher sieben Dashcams unterschiedlicher Preisklassen miteinander verglichen hat. In diesem Test muss die Transcend gegen unseren Testsieger von A-rival, die zweitplatzierte Mio MiVue 388 sowie gegen die WLAN-Dashcam Vico WF1 antreten.

Transcend DrivePro 360-Grad-Ansicht

Zum Drehen des Bildes unten, linke Maustaste gedrückt halten:

 

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Hardware und Lieferumfang

Beim Betrachten der Transcend ProDive 200 fällt gegenüber anderen Dashcams vor allem die hervorgehobene Objektivbaugruppe ins Auge. Die Bauform weckt Erwartungen nach hoher Objektivqualität. Nimmt man die ProDrive 200 in die Hand, wirkt das Gerät entgegen der optischen Erwartung aber ausgesprochen leicht. Das ordentlich verarbeitete Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff.

 
Transcend
DrivePro 200

A-rival
GPS-CarCam

Vico
WF1

Mio
MiVue 388
Gehäuse72 x 67 x 34 mm
82 g
65 x 38,3 x 25 mm
82 g
59 x 83 x 58 mm
84 g
62 x 67 x 31,5 mm
93 g
Kompaktheit m. Haltervorhandenvorhandenvorhandenvorhanden
Display2,4 Zoll, 480 x 240
vorhanden
1,5 Zoll, 480 x 240
vorhanden
Kein Display
(ohne Wertung)
2,4 Zoll, 480 x 240
vorhanden
integr. Speichern. v.
vorhanden
512 MB
vorhanden
n. v.
vorhanden
n. v.
vorhanden
externer Speichermicro-SDHC
bis 32 GB
micro-SDHC
bis 32 GB
micro-SDHC
bis 32 GB
micro-SDHC
bis 32 GB
Akkunicht vorhanden900 mAh360 mAh470 mAh
Akkulaufzeitnicht vorhanden
vorhanden
120 Min.
vorhanden
3 Min. (Notstrom)
vorhanden
45 Min.
vorhanden
G-Sensorvorhandenvorhandenvorhandenvorhanden
GPS-Modulnicht vorhandenextern
vorhanden
n. v.
vorhanden
integriert
vorhanden
SchnittstellenMini-USB 2.0
AV-Out
WLAN
vorhanden
Mini-USB 2.0
Mini-HDMI

vorhanden
Mini-USB 2.0
Mini-HDMI
WLAN
vorhanden
Mini-USB 2.0
Mini-HDMI

vorhanden
LieferumfangKamera
Klebe-Halter
3,5 Kfz-Ladekabel
AV-Videokabel
16 GB micro-SD Class 10
Handbuch



vorhanden
Kamera
GPS Modul
Saugnapf-Halter
4 Meter USB-Kabel
kurzes USB-Kabel
Kfz-Ladegerät
CD mit Software
Clips für Kabelverlegung
Handbuch
vorhanden
Kamera
Saugnapf-Halter
Klebehalterung
Clips für Kabelverlegung
4 Meter USB-Kabel
USB-Kabel
kostenlose App
Handbuch

vorhanden
Kamera
Saugnapf-Halter
3 Meter Kfz-Ladekabel
Clips für Kabelverlegung
SD-Karten-Adapter
8 GB micro-SD
CD mit Software

vorhanden
Summe
vorhanden
2,7
vorhanden
2,1
3.25
3,2
vorhanden
2,4

Lieferumfang

Der Lieferumfang der ProDrive 200 hinterlässt einen gemischten Eindruck. Transcend legt eine 16 GB Micro-SD Card Class 10 MLC bei, eine sehr hochwertige Speicherkarte, welche Industriestandards (MLC) genügt. Eine erstklassige Speicherkarte ist vor allem bei Dashcams sehr wichtig, denn durch die Ringspeicherung der Videos entstehen besonders viele Schreibvorgänge.
Das Kfz-Ladekabel hat eine Länge von 3,5 Metern und ist damit etwas kürzer als das vieler Mitbewerber. Ein USB-Kabel zur Verbindung mit dem PC liegt nicht bei. Das Ladekabel wird in der Regel an der A-Säule entlang geführt. Mitbewerber wie Vico, Arival und Mio legen Klebe-Clips bei, um die Kabelführung zu sichern. Dieses Zubehör vermisst man bei Transcend, genauso wie eine Saugnapfhalterung. Zur Befestigung im Fahrzeug wird die kompakte Halterung an die Scheibe geklebt. Auch wenn das Klebepad 2-3 x genutzt werden kann und ein Ersatzklebepad beiliegt, wäre eine alternative Saugnapfhalterung wünschenswert. Nutzt man z.B. Mietfahrzeuge, ist die ausschließliche Verwendung von Klebehaltern ein Problem.
Die Halterung selbst ist kompakt und hält dank des Klebepads bombensicher an der Scheibe. Hingegen ist das Ablösen der Halterung sehr schwierig und es besteht die Gefahr, Teile der Halterung zu beschädigen.

Update Juni 2014: Mittelweile ist eine optionale Saugnapfhalterung für die DrivePro 200 verfügbar und kann für EUR 14,90 € bei Amazon gekauft werden.

transcend_drivepro200_liefe

Als zusätzliches Kabel liegt noch ein AV-Video-Adapter bei, welches jedoch keinen Ton überträgt. Eine PC-Auswertungssoftware legt Transcend nicht bei. Kostenlos verfügbar ist eine iOS- und Android-App mit dem Namen DrivePro.

Fazit Lieferumfang: Die gute Bewertung des Lieferumfanges verdient sich Transcend ausschließlich durch das Beilegen einer hochwertigen 16 GB großen Speicherkarte. Abgesehen von der Speicherkarte ist der Lieferumfang jedoch enttäuschend und stellt den Nutzer durch das Fehlen von Clips bei der Installation der Dashcam vor Hindernisse. Ein schneller Fahrzeugwechsel wird durch das Fehlen einer Saugnapfhalterung erschwert.

Display, Akku und GPS

Die Transcend ProDive 200 verwendet wie viele Dashcams ein 2,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 x 240 Pixeln. Das Display ist besonders hell und in allen Situationen gut abzulesen.

Die Transcend ProDrive 200 hat weder GPS noch einen internen Akku. Wird die Versorgungsspannung getrennt, wird die aktuelle Aufzeichnung beendet und die ProDive 200 schaltet sich umgehend ab. Da bei einem Unfall der Zusammenbruch der Bordspannung durchaus vorkommen kann, ist das Fehlen eines Akkus von Nachteil. Besonders die Aufzeichnung der ersten Minuten nach einem Unfall können relevant sein, um das Verhalten des Unfallgegners, z.B. eine Fahrerflucht, aufzuzeichnen.

Wie auch die Vico WF1 verfügt die Transcend ProDive 200 nicht über einen GPS-Empfänger und zeichnet somit keine Daten über den Standort und die Geschwindigkeit auf. Standort und Geschwindigkeit können aber ebenfalls relevante Informationen sein, um z.B. Vorwürfe bzw. Geschwindigkeitsüberschreitung zu entkräften (siehe dazu: rechtliche Aspekte).

transcend_prodrive200_vorne

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2 Kommentare zu “Test Transcend Car Video Recorder DrivePro 200

  1. Der Link auf den VLC-Player (Seite 2) ist falsch.

    Es gibt _keine einzige_ de-Seite für VLC. Die richtige Quelle ist videolan.org

    Neben der „Über“-Information im Player selbst (falls schon installiert) sollten auch Heise, Golem oder sonstige einschlägige Quellen ebenfalls die echte Quelle verwenden und insbesondere Wikipedia ist im gesamten Opensource-Bereich sehr zuverlässig. Für diesen konkreten Fall ist sicherlich das BSI die beste Quelle:
    https://www.buerger-cert.de/archive?type=widnewsletter&nr=NL-T11-0015

    Tut Euch selbst den Gefallen und geht bei Opensource-Programmen immer über Wikipedia zum Download beim Hersteller. Das kostet eine Minute, aber spart eventuell eine komplette Neuinstallation oder gar den Ärger mit Abofallen.

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