TomTom GO 500 im Test

Hardware & Karten

Hardware

Die Hardware der neuen TomTom-Geräte macht wie schon die vorherige GO-Serie einen guten und hochwertigen Eindruck. Der größte Teil des TomTom-Navis ist allerdings aus recht kratzeranfälligem Kunststoff gefertigt, die Rückseite ziert eine Abdeckung aus Aluminium, die über dem Lautsprecher sitzt. Obwohl die Bildschirmgröße identisch ist, wirkt das TomTom GO 500 durch seine stärker abgerundeten Ecken gegenüber dem GO 1015 etwas kompakter.  (Vergleich TomTom GO LIVE 1015 vs. TomTom GO 500).

Front_TomTom_GO_500 Rueckseite_TomTom_GO_500

Der Bildschirm ist mit 5 Zoll wie auch beim Vorgänger riesig, größer sind da nur noch die Geschwistermodelle TomTom GO 600 und 6000, welche mit einem 6-Zoll-Display ausgestattet sein werden. Kritisch ist die Display-Auflösung von nur 480 x 272 Pixel (siehe Bild rechts), welche unserer Meinung nach für ein 5-Zoll-Display nicht mehr zeitgemäß ist. Besser macht es beispielsweise das Garmin nüvi 3597 (siehe Bild links), welches eine Auflösung von 800 x 480 Pixel bietet. Der Touchscreen ist kapazitiv und erlaubt auch das Zoomen in der Karte mit einer einfachen Zweifingergeste. Bauartbedingt neigt der Bildschirm bei direktem Sonneneinfall, wie auch bereits das TomTom GO LIVE 1015, zu starken Spiegelungen.

 Display_Garmin_3597_neu Display_TomTom_GO500

Alle Anschlüsse platziert TomTom wie gehabt an der Unterseite des Navis. Dazu zählen nicht mehr länger nur der Einschub für eine microSD-Speicherkarte bis 32 GB und die Kontakte für den Aktivhalter, sondern auch ein normaler miniUSB-Eingang. Damit kann das Navi auch außerhalb des Autos mit einem herkömmlichen miniUSB-Kabel zum Beispiel am PC angeschlossen oder geladen werden.

Unterseite_TomTom_GO500

Die mitgelieferte Halterung verfügt über einen Saugnapf, der sich auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe befestigen lässt. Vorteil gegenüber der Halterung des Vorgängers ist die bereits im Halter integrierte Ladetechnik. Das Kabel für die Stromversorgung wird damit in den Halter eingesteckt und muss nicht bei jeder Fahrt umständlich von unten am Navi befestigt werden. Durch einen Magneten lässt sich das TomTom GO 500 leicht in die Halterung einsetzen und ebenso einfach wieder entnehmen.

Halter_TomTom_GO_500_01 Halter_TomTom_GO_500

Probleme machte zeitweise der Bluetooth-Empfänger. Für unsere täglichen Testfahrten nutzten wir ein iPhone 4S, welches oftmals nicht automatisch erkannt wurde. Erst nach einem kompletten Neustart des TomTom GO 500 funktionierte die Verbindung. Mit einem Samsung Galaxy Note 2 wollte uns die Kopplung der beiden Gerät erst gar nicht gelingen.

Fazit Hardware

Bei der Hardware ist TomTom seiner Linie treu geblieben. Ohne die deutlicher abgerundeten Ecken würde das TomTom GO 500 wohl seinem Vorgänger noch mehr ähneln. Das 5 Zoll große Display bietet viel Übersicht, könnte jedoch eine höhere Auflösung vertragen. Von Vorteil ist die miniUSB-Buchse und die überarbeitete Halterung, welche die Handhabung des Gerätes kurz vor der Fahrt erleichtert.

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TomTom GO 500 ausgepackt

Karten

TomTom_GO500_KarteBeim Kartenmaterial sitzt TomTom ja bekanntlich direkt an der Quelle und erstellt seit der kostspieligen Übernahme des Kartenanbieters TeleAtlas seine Straßenpläne selbst. Das TomTom GO 500 deckt gleich 45 Länder Europas mit detaillierten Karten ab. Wer weitere Länderkarten benötigt, muss aktuell noch auf eine Anpassung des Kartenshops von TomTom warten. Demnächst soll es aber möglich sein, auch Reisekarten für den GO 500 zu kaufen.

Noch spendabler als bei bisherigen Navis zeigt sich TomTom beim Update des Kartenmaterials. Statt wie bislang für drei Jahre, packt TomTom eine Update-Garantie für die komplette Lebensdauer des Gerätes gleich mit in den Lieferumfang. Nutzer müssen sich damit bis zum nächsten Geräte-Neukauf also keine Sorgen mehr machen, dass ihr Kartenmaterial eventuell veraltet ist. Neue Karten stellt TomTom in der Regel alle drei Monate zum Download über MyTomTom bereit.

Von anderen Nutzern gemeldete Kartenkorrekturen können ebenfalls auf das TomTom GO 500 geladen werden. Die Map Share genannte Funktion kann auf den neuen Geräten aber nur Änderungen empfangen, eigene Korrekturen können bislang nicht vorgenommen werden. Änderungen sollen laut TomTom aber schon bald möglich sein.

Fazit Karten

Mit dem im Kaufpreis enthaltenen lebenslangen Kartenupdates (Livetime Maps) sind veraltete Kartenupdates kein Thema mehr. Zusätzliche Kosten für Kartenmaterial würden also nur noch dann anfallen, wenn man auch in Ländern außerhalb der EU immer den schnellsten Weg ans Ziel finden möchte. Leider bietet TomTom bislang aber noch keine Option, um zusätzliches Kartenmaterial zu erwerben.

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