TomTom GO 500 im Test

Performance & Bedienung

Performance

Die Software ist, wie nicht anders von TomTom gewohnt, schnell und läuft sehr stabil. Selbst die laufende Navigation, die in der neuen Software im Hintergrund jederzeit sichtbar ist, kann die Menüführung in keiner Weise einschränken.

Ist das TomTom GO 500 komplett ausgeschaltet, benötigt es in unserem Test ca. 25-30 Sekunden bis die Position erfasst wurde. Damit fährt das Navi schneller hoch als beispielsweise das Becker revo (Becker revo vs. TomTom GO 500) oder einige Einsteiger-Geräte. Hauptsächlich wird man das Gerät aber aus dem Standby einschalten und dann ist es nach wenigen Sekunden einsatzbereit.

Viel interessanter als die Startzeit des Gerätes ist aber die benötigte Berechnungszeit für eine Route. Kurze Strecken berechnet das TomTom innerhalb von Sekunden, aber wie sieht es mit längeren Routen aus, auf denen Stopps an mehreren Zwischenzielen anstehen? Wir haben das TomTom GO 500 die Strecke München – Stuttgart – Düsseldorf – Hannover – Hamburg – Berlin – Dresden berechnen lassen und dabei die voreingestellten Routen-Optionen belassen. Das TomTom GO 500 berechnet diese rund 1692 km lange Route in rekordverdächtiger Zeit von 9,5 Sekunden. Selbst Garmins Top-Modell das nüvi 3597LMT sowie das Becker revo schaffen diesen Rundkurs nicht unter 25 Sekunden zu berechnen. TomTom scheint hier also einiges getan zu haben, um die Wartezeit bei der Berechnung von längeren Routen deutlich zu verkürzen.

TomTom_GO_500_performance

Auch wenn das TomTom GO 500 wohl meist am KFZ-Ladekabel betrieben wird, ist die gemessene Akkulauftzeit von nur ziemlich genau einer Stunden (1:02h) etwas sehr kurz. Wie immer haben wir diesen Test mit bestehendem GPS-Empfang und mit voller Displayhelligkeit durchgeführt. Übrigens: Das TomTom Go 500 schaltet nach 10 Sekunden ohne Stromversorgung automatisch ab, dieser Vorgang kann aber auch abgebrochen oder komplette ausgeschaltet werden.

TomTom_GO_500_Akku

Fazit Performance

Die TomTom Software und Hardware sind seit jeher super aufeinander abgestimmt, da macht auch die neue GO Serie keine Ausnahme. Die Berechnung der Routen scheint von TomTom noch weiter optimiert worden zu sein, so dass hier am Ende eine Zeit auf der Messuhr stand, die wir zuerst nicht ganz glauben wollten. Etwas schwach ist die Akkulauftzeit, die das Gerät für Fußgänger oder Fahrradfahrer ohne externe Stromversorgung ungeeignet macht.

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Bedienung

Wer bislang eines der Vorgängermodelle des TomTom GO 500 genutzt hat, wird beim ersten Einschalten des Gerätes kurz stutzen, denn in der Software sieht nichts mehr aus wie zuvor. Die neue Version der TomTom-Software soll mehr auf die Karte ausgerichtet sein und so landet der Nutzer nach dem Start des Navis immer direkt auf der Karte. Auf dieser kann man sich nun endlich auch frei umsehen und muss nicht mehr den umständlichen Weg über das Menü gehen. Das Hauptmenü kann über ein kleines Icon in der linken unteren Ecke aufgerufen werden und ist ebenfalls neu strukturiert worden. Hier stehen nun auch Funktionen, die öfter während der Fahrt benötigt werden, wie die Lautstärkeeinstellung, die Stummschaltung oder die Nachtumschaltung zur Verfügung.

TomTom_GO_500_01 TomTom_GO_500_menue

Wie bereits erwähnt, ist die Karte auch innerhalb der Menüs jederzeit sichtbar, so dass man seine aktuelle Position nicht aus den Augen verlieren kann. Das klingt eventuell so, als würde man leicht die Übersicht verlieren. Die kontrastreiche Gestaltung sorgt jedoch dafür, dass sich die Bedienelemente klar vom Hintergrund abheben. Mit einem kleinen Pfeil, der sich konsequent in der rechten oberen Bildschirmecke befindet, gelangt man aus wirklich jedem Menüpunkt wieder direkt auf die Karte. Das nervige “Zurückhangeln” mit mehreren Klicks hat damit ein Ende.

Intuitiver als zuvor zeigt sich auch die Zielsuche. Hier kann nun die komplette Adresse oder der Name eines Sonderziels in einer Maske eingegeben werden. Unterhalb der Adresseingabe zeigt das TomTom mögliche Ergebnisse in Echtzeit an und stellt auch Sonderziele in einer separaten Spalte zur Verfügung. Statt sich anschließend noch über weitere Menüs klicken zu müssen, kann die Routenführung aus der Eingabemaske heraus direkt gestartet werden. Eine Suche nach Postleitzahlen funktioniert in Deutschland leider nicht, die Eingabe von z.B. 14199 zeigt statt Berlin keinen Treffen an.

TomTom_GO_500_zieleingabe_01 TomTom_GO_500_zieleingabe_02Über die Zielsuche ist es auch unmittelbar möglich, Sonderziel-Kategorien zu durchsuchen. Gibt man zum Beispiel nur das Wort “Tankstelle” ein, hat man den Zugriff auf eine POI-Liste, die einem alle Tankstellen, aufsteigend vom Standort aus, anzeigt. Fügt man dem Namen der Kategorie einen Ort hinzu, werden einem beispielsweise alle Tankstellen in Berlin angezeigt. Praktisch sind hier zwei Symbole rechts unten am Bildschirm, die den Wechsel zwischen der Listenansicht und der Kartenansicht ermöglichen. Ansonsten ist das Thema POIs von TomTom in der neuen Software sehr stiefmütterlich behandelt worden, was auch durch die komplett fehlende Anzeige von Sonderzielen während der Fahrt auf der Karte deutlich wird. Wenigstens lässt sich eine Übersicht der Tankstellen entlang der Route und der Parkmöglichkeiten am Ziel einblenden. Die Warnung vor bestimmten POI-Kategorien ist ebenfalls nicht mehr möglich.

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Die komplette Bedienung des TomTom GO 500 ist auf die Eingabe über den Touchscreen ausgelegt. Außer eines Ein-/Aus-Schalters verfügt das Navi über keine weiteren Tasten. Die Bedienung über das Display erfolgt sehr genau, was auch durch große Symbole und Menüpunkte erreicht wird. An keiner Stelle hatten wir im Test das Gefühl, auf zu kleine Icons tippen zu müssen. Auf der Übersichtskarte kann der Nutzer die von Smartphones bekannte Pinch-Zoom-Geste zum Vergrößern und Verkleinern nutzen. Eine Spracheingabe gibt es beim TomTom GO 500 nicht.

Fazit Bedienung

Wie ein roter Faden zieht sich das durchdachte neue Bedienkonzept durch die komplette Software der GO-Serie. Alle Funktionen sind übersichtlich und logisch angeordnet und die Symbole selbsterklärend. Endlich ist es auch bei TomTom möglich, ohne einen Umweg über das Menü, die Karte zu jedem Zeitpunkt frei verschieben zu können.

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