Leser-Test: Garmin Head-Up Display

Garmin Head-Up Display Leser-Test von Matthias R.

Mit der pocketnavigation.de Navithek bieten wir unseren Lesern seit kurzem einen besonderen Service und stellen Navigationsgerät zum kostenlosen Ausprobieren für einen Zeitraum von drei Wochen zur Verfügung. Als kleine Gegenleistung, bitten wir die Entleiher uns nach ihren Tests einen kurzen Erfahrungsbericht zukommen zu lassen.

In diesem Artikel wollen wir den Testern des Garmin Head-Up Display einen Platz geben und ihre persönlichen Erfahrungsbericht veröffentlichen. Wer ebenfalls gerne einmal ein neues Navi oder das HUD testen möchte, kann sich über die Navithek für ein Gerät seiner Wahl bei uns melden. Unter redaktion@pocketnavigation.de nehmen wir gerne auch Leser-Tests entgegen, die ohne vorherige Nutzung der Navithek entstanden sind.

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Preis Bezugsquelle:

Das Garmin Head-Up Display ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.


Leser-Test von Matthias R. zum Garmin Head-Up Display

Dieser Bericht enthält Erfahrungen unserer Leser, die nicht mit der Meinung der Redaktion oder des Betreibers übereinstimmen müssen. Den Testbericht zum Head-Up Display der Redaktion gibt es hier.

Freue mich euch nun meine Erfahrungen mit dem Garmin Head Up Display mitteilen zu dürfen. Nachdem ich das Gerät mit DHL bekommen habe, war ich erstmal überrascht über das doch recht hohe Gewicht. Irgendwie hatte ich damit gerechnet das es leichter ist. Als ich dann das Gummi am Fuß des Gerätes gesehen habe, fragte ich mich ob das überhaupt so im Auto genug halt hat. Und um das vorweg zu nehmen, ja, es ist bombenfest. Selbst in scharfen Kurven ist es nicht einmal weggerutscht.

In den ersten zwei Wochen habe ich das Gerät mit der mitgelieferten Folie für die Scheibe benutzt. Gerade bei kürzeren Fahrten wo ich nicht das Garmin benutzte, nervte mich schnell die Folie im Sichtfeld. Aus diesem Grund benutzte ich die letzen 10 Tage nur noch das Garmin mit dem montierbaren Reflektor. Dies war einfach grandios!

Erstens war es erstmal echt doof die Folie an die Scheibe zu bringen. Erst beim dritten Versuch klappte es ohne das dahinter jede Menge Bläschen waren, ich bei der kleinsten Berührung alles verschob oder sogar komplett wieder ablöste. Als es dann endlich klebte musste man nur noch das Garmin so davor positionieren, dass man die kompletten Anweisungen auch auf der Folie sah. Gerade beim Thema Diebstahlschutz ist dies aber nach einiger Zeit besonders nervig. Da das Gerät ja nicht versichert ist wenn es im Auto (vor allem sichtbar) gelassen wird, räumt man es also wieder von der super ausgewählten Position weg, muss man es anschließend wieder perfekt positionieren. Das kostet je nach Auto Zeit!

Da ist es mit dem Reflektor einfacher. Vorne einfach hinstellen und gut ist. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Anweisungen noch ein wenig deutlicher angezeigt wurden, jedoch ist das meckern auf hohem Niveau. Aber aufgrund der einfacheren Montage bevorzuge ich den Reflektor.

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Die Installation und Koppelung mit den Handys von meiner Frau und mir (Sony Xperia ZL und Huawei Honor) war kein Problem und wurde von beiden sofort erkannt. Sobald das Gerät Strom bekommt, springt es an und sucht sofort nach einem Gerät mit dem es sich verbinden kann. Sobald die Navigon App gestartet wird, zeigt das Gerät zudem ein einfaches „ok“ an. Nun gibt man in Navigon wie gehabt sein Ziel ein und sobald die Route berechnet wurde, wird auch sofort die erste Anweisung angezeigt.

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In der Praxis lieferte das Gerät gute Anweisungen, vor allem in Verbindung mit den Audioansagen, die in meinem Fall über das Autoradio kamen (Bluetooth Verbindung mit Radio). Da es auch direkt im Sichtfeld aufgebaut wurde, war man zu keiner Zeit abgelenkt. Schade finde ich nur, dass ich mein Handy auch immer noch mit meinem Radio verbinden muss und das Garmin keinen eigenen Audioausgang oder Lautsprecher hat. Eigentlich findet man über dieses kleine Display alles was man zum Navigieren braucht. Kreisverkehre werden sehr gut angezeigt und auch in größeren Städten ist die Spuranzeige sehr gut. Das einzige was bei mir nie angezeigt wurde sind Spuranzeigen auf der Autobahn. Wo die App normalerweise eine sehr informatives Bild der Ausfahrten und Autobahnkreuzen bietet, wird bei dem Garmin HUD noch nicht einmal die Spuranzeige benutzt. Schade! Die Helligkeit des Displays ist jedoch sehr gut und für mich teilweise sogar zu hell. Dies kann man jedoch in den Einstellungen der Navigon App relativ gut regeln. Auch bei starkem Sonnenschein war alles perfekt abzulesen.

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Einmal gab es jedoch ein Problem. Nun ist es so, dass ich Navigon meist einstelle, bevor ich den Wagen starte und dann los fahren. Beim Starten des Wagens wird dabei kurz die Stromverbindung zum Garmin HUD getrennt. Nun war das meistens kein Problem, da er sofort wieder eine Verbindung zum Handy aufgebaut hatte. Einzige Ausnahme war nach dem Warten an einer Eisenbahnschranke, wo ich den Wagen vorschriftsmäßig aus gemacht hatte und beim Weiterfahren sich dann plötzlich das Garmin HUD nicht mehr in der Lage sah sich mit dem Handy zu verbinden. Erst nachdem ich Garmin HUD und Navigon neu gestartet hatte funktionierte dies wieder! Der Fehler trat aber nur einmal auf, jedoch stand ich auch nur einmal an einer Eisenbahnschranke!

 

Vor- und Nachteile:

+ Man hat die Anweisungen im Sichtfeld

+ Alle wichtigen Aktionen werden angezeigt

+ sehr gute Helligkeit

+ einfache Handhabung

+ schnelle einfache Verbindung zum Handy

+ guter Halt im Wagen

+ ein Head Up Display in einem alten Auto = irgendwie cool! 😉

– kein eigener Audioausgang oder Lautsprecher

– keine Spuranzeige auf der Autobahn

– mit Displayfolie nicht immer einfach zu positionieren

– außer der Garmin und Navigon App gibt es keine andere Möglichkeit das Gerät zu nutzen.

 

Persönliche Meinung zum Garmin HUD

Als ich das erste Mal von dem Garmin Head Up Display gehört habe, war ich fasziniert von der Idee. Ein HUD in meinem Renault Megane, cool! Jetzt wo ich es Dank der Pocketnavigation.de Navithek testen konnte, muss ich sagen das es für mich noch zu viel Spielerei bietet. Der erste Grund ist die Tatsache das es immer ein Handy benötigt wird und nur mit den Garmin (in Deutschland glaube ich nicht erhältlich) und der Navigon App funktioniert. Dann kann ich auch mein Navi in die Halterung hängen oder habe bunten Navigationsspaß, der mich eventuell zwar etwas mehr ablenkt, aber dafür auch tolle Autobahnbilde anzeigt. In meinem Wagen konnte ich den Stromkabel gut verstauen, jedoch musste ich immer noch mein Handy mit Strom versorgen, so dass ich noch mehr Kabel dort rumhängen hatte, als wenn ich die Navigon App einfach über mein Handy laufen lasse. Interessant wäre also ein Gerät was Navigation und HUD in einem vereint!

Zweitens finde ich es auf Autobahnen schade das es dort keine Spuranzeige gibt, vor allem auf unbekannten größeren Kreuzen finde ich die heutigen Schaubilder super und vermisse diese auf dem Garmin HUD.

Drittens ist der Preis für mich ziemlich überzogen. Warum soll ich knapp 150€ für das HUD ausgeben, wenn ich dafür ein neues Mittelklasse Navi bekomme oder die App fürs Handy inkl. Live Dienste! Außerdem gibt es keine andere App die damit umgehen kann und auch auf bekannten Strecken wo ich kein Navi benötige bringt es mir keinen Mehrwert. Wäre schön wenn es z.B. mit einem BlitzerApp zusammenarbeiten würde.

Die Idee ist sehr gut und eventuell klingt meine Meinung ein wenig vernichtend, jedoch habe ich mir wahrscheinlich mehr von dem Garmin HUD erhofft, als es dann letztendlich lieferte.

Trotzdem noch einmal Vielen Dank an pocketnavigation.de für die Möglichkeit sich selber ein Bild von solchen Geräten machen zu können!

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(Stand 05.12.2013)

Das Garmin Head-Up Display ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.

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