Das Garmin Head-Up-Display (HUD) im Test

Zur IFA wird der Navi-Spezialist Garmin ein mobiles Head-Up-Display zeigen, das Informationen von Navi-Apps direkt auf die Windschutzscheibe im Fahrzeug projiziert. Wir konnten das Garmin Head-Up Display bereits testen und sind begeistert …

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Wie bereits Anfang Juli angekündigt erweitert Garmin die Zubehörpalette für die Smartphone-Navigation um ein Head-Up-Display, kurz HUD genannt, das im September 2013 auf den Markt kommen wird. Mit dem HUD werden für die Navigation wichtige Informationen in das Sichtfeld des Fahrer projiziert, so muss er den Blick nicht mehr von der Fahrbahn abwenden, um Abbiegehinweise ablesen zu können.

Das Garmin HUD arbeitet mit der aktuellen Version der NAVIGON Smartphone-Software für Android, iOS und Windows Phone 8 sowie der Garmin Streetpilot-Software für iOS zusammen. Wir haben in unserem Test ein iPhone 4S genutzt. Das Head-Up-Display wird über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Mehr als das Navigationsprogramm zu starten ist nicht nötig – die Informationen, die das Programm auf dem Display des Smartphones zeigt, werden an das HUD nach der Koppelung automatisch übertragen.  

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In einigen Foren waren nach der Veröffentlichung der Pressemitteilung zum neuen HUD von Garmin Meinungen zu lesen wie “Rückschritt zur Pfeilnavigation“, “zurück zu den Anfängen” oder “Garmins Weg in die Steinzeit, die Kartendarstellung fehlt“. Wer solche Beiträge schreibt, hat das Prinzip eines Head-Up-Displays nicht verstanden. Ein HUD will nie ein Ersatz für ein Navigationsgerät sein, es ist eine Ergänzung in Form eines Projektors, der wichtige Informationen in das Blickfeld des Fahrers bringt.

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Das Garmin HUD bietet hier die Möglichkeit, diese Darstellung entweder auf einer beiliegenden, durchsichtigen Reflexionsfolie, die auf die Frontscheibe aufgeklebt wird, oder auf dem direkt am Gerät angebrachten Reflektor wiederzugeben. Der Vorteil dieses fest angebrachten Reflektors ist, dass der Winkel stimmt und das Gerät sofort einsatzbereit ist. Dies ist insbesondere dann ein klarer Vorteil, wenn das HUD in mehreren Fahrzeugen eingesetzt wird. Es liegt lediglich eine Reflexionsfolie bei, die nur zum einmaligen Aufkleben auf die Frontscheibe geeignet ist.

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Das Garmin HUD stellt – wie auch in Fahrzeugen ab der oberen Mittelklasse als Sonderzubehör erhältlich – die Abbiegehinweise in Pfeilform mit Entfernung, zu wählender Spuren, gefahrener und zulässiger Geschwindigkeit sowie Stauwarnungen auf der Frontscheibe dar. Dies geschieht direkt im Sichtfeld des Fahrers, ohne dass dieser den Blick von der Straße auf das zum Teil tief oder seitlich angebrachte Smartphone richten muss.

Das Garmin HUD wird mittels einer flexiblen Halteplatte, die mit einer Adhäsionsschicht versehen ist, auf dem Armaturenbrett positioniert, so dass die Informationen im Sichtfeld des Fahrers erscheinen. Durch einfaches Abwaschen lässt sich diese Adhäsionsschicht auch nach wiederkehrendem Gebrauch in den Ursprungszustand versetzen. Auch wenn das Garmin HUD nicht “festgeklebt” ist, bewegt sich das Gerät auch bei schärferen Kurvenfahrten nicht von der Stelle. Das Garmin HUD ist sowohl in der Höhe als auch von der Seitenneigung um alle Achsen so flexibel verstellbar, dass die Darstellung auf der an der Frontscheibe aufgeklebten Reflexionsfolie in jedem Fahrzeug möglich wird. Sofern man nur den fest angebrachten Reflektor nutzt, genügt es, sich eine Position des HUD im unmittelbaren Sichtbereich zu suchen.

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Das Garmin HUD verfügt über eine automatische Helligkeitsregelung, d.h. die Helligkeit passt sich den Umgebungsbedingungen an. Dies funktioniert gut und schnell. Unser Kurzfilm verschafft einen ersten Eindruck, wie sich das HUD bei strahlendem Sonnenschein verhält: Es ist stets klar ablesbar. Das eingesetzte Smartphone kann über ein USB-Ladekabel direkt am Stromanschluss des Garmin HUD angeschlossen werden. 

Die Verarbeitung gibt zu keinerlei Beanstandungen Anlass. Auch bei den in den vergangenen Wochen vorherrschenden Außentemperaturen von 30 Grad und mehr – verbunden mit den entsprechenden Innenraumtemperaturen im Fahrzeug – hat das Garmin HUD stets zuverlässig funktioniert.

Fazit

testurteil_banner_Garmin_Head-Up-DisplayGarmin schafft mit dem Head-Up-Display für jedermann die Möglichkeit, den Sicherheitsgewinn beim Fahren genießen zu können, welcher bislang den Käufern von Fahrzeugen der gehobeneren Klasse vorbehalten war – und das Ganze zu einem überschaubaren Preis und mobil. Aus unserer Sicht stellt das Garmin HUD eine sinnvolle Ergänzung der mobilen Navigation mit Smartphones dar und kann als echte Innovation bezeichnet werden. Wir können dem Head-Up-Display daher als Zubehör nur ein besonders empfehlenswert aussprechen und legen allen Nutzern einer Smartphone-Navi-App ans Herz, sich das Gerät bei Verfügbarkeit einmal anzuschauen.

Bezugsquelle

Das Garmin Head-Up Display ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.

Weitere Informationen:

15 Kommentare zu “Das Garmin Head-Up-Display (HUD) im Test

  1. Pingback: Anonymous
  2. mich würde interessieren, ob es dafür eine Montagelösung für das Motorrad gibt? einige Motorräder haben ja tatsächlich auch eine Windschutzscheibe…

  3. Ich hab es bestellt, getestet und bin keineswegs begeistert! Das HUD an sich ist gut allerdings in keinster weise zu befestigen und dazu noch ein zu kurzes kabel dabei. Durch die kommische größe der Steckverbindungen gibt es anscheinend auch keine Verlängerungsmöglichkeit! Somit leider für mich nicht brauchbar :-(((

    1. meins steht seid Monaten bombenfest auf dem Amaturenbrett und ist mit einem Zigarettenanzünder verbunden, der auf Zündung läuft (so braucht man nicht mehr am Gerät rumfummeln) . Vom Kabel sind ca. 10cm zu sehen. der rest ist seitlich unter der Verkleidung verschwunden. Eigendlich ist das Anschluss Kabel zu lang…aber das verschwindet ja unter der Verkleidung.

  4. Da ich eine App als HUD habe frage ich mich, wofür ich noch ein Gerät zusätzlich benötige. Einfacher wäre doch eine geänderte Darstellung und die dann als HUD direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Es gibt da zwar leichte Dopplungen durch das Sicherheitsglas, das ist aber im Allgemeinen nicht besonders störend.
    Ich wünschte mir so eine Funktion direkt aus dem Navigon heraus.
    Vielleicht denkt der eine oder andere Entwickler darüber nach.

    Herzlichen Gruß

    Oliver

  5. hatte mir zu Weihnachten das garmin HUD Display gekauft. Ich fand das eigendlich eine gute Idee von Garmin und da ich schon ein Garmin Navi und das Nüviphone besitze und damit auch zufrieden war, kaufte ich das HUD display.Leider hatte mich der Verkäufer zu wenig oder falsch beraten. Er sagte mir nichts davon, das ich auch noch das App für mein Iphone noch zusätzlich dazu kaufen muss.Ich finde das eine Geldmacherei von Garmin, dass ich nicht auf Ihre eigenen produkte zurückgreifen kann. FAZIT: ich fühle mich von Garmin über den Tisch gezogen.Das HUD Display und das Nüviphone sind in eine Schublade gewandert. Mein anderes Garmin Navi ist auch schon in die Jahre gekommen und funktioniert nicht mehr so richtig. Werde daher ein neues Navi kaufen,ABER MIT SICHERHEIT KEIN GARMIN PRODUKT MEHR.

    1. Hallo Wilfried,

      für die falsche Beratung des Verkäufers kann Garmin am wenigsten. Das HUD ist klar als Zubehör fürs Smartphone gekennzeichnet. Es wäre natürlich schöne wenn es auch mit den Garmin nüvis zusammenarbeitet, dafür ist es aber bisher nicht gedacht und wird auch nicht zu diesem Zweck beworben. Wegen Fehlkauf hätte ich es an Deiner Stelle umgetauscht.

      Viele Grüße,

    2. richtig so Wilfried, du hast wenigstens noch Eier in der Hose !! Nie wieder Garmin, ich benutze noch immer die Landkarten von 1788 in der Ausführung “chinesische Seide” und habe mich noch NIE verfahren. Darauf trinken wir bald mal einen Espresso aus der Künstlertasse in GOLD-EDITION

      1. Hallo Reiner
        Habe gerade aus Zufall deinen Kommentar gelesen. Wir Bodo und ich haben uns schon lange gefragt wo du abgeblieben bist und wir keinen Kontakt mehr zu dir haben. Bitte melde dich. Gruß Wilfried

    3. Navigon hatte ich vorher schon als Navi App. Die brauchte ich nicht extra dazu kaufen.
      Und man kauft doch nix, was ein Verkäufer einen aufschwatzt. ein kurzer Blick ins i-Net hätte da Klarheit geschaffen. Zudem kann man ja auch innerhalb einer Frist umtauschen…also was soll das gejammere hier? wilfried zilian

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