MEDION GoPal Navigator für Android im Test

Erste Inbetriebnahme, Karten & Navigation

Erste Inbetriebnahme

Um die GoPal-Navigator-App auf dem Android-Smartphone nutzen zu können, ist keine Registrierung bei MEDION notwendig. Beim Start der App kann man wählen zwischen 14-Tage-Test, App kaufen im PlayStore oder Aktivierungscode eingeben.

Die App läuft auf allen Smartphones, die mit der Android-Version 2.3 oder höher ausgestattet sind. Eine bestimmte Auflösung, wie beispielsweise die Android Software von TomTom, setzt der GoPal Navigator nicht voraus. Auf dem Gerät müssen für die DACH-Karten ca. 600 MB freier Speicher zur Verfügung stehen.


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Karten

Während der Testphase können Nutzer auf Kartenmaterial von Deutschland, Österreich und der Schweiz zurückgreifen. Nach der Testphase kann die App (inkl. der DACH-Karten) über den PlayStore für einmalige 24,95 EUR erworben werden. Zusätzlich stehen Karten von einzelnen Regionen für je 14,95 EUR, Westeuropa für 19,95 EUR oder komplett Europa für 24,95 EUR zum Kauf bereit.

Die momentan verfügbaren Straßenkarten kommen aus dem 2. Quartal 2012 und sind damit sehr aktuell. Updates sollen zukünftig ohne weitere Kosten etwa einmal im halben Jahr angeboten werden.


Navigation

Die Reise beginnt wie immer mit der Eingabe einer Zieleingabe. Hier bietet MEDION diverse Möglichkeiten, welche über ein aufgeräumtes Hauptmenü schnell erreichbar sind. Neben der Eingabe einer Adresse ist auch die Suche und Auswahl von Sonderzielen, das Bestimmen eines Ziels aus der Karte oder die Eingabe von Koordinaten möglich. Sehr schön: Ziele werden oberhalb einer Kartenansicht eingegeben, welche dann den möglichen Zielort bereits vorab zeigt. Während der Eingabe werden ebenso vorgeschlagene Ziele in einer Liste angezeigt, was die Zielsuche beschleunigt. Leider können Ziele nicht im Querformat eingegeben werden, äußerst unpraktisch, wenn das Smartphone quer in einer Halterung steckt.

Die Geschwindigkeit bei der Berechnung der Route ist stark abhängig vom verwendeten Smartphone. Doch wir konnten auch mit dem hardwareseitig nicht ganz so gut ausgestatteten HTC One V sehr kurze Zeiten messen.

Nicht immer überzeugt hat uns hingegen der Verlauf der berechneten Routen. Teilweise schlägt der GoPal Navigator Routen vor, die Ortskundige so nicht fahren würden. MEDION arbeitet jedoch an einer Verbesserung. Leider bietet die App noch keine Möglichkeit, sich automatisch Alternativrouten berechnen zu lassen.

Eine Routenplanung mit Zwischenzielen ist möglich. Alle Routenpunkte lassen sich einfach erstellen, sortieren und löschen. Als Routen-Optionen stehen zur Verfügung: Fahrzeugtyp (Pkw, LKW, Motorrad, Fußgänger, Fahrrad), Routenart (kurz, schnell), Autobahn (vermeiden, ausschließen), Fähren (vermeiden, ausschließen). Eine Route kann gespeichert und später erneut geladen werden. Nach Berechnung ist auch eine Simulation möglich. Die Funktion um eine Route nach der Distanz zu optimieren ist etwas Versteckt erste durch das Drücken der Optionstaste des Smartphones zu erreichen. Dieses Feature ist immer dann sinnvoll, wenn man z.B. als Vertreter eine ganze Reihe von Kunden anfahren muss und die Reihenfolge unwichtig ist.

Ohne Aufpreis stellt MEDION auch einen Verkehrsservice zur Verfügung. Die Daten werden über eine mobile Datenverbindung von NAVTEQ bezogen. Zurzeit werden allerdings noch keine Echtzeit-Verkehrsflussdaten berücksichtigt, sondern lediglich normale Verkehrsmeldungen. Vor dem Fahrtantritt überprüft die App diese und liest auf der Route befindliche Störungen vor. Alle Meldungen sind auch noch einmal, nach verschiedenen Attributen geordnet, über einen eigenen Menüpunkt einsehbar. Bedauerlicherweise werden Verkehrsstörungen nur auf einer speziellen Ansicht in der Karte angezeigt, im normalen Navigationsmodus erfolgt noch keine Darstellung von Verkehrsstörungen. Sollte man einmal in einen Stau geraten, der nicht erfasst ist, lässt sich die voraus liegende Strecke auch sperren, der GoPal Navigator berechnet dann eine Ausweichroute.

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