Erstellen v. OziCE-Karten

jetzt geht's los ...

1) Karte über Papier-Vorlage (am PC/Scanner)

In ersten Beispiel benötigen wir einen Scan von einer Papierkarte. Ich will an dieser Stelle nicht auf die vielfältigen Einstellmöglichkeiten des Scannens eingehen, nur soviel: 256 Farben und 150 dpi sollten normalerweise reichen.
Die Papierkarte hat in unserem ersten Beispiel senkrechte Gitter ! Dies vereinfacht die spätere Kalibrierung.
Wer eine Vorlage mit schrägem Gitter hat, muss weiter unten beim Kalibrieren gleich bei der 9-Punkt-Kalibrierung weiterlesen – auch kein Beinbruch.

Nach erfolgreichem Scan besitzen wir ein File auf der Festplatte, das in den meissten Fällen einen DIN A4 Ausschnitt darstellt. Soviel gleich vorweg: wer größere Karten braucht, wird um das elektronische Zusammenschnipseln nicht herumkommen. Ich selber habe so gut wie keine Erfahrung damit, als Stichworte seien hier deshalb nur „Panavue“ oder „Fineprint“ genannt. Auch „Stitch“- Programme, die oft mit Digitalkameras geliefert werden, könnten hier hilfreich sein.

Wie auch immer, das Ergebnis sollte eine Bild-Datei mit 256 Farben sein.


2) Karte über CD-Vorlage (am PC)

Erstellen v. OziCE-Karten - 2) Karte über CD-Vorlage (am PC) - 1Etwas einfacher kommen die Besitzer einer TOP50 CD zu ihrer Bild-Datei: Über Geogrid-Viewer wird die gewünschte Karte gestartet.

Da die Papierkarten der TOP50 inzwischen häufig das Kartendatum WGS84 und das UTM-Koordinatensystem besitzen, bitte diese Werte auch beim Geogrid-Viewer einstellen!

Wichtig: Das Gitter einblenden, damit es auf dem Monitor zu sehen ist. Eine sinnvolle Gitterauflösung zum Wandern oder Biken ist 1 km.

Jetzt kommt der große Vorteil der CD-Version gegenüber der Papier-Version zum tragen: es können (fast) beliebig große Karten erzeugt werden, die Grenze ist hier eigentlich nur die Rechnerperformance. Mit aktuellen Rechnern sollten 100 x 100 km machbar sein! Allerdings muss der Sinn und Bedarf so großer Karten abgewägt werden, man handelt sich auf der anderen Seite trotz der Komprimierung durch Img2ozf sehr große Dateien ein. Für eine Tagesrundwanderung dürften 20 x 20 km allemal reichen, so eine Karte wird mit Img2ozf vielleicht 5-7 Mb groß (Maßstab 1:50.000 vorausgesetzt).

Wer vorhat, eine wesentlich größere Karte als 20 x 20 km zu erstellen, sollte seine Grafikkarte spätestens jetzt auf 256 Farben stellen – so wird die entstehende temporäre Datei nicht größer als notwendig. Langsame oder ältere Rechner werden es danken 😉 .

Jetzt im Geogrid-Viewer auf Drucken gehen und den gewünschten Kartenausschnitt einstellen:
Druckbereich – Fläche ( > Bildschirm) über Mausklick Form – Maßstabsgerecht nach aktueller Karte. Nun mit der Maus über den oberen Klick-Button erst das obere linke Eck definieren, dann den unteren Click-Button anwählen, die Karte soweit wie gewünscht nach unten und rechts verschieben und mit der Maus das untere rechte Eck definieren.


Jetzt auf Seitenansicht klicken !!! (rechter Screenshot)

Erstellen v. OziCE-Karten - Jetzt auf Seitenansicht klicken !!! (rechter Screenshot) - 1Sobald die Seitenansicht fertig aufgebaut ist, diese stehen lassen. Jetzt findet man im temporären Ordner – der variiert je nach Betriebssystem – eine Datei, die normalerweise geo0815d.tmp heißt.
Mein Tip zum finden dieser Datei: Mit der Suchfunktion das entsprechende Laufwerk nach *.tmp durchsuchen und das Ergebnis nach Größe sortieren, fast immer ist die erzeugte temporäre Datei auch die Größte!
Achtung: bei Windows XP unbedingt in der Suchfunktion die Option „versteckte Elemente durchsuchen“ ankreuzen, diese ist standardmässig deaktiviert !

Diese Datei kopieren wir in einen Ordner unserer Wahl und benennen sie in Karte.BMP um! Jetzt lässt sie sich mit dem Standard-Bildprogramm öffnen.

Auch jetzt haben wir wie in Schritt 1 eine Bild-Datei mit 256 Farben.


Kartenausschnitt über Postscript-Druckertreiber

Immer mehr Anbieter von digitalen Karten ermöglichen nur eine begrenzte Druckausgabe von z. Bsp. DIN A4 oder DIN A3. Oft wird in neuerer Software auch kein temporäres Druckfile mehr erzeugt, so dass die bis hierher beschriebene Methode versagt und man mühsam über Screenshots arbeiten muss.
Dies gilt aus eigener Erfahrung z. Bsp. für die TK 25 des Saarlandes, gilt aber laut entsprechenden Berichten im Forum auch viele andere Anbieter.

DIN A3 ist für einen Masstab von 1:50.000 oder gar 1:25.000 recht wenig, wenn man auch auf eine gewisse Übersicht Wert legt.
Ich will deshalb an dieser Stelle auf eine weitere Möglichkeit hinweisen:
Zusammengefasst geht es darum, einen Druckertreiber für einen sogenannten Postscript-Drucker auf dem Desktop zu installieren. Bei der Druckausgabe des entsprechenden Kartenprogrammes wird dann dieser Drucker eingestellt und der Druck in eine Datei ausgegeben. Diese Datei kann dann z. Bsp. mit Paintshop-Pro gelesen und in ein TIFF oder andere Formate umgewandelt werden. Da solche Postsript-Drucker zum Teil deutlich größere Formate erlauben als DIN A4 oder A3, können also auch entsprechend größere Grafiken exportiert werden.

Ich habe diese Methode nicht selber erprobt und verweise deshalb auf die ensprechendenden Topics im Forum:
Posting 1 zu Postscript
Posting 2 zu Postscript

Auch im Internet findet man eine Beschreibung:
Installation Postscriptdrucker bei www.wp.online.de


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