Per Fitness-Armband auf Pokémon-Jagd

Pokémon Go ist nach wie vor in aller Munde und vor allem auf vielen Handys zu finden. In Deutschland wurde das Spiel im Juli und August über 7,7 Millionen Mal heruntergeladen, rund 7,1 Millionen spielen Pokémon Go regelmäßig. Ein wichtiges Kriterium dabei: Die App muss permanent im Vordergrund laufen …

Will man alle kleinen Monster finden, dann darf man das Smartphone nicht mehr aus der Hand legen. Doch das bedeutet, dass man nicht nur eine stabile Internetverbindung mit einem hohen Datenvolumen braucht, sondern auch einen leistungsstarken Akku, denn die beliebte Pokémon-App zieht viel Strom. Doch genau hier stoßen viele Akkus an ihre Grenzen.

Für Android-Nutzer gibt es jetzt aber eine Lösung für dieses Problem: Die Gratis-App mit dem passenden Titel „Pokédetector“ informiert per Push-Benachrichtigungen, wenn Monster in Sicht sind. Und das Beste: Wer Besitzer eines Fitness-Armbandes mit Smart Notification Funktion ist, wird per Vibration benachrichtigt. Nutzer einer Smartwatch mit Android Wear können sich noch weitere Informationen am Handgelenk anzeigen lassen. Das spart eine Menge Akkuleistung und sorgt dafür, dass Frust über einen leeren Akku erst gar nicht entsteht. Zwar bietet Nintendo das Bluetooth-Armband Pokémon Go Plus an, doch optisch spricht es nicht jeden Spieler an und vom Preis her als reines Zubehör nicht wirklich attraktiv.

Sportler mit Fitness-Tracker und Smartphone
Wenn das Fitness-Armband vibriert, könnte es ein Pokémon sein. Quelle: mezzotint – 268639463 / Shutterstock.com

Der Hype um Pikachu, Bisasam, Glumanda & Co.

Zum ersten Mal konnten am 6. Juli 2016 Pokémon-Go-Jäger auf die Suche nach Monstern gehen. Deutschland war weltweit das vierte Land, in dem das Augmented-Reality-Spiel zur Verfügung stand.

ErscheinungsdatumLänder
6. Juli 2016Australien, USA, Neuseeland
13. Juli 2016Deutschland
14. Juli 2016Großbritannien
15. Juli 2016Italien, Spanien, Portugal
16. Juli 2016Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Grönland, Irland, Island, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Zypern
17. Juli 2016Kanada
22. Juli 2016Japan
24. Juli 2016Frankreich
25. Juli 2016Hongkong
3. August 2016Südamerika
6. August 2016Brunei, Kambodscha, Fidschi, Indonesien, Laos, Malaysia, Mikronesien, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Singapur, Salomonen, Taiwan, Thailand, Vietnam

 

Anfang August durchbrach das Spiel die magische Download-Grenze von 100 Millionen. Der Umsatz, der dadurch täglich generiert wird, liegt bei über 10 Millionen Dollar. Doch seit kurzem scheint der Hype schon wieder vorbei zu sein – und das bereits zwei Monate nach der Einführung. Über 15 Millionen Nutzer sollen allein in den letzten Tagen abgesprungen sein. Und es könnten noch mehr werden. Den Erfolg des Spiels schmälert das sicherlich nicht, 30 Millionen Nutzer sollen es schließlich noch immer sein, für ausreichend Umsatz sollte somit gesorgt sein. Doch die Frage nach den Gründen, warum so viele Nutzer abspringen, muss sich Nintendo durchaus gefallen lassen. Die Hauptgründe:

  • Nutzern fehlt ein Kampfsystem, wodurch sie auch miteinander agieren können.
  • Auch einen Tausch der Monster während des Spiels würden zahlreiche Nutzer befürworten.
  • Es fehlt zudem eine Tracking-Anzeige, um Monster zu finden, die sich an einem Pokéstop aufhalten. Diese Funktion ist zwar geplant, aber noch nicht realisiert worden.
  • Spieler in ländlichen Regionen können aufgrund der geringen Anzahl der Monster ihren Pokédex (Lexikon) nicht füllen. Dies aber ist die Hauptaufgabe des Spiels.
  • Der bereits angesprochene und viel zu hohe Akkuverbrauch

Die Nutzerzahlen werden wohl in den kommenden Monaten weiter zurückgehen, denn es stehen Herbst und Winter vor der Türe und damit Jahreszeiten, die nicht gerade für Outdoor-Aktivitäten prädestiniert sind.

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Fitness-Armbänder – mehr als eine Spielerei

Wer ein Fitness-Armband anstatt das von Nintendo erhältliche Pokémon-Go-Plus-Armband nutzen möchte, kann sich dadurch nicht nur eine Menge Geld sparen, sondern weitere Vorzüge genießen.

Zwei Jogger kontrollieren die Werte der Fitness-Armbänder.
Mit einem Activity Tracker die Fitness immer im Auge. Quelle: Syda Productions – 344305205 / Shutterstock.com

Ursprünglich sind Fitness-Armbänder, die auch Activity Tracker genannt werden, nicht für Pokémon-Spieler entwickelt worden, sondern für Menschen, die fitness- und gesundheitsrelevante Daten beim Sport kontrollieren möchten. Die Funktionsweisen sind dabei sehr unterschiedlich, welche Daten das Gerät anzeigt, hängt vor allem vom Preis ab. Hochpreisige Fitness-Armbänder geben mehr Daten preis. Wichtige Funktionen sind dabei das

  • Zählen von Schritten,
  • Messen der Herzfrequenz,
  • Erkennen von Höhenunterschieden (Höhenmesser),
  • Messen der Beschleunigung (Beschleunigungssensoren)

und die Umrechnung dieser Daten, um so fitnessrelevante Ergebnisse, wie etwa den Energieumsatz, zu erhalten. Doch wie nützt dies nun Pokémon-Go-Spielern?

Praktischerweise lassen sich Spielspaß und sportliche Betätigung miteinander vereinen. Denn wer sich in die abenteuerliche digitale Spielewelt begibt, der muss auch praktisch einige Kilometer abspulen, um die wirklich seltenen Monster zu fangen oder Euer auszubrüten, die ebenfalls Bestandteil des Spieles sind.

Dies bestätigte nun auch der Fitness-Tracker-Hersteller Jawbone, der jüngst eine Statistik veröffentlichte, die eben dieses belegt: Pokémon-Spieler legen an Wochenenden, an denen sie Pokémon-Go spielen, im Schnitt 63 Prozent mehr Schritte zurück als ohne das Spiel.

Statistik zu Pokémon-Go
Sport einmal anders: Wer Pokémon Go spielt, bewegt sich automatisch mehr und tut etwas für seine Gesundheit. Bildquelle: Jawbone

Erhoben wurden die Messwerte am 09. und 10. Juli 2016. In die Statistik sind alle Schritte der Pokémon-Go-Spieler eingeflossen, die ein UP-Fitness-Armband des Herstellers Jawbone trugen und ihre Daten per UP-Stream bereitgestellt haben. Konkrete Zahlen sind zwar nicht bekannt, einige Tausend Nutzerdatensätze werden jedoch zusammengekommen sein.

Pokémon Go für Apple Watch und Android Wear

Zukünftig sollen auch Smartwatches auf dem das Android Wear Betriebssystem läuft und die Apple Watch direkt von Pokémon Go unterstützt werden. Spieler mit den entsprechenden Uhren müssen ihr Smartphone dann nicht einmal mehr aus der Tasche nehmen um Pokémon in der Nähe zu fangen, Eier ausbrüten oder Pokéstops nutzen zu können. Wann genau die Smartwatch Versionen verfügbar sein werden ist bislang allerdings noch nicht bekannt.

https://youtu.be/_LeNVkXINyo

Sportliche Ziele erreichen

Auch in den sozialen Netzwerken hat sich Pokémon Go schon als geheime Fitness-App etabliert. Einige ansonsten weniger sportliche Menschen sind von ihrem plötzlichen Bewegungsdrang begeistert, andere wiederum beschweren sich über ihren Muskelkater. Aber wen wundert es, immerhin müssen teilweise bis zu zehn Kilometer zurückgelegt werden, um die beliebten Pokémon-Eier auszubrüten.

Pokémon Go und Fitness-Armbänder lassen sich dank der Pokédetector-App also optimal miteinander kombinieren. Wer sein Smartphone-Akku schonen möchte und auf das teure Pokémon-Armband verzichten will, findet in vielen Fitness-Armbändern eine kostengünstige Alternative mit einem zusätzlichen Mehrwert. Vordergründig profitieren aber natürlich diejenigen, die zusätzlich sportliche Ziele erreichen möchten. Denn Schritte, verbrannte Kalorien und zurückgelegte Kilometer während des Spielens werden dank des Fitness-Trackers festgehalten.

Danach können die Daten, die das Fitness-Armband aufzeichnet, direkt an das Handy weitergeleitet und dort verarbeitet und natürlich gespeichert werden. Auch die Anbindung an soziale Medien wie Facebook oder Twitter ist kein Problem mehr, um so auch Freunde mitzuteilen, wie es um die eigene Fitness bestellt ist. So macht Spielen nicht nur Spaß, sondern vermeidet auch ein schlechtes Gewissen. Besser geht es doch eigentlich kaum.

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