TomTom GO 50 im Test

Routing, Navigation

Routing

Obwohl das Menü insgesamt eher übersichtlich ausfällt, geizt TomTom nicht mit Optionen für die Routenplanung. Neben den Standards schnellste & kürzeste Route steht auch die umweltfreundlichste Variante zur Verfügung. Autobahnen können gemieden werden, gleiches gilt für Fähren, Mautstraßen, unbefestigte Straßen und anderes. Die Software lässt sich so einstellen, dass eine gewählte Route beibehalten wird oder diese sich an die veränderliche Verkehrslage anpasst. Einmal angelegte Routen können unter “Meine Routen” gespeichert werden, was beim späteren Wiedergebrauch einiges an Tipparbeit erspart. Bei Bedarf kann die Streckenführung vorab per Routenvorschau näher begutachtet werden.

Routenvorschau
Nur virtuell zu schnell: Routenvorschau

Kommt man unterwegs zu dem Schluss, dass die aktuelle Route keine gute Wahl ist, kann nach einer Alternativstrecke gesucht werden. Im Kartenfenster werden daraufhin farblich deutlich unterschiedene Streckenvarianten inklusive einer Differenzabschätzung angeboten. Ebenfalls lassen sich jederzeit Zwischenstopps einfügen, diese können u.a. in der Nähe, in einem bestimmten Ort, entlang der Route oder nahe des Ziels gesucht werden. Das ist sehr praktisch, wenn sich z.B. unterwegs der Hunger meldet. Die Umsetzung der genannten Features gefällt durchweg.

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Mit deutlichem Geräusch weist das Navigationsgerät unterwegs auf unterschiedliche Gefahrenstellen hin, gleiches gilt bedarfsweise für Blitzerwarnungen. Verkehrsinformationen fließen wie zuvor beschrieben in die Routenplanung per TMC oder über den Smartphone-basierten Dienst TomTom Traffic ein.

Die Routenführung vermochte durchweg zu überzeugen. Manchmal wählte das GO 50 eher unkonventionell kleine Nebenstraßen, doch kamen wir dadurch nie in problematische Situationen. Weicht man vom vorgegebenen Routenverlauf ab, bietet TomTom innerhalb weniger Sekunden eine neue Strecke an. Fazit: Während zweier Wochen in einem uns bis dahin unbekannten Teil Frankreichs hat das GO 50 stets zuverlässig zum Ziel geleitet. Die einzige Schwäche leistete sich das Navi ausgerechnet direkt vor unserer Haustür, wo es eine Einbahnstraße vermutete, die keine war.

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Navigation

Die Routenabbildung ist in 3D und 2D möglich, wobei bei letzterer die Karte auch genordet ausgerichtet werden kann. Die aktive Route wird als breite blaue Linie über dem Wegenetz eingeblendet. Über die Schaltflächen am linken Fensterrand kann jederzeit zwischen 2D- und 3D gewechselt werden, ebenso findet sich hier der Zoom. Gegenüber am rechten Fensterrand ist als teiltransparentes Overlay die Streckenführung samt Restkilometerangabe und geschätzter Ankunftszeit positioniert. Die Strecke erscheint dort als einfache Gerade, auf der relevante Zwischenpunkte wie Tankstellen, Gefahrenstellen, bestehende Staus und Blitzanlagen angezeigt werden.

Routenfenster
Noch 142 km bis zum Ziel, Tankstelle und Zwischenstopp voraus

An größeren Kreuzungen oder auf der Autobahn hilft der Fahrspurassistent die richtige Route beizubehalten. Das Einblenden der zulässigen Höchstgeschwindigkeit deckt sich relativ gut mit der Wirklichkeit, ein kleines Detail an dem sich die hohe Qualität des verwendeten Kartenmaterials ablesen lässt.

Fensteransicht für Fahrspurassistent
Fahrspurassistent

Der Bildschirm erscheint aufgeräumt und übersichtlich. Die Kartenansicht fällt sparsam aus, nur gelegentlich oder in Großstädten erscheinen angedeutete Gebäude auf dem ansonsten planen Untergrund. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen in der Sonne wirkt die Routenführung manchmal etwas blass, doch meistens reicht einer kurzer Blick auf das Display um den weiteren Streckenverlauf zu erkennen.

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