TomTom Vergleichstest: Start – Via – Go Live

Stauumfahrung - Teil 1

Fahrt Nürnberg ↔ Karlsruhe 462km

Hinfahrt (A6/A5)

Go Live 1015 mit HD-Traffic

Start 25 / Via 120 mit TMC

  • Go Live 1015 meldete wieder unvollständig Baustellen (falsch, zu früh oder zu spät) auf der A5. Ein Hinweis auf einen Stau mit einer Fahrverzögerung von 4-5 Min. auf der A5 kurz vor der Abfahrt nach Karlsruhe erschien erst nach dem Kreuz Walldorf ca. 15km vor dem Stauende. Diese Meldung war korrekt und präzise, es wurden aber keine neuen Fahrempfehlungen ausgesprochen.

  • Start 25 / Via120 meldeten bereits auf der A6 vor dem Walldorfer Kreuz den genannten Stau mit einer Fahrverzögerung von 10Min. Im SWR3 wurde gemeldet dass der Stau sich über eine Länge von 3km wegen Schaulustigen aufgrund eines schweren Unfalls auf der Gegenseite belief. Zwar war auch hier die Meldung korrekt und durch Korrektur der Fahrverzögerung auf 5Min. präzise dennoch wurde keine neue Fahrempfehlungen ausgesprochen.

 

Rückfahrt (A5/A6)

Go Live 1015 mit HD-Traffic

Start 25 / Via 120 mit TMC

  • Go Live1 015 meldet unmittelbar beim Start einen Stau in einer Entfernung von 3,4Km mit einer Fahrverzögerung von 25Min. Dennoch versucht uns zunächst das Navi die Route direkt zur Autobahn-Auffahrt auf die A5 und damit direkt zum Stauende zu führen. Erst kurz vor der Auffahrt kam im allerletzten Moment die Neuberechnung der Alternativ-Route und führte uns dann parallel über die B3 an einem aufgelaufenen 16Km langen Stau vorbei.

  • Start 25 / Via 120 meldeten verzögert während der Fahrt den genannten Stau mit einer Fahrverzögerung von 30Min. Es wird vorerst keine neue Fahrempfehlung berechnet und während wir uns bereits auf der B3 der Fahrempfehlung des GoLive1015 folgten versuchten die TMC-gestützten Modelle zunächst auf die Autobahn-Auffahrt zurück zu führen. Erst nach ca. 3 Km wurde die Route korrigiert und alle 3 Navis zeigten letztendlich die gleiche Routenempfehlung.

Erläuterungen

Rückblickend auf die Erlebnisse des großen Staus auf der A3 auf dem Rückweg der 2. Testfahrt könnte man uns unterstellen dass man selbst schuld sei wenn man sich derart von einem Navi regelrecht auf Glatteis führen lässt.

Persönlich hätten wir nach der Verkehrsmitteilung im Radio versucht die Strecke weitläufig zu umfahren (was auch empfohlen wurde) und auch einen großen Umweg in Kauf genommen. Die Option über die A66 in Richtung Fulda bis Wirtheim, von dort über die B276 über Lohr durchs Biebertal bis Marktheidenfeld um dort wieder auf die A3 zurück zu kehren wäre eine Möglichkeit gewesen der nur einen Umweg von ca. 20Km und eine Zeitverzögerung von max. 60Min. (anstatt 150Min.) bedeutet hätte.

Die Empfehlungen von TMC über die B8 wären keine Option gewesen da diese durch die Stadt Aschaffenburg führt und mehrfache Radiomeldungen auf die Überlastungen der Strecken hinwiesen. Darüber hinaus bestand absolutes LKW-Fahrverbot durch Aschaffenburg wegen der Überlastung und wir waren schliesslich durch 4T Wohnmobil und Hänger mit einem 12m-Gespann unterwegs.

Aufgrund der Tatsache dass TMC unterstützte Navis häufig durch ihre gleichen eintönigen Meldungen zu neuen Staus führen sollte HD Traffic dies eigentlich besser lösen. Dieser Herausforderung wollten wir uns stellen und sind dabei kläglich gescheitert. Durch die ständigen Fehlermeldungen und Falschberechnungen wurde es noch eher zum unzuverlässigen Begleiter.

Auch bei der 3. Testfahrt sah es anfangs erst so, aus dass uns HD Traffic sowie TMC abermals auf Glatteis führen wollte. Es hat also etliche Minuten gedauert bis es letztendlich die Kurve gekriegt hat und uns die 25Min. Verzögerungszeit ersparen konnte.

Fazit

Und dennoch…..Verkehrsmeldungen über einen Live-Service ist die absolute Zukunft! Nur hat sich auch bei den Testfahrten klar gezeigt dass der Fahrer immer noch „mitdenken“ muss und sich nicht 100%ig auf die Meldungen verlassen darf. Man kann nur hoffen und wünschen, dass sich durch Zunahme der Teilnehmer das Netz weiter verdichtet und Ergebnisse entsprechend präziser werden. Das wurde auch beim einjährigen Manifest von TomTom deutlich gemacht dass Zusammenarbeit mehrerer Hersteller und Institutionen allen Fahrern nur zu Gute kommen kann.

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