GNS1000 Bluetooth GPS im Test

Einleitung: Smartphone vs externes GPS

Noch vor wenigen Jahren, gab es auf pocketnavigation.de schon fast wöchentlich einen neuen Test über Bluetooth GPS-Empfänger. Damalige PDAs hatten in der Regel keinen internen GPS-Empfänger, wollte man diesen also zur Navigation verwenden, musste ein externer GPS-Empfänger verwendet werden. Diese Zeiten sind jedoch vorbei, heute haben die allermeisten Smartphones einen eingebauten GPS-Empfänger und daher stellt sich die Frage: ist ein externer GPS-Empfänger zusammen mit einem modernen Smartphone noch zeitgemäßt?

Wir testen in diesem Artikel das GNS 1000 (vielen Dank an GNS für die Teststellung) zusammen mit einem Apple iPhone 3G, welches für einen eher schlechten GPS-Empfang bekannt ist. Das GNS 1000 ist der Nachfolger des GNS 5870 welches wir bereits 2010 ausführlich getestet haben.

Streift man durch die Smartphone Foren, liest man immer wieder über einige Smartphones, welche keinen besonders guten GPS-Empfang haben. Der Grund liegt in der Regel darin, dass Smartphones keinen Platz für ausreichend große GPS-Antennen bieten. Eine allgemeine Aussage wie: Smartphones haben generell einen schlechteren GPS-Empfang als gute externe Bluetooth GPS-Empfänger wäre natürlich unseriös, aber grundsätzlich ist ein Smartphone nicht unbedingt mit der Zielsetzung entwickelt worden, einen bestmöglichen GPS-Empfang zu bieten. Wer also mit dem GPS-Empfang seines Smartphones nicht zufrieden ist, sollte über die Option eines externen Bluetooth GPS nachdenken.


Systembedingte Vorteile eines externen Bluetooth GPS

  • Akkulaufzeit: Der eingebaute GPS-Empfänger verbraucht mehr Leistung als das Bluetooth-Empfangsmodul. Die Akkulaufzeit der Bluetooth GPS-Empfänger liegt in aller Regel über denen des Smartphones. Wie hoch der Unterschied im Verbrauch ist, schwankt von Gerät zu Gerät und hängt auch davon ab, wie oft die Position ausgelesen wird. Nach unseren Messungen liegt die Einsparung zwischen 40-80 mA.
  • Positionierung:Der bestmögliche GPS-Empfang ist nur möglich, wenn die Antenne optimal zum Himmel ausgerichtet ist. Bei Smartphones ist die optimale Ausrichtung in der Regel dann gegeben, wenn das Smartphone in der Hand gehalten wird. Beim Wandern jedoch muss das Smartphone in die Tasche gesteckt werden und hat somit nicht mehr den optimalen Empfang. Der Unterschied kann gewaltig sein. Ein externes Bluetooth GPS kann man z.B. in die Deckeltasche eines Rucksacks verstauen, dort hat er die optimale Ausrichtung und kann das Smartphone auch in der Tasche mit der bestmöglichen Positionsbestimmung unterstützen. Wer mit einem Smartphone beim Wandern einen unterbrechungsfreien Track aufzeichnen möchte, kommt um ein externes GPS also kaum herum.

    Auch in einigen Fahrzeugen mit bedampften Scheiben kann ein externes GPS nötig werden, um die Position von GPS-Empfang und Smartphone zu trennen.

  • Besserer Empfang: Dieser Punkt muss natürlich nicht für alle Bluetooth vs. Smartphone GPS-Empfänger zutreffen, aber grundsätzlich bietet die Bauform eines externen GPS-Empfängers mehr Möglichkeiten größere und damit bessere GPS-Antennen zu verbauen.

Die systembedingten Nachteile sind logisch zwingend: es muss ein zweites Gerät angeschafft, transportiert, geladen und eingeschaltet werden!

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