IAA: TomTom zeigt Technologien für das autonome Fahren

Mit seiner HAD-Karte für das deutsche Autobahnnetz sowie der RoadDNA Technologie stellt TomTom auf der IAA neue Lösungen für selbstfahrende Fahrzeuge vor …

Autonoms Fahren wird auch auf der IAA 2015 wieder ein wichtiges Thema für viele Hersteller und Zulieferer sein. Navi-Spezialist TomTom hat im Vorfeld der in Frankfurt stattfindenden Automesse die Fertigstellung der HAD-Karte (Highly Automated Driving) für Deutschland bekanntgegeben. Zudem haben die Niederländer RoadDNA vorgestellt, eine präzise Lokalisierungstechnologie für automatisiertes Fahren.

HAD-Karte für alle Autobahnen in Deutschland

Seit Mitte des Jahres bietet TomTom seine HAD-Karte Automobilherstellern bereits zu Testzwecken in den USA im Großraum Detroit an. Jetzt wurde die speziell für das autonome Fahren entwickelte Karte auch für das deutschen Autobahnnetz fertiggestellt. Sie umfasst über 24.000 Straßenkilometer und stellt Fahrzeugbauern 3D-Darstellungen von Spurmittellinien, Spurteilern, Straßengrenzen und Leitplanken sowie Spurabhängige Geschwindigkeitsbegrenzungen und Markierungstypen von Spurteilern zur Verfügung.

TomToms HAD-Karte ermöglicht selbstfahrenden Fahrzeugen eine Erweiterunge des Sichtfeldes, das über die Sensordaten hinausgeht. Zudem sollen sich mit den zusätzlichen Informationen Fahranwendungen wie der Öko-Abstandregeltempomat (ACC), Assistenten für die Spurführung oder die vorausschauende Antriebssteuerung verbessern lassen.

TomTom HAD Karten
TomTom HAD-Kartendaten visualisiert
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TomTom RoadDNA

Mit RoadDNA will TomTom dabei helfen, automatisiertes Fahren schneller Wirklichkeit werden zu lassen. Der Service stellt hochgenaue Standortinformationen zur Verfügung, die Hersteller einfach in das Bordsystem ihrer Fahrzeuge integrieren können.

TomTom RoadDNA liefert einen seitlichen und länglichen Blick auf die Fahrbahn. Das Fahrzeug gleich diese Daten mit den Informationen der verbauten Sensoren ab und weiß so genau, wo es sich auf der Straße befindet. Die exakte Ermittlung der Position soll auch bei hohen Gechwindigkeiten oder bei Veränderungen abseits der Straße möglich sein.

Durch die Umwandlung einer 3D-Punkt-Cloud der Straßenmuster in eine komprimierte 2D-Ansicht der Fahrbahn, benötigt RoadDNA wenig Speicherplatz und grenzt Prozessanforderungen ein, ohne wichtige Details auszulassen. TomTom RoadDNA macht das komplexe Identifizieren jedes einzelnen Fahrbahnobjekts überflüssig und erschafft stattdessen ein genaues Modell der Straßenumgebung.

In Verbindung mit der HAD-Karte bietet TomTom eine Lösung für Autobauer, mit der sich der genaue Standort des Fahrzeugs, trotz stetiger Umgebungsänderungen anzeigen lässt. Laut TomTom CEO Harold Goddijn ist „RoadDNA die einzige Technologie ihrer Art, die eine hochgenaue Fahrzeuglokalisierung in einer effizienten und kosteneffektiven Weise liefert.

TomTom RoadDNA
TomTom RoadDNA Daten visualisiert

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