Matrice 100: Drohne soll Falschparker aufspüren

Das taiwanische Unternehmen DJI hat Matrice 100 vorgestellt, eine Drohne, die bei der Sichtung von Falschparkern und anderen professionellen Anwendungen zum Einsatz kommen könnte …

Das taiwanische Unternehmen DJI hat die Matrice 100 vorgestellt – eine Drohne, die mit zahlreichen Sensoren bestückt werden kann. DJI selbst wird einen Antikollisionssystem anbieten mit dem sicherere Flüge möglich sein sollen. Zusammen mit Intel haben Forscher aus Schanghai die Dorhne bereits so umgerüstet, dass sie zur Parkraumüberwachung eingesetzt werden kann.

DJI-Metric-100

Drohne kann Objekte in bis zu 20 Meter Entfernung erkennen

Das Antikollisionssystem basiert auf Sternkameras und Ultraschallsensoren. Verbunden wird es mit dem DJI Guidance, der Objekte in etwa 20 Metern Entfernung um und unter der Drohne erkennen kann. Das System soll außerdem gewährleisten, dass die Drohne zentimentergenau an einer bestimmten Position gehalten werden kann.

Möglich ist es auch, die Drohne mit anderen Sensoren auszustatten, sofern diese mit USB oder seriellen Anschlüssen ausgestattet sind. Dadurch eignet sie sich besonders für professionelle Einsatzzwecke bei denen zusätzliche Hardware, Kameras oder Sensoren benötigt werden.

Falschparker werden mit Sensorensystem aufgespürt

Ein Betatester-Team von der Fudan-Universität in Schanghai hat bereits gemeinsam mit Intel eine Technik entwickelt, mit der die Tiefeninformationen des Guidance-Sensorensystems genutzt werden können, um Falschparker aufzuspüren. Hierzu tastet die Drohne vordefinierte Flächen ab, die nicht als Parkflächen ausgewiesen sind, erkennt haltende Fahrzeuge und kann diese filmen.

Die Matrice 100 soll mit einer Akkuladung circa 20 Minuten lang fliegen und mit einer Nutzlast von einem Kilogramm bestückt werden können. Der Quadcopter soll mit 2 Akkus versehen werden und entsprechend auch doppelt so lange in der Luft gehalten werden können.

Fahrzeuge und Personen im Dunkeln erkennen

Der Hersteller FLIR hat die Matrice 100 mit extrem kleinen Infrarotsensoren vom Typ Lepton ausgestattet. Diese haben eine Auflösung von 60×80 Pixeln und sind in der Lage, Wärmebildaufnahmen zu machen. Damit sind sie gut geeignet, um im Dunkeln Fahrzeuge, Personen oder Tiere aufzuspüren.

Zur Übertragung von Videoaufnahmen nutzt die Drohne die DJI-Funktechnik Lightbridge. Kameras lassen sich auf dem Gimbal Zenmuse X3 Halterarm montieren, der nicht nur die DJI eigenen 4K-Kameras aufnehmen kann, sondern jede Kamera mit HDMI-Anschluss.

Der Preis für die Drohne Matrice 100 beträgt 3.300 US-Dollar. Das Antikollateralsystem kostet weitere 1.000 US-Dollar. Ausgeliefert werden soll die Drohne, die sich eher weniger für den privaten Einsatz eignet, ab Ende Juni.

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