Parrot Bebop Drone im Test

Drohnen für den Privatgebrauch erobern zunehmend die Lüfte. Mit der Bebop Drone hat Parrot nun bereits seine dritte Drohne auf den Markt gebracht. Wir haben uns die fliegende Aktioncam genauer angesehen …

Einleitung, Erster Eindruck & Ausstattung

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Nicht erst seit Amazons Ankündigung, an Drohnen für die Auslieferung von Paketen zu forschen, sind die ferngesteuerten Fluggeräte ein beliebtes Thema. Auch für den privaten Gebrauch drängen in den letzten Jahren immer mehr Hersteller, die Drohnen in den verschiedensten Preisklassen und Ausstattungen anbieten, auf den Markt. Günstige und einfach ausgestattete Drohnen gibt es bereits ab 80 EUR. Wer es hingegen etwas professioneller haben möchte, sollte sich im Preissegment ab 400 EUR aufwärts umsehen. Hier hat sich auch Parrot mit seiner mittlerweile dritten Drohne angesiedelt.

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Die Bebop Drone ist der Nachfolger der AR.Drone 2.0, welche wir bereits vor gut anderthalb Jahren ausführlich vorgestellt haben. Das neue Modell hat Parrot mit einer komplett neuen Hardware ausgestattet und die Drohne weg vom Spielgerät hin zu einem Werkzeug für Hobbyfilmer weiterentwickelt. Dank hochauflösender 14-Megapixel-Kamera und zusätzlicher Sensoren zur Bildstabilisierung kann die Bebop Drone auch als fliegende Action-Kamera bezeichnet werden. Auch ein GPS-Modul, das beim Vorgänger noch separat hinzugekauft werden musste, gehört bei der neuen Parrot Drone bereits zur Grundausstattung.

Nicht nur die Drohne wurde überarbeitet, auch die dazugehörige Smartphone-App FreeFlight ist jetzt in der Version 3.0 verfügbar. Mit ihr ließen wir bereits die MiniDrones Rolling Spider und Jumping Sumo durch die Gegend hüpfen und fliegen.


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Erster Eindruck

Wie nicht anders erwartet, wird die Parrot Bebop Drone in einer etwas größeren Verpackung geliefert. Nach dem Öffnen zeigt sich jedoch, dass die eigentliche Drohne wesentlich kompakter ist, als es die Verpackung zunächst erahnen lässt. Neben dem Fluggerät selbst liefert Parrot einen ansteckbaren Indoor-Schutz aus Styropor und Kunststoff, zwei Akkus, ein Ladegerät mit diversen Adaptern sowie einen Satz (4 Stück) mit zusätzlichen Rotorblättern samt Werkzeug zum Abnehmen mit.

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Da der erste Flug nicht lange auf sich warten lassen sollte, starteten wir die Bebop Drone zu ihrem Jungfernflug im Büro. Indoor sollte unbedingt der dafür vorgesehene Schutz angesteckt werden, der die Rotorblätter vor direktem Kontakt mit der Wand oder anderen Gegenständen schützt. Allerdings ist die Drohne für Indoor-Flüge in engen Räumen eh nur bedingt geeignet, viel spannender hingegen ist der Outdoor-Einsatz. Anders als beim Vorgänger benötigt die Bebop Drone keine Schutzhülle für Flüge im Freien. Der Indoor-Schutz sollte vor dem Einsatz unter freiem Himmel abgenommen werden, denn durch ihn ist die Drohne wesentlich anfälliger gegen Seitenwinde und liegt teilweise sehr unruhig in der Luft.

Zwar hat Parrot für die Bebop Drone auch eine echte Fernsteuerung im Angebot, diese muss jedoch separat für knapp 400 EUR erworben werden. Fliegen lässt sich die Drohne dennoch ganz einfach über eine App, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist.

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Bebop Drone mit abgenommenem Indoor-Schutz

Ausstattung

Zwar muss die Bebop Drone im Grunde “nur” fliegen und filmen, allerdings sind die dafür benötigten Berechnungen so anspruchsvoll, dass eine entsprechend gute Hardwareausstattung benötigt wird. Parrot hat die Drone daher mit dem leistungsstarken Prozessor P7 Dual Core Cortex 9 und ganzen 8 GB Arbeitsspeicher bestückt. Zudem kommt ein Quad-Core-Grafikprozessor zum Einsatz, der für die Steuerung der Kamerafunktionen zuständig ist. Die Bauteile sind auf eine Halterung aus Magnesium montiert, welche die Rolle als elektromagnetische Abschirmung und als Radiator übernimmt.

Die 14-Megapixel-Kamera mit Fisheye-Linse der Bebop Drone wird durch einen digitalen 3-Achsen-Video-Stabilisator unterstützt. Er sorgt für ruhigere Aufnahmen. Außerdem sind zwischen dem Gehäuse der Kamera und dem Halter der Rotorarme kleine Dämpfer angebracht, welche das Bild zusätzlich stabilisieren sollen.

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Rückseite der Bebop Drone mit Status-LED und Dämpfern zwischen den Bauteilen.

Eine zweite Kamera, die im Boden der Drohne untergebracht ist, nimmt alle 16 Millisekunden ein Bild auf und vergleicht dieses mit dem vorhergehenden, um die genaue Geschwindigkeit der Bebop Drone zu bestimmen. Die Flughöhe wird bis zu einer Höhe von 8 Metern durch einen Ultraschall-Sensor ermittelt, anschließend übernimmt diese Aufgabe ein verbautes Barometer. Weitere Sensoren wie ein 3-Achsen-Magnetometer, 3-Achsen-Gyroskop, 3 Achsen-Beschleunigungssensor und nicht zuletzt ein GLONASS-/GPS-Modul sollen ebenfalls für sichere Flüge und ruhige Video- sowie Fotoaufnahmen sorgen. Ein ebenfalls 8 GB großer interner Speicher sichert die aufgenommenen Videos und Fotos. Wer die Daten zur Weiterverarbeitung auf den PC oder Mac ziehen möchte, muss die Drohne per Mikro-USB-Kabel verbinden. Zudem muss die Drohne eingeschaltet sein, ohne geladenen Akku kann also auch keine Übertragung der Daten erfolgen. Hier wäre eine austauschbare SD-Karte eine sinnvolle Erweiterung, zumal der Speicherplatz dann individuell durch den Nutzer erweitert werden könnte.

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5 Kommentare zu “Parrot Bebop Drone im Test

  1. sehr umfangreicher hervorragender Testbericht – die Parrot Bebop Drohne hat als Kameradrohne auf jeden Fall Potential und zudem ein gutes Preis- / Leistungsniveau

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