Leser-Test: Garmin Edge Touring Plus

In der pocketnavigation.de Navithek stehen zahlreiche Navigationsgerät wie das Garmin Edge Touring Plus zum Verleih bereit. In diesem Artikel berichten unsere Leser über ihre Erfahrungen mit Fahrrad-Navi …

Garmin Edge Touring Plus Leser-Test von Thilo H.

Inhaltsverzeichnis

Edge_Touring_02Mit der pocketnavigation.de Navithek bieten wir unseren Lesern einen besonderen Service und stellen Navigationsgerät zum kostenlosen Ausprobieren für einen Zeitraum von drei Wochen zur Verfügung. Als kleine Gegenleistung, bitten wir die Entleiher uns nach ihren Tests einen kurzen Erfahrungsbericht zukommen zu lassen.

In diesem Artikel wollen wir den Testern des Garmin Edge Touring Plus einen Platz geben und ihre persönlichen Erfahrungsbericht veröffentlichen. Wer ebenfalls gerne einmal den Garmin Edge Touring oder ein anderes Navi testen möchte, kann sich über die Navithek für ein Gerät seiner Wahl bei uns melden. Unter redaktion@pocketnavigation.de nehmen wir gerne auch Leser-Tests entgegen, die ohne vorherige Nutzung der Navithek entstanden sind.

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Das Garmin Edge Touring Plus ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.


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Leser-Test von Thilo H. zum Garmin Edge Touring Plus

Dieser Bericht enthält Erfahrungen unserer Leser, die nicht mit der Meinung der Redaktion oder des Betreibers übereinstimmen müssen.

garmin-edge-touring-navithek-thiloNach dem Auspacken hielt ich ein optisch sehr „schickes“ Gerät -es handelt sich um die Version in weiß- in der Hand. Das Gerät ist relativ flach für ein Outdoor-Navi, da Garmin hier einen fest eingebauten Akku verwendet, der nicht austauschbar ist. Es wird leider kein separates Netzteil mitgeliefert, sondern nur ein USB-Kabel für den Anschluss an den PC. Ein Benutzerhandbuch gibt es nur in elektronischer Form auf dem Gerät, in Papierform wird eine Schnellstartanleitung beigelegt, die aber nur aus wenigen Skizzen besteht. Fürs Fahrrad wird eine einfache, aber sehr praktische Halterung mitgeliefert, die mit Spanngummis ohne Werkzeug am Lenker befestigt werden kann.

Nach der schnellen Montage der Halterung -es waren sogar Halterungen für 2 Fahrräder beigelegt- wird das Navi einfach aufgesteckt, um 90 Grad gedreht und eingerastet. Damit ist es für Touren auf Straßen und gut befestigten Wegen sehr gut gesichert. Ich bin kein Mountain-Biker, aber ich könnte mir vorstellen, dass eine zusätzliche Sicherung sinnvoll wäre, wenn es über Stock und Stein geht.

Für die erste Tour habe ich eine Strecke als gpx-Datei auf das Garmin übertragen. Dass ist einfach möglich, indem die Datei nach Anschluss des Gerätes an den PC in das Verzeichnis „New Files“ kopiert wird. Dabei kann gewählt werden, ob der Track direkt auf das Gerät oder auf die Speicherkarte kopiert wird, wo ein gleichnamiges Verzeichnis existiert. Nach einem Neustart ist der Track verfügbar und kann über den entspr. Menüpunkt aktiviert werden. Die Struktur der Menüs ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kenne zwar kein anderes Navi von Garmin, aber bei meiner Laufuhr -einer Garmin Forerunner 410- ist das ähnlich. Im Benutzerhandbuch wird das für meinen Geschmack auch nicht besonders gut erklärt. Ich komme am Besten zurecht, wenn ich am Anfang die Menüs ohne Anleitung durchgehe, die Bedienung ist grundsätzlich sehr einfach.

Los gehts! Die Satelliten werden sehr schnell gefunden, teilweise schon innerhalb der Wohnung. Deutlich schneller als bei meiner Laufuhr, bei der ich zeitweise 1-2 Minuten warten muss. Sobald das Navi eine Bewegung feststellt, wird die Aufzeichnung und die Uhr per Taste gestartet. Ansonsten erfolgt die Bedienung vorwiegend über das Touchscreen-Display, das aber nicht so empfindlich reagiert, wie man das von einem Smartphone her kennt. Ich muss also auch mal fester drücken, insgesamt ist es aber während der Fahrt sehr gut zu bedienen. Die Navigation funktioniert im Allgemeinen sehr gut, Richtungswechsel werden durch ein akkustisches Signal angezeigt. Nur bei einigen Waldwegen kam das Signal etwas sehr spät. Benutzt habe ich die vorinstallierte Fahrradkarte von Garmin.

Als Läufer habe ich das Navi auch einmal beim Laufen ausprobiert. Dabei wollte ich in halbwegs unbekanntem Gebiet eine Strecke ablaufen, die ich als Track aus dem Internet geladen hatte. Das funktioniert sehr gut, die „Auto Pause“ sollte aber deaktiviert werden, sonst wird die Aufzeichnung zwischendurch sehr oft ungewollt unterbrochen aufgrund des geringen Tempos. Das Gerät lässt sich gut in einem Laufgürtel oder Laufrucksack unterbringen.

Wie bei einem Auto-Navi kann beim „Touring Edge (Plus)“ ein beliebiges Ziel (Adresse, POI usw.) eingegeben und die Navigation gestartet werden. Das Ganze ist ähnlich einfach wie bei einem Auto-Navi und eine der Stärken des Gerätes. Ich hatte den Eindruck, dass mit der mitgelieferten Fahrradkarte die Route auch wirklich „fahhradgeeignet“ ist und nicht unnötig Hauptverkehrswege benutzt werden.

Wer ein einfach zu bedienendes Fahrrad-Navi sucht, dass so ähnlich funktioniert wie das Navi im Auto, dem kann ich das „Garmin Edge Touring (Plus)“ sehr empfehlen. Schade finde ich, dass hier ein Akku eingebaut ist, der nicht gewechselt werden kann. Bei permanent eingeschaltetem Display und einer Beleuchtung von 100% ist der Akku nach 5-6 Stunden leer. Die Laufzeit kann natürlich mit geänderten Einstellungen verlängert werden. Ein Nachteil für diejenigen, die unabhängig von einer Lademöglichkeit bleiben wollen. Mir sind Geräte, die über Standard-Akkus oder Batterien versorgt werden können, immer sympathischer, habe ich bei der Laufuhr allerdings auch nicht.

(Stand 27.05.2014)

Das Garmin Edge Touring Plus ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.

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6 Kommentare zu “Leser-Test: Garmin Edge Touring Plus

  1. Hallo Thilo,
    der Akku lässt sich sehr wohl wechseln – und das sogar absolut einfach und das ist auch gut so. Ein kleiner Schraubendreher genügt, wie er in vielen Haushalten schon vorhanden ist. Es sind weder Spezialwerkzeuge noch Spezialwissen nötig. Dir ist sicher vor lauter Begeisterung gar nicht aufgefallen, dass man auf der Rückseite ganz ungehindert die Schraubenöffnungen sehen kann. 😉
    Bei einem bekannten Auktionshaus und diversen Händlern finden sich auch schon kompatible Akkus mit 1000mAh, also etwas weniger Kapazität, bereits ab 13-15 Euro. Der originale liegt deutlich darüber, wie üblich. Der Edge Touring (Plus) nutzt weitgehend Komponenten des 800/810, es gab die Ersatzakkus daher also schon vor dem Touring.

    Nach dem Öffnen des Gehäuses sieht man in der rückwärtigen Schale die voll vergossenen Anschlüsse und eine Platine für diverse Subsysteme und in einer Mulde liegt der Akku mit 3,7V und original 1100mAh. Dieser ist mit einer kurzen Anschlussleitung und einem kleinen mehrpoligen Stecker auf der Platine angeschlossen, somit sehr wackelsicher kontaktiert. Ausfälle, wie sie bei Akkus mit Kontaktflächen vorkommen können, wenn es mal ruppig zugeht, sind hier nicht zu erwarten – löblich.
    Die hintere Schale kontaktiert die Frontschale mit einem dreidimensional ‚elastischen‘ Platinenverbinder, der auch wieder sicherstellt, dass es keine Betriebsunterbrechung gibt, wenn das Kunststoffgehäuse etwas unter Druck gerät oder geschüttelt und nicht gerührt wird.
    Diese Funktionssicherheit ist mit Standard-Rundzellen nicht hinzubekommen (ich denke da gerne an meinen Garmin eMap zurück), noch dazu sind die Zellen mit ihrer ‚Einzelverpackung‘ deutlich schwerer und brauchen durch ihre äußere Form auch deutlich mehr Platz.

    Eins ist natürlich richtig: diese Verbindungen sind zwar überaus robust, aber sie sind eindeutig nicht dazu gedacht, die Nutzungsdauer im Alltag durch Akkutausch zu verlängern. Sie sind nur für den Servicefall.

    Das mit der längeren Nutzungsdauer macht man aber heutzutage ohnehin längst anders. Denn seit es hungrige Smartphones gibt, sind zu immer günstigeren Preise immer stärkere Zusatzakkus aka Power Banks zu haben. Über deren USB-Ladebuchsen lässt sich dann nicht nur der Edge nachladen – ein großer Vorteil, denn so hat man z.B. auch mal Reserve-Energie für’s Notfall-Handy!

    Aktuell liegt man bei 12000 bis 14000 mAh zu 15-25 Euro oder 20.000 bis 24.000 mAh zu 25-35 Euro. Rechnen wir den Verbrauch in der Zeit des Nachladens mit dazu, kannst Du den Edge Touring (Plus) also 10x bis 20x wieder nachladen. Das wären 60h/120h Intensivnutzung oder 150h/300h Sparbetrieb (ohne Displaybeleuchtung, nur nordweisend). Innerhalb von 3-8 Tagen sollte sich eine Steckdose finden, für 1,5Cent geht’s dann 4-6h später wieder weiter… und wer die Welt umrunden will, lädt seine Power Bank per Solarzellen.
    Als Orientierung: mit einer 20000mAh Power Bank in der Lenkertasche oder im Rucksack habe ich über 24h Energie für einen mobilen LTE-Hotspot, ein 7″ Tablet, ein Smartphone und den Edge. Da man nicht ständig alles nutzt, sind 3-5 Tage problemlos drin.

    Dass das Touch-Display auf Druck reagiert (resistiv) und nicht auf Berührung (kapazitiv) ist der Tatsache geschuldet, dass es auch draußen funktionieren muss, also unabhängig von Feuchtigkeit, Temperatur, etc., ….
    Wer jemals nach 3h Schwimmen ein gewöhnliches Notebook-Touchpad bedienen wollte, kennt also den Grund. 😉

    Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass der Edge Touring (Plus) sehr vielseitig ist, was die nutzbaren Karten angeht. Man kann ihn neben der mitgelieferten OSM-Kartenbasis einfach per microSD-Karte auch mit einer der Garmin Topo (Pro) Karten nutzen oder OSM-Karten laden, die über verknüpfte Höhenlinien verfügen oder aber auch City Navigator NT Karten, teilweise gehen sogar auch diverse Marine-Karten für Binnenseen (Schweiz, Nordamerika).
    Fazit: der Edge ist fast überall auf der Welt zuhause, wenn man will.

    Zur Befestigung noch schnell:
    Die zwei mitgelieferten Exemplare sind die Standardbefestigung. Gummis gibt es auch einzeln, ein weiteres Paar Halterungen kostet um 10 Euro. Das reicht in der Tat für die meisten Nutzer und hält sehr gut. Wer eine etwas stabilere Halterung braucht, oder den Edge am Vorbau weiter nach vorne braucht, um bequemer hinschauen zu können, für den hat Garmin noch weitere, sehr elegante Halterungen aus Metall im Angebot, die allerdings dann auch knapp 40 Euro pro Stück kosten.
    Tipp: wer überlegt, eventuell später auf den Edge 1000 zu wechseln, sollte gleich die größere der beiden Metall-Halterungen kaufen, alle kleineren Edge passen auch da.

    Gruß

  2. Mein Edge Touring Plus zeigt nach dem Einschalten „Wegpunktespeicher voll“
    Wie kann ich die Wegpunkte löschen ?

  3. Hallo Bernd H.,
    sehr schöner Bericht über das Garmin Edge Touring, welches ich gerade von meiner ADFC Ortsgruppe ausgeliehen habe und ebenfalls in bekannter Gegend teste. Neben Deinen Erfahrungen, daß die berechnete Navigationsroute nicht immer (oder selten) den Erwartungen entspricht (d.h. Radwege bevorzugt werden) konnte ich auch die Erfahrung machen, daß das Navi manchmal krampfhaft Umwege nach nicht nachvollziehbaren Kriterien einbauen will obwohl es eine gute und durchaus radtaugliche Verbindung „geradeaus“ gibt, die auch in der Karte vorhanden ist. Hier lässt einen auch die Anleitung im Stich wenn es um die Auswahl der Routingoptionen „Fahrrad“, „MTB“ oder „Tourenrad“ geht. Ebenso ist die Einstellung „Distanz minimieren“ oder „Zeit minimieren“ nicht weiter erklärt und die Ergebnisse sind nicht nachvollziehbar. Was mich noch stört ist der ständige Perspektivenwechsel an jeder Abzweigung, wenn ich die Karte ansonsten eingenordet habe: Hier wird immer auf „Fahrtrichtung oben“ umgeschaltet. Das führt bei mir dann doch gelegentlich zum Orientierungsverlust. Abschließend fehlt die Möglichkeit den Touchscreen neu zu kalibrieren.
    Fazit: Es geht nichts über handgeplante Routen. Wenn man dafür keine Zeit oder Gelegenheit hat kommt man mit dem Garmin auch an und verpasst in fremder Umgebung sogar die Überraschungen, die es einbaut.

  4. Ich kann mich der Kritik von Matthias Marcks anschließen. Garmin Edge Touring Plus entwickelt manchmal ein sehr seltsames Eigenleben. Es treibt den Nutzer über völlig sinnlose Umwege, ignoriert Radwege und will im MTB-Modus auf der Straße fahren oder erkennt Orte vor denen man gerade steht nicht. Eine Nutzung ohne Papier-Karte ist unmöglich. Na ja,wieder einmal ein Garmin-Gerät mit eingebauten Fehlern.

  5. Eine Bekannte hat das Gerät gekauft um das zu machen, was ich mit meinem Etrex bei Radurlauben immer mache:
    Die Tour am PC mit guten Radroutern (graphhopper, brouter etc.) planen, die Tagesetappen als gpx Dateien downloaden und mit Basecamp auf das GPS Gerät übertragen, um diese dann nachzufahren.
    Es scheint so, dass dies mit diesem Gerät nicht möglich ist.
    Eine Tour von Basecamp sowohl als Track, als auch als Route an das gerät übertragen, lässt sich auf dem Gerät nicht mehr finden.
    Für mich ist damit das Gerät zumindest für Radurlaube nicht zu gebrauchen. Schade…

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