Navis unter 100 EUR im Test

Performance & Bedienung

Performance

 Arival
NAV-PNS 50
Garmin
nüvi 140T
MEDION
E3260

MIO
Moov 410M
NavGear
RSX-50-3D
TomTom
Start 20
Akkulaufzeit2:12
2:15
1:45
2:47
2:06
1:57
*
Startzeit32 Sek.
28 Sek.
52 Sek.
36 Sek.
35 Sek.
35 Sek.
Routen-
berechnungs-
geschwindigkeit
1:45
1533 km
0:42
1524 km
1.01
1523 km
0:32***
633 km
1:01
1519 km
0:31***
635 km
Kartenaufbau****
Menüwechsel**
Summe
2,5

1,9

2,1

2,8

2,3

2,4

* Display wird im Akkubetrieb gedimmt, auch wenn dies in den Einstellungen deaktiviert wird.
** Animierte Menüs ausgeschaltet
*** keine Routenplanung möglich, daher Ersatzroute
**** Kartendetails normal

Die Akkulauzeit ist bei KFZ-Navis zwar von untergeordneter Bedeutung, jedoch ist es natürlich immer von Vorteil, wenn man zumindest bei kurzen Fahrten auf das nervige Ladekabel verzichten kann. Da in diesem Preissegment nur passive Halterungen zu finden sind, ist eine feste Verkabelung in der Regel nicht möglich und die Verlockung auf das Kabel zu verzichten umso höher. Wir haben die Akkulaufzeit während einer Navigation und bei maximaler Helligkeit getestet und Zeiten zwischen 1:45 Stunden (MEDION) und 2:47 Stunden (MIO) gemessen. Bei diesem Test ist uns TomTom aufgefallen: obwohl in den Einstellungen „nie Dimmen“ aktiviert wurde, regelt TomTom die Helligkeit im Akkubetrieb deutlich und störend zurück. Auch mit diesem Trick landet TomTom mit unter 2 Stunden Akkulaufzeit nur am Ende des Testfeldes.

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Die Startzeit inkl. GPS-Empfang wurde von uns mehrfach unter optimalen Empfangsbedingungen getestet. Alle Navis starten unter einer Minute und sind damit ausreichend schnell einsatzbereit.

Die Berechnungszeiten für Routen unterliegen vielen Faktoren. So hat z.B. die Nutzung von historischen Verkehrsdaten einen hohen Einfluss auf die Berechnungszeit. Wir haben alle Systeme mit ihren voreingestellten Optionen auf einer Route: München – Stuttgart – Düsseldorf – Hannover – Hamburg – Berlin – Dresden getestet. Das Ergebnis überraschte uns, denn alle Systeme lagen weit unter 2 Minuten, dass Garmin erreichte das Ergebnis bereits nach sagenhaften 42 Sekunden. Mio und TomTom konnten nicht an diesem Test teilnehmen, da diese beiden Systeme keine oder keine Routen mit derart vielen Zwischenzielen planen können.

Wichtig für die gefühlte Performance eines Navis ist die Geschwindigkeit des Menüaufbaus. Bei Garmin, MEDION und TomTom führt jeder Klick im Menü direkt und ohne erkennbare Verzögerung zu einer Aktion. Schlechter sind hier vor allem Arival und Mio. Bei NavGear hilft es, den animierten Menüwechsel in den Einstellungen zu deaktivieren.

Neben der Menügeschwindigkeit, ist auch die Geschwindigkeit der Kartenanzeige wichtig. Vor allem wenn man sich den Routenverlauf, alternative Route oder Staumeldungen anzeigen lassen möchte, kann ein langsamer Kartenaufbau zur Qual werden. Die Unterschiede in der Performance sind beim Kartenaufbau am größten, besonders schnell und flüssig ist das MEDION, gefolgt vom TomTom und NavGear. Bei Garmin kann man den Detailgrad der Karte einstellen und so Einfluss auf die Performance nehmen. Doch selbst mit weniger Kartendetails ist die Anzeige nur verzögert möglich. Besonders schlecht ist das Mio. Es hat keine 2D-Kartenansicht (mit Ausnahme der Routenübersicht) und die Karte lässt sich in der 3D-Ansicht praktisch gar nicht zoomen bzw. verschieben.


Bedienung

 Arival
NAV-PNS 50
Garmin
nüvi 140T
MEDION
E3260

MIO
Moov 410M
NavGear
RSX-50-3D
TomTom
Start 20
Bedienlogik
ZieleingabeAdresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
Home
Koordinaten
(Teil-)Fuzzy
-
-
30 Sek. 22 Klicks

Adresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
Home
Koordinaten
-
Textsuche
-
23 Sek. 18 Klicks
Adresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
Home
Koordinaten
(Teil-)Fuzzy
-
Tour
16 Sek. 12 Klicks
Adresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
Home
-
(Teil-)Fuzzy
Textsuche
-
34 Sek. 19 Klicks
Adresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
-
Koordinaten
(Teil-)Fuzzy
Google*
Bilder
22 Sek. 20 Klicks
Adresse
Sonderziele
Karte
Favoriten
Letzte Ziele
Home
Koordinaten
(Teil-)Fuzzy
-
Letzter Halt
24 Sek. 24 Klicks
Finger-
bedienbarkeit



Sprachsteuerung------
Touchscreen
Summe
2,5

1,8

1,4

1,9

2,0

1,9

* konnte nicht erfolgreich getestet werden

Bei der Bedienung der Geräte macht sich die Qualität der großen Namen bemerkbar. Sie gehen offenbar keine Kompromisse ein und setzen allesamt auf einen sehr guten Touchscreen, der perfekt kalibriert ist. Probleme bereiteten uns im Test nur die auf Windows CE basierenden Kandidaten Arival und NavGear. Hier kann das Display zwar manuell kalibriert werden, allerdings reagierte der Touchscreen im Test dennoch nicht immer wie gewollt und oftmals erst auf Nachdruck. Viel macht auch die Abstimmung der Software bei der Bedienbarkeit aus, hier überzeugen fast alle Navis mit großen Buttons und Schaltflächen. Nur bei TomTom und Arival sind uns Stellen in der Software aufgefallen, bei denen kräftige Finger Probleme bereiten könnten.

Die Vorurteile, dass ein Navi mit 3,5-Zoll-Display schwer zu bedienen ist, kann das MEDION entkräften. Alle Buttons, sogar die Buchstaben der Texteingabe sind ausreichend und durchgängig groß genug für eine problemlose Bedienung.

Die hohe Anzahl an Features und Einstellungen wird der iGO-Software im Bezug auf die Bedienbarkeit zum Verhängnis. Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Menüansichten und Optionsfelder; der Einsteiger kann sich hier schneller verirren als bei anderen Systemen.
Unserer Meinung nach ist die Menüstruktur des MEDION GoPal Navigator 7 am besten und einfachsten. Es werden für alle Einstellungen immer die gleichen Optionsbuttons angeboten und nicht wie bei vielen anderen Systemen wild zwischen Checkboxen, Buttons, Listen, Radio-Buttons usw. hin und her gewechselt. Auch das Mio ist, vor allem aufgrund seines geringen Funktionsumfanges, sehr einfach zu bedienen.

Bei der Zieleingabe beherrschen alle Navis mittlerweile die wichtigsten Optionen, Unterschiede sind kaum noch auszumachen, selbst die Eingabe von Koordinaten sind (bis auf Mio) bei allen Geräten möglich. Unterschiede gibt es jedoch in der Effizienz der Zieleingabe. Wir haben dazu die Zahl der nötigen Klicks sowie die Zeit gestoppt, die man als geübter Benutzer für ein bestimmtes Testziel benötigt. Das MEDION z.B. benötigt gegenüber dem TomTom nur halb so viele Klicks, was sich in einer wesentlich schnelleren Zieleingabe bemerkbar macht. Insgesamt ist die Zieleingabe aber bei allen getesteten Navis problemlos und schnell möglich.

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