HERE und Flynex kartographieren Drohnenflugzonen für deutschen Luftraum

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erstellen FlyNex und HERE Technologies gemeinsam eine 3D-Karte des Luftraums in Deutschland für autonome Drohnen …

Here Technologies unterstützt das auf Drohnenflugplanung spezialisierte Startup-Unternehmen Flynex, beim Kartographieren des deutschen Luftraumes für autonome Drohnen. In dem Kartierungsprojekt DaViLus (Datenvisualisierung der Luftraumstruktur) erstellt die Leipziger Software-Firma digitale 3D-Karten für den Luftverkehr. Zudem wird DaViLus vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Damit Flugfahrzeuge, ob bemannt oder unbemannt, im bodennahen Luftraum unterwegs sein können, benötigt es nicht nur Regularien, sondern auch Flugraumdaten wie es sie in Form von Kartendaten auch für normale Straßenfahrzeuge gibt. Damit Drohnen aber im Luftraum navigieren können, werden andere Standort-Informationen als für Flugzeuge oder Fahrzeuge vorausgesetzt.

Bild: Flynex; Kartierungsprojekt DaViLuS von Flynex und Here Technologies

 

Navigationskarten für Drohnen

Die für beispielsweise Paket-Drohnen und Flugtaxis notwendigen Daten zur Orientierung und Navigation sind jeder Art Objekte auf der Erdoberfläche wie Gebäude, Bäume, Brücken oder Straßenlaternen und deren genaue Position als auch Höhe, Form und weitere geometrische Daten. Hierfür stützt Flynex seine 3D-Luftraumerfassung unter anderem auch auf die höhengetreuen 3D-Objekte von HERE. Zudem enthält das Projekt DaViLus die laut EU-Richtlinie von 2019 geforderte digitale Abbildung  von Flugverbotszonen für Drohnen.

Bild: Flynex; DaViLus Webseite mit 3D-Karte der Elbphilharmonie

 

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Immer mehr Einsatzgebiete für Drohnen

Drohnen finden immer mehr Einsatzbereiche. So half Flynex beispielsweise einem deutschen Energieversorger bereits geholfen, Wartungsflüge seines Stromnetzes mit Drohnen durchzuführen. Damit wurde nicht nur ein zeit- und kostenaufwändiger, sondern auch ein sicherheitsrelevanter Prozess bewältigt, weil Wartungsteams ansonsten selbst jeden Strommast physisch erklimmen oder das Stromnetz mit Hubschraubern überfliegen, um diese inspizieren zu können. Der Einsatz von Drohnen soll laut Here 90 % der Zeit und bis zu 70% der Kosten einsparen.

Auch die Berliner Feuerwehr will gemäß der Berliner Zeitung in Zukunft bei der Brandbekämpfung auf Drohnen-Hilfe setzen. Schließlich können Drohnen bei Ankunft am Einsatzort den Feuerwehrmännern aus Vogelperspektive und dadurch aus sicherer Entfernung einen besseren Überblick über die Lage verschaffen. Die Berliner Drohnen sind mit Wärmekameras und GPS ausgestattet. Damit können sie etwa Glutnester bei Großbränden oder Waldbränden ausmachen und die exakten Koordinaten an das Team übermitteln.

Bild: Flynex; Einsatzgebiete von Drohnen in Deutschland

 

Flugpost und Flugtaxis: Alte Zukunftsvisionen werden Realität

Flugfahrzeuge wie Flugtaxis, die Flugpost oder Flugautos waren schon in den Anfängen der 1900er Jahre Bestandteil von Zukunftsvisionen. Das sind sie heute immer noch. Allerdings sind heutige Technologien und Konzepte wie die Fahrzeugdrohne von Porsche, das Flugtaxi von Daimler und Volocopter oder das fliegende Auto Sky Drive von Toyota, das sogar bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio fertiggestellt sein soll, den Visionen von damals schon deutlich näher gekommen.

Bild: Flynex; DaViLus Webseite mit 3D-Karte Reichstag

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