CicloNavic 400 – Vier Zoll zum Niedrigpreis

Auf der Eurobike präsentiert Ciclo den Navic 400 – ein 4-Zoll-Navi für 230 Euro.

Ciclo bringt zur Eurobike ein komplett neu konstruiertes Fahrrad- und Wander-Navi im Großformat – und dies könnte tatsächlich eines der Navi-Highlights dieser Messe werden. Mit seinen bisherigen Radcomputern der HAC- und Navic-Reihe bediente Ciclo vorrangig die Radsportler – nun rücken die Touren- und Freizeitradler ins Zielgruppenvisier. Vorrangig ältere Akteure klagen häufig über zu kleine Displays und schlechte Lesbarkeit, und genau für diese Kunden scheint der neue Navic zugeschnitten.

Denn er soll möglichst einfach zu bedienen sein, so Ciclo-Projektmanager Andreas Hochschorner: „Adresse eingeben, Strecke berechnen lassen, fertig.“ Die Berechnung von Rundkursen ist möglich, und Tourenvorschläge können als gpx-Dateien einfach per Kabel auf das Gerät übertragen werden.  Auf komplexere Bluetooth- oder ANT+-Connectivity verzichtet man beim Navic 400 vorerst. Ein barometrischer Sensor misst die Höhe.

Karten: Falk lässt grüßen

Beim Blick auf die Kartenseite wird sofort die Zusammenarbeit mit alten Bekannten aus der Navi-Szene deutlich: das Material stammt von Falk und wurde vom Innsbrucker KOMPASS-Verlag mit Höheninformationen angereichert. Die Länder Westeuropas (OpenStreetMap-Basis) sind bereits vorinstalliert.

Für die Planung zuhause, für Karten- und Datenverwaltung entwickelt Ciclo derzeit eine spezielle Software, die offline nutzbar sein wird.

Mit 166 Gramm ist der Navic 400 kein Leichtgewicht, aber das darf man bei der Displaygröße auch nicht erwarten. Der fest verbaute 3000mAh-Akku soll nach Werksangaben 8-14 Stunden durchhalten.

Großes Display, schnell und sonnenlichttauglich?

Spannend wird sein, wie gut sich das transflektive Display (854 x 480 px) auch im Sonnenlicht schlägt und wie flüssig sich der resistive (also druckempfindliche) Touchscreen zeigt. Das hängt vor allem vom verbauten Prozessor ab und der Speicherkapazität ab. Als interner Speicher sind 8 GB an Bord, die bis zu 128 GB erweitert werden können.

Der UVP liegt bei 229,99 Euro (inklusive Fahrradhalterung und Ladekabel) – das ist für ein 4-Zoll-Navi vergleichsweise niedrig. Die Auslieferung soll im Oktober 2019 erfolgen.

Update: Erster Eindruck bei der Eurobike 2019

Auf der Eurobike konnten wir ein erstes Serienmuster kurz begutachten. Während der Startbildschirm mit seinen großflächigen, bunten Schaltflächen eher an ein Mio-Gerät erinnert, fühlt man sich bei den weiteren Menüs und ihrer Bedienung in der Falk-Welt zuhause. Bis auf Geocaching und Bluetooth bietet der Navic 400 die frühere Falk-Tiger-Funktionen und -Ansichten (insbesondere bei der Karte), angenehm und übersichtlich zu bedienen, nun auf ausgedehntem 4 Zoll-Niveau. Der niedrige Preis fordert allerdings sein Tribut: der Touchscreen reagiert zuverlässig, aber bei starkem Sonnenlicht muss man schon genau hinschauen, um auf dem Display noch alle Einzelheiten zu erkennen. Vor allem beim  etwas zähen Kartenaufbau vermisst man etwas Prozessorleistung. Wer nicht immer wischen will, nutzt die hilfreichen Tasten zur Bedienung. Testmuster sollen in Kürze folgen, und wir werden weiter dazu berichten.

www.ciclosport.com

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