Samsung präsentiert DRVLine-Plattform für autonomes Fahren

Samsung hat in Kooperation mit Harman eine Plattform vorgestellt, durch welche Entwickler und Denker gemeinsam das Ziel der autonomen Mobilität verfolgen können. DRVLINE soll in der Anwendung besonders flexibel sein…

Samsung Electronics Co. ist mit der offiziellen Übernahme von Harman Int. Industries im März 2017 einen strategischen Schritt in Richtung Automotive und dem assoziierten wachsenden Markt der Autonomen Mobilität gegangen. Für den Präsidenten & CEO Dinesh Paliwal von Harman und den Präsidenten & CSO Young Sohn von Samsung war die Übernahme eine Möglichkeit starke Synergien zu entwickeln, die ihren Kunden noch bessere Produkte und Erlebnisse ermöglichen. Aus dieser Zusammenarbeit ist nun Samsungs erste Plattform zur besseren Kollaboration an Konzepten für das Autonome Fahren entstanden: DRVLINE™.

Samsung fördert den Bereich Automotive

Für Samsung ist der Lebensstil der Zukunft über alle technologischen Aspekte aus den Bereichen Wohnung, Arbeit, Handy und Automobil hinweg vernetzt. Den letztgenannten Aspekt verfolgt das Unternehmen derzeit jedoch besonders stark. Mit der 8 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme des Herstellers von Connected-Car-Technologien Harman konnte Samsung eine strategische Business Unit im Automobilbereich kreieren. Zusätzlich hat das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar in die Gründung des Automotive Innovation Fund gesteckt und betreibt weitere Investitionen und Partnerschaften um Kollaborationen im Automobilsektor besser zu fördern.

Ein Unternehmen allein genügt nicht

Für Samsungs President und Chief Strategy Officer (CSO) Young Sohn werden die Fahrzeuge der Zukunft neben der Art und Weise unserer Mobilität auch unsere Infrastruktur und Gesellschaft verändern. „Sie werden den Verkehr sicherer machen und unser Zusammenleben revolutionieren“, so Sohn. Damit Autonome Systeme überhaupt entwickelt werden können bedarf es laut Sohn jedoch enger und branchenübergreifender Zusammenarbeit, denn für einzelne Unternehmen wären die Herausforderungen einfach zu groß und zu komplex. Die neue DRVLINE-Plattform soll hingegen die zahlreichen Möglichkeiten des autonomen Fahrens nutzbar machen.

Flexibel: Co-Working ohne feste Bindung und Up to Date

Über die Plattform sollen die weltweit besten Denker und Entwickler eingeladen werden, gemeinsam an der Zukunft des Autos mitzugestalten. Entgegen manch anderer Plattformen für autonomes Fahren, ist es keine verpflichtende Lösung à la entweder Android oder iOS, denn es können verschiedene Anbieter gemeinsam an ihr arbeiten. Die Software lässt sich auf individuelle Bedürfnisse anpassen, einzelne Komponenten können je nach Bedarf auch ausgetauscht werden. Hierdurch soll die Plattform trotz einer sich schnell verändernden Branche immer up to date bleiben. Nutzen Erstausrüster die Plattform, können sie modernste autonome Technologie vertreiben und zeitgleich weitere Innovationen implementieren als auch in Richtung einsatzfähiger Autonomiestufe 5 hinarbeiten.

5 Schlüsselbereiche definieren die Plattform

Die DRVLINE-Plattform basiert auf den 5 Schlüsselbereichen Berechnung, Sensoren, Algorithmen, Cloud und Nutzererlebnis. Innerhalb dieser werden die Erfahrungen von Samsung aus den Bereichen Elektronik, Internet of Things (IoT) sowie integrierter Systeme, wie dem In-Car-Computing für die Autonomiestufen 3, 4 und 5 genutzt. Vor kurzem hat die Plattform Zuwachs durch ein neues ADAS-Frontkamerasystem erfahren. Es wurde von Samsung und HARMAN entwickelt und beinhaltet eine Spurverlassenswarnung, Kollisionswarnung, Fußgängererkennung sowie eine automatische Notbremsung.

Das Menschliche Gehirn als Maßstab

Im Gehirn vom Menschen laufen beim Autofahren permanent hochkomplexe Denkprozesse ab. Wie weit ist der Laternenmast entfernt? Wird der Fußgänger auf die Straße laufen? Wie lange dauert es, bis das gelbe Licht rot wird? Diese Fragen stellen nur einen Bruchteil dar, anhand welcher Autofahrer täglich mit Hilfe ihres Nervensystems Entscheidungen fällen müssen. In-Car-Computing ist noch weit davon entfernt an diese Kapazitäten heranzukommen. Die DRVLINE-Plattform soll durch offene und hochperformante Rechenleistungen einen weiteren Baustein hin zu IT-Ökosystemen darstellen, welche autonomes Fahren künftig unterstützen.

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