Kooperative Projekte von Vodafone und HERE auf der CES

Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) haben HERE und Vodafone ihre gemeinsamen Pläne für die Zukunft vorgestellt. Echtzeit-Kartenmaterial und Hochleitungs-Funkverbindungen sollen Städte smarter und Autos autonomer machen…

HERE und Vodafone Deutschland haben sich neuen Herausforderung des digitalen Zeitalters angenommen. Die Anbieter machen gemeinsame Sache und arbeiten an Möglichkeiten immer größere Datenmengen, mit immer schnelleren Übertragungsraten senden zu können. Die dabei antreibende Vision sind deutlich smarter werdende Städte sowie das Bestreben nach wahrhaftig autonom fahrenden Autos.

Gemeinsame Visionen für clevere Umgebungen

Beide Unternehmen sind wichtige Digitalpartner der Automobilbranche. HERE kann weltweit über 100 Millionen Fahrzeuge verzeichnen, die mit den Karten des Entwicklers navigieren. Vodafone ermöglicht es bereits mehr als 10 Millionen Autos weltweit im Netz des Herstellers zu funken. Um beide Kräfte zu vereinen schmieden die Konzerne gemeinsame Pläne, ein Schritt der auf der CES sogar mit der Unterzeichnung eines Vorvertrags besiegelt wurde. Gleichzeitig haben sie ihre Vorstellungen zum Straßenverkehr der Zukunft, ihrem Testvorhaben der HERE HD Live Map im 5G Mobility Lab von Vodafone und ihre Visionen zur sauberen Smart City präsentiert.

5G steigert die Datenübertragungsrate immens

Vodafone erforscht im 5G Mobility Lab in Aldenhoven Innovationen für den vernetzten Straßenverkehr der Zukunft. Mit dem dortigen Test-Netz soll schon bald in 5G mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (das sind 1.250 MB pro Sekunde bzw. 108 Terabyte pro Tag) und Latenzzeiten von unter 10 Millisekunden gefunkt werden. Hierdurch können schon bald auch Autos in Echtzeit mit einander über ihre jeweiligen Positionen kommunizieren und nicht zuletzt auch Unfälle dabei künftig vermeiden.

HERE liefert hierfür mit der HD Live Map die nötige Präzision beim Kartenmaterial, denn Veränderungen in der Fahrzeug relevanten Umgebung werden registriert und automatisch aktualisiert. Erfasst ein vorausfahrendes Fahrzeug Baustellen, Straßensperrungen oder Glatteis, werden die Informationen anonym übertragen und fließen in die Karte mit ein. Autonom agierende Autos können ihre Routen hierdurch anpassen, frühzeitige Fahrbahnwechsel einleiten und allgemein Gefahren besser vermeiden.

Weitere Visionen für smartere Städte

Das Joint Venture soll außerdem die von Städten, Autos und Transportsystemen generierten Datenmengen besser nutzen und in viel versprechende Dienste einbinden. Ziel dabei ist die Verbesserung der Lebensqualität durch saubere Straßen, sicherere Innenstädte und reduziertes Stauaufkommen.

Auch der Anfang einer Smarten Stadt muss erst einmal gemacht werden. HERE und Vodafone haben diesbezüglich Ideen präsentiert, welche das Abfallmanagement intelligenter machen könnten. Ihre These dabei: Rücken Müllfahrzeuge erst aus wenn Mülleimer ihren maximalen Füllstatus bekannt gegeben haben, können Ressourcen eingespart werden. Durch die gleichzeitige Berücksichtigung von Staus, Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge und weiteren Variablen, könnte der smarte Charakter der Idee nochmals gesteigert werden. Weitere Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Unternehmen bei der Parkplatzsuche sowie beim Management der Straßenbeleuchtung.

 

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