HERE und BMW gehen einen weiteren Schritt in Richtung Vernetzung

BMW kann mit Hilfe des Kartendienstanbieters HERE ab Mitte 2018 einen neuen Sicherheits-Service anbieten. Passend zur jeweiligen Situation erhalten Fahrer hierbei Infos zu Einschränkungen im Straßenverkehr…

Die aktuellen Pressemeldungen verschiedener Autohersteller und Kartenanbieter zeigen deutlich wohin der Trend gehen soll: Die Vernetzung verschiedenster Verkehrsteilnehmer untereinander sowie deren Verknüpfung mit relevanten Einflussfaktoren wie Wetter, Ampelschaltungen, Gebäudestrukturen und ähnlichem. Technologieunternehmen, aber auch andere Professionen, streben eine Zukunft für die Mobilität an, die smarter und autonomer werden soll.

Safety Services-Suite von HERE aus der Cloud

Die Deutschen Automobilkonzerne Audi, BMW und Mercedes mischen auch kräftig bei diesem Bestreben mit und haben im Rahmen dessen den Kartendienstanbieter HERE im Jahr 2015 von Nokia abgekauft. Einen weiteren Schritt in Richtung Vernetzung gehen nun HERE und BMW. HERE Technologies hat auf der CES 2018 in Las Vegas die Markteinführung der cloudbasierten HERE Safety Services-Suite bekanntgegeben. Fahrzeuge verschiedener Autohersteller liefern dabei Sensordaten, welche für den neuen Dienst interpretiert und in sicherheitsrelevante Informationen umgewandelt werden. Diese können auf dem Display des Fahrzeugs eingesehen oder direkt durch Fahrerassistenzsysteme als automatisierte Sicherheitsfunktionen angewendet werden. BMW wird seinen Kunden als erster Automobilkonzern diesen Dienst anbieten können. Ab Mitte 2018 soll er bereits in Serienfahrzeugen für den nordamerikanischen und westeuropäischen Markt eingesetzt werden.

HERE Hazard Warnings & Road Signs

Auch dieser neue Dienst wurde auf Grundlage der HERE Open Location Platform entwickelt. Bei dieser werden Echtzeit-Sensordaten verschiedenster Fahrzeuge zusammengefasst, mit ortsbezogene Daten verknüpft, um im Anschluss als kontextbezogene Daten wieder zur Verfügung gestellt werden zu können. Der neue HERE Sicherheits-Service nutzt insbesondere Daten von Sensoren der Warnblicklichter, Nebelscheinwerfer, Kameras, Notfallbremssysteme und der elektronischen Stabilitätskontrolle.

Der Dienst setzt sich zusammen aus den HERE Hazard Warnings, welche insbesondere Gefahren wie Unfälle oder Wetterbedingungen beleuchten, und den HERE Road Signs. Letztere geben aktuelle Informationen zur Straßenbeschilderung aus und beziehen dauerhafte sowie variable Tempolimits mit ein. Nachdem BMW im letzten Jahr einen Dienst für lokale Gefahrenwarnungen basierend auf intelligenter Vernetzung und Car-to-Car-Kommunikation eingeführt hat, kann dieser unter Einbeziehung der Sensordaten nun als erweiterter Service angeboten werden.

Beispiel-Darstellung von Echzeit-Sensordaten für ganz München

Das untere Video zeigt wie Echtzeit-Sensordaten im Stadtraum München gesammelt und für die HERE Safety Services als sicherheitsrelevante Aspekte ausgedeutet und dargestellt werden. Die aufblinkenden farbigen Punkte symbolisieren den jeweiligen Aspekt. Blitzen Punkte in einer Reihe wie kleine Perlenketten auf, werden sofort die betroffenen Straßenabschnitte sichtbar.

  • Liegengebliebenes Fahrzeug
  • Unfall
  • Eingeschränkte Sicht
  • Glatte Fahrbahn
  • Starkregen
  • Nebel

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