Leser-Test: Suunto Ambit2

Die Suunto Ambit2 ist eine GPS-Uhr die sich besonders für Trailrunner und andere sportliche Outdoor-Aktivitäten eignet. In diesem Artikel berichten unsere Leser über ihre Erfahrungen mit der Outdoor-Uhr …

ambit2_sunsetAuf pocketnavigation.de berichtet nicht nur unsere Redakteure regelmäßig über neue Navigationsgeräte, Smartphones und Zubehör auch unsere Leser haben die Möglichkeit ihre Meinung zu einem Gerät bei uns einzusenden. Im Rahmen unserer Leser-Test veröffentlichen wir diese Erfahrungsberichte ebenfalls auf unserer Webseite.

In diesem Artikel geben wir den Testern des Suunto Ambit 2 einen Platz für ihren persönlichen Erfahrungsbericht.

Für einen Test können Navigationsgeräte auch aus unserer Navithek ausgeliehen werden. Unter redaktion@pocketnavigation.de nehmen wir gerne Leser-Tests, die ohne vorherige Nutzung der Navithek entstanden sind, entgegen.

Preis & Bezugsquelle:

Die Suunto Ambit2 ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.


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Leser-Test von Markus B. zur Suunto Ambit2

Dieser Bericht enthält Erfahrungen unserer Leser, die nicht mit der Meinung der Redaktion oder des Betreibers übereinstimmen müssen. Den Testbericht zur Suunto Ambit2 der Redaktion gibt es hier.

Die Suunto Ambit 2 ist der Nachfolger der erfolgreichen Suunto Ambit, die unter Trailrunnern einen sehr guten Ruf genießt. Ich selbst nutze seit über vier Jahren mehrmals die Woche eine Garmin Forerunner 305 fürs Trailrunning. Ich war deshalb sehr auf die Ambit 2 gespannt, weil ich vor kurzem eine Garmin fenix 2 testen konnte.

Die Suunto Ambit 2 ist ideal für den Outdooreinsatz, Bergsport, Multisport & Triathlon. Wer ein hochwertigeres Gehäuse braucht, findet mit der Ambit 2 Sapphire als High-End Modell der Ambit-Serie die ideale Uhr. Im Gegensatz zur “normalen” Ambit 2 hat die Sapphire edles Saphir-Kristallglas. Dadurch wird die Ambit 2 Sapphire noch unempfindlicher gegen Schläge als das ohnehin schon robuste gehärtete Quarzglas der herkömmlichen Ambit 2. Für Einsteiger bietet Suunto die Ambit 2S und Ambit 2R an. Das “R” steht für Running – entsprechend sind die Funktionen der neuen Ambit 2R primär für LäuferInnen konzipiert. Technisch basiert die Ambit 2R auf der Ambit 2S – jedoch wurde im Vergleich dazu auf die Fahrrad- & Schwimm-, Triathlon- & Multisportfunktionen verzichtet.

Lieferumfang

Im Lieferumfang sind neben der Uhr selbst ein Suunto ANT Comfort Belt (Pulsmesser), das USB-Kabel für Datentransfer und Akkuladung, als auch eine Bedienungsanleitung. Stromstecker für unterwegs sind separat erhältlich.

Erster Eindruck

Suunto-Ambit-Leser-Test-01Die Uhr ist optisch ansprechend und das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet. Die Tasten sind gut und einfach zu bedienen.

Die Uhr kann umfangreich konfiguriert werden. Für einige Sportarten (wie z. Bsp. Laufen, Schwimmen, Bergsteigen oder Radfahren) können Aktivitäten ausgewählt werden, die bereits mit einer Vorauswahl an Datenfeldern belegt sind. Eigene Aktivitäten wie Trailrunning können ebenfalls konfiguriert werden.

Die Konfiguration der Uhr wird bei Suunto über das Onlineportal „Movescount“ durchgeführt. Hier kann man Grundeinstellungen tätigen, Routen aufspielen, einzelne Aktivitäten konfigurieren und die aufgezeichneten Daten werden dort auch angezeigt.

Die Ambit 2 kann aufgrund ihrer Optik auch alltäglich als normale Uhr getragen werden. Bei reiner Uhrennutzung hält die Akkuleistung laut Suunto uüber 150 Stunden. Bei Nutzung des GPS und je nach Einstellungen variiert dies zwischen 16 und 50 Stunden.

Die Ambit 2 kann über einen Temperatursensor die aktuelle Temperatur anzeigen. Ein eingebauter Barometer bei der Ambit 2 zeigt Luftdruck und die genauen Höhenmeterdaten an. Ein Kompass ist ebenfalls integriert.

Erstes Kennenlernen

Nach kurzem Studium der Tastenbelegung wurde die Uhr erforscht und erste Einstellungen direkt an der Uhr vorgenommen. Weitere Einstellungen wie die Datenfelder für einzelne Aktivitäten wurden über Movescount konfiguriert. In meinem Fall wurde hauptsächlich die Aktivität „Trailrunning“ genutzt. Für mich als Garmin-User war das Konfigurieren nicht einfach, da nicht alle auszuwählenden Werte selbsterklärend sind. Eine Hilfe wäre hier ganz praktisch. Wenn aber einmal alles eingestellt ist, muß kaum mehr etwas nachkonfiguriert werden.

Datenfelder

Folgende Felder habe ich mir für das Trailrunning über Movescount konfiguriert: Die Ambit kann Daten auf verschiedenen Displays anzeigen, durch die man während des Laufens dann mit der „Next“- Taste durchblättern kann. Es können 1, 2 oder 3 Informationen als Datenwert gleichzeitig angezeigt werden. Bei manchen Feldern können die Daten auch als Diagramm ausgewertet werden (s. Höhenlage). Die Uhr hat 3 angezeigte Datenfelder, von denen das unterste mehrfach mit Daten belegt werden kann. Mit der „View“-Taste können diese durchgeblättert werden.

Suunto-Ambit-Leser-Test-02

Movescount – Fluch oder Segen?

Ich finde es klasse, dass man die Ambit über „Movescount“ online konfigurieren kann. Am Rechner ist es wesentlich einfacher die Datenfelde einzustellen wie auf der Uhr selbst, wo man sich meistens durch sehr viele Menüs und Listen navigieren muß. Sollte man dann das Glück haben, dass „Movescount“ einmal down ist oder man unterwegs keinen PC mit Internetzugang hat, können keine Datenfelder umgestellt und auch keine Routen aufgespielt werden. Für mich sehr negativ. Hier wäre es wünschenswert, wenn dies zusätzlich auch auf der Uhr geändert werden könnte. Ein Lichtblick ist für mich die geplante Konfiguration über die neue Movescount App fürs iPhone was bei der Ambit 3 nun möglich ist. Allerdings braucht man dafür ein ein aktuelles Smartphone und muß dieses auch dabei haben. Nice to have wäre auch „Drag and Drop“ bei der Konfiguration. Mal kurz ein ganzes Display oder Datenanzeigen an eine andere Stelle schieben wäre optimal.

Apps

Mit Suunto Apps, einem brandneuen Konzept von Suunto, haben Sportler jetzt die Möglichkeit, individuelle Funktionen für die Suunto Ambit zu entwickeln. Personalisieren Sie Ihre Suunto Ambit mit über 1.000 kostenlosen Sport-Apps. Nicht das gefunden, wonach Sie suchen? Mit dem Suunto Apps Designer können Sie eigene Apps erstellen. So liest sich der Werbetext von Suunto. In der Tat kann man sehr viele Apps erstellen mit denen man sich Höhenmeter anzeigen lassen kann, die Gesamtzeit für einen Marathon und vieles mehr. Natürlich gibt es auch Funapps, z. Bsp.“ wieviele Biere habe ich bei dem Lauf verbrannt“. Wer nicht programmieren kann, wählt aus tausenden verfügbaren Apps eine aus, wer sich auskennt erstellt selbst eine App. Suunto liefert hierfür eine kleines englisches Bedienungsanleitung.

Erster Einsatz

Beim ersten Einsatz stellte ich sehr schnell fest, dass die von mir definierten Felder teilweise nicht die Informationen lieferten die ich sehen wollte. Installierte Apps zeigten nur Fehler an. Da ich öfters zwischen den einzelnen Displays hin und hergeschalte habe, bin ich ausversehen auf die „Pause „-Taste gekommen., was mir beim Laufen leider erst einige km später aufgefallen ist. Einmal und nie wieder…

GPS-Genauigkeit

Der GPS-Empfang der Ambit ist sehr gut. Bei jeder Syncronisation mit Movescount werden neue Satelittendaten auf die Uhr geladen. Der Satelittenfix dauert deshalb nur wenige Sekunden und die Uhr ist sofort startbereit. Eine Anzeige der GPS-Genauigkeit in Meter ist nicht möglich. Allerdings braucht man Dank dem schnellen Satelittenfix und dem guten GPS-Empfang diese Anzeige nicht wirklich. Nach Ende der Aktivität wird sofort gespeichert und es werden die aufgezeichneten Daten sehr ausführlich angezeigt.

Display

Das Display kann in jeder Postion sehr gut abgelesen werden, das ist sehr positiv. Auch bei Dunkelheit gab es keine Beeinträchtigung beim Ablesen.

Bedienung

Die Uhr ist sehr gut zu bedienen. Mit wenigen Tastenklicks kommt man zu den gewünschten Informationen oder Einstellungen. Das einzige was ich vermisst habe, ist zusätzlich zur „Next“-Taste eine „Back“-Taste, um nicht immer komplett durch alle Displays blättern zu müssen wenn man nur die vorherige Datenseite sehe möchte.

Navigieren

Über Movescount können Routen erstellt und auf die Uhr aufgespielt werden. Suunto bietet leider nur eine Google-Karte, die für mich als Trailrunner ungeeignet ist, da sehr viele Trails einfach fehlen oder teilweise absolut nicht laufbar sind. Hier wäre zusätzlich eine Openstreetmap-Karte wünschenswert. Allerdings kann man bequem Strecken von anderen Portalen als .kml oder .gpx importieren.

Was mir persönlich fehlt, ist bei Movescout die Anzeige der zu erwartenden Höhenmeter und ein Höhenprofil bei einer geplanten Laufstrecke. Schlecht gelöst finde ich, dass eine online erstellte Strecke nicht sofort auf die Ambit übertragen werden kann. Man muß zuerst in die Konfiguration der Uhr wechseln und dort die Strecke auswählen. Erst beim nächsten Syncronisieren wird dann die erstellte Strecke auf die Uhr übertragen.

Wenn die Strecke auf die Uhr überspielt wurde, kann diese in jeder Aktivität ausgewählt werden. Über langes Drücken der „Next“-Taste kommt man zum Navigationsmenü, aus dem man dann die Route auswählt. Es werden dann drei Ansichten angezeigt.

Suunto-Ambit-Leser-Test-05
Komplette Strecke
Suunto-Ambit-Leser-Test-04
Zoom (200m)
Suunto-Ambit-Leser-Test-03
Richtung

 

Hier wäre es wünschenswert, wenn man zusätzlich noch ein weiteren, größeren Zoom (100 m oder 50m) hätte.

Eine Anzeige der aktuellen zurück gelegten Strecke gibt es nicht. Sollte man trotzdem wissen wollen wo man unterwegs war um z.Bsp. bei einer auf spontanen Runde in einer unbekannten Gegend wieder zurückzufinden, so wählt man die „Trackback“-Funktion. Es wird dann die gelaufene Strecke angezeigt. Diese wird aber nicht aktualisiert, falls man auf einer anderen Route zurückläuft.

Die Richtung im dritten Bild zeigt die Richtung zum nächsten Wegepunkt an. Da ich meine Strecken immer importiert habe, gab es nur Start und Ziel als Wegepunkt. Wenn man in einer unbekannten Gegend unterwegs ist, empfiehlt es sich über Movescount Wegepunkt an markanten Stellen zu setzen, um so noch besser navigieren zu können. Beim Abweichen vom Track erfolgt keine Warnung wie bei anderen Herstellern. Hier heißt es also immer einen Blick auf das Display zu werfen.

Schwimmen

Neugierig war ich auch wie sich die Ambit beim Schwimmen verhält. Ich hatte 50 m in der Uhr eingestellt und bin 20 Bahnen geschwommen. Allerdings zeigte die Ambit anstatt der geschwommenen 1000 m lediglich 1950 m an. Man muß dazu anmerken, dass die Uhr nicht korrekt auf meinen Schwimmstil kalibriert war. Nachdem ich dies durchgeführt hatte, war das Ergebnis bis auf eine Bahn genau” Empfehlenswert für Bahnschwimmer. Eine zusätzliche Anzeige der zurückgelegten Bahnen während des Schwimmens wäre optimal.

Fahrrad

Auch beim Radfahren liefert die Ambit wie beim Trailrunning tadellose Ergebnisse. Mangels Zubehör konnte ich Funktionen wie Watt, oder Trittfrequenz nicht anzeigen.

Intervalle

Intervalle selbst habe ich nicht getestet. Suunto liefert hier leider nur die Möglichkeit sehr einfache Intervalle mit der Uhr zu programmieren. Die üblichen Intervalle die man z.Bsp. im Rahmen eines Trainingsplan für einen Marathon nutzen möchte sind leider nicht möglich. Hier unterstützen aber diverse Apps. Nachteil an diesen Apps ist die nicht perfekt umgesetzte Auswertung der Apps über das Onlineportal Movescount. Leider können nicht automatisch Runden erstellt werden, die man sich in der Auswertung ansehen kann.

Auswertung

Suunto-Ambit-Leser-Test-06Alle aufgezeichneten Aktivitäten werden in Movescount angezeigt. Neben verschiedenen Graphen für Höhe, Zeit usw. werden sehr viele Werte in der Übersicht angezeigt. Hier sollte jeder seine Auswertung bekommen. Toll wäre auch hier eine Openstreetmap Karte. Zu den Aktivitäten können Bilder hinzugefügt werden, die sogar in der Karte angezeigt werden, wenn diese GPS-Daten aufweisen. Die Aktivitäten können wie gewohnt auch auf diversen Social Media-Kanälen veröffentlicht werden.

Fazit

Suunto hat eine tolle Uhr abgeliefert, die eigentlich alle Ansprüche abdeckt. Die Bedienung war einfach, jedoch nicht immer selbsterklärend. Toll, dass viele gängige Sportarten voreingestellt sind. Die Uhr ist optisch alltagstauglich und wird von den meisten Usern auch täglich verwendet. Mir persönlich hat jedoch das unflexible Armband nicht zugesagt, weshalb ich sie also nur zum Sport an hatte. Negativ finde ich, dass beim Routenablaufen kein Zoom in Stufen möglich ist. Allerdings kann diese Softwarefunktion von Suunto jederzeit nachgeliefert werden.Mir persönlich fehlt als Trailrunner die Anzeige des aktuellen Tracks auf einer Karte, wie es bei anderen Uhren möglich ist. Ein herausragendes Feature ist aber der tolle genaue GPS-Empfang und der schnelle Satelittenfix. Dies lässt mich über das ein oder andere fehlende Feature gerne hinwegsehen. Mit der Ambit 3 steht schon das nächste Modell in den Startlöchern, das weitere sehr interessante Funktionen bringt. Pro – schneller Satelittenfix – genaue Streckenaufzeichnung – einfache Bedienung – Apps für jeden Einsatzzweck Contra – keine Konfiguration ohne Movescount – gelaufene Strecke wird nicht angezeigt – keine OpenStreetMap Karten in Movescount – Intervalle nicht ausreichend – Zoomstufen bei Navigation könnten besser sein – fehlende Erinnerung beim abweichen des Tracks beim Navigieren

(Stand 01.10.2014)

Die Suunto Ambit2 ist zum Preis von - bei amazon.de erhältlich.

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