Goal Zero Solarlader im Test

Switch 8 Kit

Switch-8-Akku

Das Zero Goal Switch 8 Solar Kit besteht aus einem leichten Akkulader, einem faltbaren Nomad 3.5 Solarpanel und einem USB-Verbindungskabel. Der Switch 8 ist ein externer Akku auf Basis einer Li-Ion-Akkuzelle (18650), der über eine stabilisierte 5-Volt-Spannung geladen und entladen wird. Das Switch 8 verfügt auf beiden Seiten über abschraubbare Enden, die jeweils USB-Eingang oder USB-Ausgang zur Verfügung stellen. Die Idee hinter den abschraubbaren Enden: in Zukunft soll es Funktionsmodule zum Aufschrauben geben, z.B. eine Taschenlampe. Diese Module sind laut Goal Zero in Planung. Einen Termin gibt es noch nicht.
Nicht im knappen Handbuch beschrieben, aber wohl möglich, ist eine Verkettung von Switch-8-Akkus, um die Kapazität zu steigern. Der Ausgang eines Switch 8 wird dabei einfach mit dem Eingang eines weiteren Switch 8 verbunden und somit eine Kette gebildet. Das Switch 8 erkennt die Kette und schaltet die Akkus nicht in Reihe, sondern parallel, um weiterhin eine Spannung von 5 Volt zu liefern. Getestet haben wir diese Kettenschaltung nicht, die Idee dahinter ist aber gut. Man hätte damit die Möglichkeit, die Zahl der Switch 8 an die Leistung des Solarpanels anzupassen, denn mit einem Nomad 7 ist ein Switch 8 bei voller Sonne in weniger als 2 Stunden geladen.

Switch 8switch8_kit_closed_web

Der USB-Stecker zum Laden des Gerätes ist bereits in einem der abschraubbaren Geräteenden integriert, so dass je nach Lage der USB-Buchse kein zusätzliches Kabel nötig ist. Ein Verlängerungskabel wird aber mitgeliefert. Leider ist der USB-Stecker nicht sehr stramm, daher kann es vor allem ohne Verlängerungskabel leicht zum Abrutschen kommen. Das Switch 8 passt gut in die Tasche des Nomad 3.5 Solarpanels.

Vier sehr kleine und in der Sonne kaum zu erkennende blaue LEDs geben Auskunft über den Ladezustand. Wird das Gerät nicht geladen, kann der Akkustand über einen kleinen Taster abgerufen werden.

switch8_kit

Mit einem Gewicht von nur 90 Gramm ist der Akkulader Switch leicht genug für unseren Vergleichstest kleiner externer Akkus. Folgende Werte haben wir im Test gemessen:

  • Kapazität bei 2 Watt Leistung: 6,3 Wattstunden
  • Energiedichte: 7,1 Wattstunden pro 100 Gramm
  • Spannung bei 2 Watt Leistung: 4,95 Volt
  • Maximale Leistung: ~ 6,0 Watt

Die Energiedichte liegt mit 7,1 Wattstunden pro 100 Gramm für einen externen Akku auf Li-Ion-Basis eher im unteren Bereich, auch die Abmessungen des Switch 8 lassen zunächst auf mehr als 6,3 Wattstunden Kapazität hoffen.

Das Switch 8 ist ein kleiner aber leistungsfähiger externer Akku zum Laden von Smartphones, Navigationssystemen und anderen Geräten mit 5 Volt Ladespannung. Für Tablets ist das Gerät weniger geeignet. Er kann aber ein Smartphone wie das Apple iPhone 5 zu ca. 80-90 Prozent aufladen. Die Verarbeitung des Switch 8 könnte besser sein. Mehrere Switch 8 lassen sich zu einer Kette verbinden, die abschraubbaren USB-Ein-/Ausgänge sollen in Zukunft auch durch Funktionsmodule ersetzbar sein.


Faltsolarpanel Nomad 3.5

Das Nomad 3.5 ist gut und solide verarbeitet. Mit nur 230 Gramm und geringen Abmessungen passt es sogar noch in größere Hosen- oder Beintaschen. Auch auf kleinsten Rucksäcken findet das Nomad 3.5 Platz und kann dank umlaufende Laschen gut befestigt werden. An seiner Rückseite befindet sich eine Netztasche, die Kabel und Akku sowie weiteres Zubehör aufnehmen kann.

Die monokristallinen Solarzellen sind gut geschützt und können im Prinzip selbst bei intensiver Nutzung nicht brechen. Allerdings ist der schützende Kunststoff recht weich und kann leicht zerkratzen; aufgeklappt ist also etwas Vorsicht geboten.

Das Nomad 3.5 Solarpanel verfügt über einen stabilisierten 5-Volt USB-Ausgang zum Laden des Switch 8. Allerdings lässt sich mit diesem Ausgang auch jeder andere externe Akku problemlos laden, man ist also nicht an die Kombination Nomad 3.5 und Switch 8 gebunden. Zusätzlich verfügt das Panel noch über einen ungeregelten Ausgang für das Guide-10-Plus-System. Zwar kann das Guide-10-Plus-System auch über den USB-Ausgang geladen werden, durch die Spannungswandlung entstehen aber zusätzliche Verluste. Da das Guide-10-Plus-System einen eingebauten Solarladeregler besitzt, ist es besser, den nicht stabilisierten Ausgang für die Nutzung des Guide 10 Plus zu nutzen.

Auf dem Nomad 3.5 steht deutlich geschrieben, dass das Modul nicht zum direkten Laden von angeschlossenen Geräten konzipiert ist. Dennoch ist es möglich, kleine Verbraucher wie normale Handys, MP3-Player oder GPS-Uhren bei ausreichend Sonne direkt mit dem Nomad 3.5 zu laden.

Nomad 3.5 läd Fenix

In unserem Test wurde die Garmin Fenix GPS-Uhr selbst im Schatten ohne zusätzlichen Pufferakku effektiv geladen. Der Vorteil einer direkten Ladung liegt auf der Hand, die Wandlungs- und Speicherverluste entfallen, die Gesamtausbeute an Energie steigt.

Das Nomad 3.5 ist klein, leicht, gut verarbeitet und lässt sich durch umlaufende Laschen einfach befestigen. Es kann kleine Geräte wie GPS-Uhren, Handys und MP3-Player bei ausreichend Sonne direkt laden. Bei größeren Geräten wie Smartphones muss zunächst das Switch 8 oder ein alternativer Akku geladen werden. Das Nomad 3.5 kann auch mit dem Guide-10-Plus-System verwendet werden.

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