Experiment: Mit falschen GPS-Signal Jacht umgelenkt

In einem Experiment haben Studenten eine Luxus-Jacht mit der Hilfe von falschen GPS-Signalen unbemerkt auf einen anderen Kurs gebracht. Das GPS-Spoofing genannte Verfahren kann weitreichende Folgen haben …

GPS-SpoofingStudenten der Universität of Texas haben in einem Versuch bewiesen, wie leicht sich semi-autonome Schiffe unbemerkt auf eine andere Route lenken lassen. Für das Experiment wurde das sogenannte GPS-Spoofing eingesetzt, bei dem falsche Positionsdaten ausgesendet werden.

Als Testobjekt liehen sich die Studenten im Juni dieses Jahres eine 65 Meter lange Superjacht an dessen Navigationssystem mittels eines GPS-Sender nach und nach falsche Signale übermittelt wurden. Die Systeme der Jacht gaukelt der Crew somit eine Abweichung vom aktuellen Kurs vor, woraufhin diese versuchte wieder auf die eigentlich geplante Route zu lenken. Das sie dabei aber unbemerkt den vom Angreifer geplanten Kurs einschlugen, fiel ihnen nicht auf. Auch ein Alarm wurde nicht ausgelöst.

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GPS-Spoofing könnte für die Seefahrt laut Professor Todd Humpheys, Leiter des Experimentes ein weitreichendes Problem werden. Rund 90 Prozent aller Frachttransporte werden mit Schiffen durchgeführt, die damit leichte Beute für eine Entführung wären. Humphrey macht auch auf die Gefahr für andere semi-autonome Systeme aufmerksam, die etwa in Flugzeugen eingesetzt werden und bei denen das Spoofing Verfahren ebenfalls funktionieren würde. „Wir müssen ernsthaft überlegen, wie wir dieses Problem schnell in den Griff bekommen“ sagte er weiter.

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