Garmin präsentiert die neuen Oregon 600 und 650

Garmin stellt auf der CES in Las Vegas heute die neuen Modelle 600 und 650 aus der Oregon-Reihe vor ..

Für die Chinesen wird 2013 das Jahr der Schlange. Für Garmin wird 2013 zumindest im Outdoor-Bereich das Jahr des Oregon werden. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas stellte Garmin heute die neuen Modelle 600 und 650 aus der Oregon-Reihe vor.

Den Anfang macht der Oregon 600 (379 EUR UVP). Er ist das Basismodell, verfügt natürlich über einen 3-Achsen Kompass und einen barometrischen Höhenmesser, unterstützt Funksensoren nach ANT+ Standard und neuerdings ist Bluetooth 4.0 mit an Bord. Damit kann der Oregon jetzt auch Bilder und “Custom Maps” von Gerät zu Gerät übertragen. Wegpunkte, Routen und Geocaches selbstverständlich auch.

Im Batteriefach ist Platz für zwei AA-Zellen oder einen Garmin NiMh Akku (ähnlich wie beim Montana). Nur Letzterer kann im Gerät aufgeladen werden, Akku und Ladegerät liegen den 650er-Modellen bei. Der Bildschirm löst wie gehabt mit 240×400 Pixeln auf, so wie schon beim Vorgänger. Die Bedienung erfolgt weiterhin per Touchscreen, das nun auch Multitouch-Gesten unterstützt und deutlich robuster als bisher sein soll. Das bedeutet, der Bildschirm ist endlich aus kratzfestem gehärteten Glas, wie es bereits bei modernen Smartphones üblicher Standard ist. Trotzdem verspricht Garmin, dass eine Bedienbarkeit mittels Handschuhen nach wie vor möglich sein wird.

Neben GPS (Navstar) werden nun auch die russischen GLONASS-Satelliten unterstützt. Andere Satellitensysteme lassen sich theoretisch per Software nachrüsten, “Galileo-fähig” wird also auch dieses Modell sein.

Geocacher werden sich fragen, wie viele Geocaches lassen sich auf dem neuen Oregon speichern? Die Begrenzung ist der verfügbare Speicherplatz, also sehr viele. Mit dem Oregon 600t (449 EUR UVP) steht auch ein Modell mit Freizeitkarte aber ohne Kamera zur Verfügung.

Der Oregon 650 (449 EUR UVP) bekommt eine 8 Megapixel Kamera spendiert und einen kleinen Blitz. Der Blitz birgt eine Besonderheit, er kann unabhängig von der Kamerafunktion auch als Lampe oder als Blinklicht genutzt werden. Auch eine S.O.S.-Funktion ist vorhanden, die das Licht im bekannten Takt blinken lässt. Das soll recht sparsam mit der Batterie umgehen, so lassen sich also auch Kollegen im dunklen Wald anhand ihres leuchtenden GPS-Empfängers erkennen und sogar unterscheiden. Und natürlich steht das Topmodell Oregon 650t (519 EUR UVP) mit Freizeitkarte und allem sonstigen wichtigen Ausstattungsmerkmalen zur Verfügung.

Voraussichtlich ab März 2013 werden die Geräte im deutschen Einzelhandel erhältlich sein. Wir hoffen bis dahin bereits Erfahrungen mit einem Testgerät sammeln können zu dürfen.

Weitere Informationen:

6 Kommentare zu “Garmin präsentiert die neuen Oregon 600 und 650

  1. 240×400 Pixel Auflösung! – Das ist einfach nciht zeitgemäss und nicht akzeptabel für ein Gerät auf dem man kleinste Details sucht und erkennen muss! Wenn bei Handys sogar Full-HD möglich ist, sollte hier unbedingt nachgebessert werden.

    1. Mitnichten wäre eine höhere Auflösung zeitgemäß.
      Man muss bei der Entwicklung eines Gerätes dessen Bildschirm bei jeder Wetterlage ablesbar bleiben soll, einige Kompromisse eingehen.
      Zunächst einmal lässt sich die Auflösung bei einem transflektiven Bildschirm nicht beliebig steigern ohne die Durchlässigkeit von Sonnenlicht nicht zu mindern. Will man die Anzeigefläche nicht deutlich vergrößern, bleibt nur noch, die Pixeldichte zu erhöhen. Dabei wird jeder Bildpunkt nicht nur kleiner, sondern auch die Abstände zu den jeweils benachbarten Bildpunkten werden geringer.
      Aber genau durch diesen Zwischenraum fällt das Sonnenlicht ein um hinter den Pixeln zu reflektieren und die Hintergrundbeleuchtung zu verstärken oder gar zu ersetzen.
      Eine höhere Auflösung bedeutet also, schlechtere Sonnenlichttauglichkeit, denn die Hintergrundbeleuchtung alleine vermag das Licht eines strahlenden Sommertags nicht zu übertreffen. Erst recht nicht, wenn diese aus nur wenigen handelsüblichen Alkaline-Batterien gespeist werden soll.
      Denn das ist das nächste Problem bei der Konstruktion. Mit der Energieversorgung soll sparsam umgegangen werden.
      Höhere Auflösungen erfordern deutlich stärkere Hintergrundbeleuchtung und zudem ist der Energiebedarf der Bildprozessoren höher, wenn diese ein Vielfaches der bisherigen Pixelanzahl zeichnen und bewegen müssen.

      Und der angezeigte Maßstab der Karte ist variabel (bei Vektorkarten), so das “kleinste Details” trotzdem problemlos erkennbar sind.
      Bildkarten (Rasterkarten) hingegen profitieren von einer höheren Auflösung. Für die Topo Suisse V3 mag das also von Vorteil sein bei oben erwähnten Nachteilen (Ablesbarkeit im Sonnenlicht, Batterielaufzeit).

      Viele Grüße
      Christoph

  2. Was soll denn eine höhere Auflösung auch bringen? 240x400px bei einem 3″-Display ist eine Pixelgröße von nicht mal 0,16mm – mehr kann bei einem natürlichen Betrachtungsabstand kein Normalsichtiger mehr auflösen. Mehr Pixel bedeuten nicht nur schlechtere Sonnenlichttauglichkeit, sondern auch mehr CPU-Belastung, damit langsamere Reaktion und mehr Stromverbrauch – wer will denn das?

    Gruß Franz

  3. Was ich nicht verstehe, warum zwar Puls und Trittfrequenz über ANT+ unterstützt werden, aber nicht die Geschwindigkeit? Damit man sich ein Edge kaufen muss?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.