3D-Mania – LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D

Multimedia

LG P920 Optimus 3D HTC Evo 3D

FM-Radio

LG P920 Optimus 3DObwohl in vielen Datenblättern aufgeführt, fahndeten wir auch bei unserem zweiten Optimus-3D-Testgerät vergeblich nach einem echten FM-Radio.Der Nutzer muss sich also auf Webradio und seine Flatrate verlassen. HTC Evo 3DWie sein 2D-Bruder HTC Sensation ist auch das Evo 3D mit FM-RDS-Radio ausgestattet, zeigt also die Senderkennung. Das eingebaute FM-Radio ist vor allem dort praktisch, wo eine Flatrate nicht greift und hohe Roaming-Gebühren fällig wären, beispielsweise bei Auslandsaufenthalten.

Kamera

Wie entsteht die räumliche Wahrnehmung? Der Augenabstand beträgt mehr oder weniger 8 cm. Die Augen besehen die Umwelt aus einer rechten und linken Perspektive. Den Rest erledigt die Verdrahtung im Gehirn und fügt beide 2D-Halbbilder zu einem räumlichen Ganzen zusammen. Dabei ist der dreidimensionale Eindruck umso größer, je näher der Gegenstand ist; aber auch das hat seine Grenzen. Ein kleines Experiment kann jeder mit zwei gesunden Augen durchführen: Den eigenen Zeigefinger so weit wie möglich vom Körper weghalten, scharf fixieren, und langsam auf die Nasenspitze zufahren; irgendwann werden aus einem „räumlichen″ Finger zwei unscharfe zweidimensionale. Denselben Effekt erreichen auch Zecher ohne Schwierigkeiten bei entfernteren Objekten mit Alkohol als Augenmuskel-Relaxant, der eine Fokussierung erschwert („Welchn vonnen sswei Beidn soll ich umhaun, hick?″). Dieses Zwei-Augen-Prinzip machen sich die stereoskopischen Fotokamerasbeider 3D-Smartphones zunutze, wobei der Objektivabstand weit unter dem unserer Augen liegt.

Eine Anmerkung vor dem Vergleich beider Stereo-Kameras: Die Betrachtung von 3D-Fotos und -Videos erfordert höchste Konzentration sowie den richtigen Blickwinkel, möglichst frontal 90°. Abweichungen führen zu „Wackelbildeffekten″ und strengen die Augen übermäßig an. Selbst wenn man diese Grundsätze beherzigt, erfordert 3D auf Smartphones häufiges Wechseln der Perspektive, denn ist die Bildmitte räumlich dargestellt, zerfransen die Ränder in zwei Bilder und umgekehrt, wobei an den äußersten lateralen Rändern ein Wackelbildeffekt auftreten muss; schließlich fehlt hier aufgrund des Kamera-Abstandes ein winziges Stückchen des jeweils anderen Halbbildes. Wenn wir der Einfachheit halber von „Halbbildern″ reden, sind tatsächlich zwei ebene Vollbilder aus unterschiedlichen Perspektiven (Objektivabstand der Stereo-Kameras) gemeint.

Wir haben zu Demo-Zwecken die beiden internen Halbbilder und das abfotografierte Display-Ergebnis dargestellt; wer genau hinsieht, wird bei den Halbbildern die leichte Verschiebung zwischen links und rechts besonders an den jeweiligen Rändern erkennen.

LG P920 Optimus 3DDie stereoskopischen 5-MegapixelFotokamera des P920 besitzt einen Objektiv-Achsabstand von ca. 3 cm und lässt vor allem nahe Motive plastisch erscheinen, dafür ist bei größeren Entfernungen schon früher mit dem räumlichen Eindruck Schluss. 5 Megapixel werden im 2D-Modus erreicht, bei 3D langt es „nur″ zu knapp 3 Megapixeln.Autofokus, LED-Blitz, ein digitales Mehrfachzoom und zahlreiche Funktionen wie Foto-Geotagging, ISO, Weißabgleich, Farbeffekte, Serienaufnahmen, verschiedene Bildmodi sowie weitere Einstellmöglichkeiten wie feine oder superfeine Aufnahmen zeichnen die Kamera(s) aus. Im Unterschied zum HTC Evo 3D verfügt das Optimus 3D über eine Autokorrektur in Echtzeit,die jederzeit für eine korrekte Ausrichtung beider Kameras sorgt, sollten diese z. B. durch eine Erschütterung nicht mehr 100% korrekt sein.Selbstgeschossenes wird in natürlichen Farben wiedergegeben, und die Kamera zeichnet scharf bis in die Ränder (2D). Bei 3D ist die Farbwiedergabe ebenso natürlich, doch wirken die Aufnahmen in der P920-Anzeige unscharf mit der bereits in der Disziplin → Displayerwähnten Streifenbildung. Dennoch ist die 3D-Darstellung ein erstaunliches Erlebnis und verleiht den Bildern im wahrsten Sinne des Wortes Tiefe.Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen führen mit oder ohne Blitz sowohl bei 2D als auch 3D zu nicht ganz überzeugenden Ergebnissen. Aber da geht es dem Optimus 3D nicht schlechter als dem Evo 3D.Die VGA-Frontkamera wird aus der Kamera-App heraus aktiviert und ist eine feine Sache für Selbstportraits, Narzisten oder Videotelefonie, wenn auch die Auflösung mit 0,3 Megapixeln ziemlich mager ausfällt.

Die Galerie ermöglicht Nachbearbeitungen oder das Verteilen in soziale Netzwerken, das Versenden per Bluetooth, E-Mail und SMS/MMS oder Hochladen nach Youtube.

HTC Evo 3DHTC die Objektiv-Achsdistanz der stereoskopischen 5-MegapixelFotokamera mit rd. 3,8 cm etwas weiter als die Konkurrenz ausgelegt. Dadurch kann der Fotograf zwar nicht ganz so nahe ans Motiv heranrücken, dafür wirkt weiter Entferntes länger plastisch. 5 Megapixel werden ebenfalls nur im 2D-Modus erreicht, bei 3D sinkt die Auflösung auf 2 Megapixel.Natürlich besitzt auch das Evo 3D viele Features wie Autofokus, LED-Doppelblitz, ein digitales Mehrfachzoom und zahlreiche Funktionen wie Foto-Geotagging, ISO, Weißabgleich und Effekte. Wahl der Auflösung, Gesichtserkennung und Formatwahl (Widescreen16:9 oder reguläres 4:3) stehen nur im 2D-Modus zur Verfügung. Aufgenommen wird per Softkey oder separatem Auslöser.2D-Aufnahmen wirken natürlich und randscharf. 3D-Fotos weisen jedoch eine Eigentümlichkeit auf: Ab naher Mitteldistanz ist regelmäßig die in Aufnahmerichtung rechte Kamera unscharf, die linke jedoch scharf gestellt (s. Demo-Fotos). Besonders in den linken und linken unteren Randbereichen verliert das rechte Objektiv spürbar an Schärfe. Offenbar hat die rechte Kamera Fokussierungsprobleme, ein Phänomen, das wir beim LG Optimus 3D nicht entdeckt haben. Merkwürdigerweise fallen die unterschiedlichen Schärfen beim Zusammenführen der Halbbilder auf dem Display nicht unbedingt ins Auge und wird allenfalls unterbewusst wahrgenommen. Bei 3D-Nahaufnahmen bilden beide Objektive scheinbar gleichermaßen scharf ab, aufgrund der Nähe wird aber kein 3D-Effekt mehr erzielt, zwei dicht nebeneinander liegende Halbbilder werden sichtbar und irritieren das Auge. HTC sollte sich dennoch des Problems per Software-Update annehmen, falls möglich.Die 1,3-Megapixel-Frontkameraist um einiges höher auflösend als die des Mitbewerbers und hebt sich wohltuend vom VGA-Einheitsbrei ab. Mehr kann nur die Frontkamera des Samsung Galaxy SII mit 2 Megapixeln.Die Galerie (App Album) erschließt ähnliche Möglichkeiten wie die des Optimus 3D.

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3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Kamera II - 1 3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Kamera II - 2

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Kleines Kamera-Zwischenfazit: Die unterschiedlichen Objektiv-Achsabstände bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Im 3D-Modus wirken die Bilder (nicht die Wiedergabe auf dem Display!) des Optimus 3D schärfer, was der höheren 3D-Auflösung (LG: 3 Megapixel, HTC: 2 Megapixel) geschuldet ist.

Nachbetrachtung: Merkwürdig ist die einäugige Unschärfe des HTC Evo 3D und der scheinbar mangelnde Einfluss auf die Darstellung als 3D-Foto. Vielleicht handelt es sich um eine „Montagskamera″ (Hardware-Ausreißer), vielleicht funktioniert die Kamera absichtlich so, vielleicht haben wir auch nicht genau genug hingesehen. Der Autor kann nur spekulieren und befindet sich an der Grenze seiner optischen Wahrnehmung.

Natürlich hat uns dieser Umstand keine Ruhe gelassen, und HTC uns für einen Gegencheck ein zweites Evo 3D zur Verfügung gestellt. Tatsächlich hat sich etwas getan. Nicht nur scheint das rechte Objektiv schärfer geworden zu sein, auch ist die Farbdarstellung anders. Dies zeigt der Vergleich der Fotoergebnisse beider Evo 3D Testgeräte (oben: erstes Testgerät, unten: zweites Testgerät; links: jeweils linkes Objektiv, rechts: jeweils rechtes Objektiv). Wir haben diesmal zu Vergleichszwecken die Originalgröße im Blow-Up beibehalten und bitten, besonders auf die linken unteren Ecken des rechten Objektivs zu achten.

Letztlich können wir nicht beurteilen, welche die „richtige″ Kamera des Evo 3D, da wir noch mehr Testgeräten bräuchten, um aussagefähig zu sein. Es scheint sich jedoch um hardwareseitige Unterschiede zu handeln, da beide Evo 3D Testgeräte dieselbe Soft- bzw. Firmwareversion aufweisen. Ob ein separates Kamara-Firmware-Update vorgenommen wurde (wie beim Samsung Galaxy SII möglich), können wir ebenfalls nicht feststellen.

3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Kamera IV - 1 3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Kamera IV - 2

Camcorder

Speziell für mehr oder weniger ambitionierte 3D-Hobbyfilmer wurde das YouTube 3D Portal geschaffen. Dort sind auch unsere 3D-Democlips zu sehen, die mit konventionellen cyan/rot-Brillen (ca. 1 Euro bei eBay im Doppelpack) auf dem PC-Monitor räumlich betrachtet werden können. Allerdings ist der Effekt begrenzt; es empfiehlt sich, auf Vollbild umzuschalten.

Leider funktioniert so etwas nicht über HDMI- oder DLNA-Ausgabe (s.u.) am heimischen Fernseher; dort stellen sämtliche Media-Player die Clips mit nebeneinander herlaufenden Halbbildern dar; ansonsten wären Farbbrillen und HDTV eine preiswerte, wenn auch schlechte Alternative, 3D-Videos auf dem heimischen Bildschirm zu betrachten. Besitzer internetfähiger 2D-TVs haben es da besser: Sie können zumindest über Youtube 3D oder andere 3D-Portale ihre 3D-Filme mit Spezialbrille anschauen.

LG P920 Optimus 3DDas für die Kamera zuvor Dargelegte gilt sinngemäß auch für den 2D- und 3D-Camcorder. Dieser schießt trotz lediglich 5 Megapixeln Auflösung Full-HD-Videos in 1080p (2D), 3D-HD-Videos in 720p. Die Einstellmöglichkeiten und Funktionen sind fast so umfangreich wie bei der Fotokamera, ebenso wie das Verteilen über soziale Netzwerke und andere drahtlose Wege.Die Güte der 2D-Full-HD-Aufnahmen ist ausgezeichnet und ebenso natürlich in der Wiedergabe wie die Fotokamera. Streifenbildungen gibt es wie zuvor erwähnt bei 3D-HD-Videos auf dem Display, dennoch ist die stereoskopische Wiedergabe beeindruckend. Wie es sich auf einem 3DTV verhält, können wir nicht beurteilen. Bitte beim 2D-Video auf Full-HD 1080p und beim 3D-Video auf HD 720p zur Wiedergabe schalten und nicht durch die vermeintlichen zwei Halbbilder irritieren lassen; ein Doppelklick in das Video verschafft die richtige Perspektive.

 

HTC Evo 3D

Der Camcorder des Evo 3D schafft sowohl im 2D– als auch im 3D-Modus HD-Auflösung 720p, ist also bei ebenen Videos von den Zahlen her schlechter als das Optimus 3D. Die Verteilungswege über soziale Netzwerke und andere Kanäle sind nicht anders als bei der Fotokamera. Die Einstellmöglichkeiten des 2D-Modus sind umfangreich, im 3D-Modus gibt es etwas weniger.

Die Qualität der 2D-HD-Videos scheint schlechter als die des Konkurrenten zu sein. Rasenflächen verschwimmen manchmal zu einem undifferenzierten Matsch; außerdem besitzen die Clips einen Farbstich. Bei 3D-HD-Clips ist ebenfalls die Clusterbildung bei kleinen Objekten zu beobachten, die Farben werden jedoch korrekt wiedergegeben. Zudem scheint auch beim Camcorder die rechte Linse weniger scharf als die linke abzubilden, wie wir beim Sichten des Rohmaterials (Halbbilder) feststellen konnten. Bitte bei 2D- und 3D-Clips auf HD 720p zur Wiedergabe schalten und per Doppelklick die korrekte Perspektive des 3D-Videos herstellen (cyan/rot-Brille nicht vergessen).

 

Nachbetrachtung: Natürlich gelten die Aussagen für die Fotokamera des zweiten Evo 3D Testgerätes sinngemäß auch für dessen Camcorder.

Media-Player und Multimediasoftware

LG P920 Optimus 3DWie seine Konkurrenten bietet sich das Optimus 3D als mobiler Videoplayer an. Das P920 verarbeitet Audio in den Formaten AAC(+)(++), MP3, WAV, WMA und OGG, Videos in MPEG4, H.263, H.264 und WMV. Es ist zudem DivX-zertifiziert. DivX soll laut Handbuch bis zu HD 720p abspielbar sein, für Full-HD 1080p wird keine Garantie gegeben. Der proprietäre Video-Player gibt sogar (Full-)HD-Videos im .mkv Container-Format mit Hardwareunterstützungwieder.Ein Highlight ist natürlich die Wiedergabe von dreidimensionalen Demovideos und Kurzfilmen, die auf dem Optimus 3D entweder in der Galerie oder im 3D Spacezu finden sind. Obwohl das Betrachten auch nach einigen Minuten noch verblüffend ist, sollte man den Warnhinweis LGs ernst nehmen und ermüdeten Augen ab und zu eine Pause gönnen.Außerdem erlaubt das LG Optimus 3D die Wiedergabe von konventionellen Videos in Pseudo-3D auf dem Display. Das sieht sogarganz gutaus, scheinbar wird den Videos räumlich Tiefe verliehen.Eine Klangverbesserung wie SRS Surround oder Dolby Mobile konnten wir nicht finden, der Klang ist aber auch so sehr ordentlich. Über HDMI ist die Ausgabe von Dolby Digital 7.1, 5.1 oder DTS möglich, sofern es die Medienquelle hergibt. Außerdem kann das P920 Internet-Flash-Inhalte mit dem Adobe Flash Player 10 wiedergeben. HTC Evo 3DDas HTC Evo 3D unterstützt die Audio-Formate aac, .amr, .ogg, .m4a, .mid, .mp3, .wav, .wma. Auch das Evo 3D ist mit seinem riesigen, hoch scharfen qHD-Display geradezu als mobiler Videoplayer hoch qualifiziert. Es verarbeitet Videos in H.264 und H.263 mit den Formaten .3gp, .3g2, .mp4, .wmv, .avi (MP4 ASP und MP3), .xvid (MP4 ASP und MP3). Der proprietäre Video-Player spielt zwar HD-Videos im .mkv Container-Format mit Hardwareunterstützung ab, aber merkwürdigerweise tonlos.Es wäre schöne gewesen, wenn HTC dem Evo 3D professionelle 3D-Clips aufgepielt hätte, so wie LG beim Optimus 3D. Durch dieses Versäumnis ist der Nutzer leider auf Selbstgedrehtes, YouTube 3D oder 3D-Spots anderer Portale beschränkt.Das HTC Evo 3D besitzt ebenfalls eine Pseudo-3D-Wiedergabe, die geht aber völlig daneben. Zwei weit auseinander liegende, künstlich verdoppelte und vermurkst rücküberlagerte Halbbilder lassen die Augen schnell wegsehen.Auf Wunsch lässt sich sich für erhöhten akustischen Genuss SRS Surround zuschalten. Natürlich reicht auch das Evo 3D digitalen Klang über MHL-HDMI an das Endgerät weiter. Für die Wiedergabe von Internet-Flash-Inhalten ist Adobe Flash Player 10auf dem Evo 3D vorinstalliert.Darüber hinaus ist der Video-on-Demand (VOD) Dienst HTC Watch implementiert, bei dem sich HD-Filme und künftig möglicherweise auch 3D-Movies abrufen lassen. Derzeit kommen nur englischsprachige Nutzer auf ihre Kosten.

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Externe Medien-Ausgabe

LG P920 Optimus 3DDas Optimus 3D kann Mediencontent über DLNA auf externe 3D- oder HD-Geräte ausgeben. Das Optimus 3D soll lt. Handbuch Medien über SmartShareauf ein 3D-/HD-TV oder anderes DLNA-Gerät streamen.Mit einem Samsung LED-TV der 6-er C-Serie und einem UPnP-fähigen Media-Server klappt das zwar problemlos, die Wiedergabe neigt aber bei Full-HD-Videos 1080p zu Stockern und Aussetzern wegen hoher Bitrate, häufiger Zwischenpufferung und schwacher Übertragungsrate im WLAN.HDMI ist ein weiterer Weg, Videos zu übertragen. Das Optimus 3D benötigt dank seines Micro-HDMI-Ports Version 1.4 keinen Adapter. Ein Micro-HDMI-zu-HDMI-Kabel, das schon für schmales Geld zu erwerben ist, reicht völlig aus. Die Wiedergabe auf 3DTV erfordert dagegen beim Endgerät Schnittstellen mit entspechendem Standard, sicherheitshalber HDMI 1.4.Nicht nur Full-HD-Videos werden auf dem Endgerät abgespielt, sondern auch sämtlicher Inhalt des Optimus 3D dargestellt. So ist es möglich, Navigationsprogramme zur Routenplanung oder andere Software auf dem Groß-TV anzuzeigen. In Verbindung mit einer Bluetooth-Tastatur wäre somit die Nutzung des P920 als PCmöglich, soweit Android und die Schnittstellen des Smartphones das zulassen.Diese Art der Videoübertragung ist eine feine Sache (nicht nur) für Hobby-(3D)-Filmer, vor allem für diejenigen, die kein oder nur langsames WLAN haben oder sich nicht den Zufälligkeiten eines schnellen, aber möglicherweise schwankenden WiFi-Netzes unterwerfen möchten. HTC Evo 3DAuch das Evo 3D beherrscht die Ausgabe über DLNA. Anders als bei Konkurrenzprodukten ist hier kein sichtbarer Dienst wie AllShare oder SmartShare installiert, das Empfangsgerät wird direkt aus dem Video-Player gewählt. So kann das Evo 3D in begrenztem Maße als Media-Server für TV-Geräte genutzt werden. Wer sein älteres TV-Gerät mit DLNA nachrüsten möchte, muss für den HTC Media Link mit knapp 120 EURverhältnismäßig tief in die Tasche greifen.Selbstverständlich leidet die DLNA-Ausgabe des Evo 3D unter denselben Problemen wie das Optimus 3D bei hohen Bitraten oder schwankendem WLAN-Netz.Wie schon im Kapitel → Konnektivität beschrieben, besitzt das Evo 3D keine native HDMI-Schnittstelle. Stattdessen hat sich HTC für den flexibleren MHL-Standard über USB entschieden. Gerüchteweise sollen TV-Geräte mit MHL-Schnittstellen noch 2011 auf den Markt kommen. Bis dahin wird ein MHL-HDMI-Adapter benötigt, der je nach Beschaffungsweg mit 15 bis 30 EUR zu Buche schlägt. Damit soll es möglich sein, selbstgeschossene 3D-Videos auf 3DTV abzuspielen. Für HDTVund ähnliche Fähigkeiten wie beim Optimus 3D (s. links) reicht es allemal.

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3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Medienausgabe I - 1 3D-Mania - LG Optimus 3D vs. HTC Evo 3D - Medienausgabe I - 2

Die Kamera des HTC Evo 3D ist auf den ersten Blick nicht übel, wird jedoch von der des LG P920 mit intelligenter Autokorrektur und höherer Auflösung klar distanziert. Das Evo 3D kann seine Schwächen – 2D-Camcorder Farbstich, (einäugige) Unschärfe (wenn auch beim zweiten Testgerät gemildert) – mit anderen Features wie besserer Multimedia-Software, höher auflösender Frontkamera, SRS-Klangverbesserung oder flexiblerer MHL-Schnittstelle nicht ganz wettmachen, zumal LG seinem Optimus 3D noch ein großes Starterpaket an 3D-Software spendiert und im Pseudo-3D-Modus punktet. Wir beurteilen hier nicht die Darstellung auf dem Display, bei der das Optimus 3D hinten liegt, denn diese haben wir schon im Kapitel → Display abgehandelt.

In der Königsdisziplin beider 3D-Smartphones gibt es daher einen klaren Sieger: LG Optimus 3D.


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