Garmin eTrex 30 im Test

Garmin hat die beliebte eTrex-Reihe nach Jahren aktualisiert. Wir haben uns in unserem ausführlichen Testbericht angeschaut, ob das eTrex 30 mit seinen Vorgängern mithalten kann …

Einleitung und Beschreibung

Einleitung

Treffen sich zwei Geocacher im Wald, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass mindestens einer ein Garmin eTrex aus der Tasche zieht. Seit der Markteinführung in den späten 1990er Jahren gelten die kleinen Navigationsgeräte des US-Herstellers zunehmend als Quasi-Standard für Amateurnutzer. Sah es zwischenzeitlich so aus, als wolle Garmin die in die Jahre gekommene eTrex-Reihe durch neue Modelle mit deutlich größerem Display ersetzen, erschien 2011 überraschend eine weitere Generation der preisgünstigen Navigatoren auf dem Markt.

Geocaching mit dem eTrex 30

Das getestete Garmin eTrex 30 bildet die Oberklasse der neuen eTrex-Vertreter. Die mit den Versionsnummern 20 und 10 gekennzeichneten Geschwister sind mit geringerem Funktionsumfang zu einem niedrigeren Preis zu haben. Im Wettbewerb behaupten muss sich Nummer 30 aber nicht nur gegen Modelle anderer Hersteller, die Konkurrenz sitzt auch im eigenen Haus: Das noch immer weit verbreitete bisherige eTrex-Spitzenmodell Vista HCx wird ein Maß sein, an dem sich das eTrex 30 messen lassen muss.


Beschreibung

Das eTrex 30 steht ganz in der Tradition seiner Modellreihe: Kleines, aber helles Display, robuste Verarbeitung, lange Batterielaufzeit, große Kartenbasis, niedriger Preis. Dieses Erfolgsrezept hat lange funktioniert, kann dies auch in Zukunft gelingen? Das getestete Gerät schnürt auf den ersten Blick ein überzeugendes Gesamtpaket. Der kleine Bildschirm ist sicherlich auch Tribut an den Preis, doch in erster Linie erkauft Garmin damit Laufzeit. Wer erleben durfte, wie sich innerhalb weniger Stunden die Akkus eines zur Outdoor-Navigation genutzten Hightech-Smartphones entleeren, wird erfreut sein, wenn nach ganztägiger Nutzung der Energiespeicher des eTrex noch genügend Reserven bietet. Zudem ist der kleine, aber leuchtstarke Bildschirm auch bei Sonnenschein gut abzulesen, was man von konkurrierenden 5-Zoll-Geräten häufig nicht behaupten kann. Und schließlich werkelt das Gerät nach dem Einschalten zuverlässig vor sich hin, plötzlich abreißender GPS-Empfang oder Phasen hängender Software waren während des Tests nicht zu verzeichnen.

Die genannten Tugenden beherrschen allerdings auch die alten eTrexe. Die Neuerungen des 30ers liegen vor allen in den Details. Neulingen fällt dies auf den ersten Blick kaum auf, doch altgediente eTrex-Nutzer werden schnell den einen oder anderen Aha-Effekt haben, denn so manches Ärgernis aus der Vergangenheit konnte erfolgreich abgestellt werden. Dazu mehr im folgenden Testbericht.

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25 Kommentare zu “Garmin eTrex 30 im Test

  1. Für Puristen mit geringen Ansprüchen, die auf kleinen pixeligen Displays ihre Routen abarbeiten, mag es vielleicht reichen, was das Etrex zu bieten hat. Anscheinend gibt`s noch viele davon.
    Bei dem vordergründig so günstig erscheinenden Preis für das Gerät sollten jedoch die beachtlichen Kosten, die noch für Karten hinzulegen sind, nicht in Vergessenheit geraten.
    Und wenn hier schon Vergleiche mit der ach so dunklen Darstellung auf großflächigen Displays von Smartphones angestellt werden, dann sollte man das nicht verallgemeinern und insofern Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Lesbarkeit eines Diplays im hellen Tageslicht hängt nicht allein von der Dimension und Physik des Displays ab, sondern ganz besonders auch vom Kontrastverhältnis des verwendeten Kartenmaterials.
    Den seitens der Hersteller meist dunkel hinterlegten Homescreen eines Smartphones – was kinderleicht abzuändern ist – hier mit dem Minidisplay des Etrex bei hinterlegter Topokarte zu vergleichen, zeugt nicht gerade von gutem Sachverstand und Firmenneutralität des Testers.

    Im Übrigen sind Smartphones mit Ihrer vernetzten Navigation und Kommunikation eine ganz andere Welt, für die es sich schon lohnt etwas anspruchsvoller zu sein. Nicht outdoortauglich? Da sollte man willens sein, sich mal etwas genauer umzuschauen, was es da inzwischen alles gibt. Man muß nur mal endlich alte Zöpfe abschneiden.
    Aber bis es soweit ist, leben Garmin und Co. ganz gut davon.

    Navirider

    1. Also Karten gibts, wie tausendfach beschrieben, auch kostenlos und ein Smartphone hält 2- 3 Stunden durch, dann kannst du wieder nach Hause fahren, nachladen. Ein Smartphone ist und bleibt ein Spielzeug.

  2. @navirider:
    Ich habe mir das 30er geholt, habe auch einen guten Vergleich, mein anderes ist ein Oregon 300.
    Ja, das Display ist kleiner beim 30er, das stört mich nicht.
    Karten? Wozu gibt es OSM? Die kosten nix, benötige also keine Karten von Garmin.

    Zu Smartphones: Es gibt auch gute Hüllen für diese, nutze u.a. für das iPhone eine Otterbox. Aber da ist halt die Laufzeit ein entscheidens Kriterium, diese ist viel zu kurz. Wenn ich 6 bis 8h unterwegs bin, ist der Akku lange leer gelutscht.

    Viel Spaß

  3. @navrider: Das Smartphone-Display zeigt auf dem Bild nicht den Homescreen, sondern das Kartenfenster von Oruxmaps an. Alternativ habe ich auch apemap, c:geo und andere Navigationsprogramme mit verschiedenen Karten getestet. Bei direkter Sonneneinstrahlung sind die durch die Bank alle schlecht zu erkennen.
    Auch eine schlichte schwarz-weisse Karte hätte hier Probleme, da die meisten Smartphone-Bildschirme nicht für dieses Einsatzumfeld konzipiert sind. Die sollen in der Regel in geschlossenen Räumen brilliante Ansichten bieten. Auch von mir bislang angetestete Outdoor-Smartphones konnten in diesem Bereich nicht wirklich überzeugen.
    Und zum kleinen Display: Bis zu 25 Stunden mögliche Laufzeit kommen nicht von ungefähr. Mir ist das unterwegs wichtig, da kann ich den kleineren Bildschirm verschmerzen.
    Grüße, Rolf

  4. @Rolf: Schade, daß man an dieser Stelle keine Bilder einstellen kann. Nach Rolfs Kommentar bin ich nun aber doch restlos überzeugt gleich von dem ersten Bild auf Seite 1 des insgesamt 7 Kapitel umfassenden Tests des Etrex 30.
    Klein, streifig und grob pixelig, Schrift nicht zu erkennen und „bis zu 25 Std. mögliche Laufzeit“ – was immer das ist in Ermangelung exakter Definition – mehr braucht man wirklich nicht.
    Vielleicht wäre da mal eine innovative Brille ganz hilfreich, die zumindest grobe Pixel und Streifen glättet und verhindert, daß man nicht jedesmal in den Lenker kriechen muß, um etwas deutlicher Pixel, Routen und Tracks auszumachen. Von umgebenden Landschaften mal ganz zu schweigen. Braucht man wohl in der Klientel der Etrex-User o.ä ohnehin nicht, da kommt es auf die Strecke an.

    Gäbe es eines Tages diese besagte Brille, würde ich mir zweifellos auch ein Etrex kaufen. Aber auch das Garmin-Emblem unterhalb des Displays schon jetzt messerscharf und unverpixelt ohen diese Brille zu sehen, ist doch auch schon etwas, oder?
    Einen Kommentar zu den Beiträgen anderer Kommentatoren erspare ich mir mal. Solange man „Hüllen“ für das iPhone mit dafür seriösen Outdoorausrüstungen verquickt, ist eine weitere Diskussion darüber offensichtlich sinnlos.

    Gruß Navirider

    1. Lieber Navirider, dann bitte mal Fakten auf den Tisch: Von welchem Smartphone-Modell gehst Du bei Deiner Argumentation aus?

      Als unverzichtbare Anforderungen an ein Outdoor-Navi würde ich neben der zuverlässigen Funktionsfähigkeit in freier Natur zwei prinzipielle Anforderungen stellen:
      * Es muss über einen Tag (sagen wir von 9:00 bis 18:00) durchgehend in Betrieb sein können ohne nachgeladen zu werden oder weiterer Hilfsmittel zu bedürfen.
      * Der Bildschirm muss bei jedem Wetter ablesbar sein (strahlende Sonne, Dunkelheit, Wind & Regen etc.).

      Siehst Du das anders?

      Ansonsten kann ich mit Deinen Ausführungen – bei allem Respekt – wenig anfangen. „Bis zu“-Angaben resultieren aus der Tatsache, dass wir hier nicht in von einer definierten klinischen Versuchsanordnung, sondern der Realität ausgehen. Die Laufzeit von Navigationsgeräten hängt entscheidend davon ab, wie stark ihre Ressourcen benötigt werden: Läuft der Bildschirm durchgehend auf maximaler Helligkeit, hat das ganz andere Folgen als wenn dieser nur von Zeit zu Zeit aktiviert und wie beim eTrex z.B. auch ganz ohne Beleuchtung genutzt werden kann. Ist das GPS-Signal leicht zu empfangen, fordert dies die Empfangseinheit spürbar weniger als in schwieriger Umgebung. Und so weiter und so fort. Wahrscheinlich deshalb habe ich noch nie einen ernstzunehmenden Artikel gelesen, der von absoluten Laufzeiten ausging.

      Zu dem Unsinn mit der Brille werde ich mich nicht weiter äußern. Da stellt sich bei mir nur die Frage: Bist Du in Wahrheit ein Troll?

      1. habe ein samsung galaxy ace 2. zeichne seit 2 jahren damit tracks auf. akku hält 10h aufzeichnung locker durch (nach 2 jahren betrieb, noch ~30% restakku). display ist sehr gut in der helligkeit zu regeln. zeichne mir oroux auf. war aber ein zielkauf, da das handy einen vergleichsweise großen akku hat. display ist natürlich die meiste zeit auf dunkel und inet ist aus, weil das die meisten stromfresser sind

  5. Hallo Rolf,
    wenn man das komplexe Thema „GPS-Gerät oder Smartphone“ mal allein(!) auf die Frage der Betriebslaufzeiten reduziert, geht es mir im Kern darum, ein für den Nutzer dieser Geräte praktikablen Vergleichsmaßstab zu finden.
    Der eine Hesteller redet wachsweich von „bis zu“ , der andere „bei üblichen Gebrauch“ und vielleicht noch ein anderer von „absoluten Laufzeiten“.
    Man kann nur spekulieren, was damit gemeint ist. Von einer praxisorientierten Definition weit entfernt, aber es muß ja auch nicht gleich klinisch sein.

    Für ein am Fahrrad übliches Szenario wäre (!) ein Vergleichstandard volles Displaydauerlicht, akt. GPS und mitlaufendes Kartenbild mit Trackaufzeichnung mal hilfreich. Darüber kann man diskutieren. Es wäre zumindest mal für Testportale ein erster Weg, dem Nutzer oder potentiellen Käufer ein für alle Hersteller derartiger Geräte standardisiertes Verfahren zu praktizieren.
    Dann kämen wir der immer wieder aufkeimenden Frage “ wie lange hält denn das Ding“ schon mal ein kleines Stück näher und könnte viele vor Enttäuschungen bewahren. Zumindest sind meine Erfahrung, daß da von den Herstellern erheblich aus verkaufsstrategischen Gründen geschönt wird.

    Ich selbst benutze ein iPhone und/oder ein Defy am Lenker, jeweils mit witterungsbeständigen Gehäusen, einer „intelligenten“ Halterung und integrierter Batteriepower, die für beide eine Laufzeit von 11 Std. unter den o.g. Definitionen generiert.

    Dank „intelligenter“ Halterung keine Probleme bei Sonneneinstrahlung. Das auch der Wind dabei eine Rolle spielen soll, wußte ich bisher noch nicht.

    Insoweit lassen wir es mal dabei. Deine Frage nach dem Troll – schöner wäre vielleicht Trolli – nehme ich mal mit Humor.
    Beste Empfehlung für einen Troll oder Trolli ist zu schweigen.

    Daran halte ich mal zuküntig an dieser location. Damit erübrigt sich auch die Frage für mich, ob Du vielleicht ein Redakteur dieses Portals bist.

    Beste Grüße Navirider

    1. Hallo Navrider,

      zwei Geräte hast Du genannt, das bringt doch mal Grund in die Sache. Da ich selber Android-Geräte nutze, fehlt mir für iPhones die praktische Erfahrung. Zwei Kollegen haben allerdings welche und die motzen genau so wie ich bei meinem Desire HD draußen über die Ablesbarkeit ihrer Bildschirme im Sonnenlicht.

      Das Defy hatte ich mir dagegen mal von einem Freund für ein Wochenende ausgeliehen, um es auf seine Outdoor-Fähigkeit zu testen. Wegen eines defekten HTC TouchCruise brauchte ich Ersatz. Das Resultat war: ich habe nun das Desire HD!

      Beim Defy habe ich damals die Leuchtkraft des Bildschirms in direktem Sonnenlicht als noch schlechter erlebt als beim TouchCruise. Die zweite Enttäuschung folgte dann bei der Laufzeit. GPS-Signal + Oruxmaps führten dazu, dass der Akku nach etwa 5 Std. schlapp machte. Das Display war dabei nicht durchgehend eingeschaltet. Wir haben es einige Zeit später noch mal versucht und alle nicht gebrauchten Dienste abgeschaltet, da kamen wir mit Mühe und Not auf 6 Std. Fazit: Draußen nicht wirklich brauchbar, zumal das Gerät auch etwas fragil wirkte.

      Die Erfahrung hat mich ziemlich frustriert, da ich mit Garmin zu der Zeit recht unzufrieden war, da man dort bezüglich des Vista HCx nicht bereit war, von vielen Nutzern benannte Schwächen in Form eines Firmware-Updates abzustellen. Auch die Einführung von angeblich „echten“ Outdoor-Smartphones (Xperia active & Co.) 2011 hat da nicht viel verändert, die Mankos bleiben: Screens (da nicht transflektiv) zu dunkel und Akku zu schnell leer.

      Einige Leute haben sich zusätzliche Energiepacks besorgt, ich habe sogar einen mit dynamo-basierter USB-Stromversorgung am Rad getroffen, aber das ist m.E. alles viel zu kompliziert. Mir gefällt am eTrex, dass ich es samstags morgen einfach in Rucksack oder Brusttasche packen kann und mir bis Sonntag abend keine Gedanken um die Stromversorgung machen brauche.

      Und ob nun zu Fuss, im Boot oder auf dem Rad, ich hatte mit dem eTrex 30 zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten, den angezeigten Track- oder Routenverlauf zu erkennen. Das kann ich von keinem anderen Gerät sagen, dass ich in den letzten Jahren in den Händen hielt. Es wird solche geben, aber die kosten in der Regel einiges mehr.

  6. Aber Rolf, weisst du nicht, dass Smartphones die PERFEKTEN Outdoorgeräte sind, in allen Belangen allen anderen Geräten weit überlegen?

    Komisch nur, dass in meinem bekannten Cacherkreis die MEISTEN sich irgendwann zum Smartphone ein Outdoor-GPSr gekauft haben, versteh ich irgendwie nicht …

    PS.: Habe das eTrex 30 mal mit Lithium-Batterien ausprobiert, saubere 35 Stunden Laufzeit!

  7. Mir scheint, bevor man sich über die Anforderungen an ein „Outdoorgerät“ streitet, sollte man sich erst mal über die Definition des Begriffes „Outdoor“ einig werden – z.B. ob man auch bei Regen noch vor die Tür geht, wie weit man sich von der rettenden Zivilisation entfernt, und ähnliche Fragen… *ggg*

    Man mag sich über die groben Pixel des eTrex lustig machen. Spätestens beim ersten Aufenthalt in der prallen Sonne oder auch beim ersten Regenguß wird man erkennen, wozu die Pixelgröße GUT ist!

  8. Ein wesentliches Argument für Garmin & Co sind für mich die auswechselbaren Batterien / Akkus! Ich selbst habe ein Oregon 450 und bin sehr zufrieden damit. Auf längeren Touren habe ich immer Ersatzakkus dabei und habe so nie Energieprobleme. Ich kenne mich mit Smartphones nicht aus, aber ich glaube nicht, daß bei ihnen ein schneller Batteriewechsel unterwegs möglich ist, oder irre ich mich da?

    1. Hallo Diddi, alle Smartphones die ich bisher in den Händen hielt, hatten produktspezifische Akkus. Normale AA- oder AAA-Akkus/Batterien dürften allein wegen der geringen Bauhöhe von Smartphones nicht passen. Es gibt zwar externe Strompacks, aber ich halte die für den Outdoor-Einsatz nicht wirklich geeignet.

      Grüße, Rolf

  9. Hallo allerseits,
    dann gebe ich auch mal einen Kommentar ab:
    Ich habe das etrex 30 seit 3 Monaten und nutze es für Geocaching, Motorradnavigation, Wandern und Trackaufzeichnungen.

    Vorteile für MICH:
    – klein (besonders wichtig, siehe unten)
    – lange Akku-/Batterielaufzeit
    – gut ablesbares Display
    – kostenlose OSM-Maps
    – kostenlose Routenplanung im Internet mit Download über z.B. motoplaner.de
    – Speichern von Tracks und Upload in z.B. Garmin Connect. Hier kann man die Routen incl. Geschwindigkeit, Pausen und Höhendifferenz am Bildschirm nachvollziehen
    – Routing ausreichend, zumindest komme ich ans Ziel
    – gutes Zubehör (von Ram Mount) erhältlich
    – Preis

    Nachteile:
    – schlechtes Handuch (aber Internet-Recherche geht ja auch)
    – Richtunganzeige springt ab und an beim Annähern an einen Cache hin- und her (scheint mit FW 2.73 beta besser zu sein)
    – Bedienung für mich nicht so intuitiv wie ich erwartet hätte. Aber ich bin ja auch schon Ü50

    Ein Smartphone habe ich nicht, will ich nicht und brauche ich nicht. In meinem Job als Softwareentwickler sitze ich genug vorm Rechner, da brauche ich nicht noch einen Internet-Surf-Daddelomaten. Es nervt eh, wenn jeder zweite mit so einem Ding pausenlos irgendwas nachguckt.

    Und zum Vorteil ‚klein‘ möchte ich noch sagen, dass ich vor vielen Jahren mit einem Koffer voll Spiegelreflexausrüstung und auf der anderen Schulter mit einem Videokoffer schwitzend durch die Gegend gelaufen bin. Heute kann es mir nicht klein genug sein, weil man ein Minigerät ohne Koffer/Rucksack oder Bollerwagen nahezu immer am Mann/Fahrrad/Motorrad haben kann.

    Schönes WE
    Rolf_2 aus OWL

  10. Hallo zusammen,

    der Testbericht und auch die anderen Erfahrungsberichte decken sich größtenteils mit meinen Erfahrungen. Ich habe das eTrex 30 seit 3 Monaten für
    Motorrad, Fahrrad und Wandern. Das ist mein erstes Outdoor-Navi, ich hatte es aber mal mit einem günstigen Auto-Navi am Motorrad versucht. Den Versuch habe ich wegen schlechter Ablesbarkeit bei Sonne, mangelnder Wetterfestigkeit und miserabler Akkulaufzeit wieder eingestellt (Verkabelung war mir zu fuddelig).
    Da kommt das eTrex mit seinen öfter zitierten Vorteilen deutlich besser:

    – Enorme Akkulaufzeit
    – Klein, robust und wetterfest
    – Nutzung von aufbereiteten OSM-Karten
    – Auch (oder gerade) bei Sonne sehr gut ablesbares Display

    Das Display könnte größer sein, muss aber nicht. Der angezeigte Kartenausschnitt reicht i.d.R. aus, die Auflösung ist mir auch hoch genugt. Um einen Überblick zu bekommen, kann man ja raus-/reinzoomen oder den Ausschnitt verschieben. Hier kommt dann aber der m.E. größte Nachteil des Geräts zu tragen, der im Testbericht für meinen Geschmack etwas runtergespielt wird:

    – Die sehr enttäuschende Performance des Geräts!

    Die ca. 12 Sekunden beim Einschalten kann man noch verkraften, aber die Wartezeiten, die sich regelmäßig beim Ändern des Zoomfaktors oder verschieben des Bildausschnitts ergeben, sind mehr als ein Ärgernis und wirken sich in der Praxis als deutliche Einschränkung aus. Geringere Anzeigedetails und die Aktivierung von nur einer (kleineren) Karte machen zwar einen kleinen Unterschied, die Sache aber nicht wirklich gut. Routing und Einlesen größerer Tracks brauchen ebenfalls ihre Zeit.
    Was mich sonst noch stört:

    – Bedienung über den „Joystick“ ist etwas fummelig. In der Hand mit Daumen OK, aber auf Fahrrad/Motorrad mit Zeigefinger gerät die Bedienung des „Joysticks“ zum Glücksspiel.
    – Auch bei ständiger Kalibrierung erinnert die Zuverlässigkeit des elektronischen Kompass an ein Spielzeug aus dem Kaugummiautomaten. In Bewegung wirds dann zum Glück über GPS besser.
    – Bei schnellerer Fahrt (Motorrad) hinkt die Positionsanzeige der Realität ein klein wenig hinterher, was beim Abbiegen an unüberichtlichen Kreuzungen schon mal zu Irritationen führt. Auf dem Fahrrad ist es OK, zu Fuß ist so langsam, dass die Richtungsanzeige nicht zuverlässig ist (s.o.).
    – Macht im Stand deutlich Strecke, Positionsbestimmung ziemlich ungenau.
    – Die Logik der (gerade fürs Motorrad sinnvollen) Auto-Zoom Funktion kann ich nicht nachvollziehen und muss leider ziemlich oft von Hand nachbessern.
    – Größere Tracks (> 3.000 Wegpunkte) werden nicht immer korrekt gespeichert, Datei korrupt.

    Alles in Allem zwar ein nettes kleines Teil mit großem Einsatzbereich, aber auch noch klarem Verbesserungspotenzial. Ich kann das Gerät nur mit Einschränkung empfehlen und denke, das hätte Garmin besser hinbekommen sollen und können.

    Beste Grüße,
    Wolfgang

    1. Hallo juventura, das scheint bei all den Rückmeldungen ja durchaus ein Thema von größerem Interesse zu sein. Auch ich hätte gerne ein überzeugend outdoor-fähiges Smartphone, dann müsste ich statt zwei nur ein Gerät mit mir rumtragen. Allein, mir ist in den vergangenen Jahren kein einziger Kandidat untergekommen, der ein akzeptables Gesamtpaket geschnürt hätte. Meine Bewertungskriterien habe ich oben ja bereits formuliert.

      Die beiden Outdoor-Handies von Sony-Ericcson und Samsung konnten mich im vergangenen Jahr nicht überzeugen, die Leuchtkraft war zu schlapp und die Akkulaufzeit reichte im GPS-Betrieb nur für wenige Stunden. Das S2 wurde ob seiner Leuchtkraft bei Tageslicht wiederholt gelobt, doch in verschiedenen Tests (so z.B. bei Chip: „Das Display ist ebenso scharf und kontrastreich wie das des Vorgängers. Bei der Helligkeit kann es im direkten Vergleich mit dem Display des iPhone 4 nicht mithalten: Es wirkt deutlich dunkler. Dies zeigt sich besonders bei hellem Umgebungslicht. Hier ist der Bildschirm des iPhone 4 besser ablesbar als der des Galaxy S2.“) gab es auch andere Aussagen bezüglich der Ablesbarkeit in direktem Sonnenschein.

      Darum meine Frage: Wie ist das S2 ablesbar, wenn die Sonne direkt auf das Display trifft? Man hat nicht immer die Möglichkeit (z.B. auf dem Fahrrad), das Gerät in eine schattige Position zu drehen. Und: Wie lange hält der Akku durch, wenn das Display hell genug ist um im Sonnenschein abgelesen werden zu können und gleichzeitig der GPS-Empfänger eingeschaltet ist? Ich bin nämlich immer noch auf der Suche nach einem outdoor-geeigneten Nachfolger für das Desire HD.

      1. Habe heute bei Sonnenschein nochmal in der Mittagszeit (12:30) getestet:
        Die Helligkeit war auf automatisch eingestellt.
        Sinnvoll ist in Fahrtrichtung Süden (gegen die Sonne) eine Neigung von etwa 45° des Phones. Dann ist das S2 noch befriedigend gut ablesbar, insbesondere, wenn man einen „auffälligen Bewegungspfeil“ einsetzt, was z. B. mit der App Locus individuell möglich ist. Ein Foto vom Display ist kaum machbar, weil es die Realität DEUTLICH zu schlecht darstellt. Das menschliche Gehirn , bzw. das Auge ist in der Lage durch den „Fotospiegel“ hindurchzusehen und damit ist bei senkrecht stehender Sonne das Display auch während der Radfahrt noch gut erkennbar um einem bspw. Track zu folgen.
        Zu genau diesem Zeitpunkt (12:30 Fahrtrichtung Süden) sind Garmins 60er oder 76er besser, keine Frage. Allerdings kehrt sich das ins Gegenteil, sobald die Sonne sinkt und von der Seite kommt, oder man die Möglichkeit hat, Schatten zu nutzen. Hier ist das 4,3″ Zoll den halb so großen Displays der GPSr dank der Auflösung deutlich überlegen. Die vorher gezeigten Aufnahmen stammen von ca. 16:30 und sind definitiv nicht getürkt. 🙂
        Wichtig ist am Rad, die Möglichkeit, die Neigung des Phones zu verstellen.
        Hat man die Möglichkeit das Phone in den Körperschatten zu bringen, wird die Darstellung deutlich besser und übertrifft die des 76ers.

        Zur Akkuleistung:
        Bei reiner Aufzeichnung eines Tracks (z.B im Auto), bei abgeschaltetem Display und gelegentlichem Kontrollieren (alle 20 Minuten) ohne 3G muß man mit etwa 7,5 – 10% Akkuverlust pro Stunde rechnen (Originalakku 1650 mah).

        Am Rad: Display abgeschaltet, etwa alle 8 Minuten Kontrollle (Trackerkundigung) Display für 15 Sek. an (mit automatische Abschaltung) und eingeschaltetem 3 G zum Nachladen von Online-Karten incl. Adresssuche + Kontrolle der gefahrenen Kilometer etc., ist mit meinem Akkuverlust von etwa 15% – 17% in der Stunde zu rechnen. Wenn man auf der sicheren Seite sein will, sollte man nach ca. 4 Stunden (ca. 40% Akkuladung) beim 1650er Akku, nachladen, um noch mal telefoniern zu können. 🙂

        In den nächsten Tagen versuche ich mit einem 2000er Akku zu testen.

        Es sollte klar sein, dass ein 4,3″ Display und ein einzelner 1650mah Akku nicht an die Laufzeit eines 2,2 Zoll Displays mit 2x 2000mah Akkus herankommen kann.
        Dafür entschädigt das Display aber mit seiner brillianten Auflösung und der richtigen App mit all seinen (ihren ) Möglichkeiten, schnellem Verschieben und Zoomen der Karten, Routenberechnungen auch jenseits der 2000 Wegpunkte innerhalb weniger Sekunden und Overlays einblenden etc.
        Auf Touren, die länger als einen halben Tag dauern, sollte man ein Powerpack dabei haben.
        Ach ja, das SIII soll über ein Display verfügen, was auch bei Sonnenlicht noch besser ablsebar sein soll: http://news.preisgenau.de/samsung-galaxy-s3-neuerungen-beim-hd-super-amoled-display-26934.html.
        Und nein, ich bekomme keine Provision 🙂

        juventura

  11. Hallo, ich habe mir das S2 von einem Kollegen ausleihen können und vorhin bei maximaler Helligkeit mit Google Maps auf der Straße ausprobiert. Unbestreitbar deutlich besser ablesbar als mein HDH, aber auch noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei… 😉
    Mir sind in den vergangenen Wochen Meldungen über das Caterpillar B10 untergekommen: Hässlich wie die Nacht, aber das ist mal ein „echtes“ Outdoor-Smartphone. Laut heise.de soll das Ding ein 2000 mAh-Akku haben, das wäre ja mal ein interessanter Wert. Über die Abbildefähigkeit des Displays draußen wird allerdings blöderweise nirgends ein Wort verloren…

  12. Hier werden die Smartphones so schlecht gemacht. Klar mein HD2 ist bei Sonne auch kaum abzulesen.
    Aber es gab mitte der vor ca 6-8 Jahren tolle Smartphones (Stichwort transreflektives Display). Damals hat man diese Displays in fast allen Smartphones gefunden, warum baut die heute kein Hersteller mehr ein, zu teuer?

    Ich habe noch mehrere Vodafone VPA3 liegen (auf wm6.5 geflasht). Die funktionieren bestens mit MagicMaps bei ausgeschalteter Beleuchtung. Allerdings nach 6 Stunden ist Schluß. Hab ne Tasche mit Kugelgelenk Halterung. Im richtigen Winkel zur Sonne bestens ablesbar! Bau mir jetzt noch nen NaDyn Lader an.

  13. Ich denke, dass der Vergleich zwischen eTrex und Smartphone nicht wirklich sinnvoll ist, da hier der Anwendungsbereich entscheidend ist. Wer z. B. (wie ich) Wochen mit dem Fahrrad auf Tour ist (das gilt wahrscheinlich schon für mehrere Tage) und seinen Track immer gut im Blick haben will, der wird sicherlich bald dem eTrex den eindeutigen Vorzug geben. Hier spielt es keine große Rolle, dass das Display klein ist und keine hohe Auflösung hat. Einen Überblick über einen größeren Bereich wird man sich eher mit einer Papierkarte verschaffen. Für die nächste Umgebung (Campingplatz, Hotel, …) reicht auch die eTrex-Karte allemal. Wichtiger ist hier, dass ich ohne Hilfsmittel das eTrex auf zwei Tourtagen und länger verwenden kann, ohne die Batterie wechseln zu müssen und ich auch ohne Hintergrundbeleuchtung immer den Track gut sehen kann, ohne das Display neu auszurichten oder abzuschatten. Der GPS-Empfang bei Fahrten durch dichten Wald oder in engen Schluchten (auch Häuserschluchten) sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Mein Smartphone habe ich zusätzlich noch dabei – ich will ja auch einmal telefonieren oder ins Internet. An den Lenker würde ich es aber nicht montieren wollen.

    Ein ganz anderer Punkt ist allerdings, dass bei allen Vorzügen der eTrex-Hardware, die Software (in Garmin-Tradition) entgegen der Berichte hier im Test alles andere als ausgereift ist. Nach einer Vielzahl von neuen Firmware-Updates hat es Garmin noch nicht geschafft, die wesentlichen zusätzlichen Grundfunktionen des eTrex 30 in den Griff zu bekommen. Gemeint sind Kompass und Höhenmesser. Der Kompass gibt nur nach ständiger Neukalibrierung für relativ kurze Zeit brauchbare Richtungsangaben. Der Höhenmesser schafft es nicht, sinnvolle Angaben über zurückgelegte Höhenmeter zu erstellen (ein Problem, welches auch von anderen Garmin-Outdoorgeräten berichtet wird). Stück für Stück müssen sich die Nutzer, die als Beta-Tester agieren, von einer Firmware zur anderen kämpfen, um einen Fehler nach dem anderen (hoffentlich) beseitigt zu sehen (Static-Navigation-Problem, Speicher-Voll-Problem, …). Zum Teil bringen neue Firmwares allerdings neben der Beseitigung bestimmter Fehler neue Fehler (z. B. Rotation der Bilddarstellung, …). Dies verleidet einem die Nutzung des eTrex 30 gründlich.

    Leider werden solche Fehler in den wahrscheinlich über kürzere Zeiträume durchgeführten Erprobungen für Testberichte übersehen. Das mag entschuldbar sein, obwohl auch hier mehr möglich sein sollte. Was nicht entschuldbar ist, ist die Firmenstrategie. Es ist ja nicht nur das eTrex 30, welches von Garmin mit fehlerhafter Software auf den Markt geschmissen wird. Dass kleine „Bugs“ auftreten können, die durch neue Firmware-Versionen ausgebügelt werden, oder die neue Software noch ein paar „Nice-to-have“-Optionen zufügt, ist in Ordnung. Dass aber Grundfunktionen, die in den Spezifikationslisten aufgeführt und in der Beschreibung des Gerätes angepriesen werden, nicht funktionieren und das noch mehr als ein Jahr nach Markteinführung, ist eigentlich ein Skandal. Man würde erwarten, dass so ein Gerät vor Markteinführung einer Reihe von Beta-Nutzern in die Hand gedrückt wird, die das Gerät in allen Einsatzbereichen (Radfahren, Bergsteigen, Geocaching, …) ausführlich testen. Offensichtlich geht es aber nur darum, möglichst schnell ein neues Gerät auf den Markt zu bringen, in der Hoffnung, damit möglichst viel Profit machen zu können. Bislang scheint dieses Konzept für Garmin aufzugehen, wie die neuesten Umsatzzahlen zeigen. Ob es daran liegt, dass manche Nutzer einfach resignieren und z. B. den Kompass eben immer wieder neu kalibrieren oder gar nicht verwenden, oder ob manche einfach den vollen (theoretischen) Funktionsumfang des Gerätes gar nicht nutzen, das kann ich nicht sagen. Eines weiß ich aber sicher, Garmin wird in dem Augenblick die Folgen dieser Politik zu spüren bekommen, in dem es echte Alternativen zu eTrex und Co. von anderen Firmen geben wird.

    1. Zur Qualität des Höhenmessers kann ich als Münsterländer naturgemäß wenig sagen, das muss leider auch für den Test gelten. Beim Kompass habe ich aber keine derartigen Probleme festgestellt, das gilt für das zeitweise verfügbare Testgerät ebenso wie für den seit Langem genutzten Vista HCx. Allerdings kalibriere ich den Kompass jedesmal vor einer Tour, was ja schnell erledigt ist. Ich habe das bislang nicht als Fehler, sondern als grundsätzlich Eigenheit elektrischer Kompasse bewertet.
      Für echte Peilungen habe ich unterwegs einen entsprechend gebauten Wanderkompass dabei, auf der Suche nach Geocaches hat sich der elektrische Kompass dagegen durchaus bewährt.

  14. Ich benutze ein GARMIN etrex 30, dieses Jahr im Herbst habe ich auf den Wanderungen im Bätterwald und bei Nebel erhebliche Probleme mit der Signalverarbeitung meines GBS-Gerätes gehabt. Die Probleme waren Kein Signal oder ungenaues Signal. Häufiges Kalibrierung war nötig. Mache ich was falsch. kann man das Signal verstärken oder die Signalverarbeitung am Etrex 30 verbessern. Für eine Hilfe wäre ich dankbar.

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