TomTom und Uber bekräftigen Partnerschaft für präzisere Karten

Uber und TomTom gehen zukunftsorientiert voran und bekräftigen ihre Partnerschaft durch das Map Editing Partnership Programm, um noch bessere Karten zu erstellen …

TomTom und Uber möchten in Zukunft bei der Erstellung von Kartendaten kooperieren. Eine Partnerschaft zwischen dem niederländischen Kartierungsexperten und dem Fahrdienst-Vermittler aus den USA besteht seit 2015. Doch ab sofort stellt das Mitfahrunternehmen nicht nur die Karten, Verkehrsdaten und Karten-APIs von TomTom über seine globale Plattform bereit, sondern beteiligt sich ebenfalls am Kartenbearbeitungsprogramm des in Amsterdam ansässigen Kartenherstellers.

3 Millionen Kartenkorrekturen im Monat durch Partner

Der Kartenbearbeitungsprozess im Rahmen des Programms Map Editing Partnership erlaubt Partnern, in direkter Weise Korrekturen und Aktualisierungen am Kartenmaterial von TomTom vorzunehmen. Über die Partner werden laut TomTom monatlich bis zu 3 Millionen Änderungen in mehr als 70 Ländern vorgenommen, darunter die jetzt neu aus Uber-Fahrten und -Lieferungen gewonnen Erkenntnisse zu neuen Straßen, geänderten Abbiegebeschränkungen, Straßensperrungen u. v. m.

Da sich jährlich schätzungsweise 10 % des globalen Straßennetzes fortlaufend ändert, hat sich TomTom über die Jahre mit verschiedenen Partnern aus der Mobilitätssparte, Logistikbranche und Automobilindustrie zusammengeschlossen, um nicht hinter diesen stetigen Änderungen zurückzubleiben und frische Kartendaten an den Mann zu bringen. Die Zusammenarbeit hilft dem Kartenhersteller, nicht nur auf die alljährlichen Änderungen schnell zu reagieren, sondern auch herausfordernden Veränderungen zu begegnen, wie Straßenüberflutungen durch Umweltkatastrophen oder die COVID-19-Pandemie, in der eine Zeit lang sogar viele Grenzen geschlossen oder Städte abgeschirmt wurden.

Bild: TomTom, Kartenfehler korrigieren über das Partner-Programm Map Editing Partnership
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Uber und TomTom zukunftsorientiert trotz Widrigkeiten

Seit fünf Jahren können sich Kunden in Deutschland über den Fahrdienst Uber von einem Ort an den anderen bringen lassen. Früher vermittelte Uber auch Fahrdienste privater Personen mit ihrem eigenen Auto, bis dies hierzulande 2016 gerichtlich verboten wurde. Daraufhin vermittelte Uber in deutschen Städten, unter anderem München, Berlin, Frankfurt und Köln, ausschließlich Fahrten von lizenzierten Mietwagen- und Taxi-Unternehmen und deren berufsmäßigen Fahrern. Auch diese Fahraufträge standen jüngst durch Taxibetreiber in Kritik und sogar unter Anklage wettbewerbswidrig zu sein. Die Urteile der Gerichte, die den Taxiunternehmern Recht zusprachen, sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Durch Projekte wie mit TomTom, aber auch Verhandlungsgespräche für eine eventuelle Übernahme des Mobilitätsanbieters Free Now von Daimler und BMW versucht Uber weiterhin auf dem Schauplatz des Geschehens zu bleiben und seine Fühler weiter auszustrecken.

TomTom wiederum hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht, die einerseits zwar 10 % Gewinneinbußen im Vergleich zum vorherigen Quartal preisgaben, die andererseits jedoch auch hoffen lassen, dass die Corona-Krise im Automobilbereich abgeebbt ist und somit auch wieder Gewinne für TomTom zu erwarten sind, schließlich ist TomTom immer noch ein wichtiger Kartenlieferant für die Automobilindustrie.

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