Weniger Stress bei der Parkplatzsuche durch „kollaboratives Parken“

Kollaboratives Parken soll das Stichwort für eine effizientere Suche nach einem Parkplatz sein. Ein System aus Fahrzeugsensoren und Überwachungskameras soll freie Parkplätze auf dem Fahrzeugdisplay von Fahrzeugsuchenden anzeigen…

Jeder kennt das Problem, wenn man abends von der Arbeit nach Hause kommt und alle Parkplätze bereits belegt sind oder man irgendwo einen wichtigen Termin hat und hektisch durch die Straßen fährt, um den letzten freien Parkplatz zu finden. Eine Umfrage hat kürzlich ergeben, dass Autofahrer pro Jahr sogar rund einen Tag mit der Parkplatzsuche verbringen.

Dieses Problem könnte vielleicht bald der Vergangenheit angehören. In der Stadt Milton Keynes in Großbritannien wird zurzeit die neue „Collaborative Parking“ Technologie als Crowdsourcing Projekt getestet. Kollaborativ bedeutet so viel wie gemeinsam, zusammenarbeitend. Die Idee dahinter ist, dass Fahrzeuge mit entsprechenden Parksensoren Daten an andere Verkehrsteilnehmer übermitteln. Bei der Parkplatzsuche werden dem Fahrer dann frei Parkplätze in der Nähe auf dem Fahrzeugdisplay angezeigt.

Weniger Stress und Spritverbauch bei der Parkplatzsuche

Auch Überwachungssystem, wie etwa in Parkhäusern oder auf großen Parkplätzen, können Daten über freie Parkplätze liefern. So weiß der Fahrer ganz genau auf welcher Parkebene und in welcher Reihe noch Parkplätze verfügbar sind. Ein ewiges suchen wird den Autonutzern also auch hier erspart.

Die Vorteile des Systems liegen klar auf der Hand. Neben der enormen Zeitersparnis wird dem Fahrer auch der Stress und die Anspannung genommen, wenn er schnellstmöglich einen Parkplatz finden muss. Zudem kann sogar Sprit und damit Geld gespart werden, wenn man nicht erst drei Mal um den Block fahren muss, ehe man den Parkplatz in der Seitenstraße entdeckt.

Von der Teststrecke auf die Straße

Entwickelt wurde die Technologie übrigens im Rahmen des „Autodrive“ Programms (ein staatlich gefördertes Programm, das verschiedene Technologien von der Teststrecke auf die Straße bringen möchte.) Zu den Projektpartnern von „Autodrive“ gehört zum Beispiel Ford. Auch andere Systeme, die das Autofahren verbessern oder sicher machen sollen werden von Ford und den Partnern von Autodrive vorgestellt.

Wir können uns als hoffentlich auf ein in Zukunft stressfreieres Autofahren freuen. Zuerst bleibt jedoch abzuwarten wie sich das Crowdsourcing Projekt in Milton Keynes entwickelt. Sodass hoffentlich auch wir bald von dem kollaborativen Parken profitieren können. Mit einer Einspeisung der Parkplatzinformationen könnten auch Nutzer anderer Anwendungen und Apps von den Parkplatzinformationen profitieren. Einige Navis und Apps biete bereits heute einen ähnlichen Service und zeigen Autofahrern durch eine farbliche Kennzeichnung in welchen Straßen sie gute Chancen haben einen Parkplatz zu finden.

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