VW kauft Blackberrys Forschungs- und Entwicklungszentrum

Der Smartphone-Hersteller Blackberry verkauft seine Bochumer Forschungs- und Entwicklungseinrichtung an VW. Der Autohersteller will am gleichen Standort in Zukunft die Vernetzung von Fahrzeugen vorantreiben …

VW-Logo-291Die Volkswagen Gruppe hat Blackberrys deutsches Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bochum gekauft. Mit der neuen Einrichtung will der Autohersteller schneller Zukunftstechnologien rund ums Fahrzeug entwickeln können.

Blackberrys ehemalige Produktentwicklung in Bochum wird in die VW-Tochter Volkswagen Infotainment GmbH integriert, alle 200 Mitarbeiter sollen auch im neuen Unternehmen weiter beschäftigt werden.

Laut einem Blackberry-Sprecher sei der Verkauf des Bochumer Forschungszentrums Teil der anhaltenden Bemühungen des Konzerns „zur Profitabilität zurückzukehren“. Blackberry kämpft seit Jahren darum, mit neuen Produkten wieder im Smartphone-Markt Fuß zu fassen, konnte aber gegen die konkurrierenden Systeme wie iOS und Android bislang nichts ausrichten. Daneben konzentrieren sich die Kanadier seit einiger Zeit auf die Entwicklung und den Verkauf von Spezialsoftware an Autohersteller. Die bereits von Automobilherstellern wie BMW oder General Motors eingesetzte QNX-Software ermöglicht es Autofahrern, ihre mobilen Geräte mit dem Multimediasystem im Fahrzeug zu verbinden. Allerdings muss Blackberry auch hier befürchten, von der Konkurrenz eingeholt zu werden, denn auch Google, Apple und Microsoft haben Software für einen ähnlichen Anwendungsbereich entwickelt.

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum der Volkswagen Infotainment GmbH wird daran arbeiten das Fahrzeuge zukünftig besser mit der Umwelt agieren können und sich beispielsweise mit Tankstellen oder Einkaufszentren verbinden um weitere Daten wie Preise oder freie Parkplätze abzurufen. Auch die Kommunikation zwischen einzelnen Fahrzeugen soll vorangetrieben werden, womit sich Staus und Unfälle besser vermeiden lassen würden.

Heinz-Jakob Neußer Entwicklungsvorstand bei VW kommentierte die Übernahme mit: „Rund um den Globus werden sich die Anforderungen unserer Kunden rasch verändern, was zu kürzeren Innovationszyklen für Systeme und Funktionen führt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es notwendig, dass wir unsere Optionen über zusätzliches Know-how erweitern.“.

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