HTC verliert Millionen durch Fehlinvestition

Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC kostet eine Investition in den Online-Spieleanbieter OnLive 40 Millionen USD …

Eine Investition von 40 Millionen USD in den Cloud-Gaming-Dienst OnLive muss der Smartphone-Hersteller HTC jetzt als Verlust verbuchen. Der Spieleanbieter verfüge über kein ausreichendes Betriebskapital mehr und steht damit kurz vor der Insolvenz. Erst vor kurzem hatte HTC auch teile seiner Beteiligung an dem Audio-Spezialisten Beats abgestoßen.

Millionenverlust durch Online-Spiele-Anbieter

HTC leidet nicht nur unter rückgängigen Umsätzen und Marktanteilen, sondern muss sich auch einige Fehlinvestitionen hinnehmen. Jüngstes Beispiel ist der Online-Spieleanbieter OnLive, in den die Taiwanesen 40 Millionen USD investierten. Wie das Magazin The Verge berichtete soll OnLive durch die US-amerikanische Investmentfirma Lauder Partners komplett übernommen worden sein. Als Restrukturierungsmaßnahme sollen die Vermögenswerte von OnLive in eine neue Gesellschaft mit gleichem Namen überführt werden, womit auch HTCs Investitionssumme weg wäre.

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Anteile an Beats abgegeben

Ende Juli 2012 hatte HTC bekanntgegeben, knapp die Hälfte seiner erst im September 2011 für 309 Millionen USD erworbenen Anteile an der Firma Beats wieder verkauft zu haben. Immerhin erhielt der Smartphone-Hersteller für die Reduzierung der Anteile von 51 auf jetzt 25 Prozent, 150 Millionen USD. Mit der Zusammenarbeit hatte sich HTC erhofft einen leichteren Zugang zur jüngeren Zielgruppe zu bekommen.

Weitere Investitionen

Trotz der Rückschläge strebt HTC weitere Investitionen an. So ist das Unternehmen jetzt auch an dem Start-up Magnet Systems beteiligt, das Enterprise-Applikationen entwickelt. Für 35,4 Millionen USD soll HTC laut der Nachrichtenagentur Reuters Anteile von 17,1 Prozent übernommen haben. Insgesamt hat der Hersteller in den letzten Jahren mehr als 700 Millionen USD in andere Unternehmen investiert.

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