Neue autonome und elektrische Lkw von Einride

Schwedisches Start-up-Unternehmen Einride kündigt vier neue autonom und elektrisch fahrende Lieferfahrzeuge an. Einsatzgebiet der selbstfahrenden Lkw sind zunächst begrenzte Industriegebiete in Schweden, wonach weitere folgen.

Das schwedische Start-up-Unternehmen Einride kündigt vier neue autonom fahrende Lkw-Modelle an. Die AET-Pods sollen im Güterverkehr neue Lösungen bringen und auf die Einsparung von CO2 hinwirken. Einride stellt nicht nur seine autonomen E-Lkws allein her, sondern auch das System, welches so eine Flotte logistisch betreiben kann. Die neuen Modelltypen der selbständig fahrenden Elektro-Lkws sollen nun aerodynamischer und funktionaler werden.

Futuristischer Lkw-Pod von Einride

 

Bekannt geworden ist Einride in der Vergangenheit durch den fahrerlosen Elektro-LKW T-Pod, der sich fernsteuern lässt und seit Mai 2019 in verschiedenen Testläufen auf Schwedens öffentlichen Straßen unterwegs ist. Zwischen einem Lager und einem Umschlagplatz transportierte der T-Pod beispielsweise, zwar sehr langsam (5 km/h) und nur innerhalb eines Industriegebiets, Waren für den Logistikdienstleister DB Schenker (ein DB-Tochterunternehmen). Während der Testläufe bis Ende 2020 muss aber pro Fahrzeug noch ein Mitarbeiter als Überwacher zugeteilt sein, wobei Einride laut Zitat im „Handelsblatt“ stark damit rechne, dass ein Mitarbeiter künftig mehrere Fahrzeuge im Auge behalten könne.

Neue Pods für den Einsatz auf öffentlichen Straßen

Bei dem neuen Projekt der Lieferfahrzeuge ohne Fahrhaus sollen folgende vier Lkw-Typen, auch Pods genannt, gebaut werden: AET1, AET2, AET3 und AET4. Die erste Klasse des fahrerlosen und elektrisch fahrenden Lkw, AET1 (Fenced), soll nur auf abgeschlossenem Gelände sowie vordefinierten Strecken autonom unterwegs sein oder wie der englische Zusatz vermittelt „eingezäunt“ agieren. Der AET2 (Nearby) ist dafür gedacht, sowohl auf abgeschlossenen Bereichen als auch auf öffentlichen Straßen zu verkehren, wobei ebenfalls nur über kurze Entfernungen zwischen zwei Zielorten. Beide Modelle können 30 km/h fahren und 130 bis 180 Kilometer zurücklegen bis sie wieder aufgeladen werden müssen.

In der dritten Stufe ermöglicht der AET3 (Rural) den Fahrbetrieb auf Nebenstraßen oder weniger stark befahrenen Hauptstraßen zwischen zwei Einrichtungen bei einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h. Der AET 4 (Highway) schließlich umfasst den vollständigen autonomen Betrieb auf Autobahnen und anderen Hauptstraßen und erreicht bis zu 85 km/h.

Zum Vergleich: Der T-Pod ist 7 Meter lang, etwa 2,5 Meter breit und kann maximal 16 Tonnen Lasten befördern. In der Autonomiestufe 4 kann er bis zu 200 Kilometer ohne erneutes Aufladen zurücklegen. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 85 km/h.

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Preise und Verfügbarkeit:

Alle AET-Pods stehen lediglich zur monatlichen Miete bereit, sie können nicht erworben werden. Die E-Lkws AET 1 und AET 2 sind ab sofort auf der Internetseite von Einride reservierbar und sollen ab 2021 für monatlich 18.000 US-Dollar bzw. 19.000 US-Dollar an Kunden ausgeliefert werden. Die autonomen Lkw-Modelle AET 3 und AET 4 sind ebenso auf Vorbestellung erhältlich und sollen in den Jahren 2022-2023 für 20.000 US-Dollar bzw. 22.500 US-Dollar ausgeliefert werden. Eine Reservierung der neuen Pods kostet übrigens auch noch ein wenig, und zwar 10.000 US-Dollar, wobei nur 1.500 US-Dollar als Anzahlung fällig wird und der Rest später nachgezahlt wird.

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