Mercedes A-Klasse soll zum mobilen Assistenten werden

Die Sprachsteuerung des neuen Multimediasystem MBUX von Mercedes, das erstmals in der neuen A-Klasse zum Einsatz kommt, soll Anweisungen des Fahrers noch genauer verstehen können. Der verbesserte Assistent basiert auf der Connected-Car-Plattform Dragon Drive von Nuance…

Mercedes Benz hat sein neues Multimediasystem MBUX (Mercedes Benz User Experience) vorgestellt, mit dem sich die Passagiere der neuen A-Klasse mit dem Fahrzeug unterhalten können. Die Basis für diese sprachgesteuerte System liefert Nuance mit seiner Connected-Car-Plattform Dragon Drive. Nuance ist Marktführer im Bereich der dialogorientierten KI-Innovationen, welche die künstliche Intelligenz in unseren Alltag bringt. Spezialisiert hat sich Nuance Automotive auf Conversational KI für das Auto.

Mit dem neuen Multimediasystem MBUX sollen Verständnisprobleme bei der Kommunikation mit Sprachassistenten der Vergangenheit angehören, denn der Sprachassistent kann Gesprächen nicht nur zuhören, sondern versteht diese auch und kann dementsprechend antworten. Durch ein einfaches „Hey Mercedes“ wird die Sprachfunktion eingeschaltet.

Da das System auf künstlicher Intelligenz basiert lernt es die Vorlieben und Wünsche der Fahrer kennen und kann sich an sie anpassen. Mit dem MBUX können Informationen über interessante Orte in der Nähe oder Nachrichten abgerufen werden, es können Entertainment-Funktionen gesteuert oder Notizen in den Kalender eingetragen bzw. Nachrichten an Leute aus der Kontaktliste gesendet werden. Natürlich lassen sich auch Cockpit Funktionen wie das Einstellen der Klimaanalage oder des Sitzes und die Navigation durch entsprechende Sprachbefehle steuern. Dabei reagiert das System auf simple Fragen und Aussagen, wie: „Wer hat angerufen?“, „Massier´ mich“ oder „Es ist viel zu warm“

Durch die Nutzung von NLG (Natural Language Generation), NLU (Natural Language Understanding) und Flexible, Over-The-Air-Updates per Cloud, soll es dem System möglich sein, menschlicher auf Anfragen zu reagieren, als andere Systeme. Die Antworten können angepasst werden, statt fest vorformulierten Phrasen zu folgen, zudem können auch Teilfragen beantwortet werden, da das System der Konversation folgt.

Durch ständige Erweiterungen und Aktualisierungen (Neue Worte, Begriffsbereiche etc.) lernt das System stetig dazu und verbessert sich immer mehr. So gibt es das MBUX-System mittlerweile in 23 Sprachen. Deutsch, Englisch, Spanisch und Mandarin sind nur einige von ihnen.

Ziel ist es, laut Sajjad Khan, dem Vice President Digital Vehicle & Mobility bei Daimler, Autos in mobile Assistenten zu verwandeln. Durch das Multimediasystem MBUX sei man diesem Ziel bereit einen großen Schritt nähergekommen, so Khan.

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