Was ist dran an dem Gerücht? Sucht TomTom nach Käufern?

Laut Gerüchten will TomTom nur einen Teil oder gleich das ganze Unternehmen veräußern. Eine offizielle Pressemitteilung der Niederländer spricht dagegen. Könnten die Zahlen des kürzlich erschienen Geschäftsbericht zu den Schlagzeilen geführt haben?

TomTom hat seine Umsatzzahlen für das 4. Quartal 2017 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ganze 9 Prozent Einbruch im Gesamtumsatz des Unternehmens. Besondere Einbußen zeigen sich im Bereich der Endverbraucherprodukte und Automotive Hardware. Laut Wiwo.de, der Standard.at und Die Presse.com soll das Unternehmen aktuell sogar nach potenziellen Käufern an der Börse Ausschau halten, doch TomTom wehrte dieses Gerücht mit einer knappen Pressemitteilung ab.

TomTom: Börsenwert von 1,7 Milliarden Euro

Laut findigen Personen aus der Finanzszene soll der Navi-Hersteller TomTom nach Käufern suchen. Trotz eines geschätzten Börsenwertes von 1,7 Milliarden Euro will das Unternehmen wohl prüfen, ob ein Minderheitsanteil oder gleich die komplette Firma veräußert werden könnte. Zwei Informanten berichteten dies zumindest der Nachrichtenagentur Reuters. Auch der Fakt, dass die Deutsche Bank dem Unternehmen bei der Vermittlung von einem Investor helfen solle und dabei unterschiedliche strategische Szenarien geprüft werden, um möglichst diverse Interessenten anzusprechen, wurde angeblich an Reuters übermittelt.

Offizielle Pressemitteilung negiert das Gerücht

Doch laut der kürzlich veröffentlichten und sehr knapp gehaltenen Pressemitteilung von TomTom (siehe Unten), hat das Unternehmen weder nach einem Finanzberater noch nach potenziellen Käufern gesucht. Die Deutsche Bank enthielt sich dagegen gänzlich einem Statement. Nun ist zwar aktuell der Geschäftsbericht von TomTom erschienen, dessen Zahlen erneut für den schrumpfenden Markt im Bereich mobile Navigationsgeräte und Wearables sprechen, doch die Niederländer stellen sich gerade in Bereichen mit großem Zukunftspotential immer besser auf. So konnten die Bereiche Telematics (Flottenmanagement und Fahrzeugortung) um 4 Prozent; Data, Software & Services um 14 Prozent und Automotive & Enterprise um ganze 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr anwachsen.

Knappe Pressemitteilung von TomTom

 

Aktueller Geschäftsbericht 2017

Auslöser für die oben beschriebenen Gerüchte könnten mitunter die “schrumpfenden Millionen” gewesen sein, denn der gesamte Umsatz von TomTom lag 2016 noch bei 987 Millionen Euro, wurde für das Jahr 2017 auf 903 Millionen Euro datiert und soll im Jahr 2018 nur noch bei 800 Millionen Euro liegen. Doch Unternehmen unterliegen ständigen Umbauarbeiten und erst die Realität wird zeigen, wie TomTom aus der scheinbaren Krise hervorgeht.

4 Kommentare zu “Was ist dran an dem Gerücht? Sucht TomTom nach Käufern?

  1. Leider kommt von Tomtom seit Jahren nichts Innovatives mehr und die angekündigten Dinge werden schlecht oder gar nicht umgesetzt. Von Tomtom Traffic neu unterstützte Länder sind für die eigenen Kunden nicht verfügbar, spurgenaue Verkehrsmeldungen gibt es nach wie vor nicht, die Anzeige von POIs auf der Karte ist nicht mehr möglich.
    Seit Jahren ist ein neues Kartenformat NDS in Planung, das angeblich die Aktualitat der Karten verbessern soll. Mit Googke und OSM wird es sicher nicht mithalten können, wenn der Nutzer nicht einmal mehr eine falsche Einbahnstraße oder Tempolimits auf seiner eigenen Karte kortigieren darf. Das Go 1015 war das letzte Gerät, dass diese Funktion unterstützte.
    Irgendwann ist selbst bei den treuesten Stammkunden die Geduld am Ende und die Nutzer schauen sich nach Alternativen um, die z.T. gratis sind. Die Kartenaktualität lässt immer mehr nach, vor allem seitdem das alte MapShare mit sofortiger Kartenkorrektur in den neuen Geräten und Apps nicht mehr angeboten wird. Tomtom war mal das NonPlusUltra im Navibereich und hat außer dem kastrierten Verkehrsdienst nichts mehr zu bieten. Es wäre schade, wenn man bald komplett von der Datenkralle Google abhängig ist.

  2. Das “neue” Kartenformat NDS ist seit Jahren im Einsatz. Hier handelt es sich allerdings um ein standardisiertes Kartenformat der Autoindustrie und kommt nur in fest eingebauten Navis zum Einsatz. Dies hat rein garnichts mit tragbaren Navigationsgeräten zu tun und bietet auch keinerlei Vorteil, es geht bei NDS lediglich um eine Standardisierung.
    Ansonsten muss man sagen, auch wenn die Innovationen ausblieben, dass Tomtom im Vergleich noch mit Abstand das beste Produkt anbietet. Gerade Tomtom Traffic ist unerreicht und wird nicht umsonst von x Herstellern lizensiert.

  3. In der Pressemitteilung von TomTom wird NUR dementiert, dass ein Finanzberater engagiert wurde, um nach potenziellen Käufern zu suchen. Dass nach Käufern gesucht wird, wird nicht bestritten.

  4. Wäre es schade um TomTom? Nö. Erst haben Sie den Support für mein Go LIVE 1005 getsrichen – und damit mein TT enteignet. Und außer Trafficdienst haben sie die schlechteste Navigation. Becker tot. Falk genauso. Navigon von garmin aufgekauft und totgemacht. Bleiben Garmin und Blaupunkt im Mobilnavibereich. Kaufen möchte man von den restlichen drei Naviplayern keinen. Zuviele Kompromisse und Schwächen. Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Ich fahre mit Navigon.
    Punkt.
    Habe mir fünf Stück gebraucht gekauft und auf Halde gelegt.
    Das letzte benutze ich, um zum Friedhof zu navigieren.
    Bis dahin reiht mir das. Auch ohne neueste Features und Livedienste. Man kommt an.

    PS: TT – RIP = Ruhe in Frieden.

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