Ford erweitert SYNC mit AppLink und integriert Amazon Alexa

Ford erweitert sein Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3. Autofahrer können zukünftig auch Navi-Apps auf das Display im Fahrzeug spiegeln und den Amazon Sprachassistenten Alexa verwenden …

Ford hat auf der CES einige Weiterentwicklungen für sein Kommunikations- und Entertainmentsystems SYNC 3 und die Gründung des SmartDeviceLink-Konsortium bekanntgegeben, das einen Branchenweiten Standard für Apps im Fahrzeug anstrebt.

Ford SYNC 3 AppLink wird mit Navi-Apps kompatibel

Ford SYNC 3 mit AppLink soll ab dem kommenden Jahr auch Navigations-Apps unterstützen. Mit AppLink können Nutzer ihre bevorzugte App vom Smartphone auf den Touchscreen im Fahrzeug spiegeln und bequem über den Bildschirm, per Sprachbefehl oder mit den Lenkradtasten bedienen. Als erste App soll die Navigationsanwendung von Sygic die neue AppLink Erweiterung unterstützen. Andere Entwickler können ihre Apps mit dem Sync 3-Emulator kompatibel machen, der auf der Internetseite des Ford Developers-Programm heruntergeladen werden kann.

Zur Nutzung von AppLink muss der Fahrer sein Smartphone via USB-Anschluss mit dem Fahrzeug koppeln. Die Bedienoberfläche kompatibler Apps steht dann automatisch auf dem Bildschirm im Fahrzeug zur Verfügung. Ob die Erweiterung für alle Ford Modelle mit Sync 3 angeboten wird, ist nicht bekannt. In der versendeten Vorstellung der Funktion spricht Ford lediglich davon, das die Navigationsfunktion ab 2018 in vielen Baureihen erhältlich sein wird.

Amazon Alexa in Ford Fahrzeugen nutzen

Zudem holt Ford den Amazon Sprachassistenten Alexa an Bord seiner Fahrzeuge. Die Integration wird ebenfalls über die AppLink-Funktion von Ford Sync 3 realisiert. Um Alexa zu starten muss lediglich die Taste zur Spracherkennung gedrückt und „Alexa“ gefolgt von einer Anweisung gesagt werden.

Ford Fahrer können Alexa Musik oder Hörbücher abspielen oder Nachrichten vorlesen lassen. Auch nach lokalen Adressen kann der Assistent online suchen und zur Zielführung an das Navigationssystem übergeben. Mit einem einfachen Sprachbefehl kann Alexa gebeten werden ein Produkt in den Amazon-Warenkorb zu legen oder auf die Wunschliste zu setzen.

Wer sein zu Hause bereits vernetzt hat, kann aus seinem Fahrzeug heraus etwa die Raumbeleuchtung, Alarmanlagen oder Heizungsthermostate steuern. Umgekehrt können über die sprachgesteuerten Audiogeräte Amazon Echo und Amazon Echo Dot bestimmte Funktionen des Fahrzeugs auch aus der Ferne bedient werden. „Alexa, bitte MyFord Mobile, mein Auto abzuschließen“ verriegelt beispielsweise das eigene Fahrzeug. Auch über die aktuelle Reichweite gibt Alexa Auskunft und kann das Auto bei Bedarf sogar starten.

Alexa wird in der ersten Phase noch im Januar 2017 in das Ford Sync 3 integriert. Die zweite Phase, mit der das System dann neue Befehle unterstützen soll, wird voraussichtlich im Sommer starten.

Ford und Toyota gründen SmartDeviceLink-Konsortium

Mit Ford und Toyota haben sich zwei der größten Automobilhersteller zusammengeschlossen um ein Konsortium zu gründen, das als Plattform für Open Source-Software zur Entwicklung von im Fahrzeug nutzbarer Smartphone-Apps dienen soll. Herstellern und Zulieferern soll damit ein brancheneinheitlicher Standard für die Einbindung von Smartphone-Apps im Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden.

Als technische Grundlage dient SmartDeviceLink der von Ford bereits 2013 entwickelte Standard AppLink. Eine solche Vereinheitlichung macht es für Entwickler leichter, ihre Apps für eine möglichst große Anzahl an Fahrzeugen unterschiedlichster Hersteller bereitzustellen.

Neben Toyota und Ford haben sich bereits die Mazda Motor Corporation, die PSA Group, Fuji Heavy Industries Ltd. (FHI) und die Suzuki Motor Corporation dem Konsortium angeschlossen. Zu den ersten Mitgliedern zählen zudem Zulieferer wie Elektrobit, Luxoft und Xevo. Mit Harman, Panasonic, Pioneer und QNX wollen sich weitere namhafte Hersteller zukünftig an dem Konsortium beteiligen. Die Verwaltung des Open Source-Projektes übernimmt das Software-Unternehmen Livio, das zu Ford gehört.

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