TwoNav Aventura & TwoNav Horizon im Test – Was können die Allrounder wirklich?

Wir haben zwei High-End Outdoor-Navis von TwoNav testen können. Das TwoNav Aventura ist die neue Spitzenklasse des spanischen Herstellers und kann sogar Autos navigieren. Das TwoNav Horizon ist zwar kleiner, hat aber fast den gleichen Funktionsumfang! Wir haben beide Modelle auf Herz und Nieren geprüft…

Einleitung, Hardware & Display


TwoNav hat in diesem Jahr mehrere neue GPS-Geräte herausgebracht. Besonders interessiert haben uns dabei das TwoNav Horizon und das TwoNav Aventura. Letzteres ist das lang erwartete Nachfolgermodell des CompeGPS TwoNav Aventura aus dem extpageJahre 2009. Es wurde also schon höchste Zeit für dieses Comeback. Das Aventura ist TwoNav’s Flaggschiff und speziell für lange und extreme Touren im Outdoor-Bereich / in der Wildnis konzipiert. Mit Hilfe von sechs physischen Tasten, dem zusätzlichen Joystick und dem großen Display sollte hierfür auch die Bedienung mit Handschuhen kein Problem darstellen. Mit dem TwoNav Horizon schreibt das Unternehmen hingegen völlig neue Geräte-Serien Geschichte. Es ist speziell für Wanderer gemacht und soll die Vorteile der umfangreichen Features des Aventuras mit dem handlicheren Gehäuseaufbaus im Stile eines Fahhrradcomputers vereinen. Wir wollten uns beide GPS-Geräte genauer ansehen und zeigen in unserem ausführlichen Testbericht ob die Geräte halten was sie versprechen.

TwoNav Aventura (links) und TwoNav Horizon (rechts) jeweils mit der TOPO Deutschland Karte

Hardware

Gehäuse

Die Gehäuseform der beiden neuen TwoNav Modelle hat sich gegenüber den bisherigen Geräten des spanischen Herstellers CompeGPS deutlich verändert. Sie sind wesentlich eckiger und damit auch markanter geworden. Besonders deutlich zeigt sich diese Veränderung zwischen dem von Rundungen dominierten 2009er Aventura und dem von uns getesteten TwoNav Aventura. Auch wenn das TwoNav Horizon keinen Vorgänger im eigentlichen Sinne hat, ist es in Form und Größe dem TwoNav Anima+ aus dem Jahre 2014 doch sehr ähnlich.

TwoNav Aventura 2009 (links), TwoNav Aventura 2018 (links Mitte), TwoNav Anima (rechts Mitte) und TwoNav Horizon (rechts)

Sowohl das neue Aventura als auch das Horizon besitzen eine durchgängige Gummierung auf den schwarzen Flächen. Die Geräte sollen zwar hierdurch sicherer in den Händen liegen, doch für diesen Zweck ist die Beschichtung bei beiden etwas zu dünn ausgefallen. Dagegen ist der farbige Ring beider TwoNav Testgeräte aus dickem Gummi gefertigt und besitzt dadurch wirklich Grip. Das neue Aventura besitzt zumindest an beiden Seiten noch zusätzliche Einbuchtungen, welche die Griffigkeit auch bei Regen ein Stück weit erhöhen. Für Einsätze in feuchter Witterung würden wir uns trotzdem bei beiden Modellen einen deutlich breiteren Gummiring wünschen, wie er bspw. noch beim 2009er Aventura vorhanden war oder es aktuellere Modelle wie das Garmin inReach Explorer+ vormachen.

TwoNav Aventura mit RAM Mount für Fahrrad und Motorrad

 

TwoNav Horizon mit QuickLock-Fahrradhalterung

Schutzklasse

Beide Geräte sind nach IP67 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht. Unser 5-minütiger Unterwasser-Test hat das bestätigt (siehe Foto unten). Damit steht also selbst einer Nutzung beim Wassersport nichts im Wege. Allerdings muss hierbei gleich auf die Abdeckung des Akkuslots hingewiesen werden. Das Schließen der Schutzklappe über die metrische Schraube mit der Öse am Ende ist so fummelig und teils schwergängig, dass sie nur mit zusätzlich aufgebauten Druck von oben dicht verschlossen werden kann. Wird dieser Umstand nicht beachtet, kann Wasser ganz leicht an die Kontakte gelangen und Schaden anrichten.

Beide Geräte bestehen unseren Unterwasser-Test

Halterungen und Zubehör

Kauft man sich das TwoNav Aventura Motor, handelt es sich um ein Set, dem auch ein RAM-Mount mit spezieller Halteschale für das Aventura beiliegt. Alle Teile werden über Schrauben gesichert, wodurch das Aventura in unserem Test extrem stabil an unserem Fahrradlenker verharrte. Trotzdem führten Kopfsteinpflaster oder unbefestigte Wege zu reichlich Vibrationen des Gerätes. Die Montage war mit dem richtigen Werkzeug einfach und ging zügig vonstatten. Einziger Kritikpunkt ist der feste Sitz vom Aventura in der Halteschale selbst, denn es erfordert schon etwas Kraft und Fingerspitzengefühl um es da wieder heraus zu bekommen.

TwoNav Aventura Motor mit RAM Mount

Auch dem TwoNav Horizon Bike liegt ein Fahrradhalter bei. Dieser ist ist wesentlich kleiner und über die Gummis schneller am Fahrradlenker zu fixieren. Durch das QuickLock Prinzip, kann das Horizon über eine 90-Grad-Drehung zügig aus der Halterung geholt werden. Allerdings sitzt es lange nicht so stabil wie im RAM Mount,  das Ablesen des Displays auf huckeligen Pisten ist trotzdem gut machbar.

TwoNav Horizon Bike mit QuickLock

 

TwoNav Horizon (links) und TwoNav Aventura (Mitte u. rechts) montiert

Schnittstellen & Sensoren

Micro-USB

Beide Navigationsgeräte verfügen über einen Micro-USB Anschluss zum Aufladen des Akkus und zur Datenübertragung. Der Micro-USB Anschluss liegt zwar innerhalb einer Vertiefung auf der Rückseite des Geräts, ist dadurch aber trotzdem nicht gegen Schmutz und Schlamm geschützt. Wer nicht riskieren will, dass sich die Ladebuchse zusetzt, sollte sich bspw. hier so genannte Staubschutz Stöpsel aus Silikon besorgen. TwoNav liefert diese leider nicht von Haus aus mit und lässt sie sich auf der offiziellen Seite mit 4,00 Euro teuer bezahlen.

Wi-Fi

Wer viel Unterwegs ist und nicht immer einen Laptop bei sich hat, wird sich über das neuerdings integrierte Wi-Fi sehr freuen. Wir haben die Software-Updates, Kartendownloads sowie GPS-Fixes jeweils über WLAN durchgeführt und waren über die Stabilität der Verbindung und die Schnelligkeit bei der Datenübertragung sehr erfreut. Außerdem dient das Wi-Fi auch dem Datenaustausch mit der TwoNav GO Cloud.

GPRS für SeeMe-Service

In beiden TwoNav Navis ist eine SIM-Karte integriert. Für die Übertragung nutzt das Gerät das 2G GSM Netz, welches in Europa und Nordamerika weitflächig ausgebaut ist.

Externe Sensoren

Über Bluetooth oder ANT+ lassen sich die Horizon und Aventura GPS-Geräte mit vier verschiedenen externe Sensoren koppeln:

  • Herzfrequenzsensor (HR = Heartrate): Über dem Herzen liegende Brustgurte erfassen die Herzfrequenz.
  • Trittfrequenzsensoren (CAD = Cadence): An Fahrradrahmen und Kurbelarm befestigter Sensor erfasst die Trittfrequenz.
  • Geschwindigkeitssensoren (SPD = Speed): An Fahrradrahmen und Speichen angebrachter Sensor erfasst die Geschwindigkeit.
  • Potenziometer (POW = Power Meter): Spezielle Pedalen messen die Kraft die aufgebracht werden muss, um das Fahrrad voran zu bringen.

In unserem Test haben wir den Garmin HRM4 Herzfrequenz-Brustgurt mühelos und schnell mit beiden TwoNav GPS-Geräten koppeln und verwenden können. Die vom Sensor erfassten Daten werden durch das Aufzeichnen einer Aktivität automatisch innerhalb der Track-Datei gespeichert.

TwoNav Aventura (rechts) mit Datenseite “Herzfrequenz”

Barometrischer Höhenmesser

Beide TwoNav-Geräte verfügen über einen Drucksensor für die barometrische Höhenmessung. Will man auf seinen Touren die erklommenen und abgestiegenen Höhenmeter aufzeichnen, ist dies mit Abstand die genauste Technik um dies zu tun. Verlässt man sich hingegen auf die Höhenberechnung anhand der Satelliten gestützten Positionsbestimmung, kommt es nicht selten zu Abweichungen in Bereichen von 50 Metern und mehr. Ursache sind die immer wieder auftretenden Schwierigkeiten beim Empfang des jeweiligen Satellitensignals.

Für genaue Messwerte sollte der barometrische Höhenmesser vor jeder Tour an Stellen von denen die Höhe bekannt ist, manuell kalibriert werden. Kalibriert werden kann zur not auch GPS basiert oder durch die hinterlegten Werte einer CDEM (Höhendatenkarte). Für letztere muss man allerdings eine 3D-Reliefkarte auf dem Navi installiert haben. Gleichzeitig kann man festlegen, von welcher Quelle das Navi im Allgemeinen den Höhenwert beziehen soll.

Für unseren Test des Barometers haben wir eine zusätzliche Datenseite eingerichtet, in der sich die GPS-basierte und die vom Barometer ermittelte Höhe gegenüberstehen. Anschließend haben wir den barometrischen Höhenmesser an einem amtlichen Höhenfestpunkt manuell kalibriert und sind von dort aus zu einem weiteren solchen Höhenfestpunkt geradelt. Die Resultate waren hervorragend, siehe Tabelle:

Amtlicher HöhenfestpunktAmtlich ermittelte HöheVom Aventura ermittelte HöheVom Horizon ermittelte Höhe
Gotha, Gerichtsgebäude

Kennziffer: 5030 9 01220

293.889 m294 m (manuell kalibriert)294 m (manuell kalibriert)
Gotha, Schloß Friedenstein

Kennziffer: 5030 9 01220

330.805 m330 331

 

Beide Navigationsgeräte haben während der Fahrt mit dem Fahrrad die ermittelten Werte in Echtzeit angezeigt. Als wir vor dem zweiten Höhenfestpunkt stehen geblieben sind, blieben die jeweils ermittelten Werte unverändert. Die Präzision der Sensoren ist demenstprechend hoch und liefert zuverlässigere Werte als Geräte mit Ergebnissen in Toleranzbereichen (wie ±10 Meter). Nutzt man seine TwoNav Geräte für sportliche Aktivitäten kann man somit die Trainingsbelastung noch genauer abschätzen. Das regelmäßige Kalibrieren der barometrischen Höhenmesser vorausgesetzt.

Höhenfestpunkt Gothaer Gerichtsgebäude (links) und Gothaer Schloss Friedenstein (rechts)

 

Manuelle Kalibrierung der Höhe am TwoNav Horizon

Digitaler Kompass

Wir haben den Kompass des Aventuras und des Horizons bei einer Sternklaren Nacht getestet: Verbindet man die vorderen zwei Sterne des großen Waagens miteinander und führt diese gedachte Strecke um das 5-fache ihrer Länge fort, findet man sehr leicht den Polarstern. Zieht man von ihm ein Lot auf die Horizontlinie, zeigt der dortige Schnittpunkt genau in die Richtung von Geographisch Nord, also unserem Nordpol. Gibt man in Deutschland noch 2° in Richtung Osten dazu, erhält man auch Magnetisch Nord.

Mit diesem Schwenk astronomischen Wissens mussten wir aber leider feststellen, dass trotz dreifacher Kalibrierung des Kompasses und präziser horizontaler Ausrichtung die Ungenauigkeit so groß war, dass uns das Aventura den Norden immer noch regelmäßig als Osten oder Westen verkaufen wollte. Beim TwoNav Horizon waren die Ergebnisse zu Beginn unserer Tests zunächst ebenfalls völlig ungenau. Doch seit der Software-Version 4.4.0 sind sie deutlich besser geworden und tendieren stark in die richtige Richtung. Der Garmin inReach Explorer+ hingegen wies als Vergleichsgerät nur Abweichungen im Bereich von ±2° auf. Auf den Kompass des TwoNav Aventuras sollte man sich daher zur Zeit nicht verlassen. Aber auch die Werte des Horizons sind weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Vielleicht bringen die kommenden Software-Updates auch beim Aventura noch eine Verbesserung mit sich.

Der Vorbau des Fahrradlenkers zeigt genau in Richtung Geographisch Nord.

 

Datenseite mit Kompass, Kurs und Magnetischem Kurs (Horizon)

Speicher

Das TwoNav Aventura verfügt über 16 GB internen Speicher von denen 12 GB zur Verfügung stehen. Das TwoNav Horizon besitzt nur 8 GB an verbautem Speicher von welchem 5 GB zur Nutzung bereit stehen. Beide Modelle können aber auch über eine externe SD-Karte um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden.

Stromversorgung

Die zwei TwoNav GPS-Geräte verfügen beide über einen austauschbaren Lithium-Ionen Akku. Die Kapazität des Aventura Akku’s beträgt satte 5000 mAh und der des Horizon’s über 1700 mAh. Aufgeladen werden beide über das mitgelieferte USB zu Micro-USB Kabel sowie dem beigelegten Netzstecker. Schließt man das Kabel an einen Laptop oder eine Powerbank an, funktioniert der Ladevorgang natürlich auch. Der große Akku schafft laut Hersteller eine Standardautonomie von 24 Stunden und der kleinere von etwa 8 Stunden.

Negativ ist uns die Verarbeitung des Netzsteckers aufgefallen. Die Abdeckung ist nach kurzer Zeit abgebrochen, wodurch man die blanke Elektronik sehen konnte. Außerdem entsteht beim Aufladen der Geräte mit diesem Netzstecker ein unangenehm fiepsendes Geräusch sobald der Akku vollgeladen ist. Hier sollte TwoNav dringend nachbessern.

Defekter TwoNav-Netzstecker
 TwoNav
Aventura

Amazon
-
TwoNav
Horizon

Amazon
EUR 406,98
Garmin
GPSMAP 64st

Amazon
EUR 399,90
Garmin
Oregon 750t
Amazon
EUR 439,90
Teasi
One 3 Extend
Amazon
EUR 149,99
Summe
2,3

2,2

2,1

1,6

3,0
Gehäuse
8,0 x 13,0 x 2,8 cm
250 g
Öse f. Schlaufe

6,0 x 10,5 x 2,3 cm
125 g
Öse f. Schlaufe

6,1 x 16 x 3,6 cm
228 g
Öse f. Schlaufe
Aufn. f. Karabiner

6,1 x 11,4 x 3,3 cm
207 g
Öse f. Schlaufe
Aufn. f. Karabiner

6,38 x 11,14 x 2,1 cm
147 g
Öse f. Schlaufe zum einschrauben
Kompass
3D-Kompass
(langsam, sehr häufig falsche Himmelsrichtung)

3D-Kompass
(langsam, sehr häufig falsche Himmelsrichtung)

3D-Kompass

3D-Kompass

3D-Kompass
Barometer/
Höhenmesser
OrtungGPSGPS
GPS
GPS + GLONASS
WAAS/EGNOS
GPS
GPS + GLONASS
WAAS/EGNOS
GPS
Schnittstellen &
Kommunikation


micro-USB
Bluetooth
WLAN
ANT+
GPRS (SIM-Karte)

micro-USB
Bluetooth
WLAN
ANT+
GPRS (SIM-Karte)

mini-USB
Bluetooth
ANT+
externe GPS-Antenne

mini-USB 2.0
Bluetooth
WLAN
ANT+

mini-USB
Bluetooth
Speicher
16 GB (verfügbar 12 GB)
microSD bis 64 GB

8 GB (verfügbar 5 GB)
microSD bis 64 GB

8 GB (verfügbar 4,07 GB)
microSD bis 32 GB

8 GB (verfügbar 1,55 GB)
microSD bis 32 GB

8 GB (verfügbar 300 MB)
microSD bis 32 GB
Wasser-/
Staubschutz

IP67

IP67

IPX7

IPX7

IPX5
Kamera
Stromversorgung
Lithium-Ionen Wechselakku
5000 mAh

Lithium-Ionen Wechselakku
1700 mAh

2 x AA NiHM, Alkaline, Lithium

2 x AA NiHM, Alkaline, Lithium

Verbauter Lithium-Polymer
2.650 mAh / 9,8 Wh
Lieferumfang
USB-Kabel
Netzladeteil
Integrierte SIM-Karte

Nur bei Aventura Motor:
Motorrad-/Quad-Halterung (Ram Mounts) +
Cradle des Geräts

USB-Kabel
Integrierte SIM-Karte

Nur bei Horizon Bike:
Fahrradhalterung

Karabinerclip
USB-Kabel

Akku-Pack, 4,8 Wh
USB-Kabel
Netzladeteil
Karabinerclip

Fahrradhalter
USB-Kabel

 

Display

Beide TwoNav GPS-Geräte besitzen einen transflektiven sowie resistiven LCD Display. Die Besonderheit von transflektiven Bildschirmen ist die Fähigkeit das Sonnenlicht für die Darstellung der Inhalte zu nutzen. Je direkter und intensiver die Sonnenstrahlen auf den Display scheinen, desto satter sind die Farben, desto knackiger ist der Kontrast und desto besser ist die Ablesbarkeit insgesamt. Das spart enorm viel Energie, da die Hintergrundbeleuchtung nicht benötigt wird. Smartphones bspw. verfügen nicht über diese transflektiven Eigenschaften, wodurch man sie bei direktem Sonnenlicht kaum ablesen kann bzw. durch die notwendige starke Hintergrundbeleuchtung viel Strom verbraucht wird. In unserem Test konnte allerdings nur das Horizon zeigen, dass es das direkte Sonnenlicht recht gut für seinen Vorteil ausnutzen kann. Der Display des Aventuras hingegen ist bei direkter Sonneneinstrahlung äußerst trüb und dunkel. Erst mit 100% Hintergrundbeleuchtung kommt es an die Ablesbarkeit des Horzions heran. Die transflektiven Eigenschaften der Bildschirme von Garmin’s Outdoor-Navis, wie dem Garmin GPSMAP 64st oder dem inReach Explorer+ bewerkstelligen das allerdings um einiges besser und zeigen dabei eine Brillanz, an die sowohl das Horizon als auch das Aventura nicht herankommen.

100% Hintergrundbeleuchtung bei direktem Sonnenlicht: Garmin inReach Explorer+, TwoNav Horizon und Aventura

 

0% Hintergrundbeleuchtung bei direktem Sonnenlicht: Garmin inReach Explorer+, TwoNav Horizon und Aventura 

 

TwoNav Aventura und Horizon: 0% Hintergrundbeleuchtung (links) und 100% Hintergrundbeleuchtung (rechts)

Auch wenn die TwoNav Navi’s den Garmin Geräten bei Sonnenlicht zwar nicht das Wasser reichen können, so ist zumindest das TwoNav Aventura ihnen in puncto Hintergrundbeleuchtung um Meilen voraus. Im Vergleich mit einem Garmin inReach Explorer ist die Beleuchtung des Aventura deutlich heller und sowohl dessen Farben als auch Kontrast sind wesentlich besser geeignet für eine komfortable Navigation als die des inReach’s. Der beim TwoNav Aventura verbaute Display ist ein Blanview-LCD, welcher besonders stoßfest sein soll. Er wurde von Casio entwickelt und ist für den stetigen Gebrauch in toughen Arbeitsumgebungen konzipiert und erprobt. In unserem Test konnte er uns im Schatten und bei Nacht eindeutig überzeugen. Das TwoNav Horizon schwächelt leider bei der Hintergrundbeleuchtung. Es wirkt zwar immer noch etwas heller als beim inReach Explorer+, doch die Funktionalität leidet durch verwaschene Farben und den schwachen Kontrast. In diesem Fall hat also auch hier das inReach die Nase vorn.

100% Hintergrundbeleuchtung im Schatten: TwoNav Horizon und Aventura

 

100% Hintergrundbeleuchtung im Schatten: Garmin inReach Explorer+ und TwoNav Aventura

Wirklich lobenswert sind bei beiden die Einstellungsmöglichkeiten. Die Bildschirmhelligkeit kann entweder manuell in 10-Prozent-Schritten geregelt oder über die “Automatische Einstellung Helligkeit” vom Gerät selber angepasst werden. Das spart ebenfalls Strom, da nur im hellen Schatten die Helligkeit hochgeregelt, bei Nacht und im Sonnenlicht hingegen herunter geregelt wird. In unserem Test hat diese Funktion mit einer kleinen Einschränkung gut funktioniert – bei absoluter Dunkelheit blieb die vorab eingestellte Helligkeitsstufe bei beiden Modellen trotz Automatik unverändert. Da diese Funktion erst seit der Software-Version 4.3.0 zur Verfügung steht, wird der Hersteller Compe wohl noch weiter an der Tauglichkeit dieser Funktion feilen. Davon abgesehen kann für den Gebrauch bei Nacht und in Tunneln außerdem eine Nachtansicht aktiviert werden.

Nachtansicht

Die Nachtansicht lässt sich bei beiden TwoNav Modellen manuell oder automatisch aktivieren. Auch die Aktivierung in Tunneln kann automatisch erfolgen. Die Darstellung der Karte während der Nachtansicht hängt wiederum von der jeweils aktivierten Vektorkarte ab. Die gedämpften Farbtöne und zusätzlich Schwarz eingefärbten Bereiche unterscheiden sich zwischen der OSM Deutschlandkarte und der TomTom DACH Straßenkarte. Die unteren Fotos sollen dies verdeutlichen. Die TOPO Deutschland Rasterkarte kann ihr Erscheinungsbild gar nicht verändern, wodurch mit ihr auch keine Nachtansicht möglich ist.

Tagansicht der TomTom Straßenkarte im Vergleich

Weitere Beispiele der Nachtansicht

Mit einem Klick auf die unteren Vorschaubilder erhält man einen guten Eindruck der OSM- und TomTom Straßenkarten im Vergleich zwischen Tag- und Nachtmodus (6xOSM – 4xTomTom):

Test

 TwoNav
Aventura

Amazon
-
TwoNav
Horizon

Amazon
EUR 406,98
Garmin
GPSMAP 64st

Amazon
EUR 399,90
Garmin
Oregon 750t

Amazon
EUR 439,90
Teasi
One 3 Extend

Amazon
EUR 149,99
Summe
2,3

2,7

2,5

2,3

2,3
Display
3,7 Zoll
480 x 640 Pixel
transflektiver TFT-Farb-Touchscreen

3,0 Zoll
240 x 400 Pixel
transflektiver TFT-Farb-Touchscreen

2,6 Zoll
160 x 240 Pixel
transreflexives TFT-Farb-Display

3,0 Zoll
240 x 400 Pixel
transflektiver TFT-Farb-Touchscreen

3,5 Zoll
480 x 800 Pixel
Touchscreen*resistiver Touchscreen
kein Multitouch
resistiver Touchscreen
kein Multitouch
kein Touchscreenkapazitiver Touchscreen
Mulittouch
resistiver Touchscreen
kein Multitouch
Ablesbarkeit Sonne
Displaybeleuchtung bei Sonne kaum nötig

Displaybeleuchtung bei Sonne schon nötig

Displaybeleuchtung bei Sonne nicht nötig

Displaybeleuchtung bei Sonne nicht nötig

Spiegelt extrem, Regenbogenfarben bei Sonne
Ablesbarkeit Schatten/Indoor
hell
beinahe brilliante Farben

mittelmäßige Helligkeit
mittelmäßig intensive Farben
schwacher Kontrast

hoher Kontrast
mittelmäßig intensive Farben

mittelmäßige Helligkeit
mittelmäßig intensive Farben

hell
brilliante Farben
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4 Kommentare zu “TwoNav Aventura & TwoNav Horizon im Test – Was können die Allrounder wirklich?

  1. Bei so vielen kleinen Mängeln und Nickligkeiten und dem doch hohen Preis,werde ich doch lieber zu anderen Geräten tendieren.Als positiven Aspekt betrachte ich den austauschbaren Akku und die Reichweite des Akkus.Ich nutze solche Geräte zum Fahrrad fahren,wandern ist nicht meins und um von A nach B zu kommen und diese Strecken aufzuzeichnen und mit Zeit,Entfernung, km/h und eventuellen Höhenmetern zu sehen,gibt es günstigere Alternativen.Meine Strecken liegen in der Regel zwischen 50-120 km,auch wenn ich noch sportlich unterwegs bin,habe ich immer mein Ziel gefunden und das im In-und Ausland.Wünsche dem Hersteller viele Interessenten und gute Verkaufszahlen,aber zu dem Preis glaube ich,dass es ausgereiftere Geräte gibt.

  2. Der Test entspricht auch meine Erfahrungen. Besonders der Kompass ist ein Ärgerniss und das Display, was nur bei 100% wirklich einen Ablesemöglichkeit ermöglicht. Wer in dieser Preisklasse unterwegs ist, GSP-Nutzer mit etwas tieferen Verständniss ist, sollte sich den SATMAP Active 20,annschauen.
    Tolles Gerät mit excellenten Kartenmaterial. Hat aber auch seinen Preis.
    Bin selber mit dem Gerät rundum glücklich, da das Gerät dem GPS-Fanherz sehr viel bietet. z.B. auch Galilleo, Rohdaten des Tracks etc .

  3. Lieber Frank,
    Geräte mit höherem Preis haben wir mehr als genug.Ein Gerät mit den wichtigsten Funktionen,das auch funktioniert und zu einem normalen Preis zu bekommen ist,braucht man und nichts weiter.
    Wenn das die Industrie nicht hin bekommt,dann kann man auch die kostenfreie App von komoot nutzen,die ist dann auch ausreichend.

    1. Hm, und nu ?
      Compe hat mich bei der Hardware immer wieder enttäuscht.Tolle Software, aber der Rest.
      Garmin bin sehr gespalten zu dieser Firma. Der 66er könnte mal wieder besser sein.
      SATMAP , teuer, tolle Karten, tolles Display , ich bin zu Frieden, wenn ich im Hochgebirge im Winter mich orientieren kann anhand eines GPS-Gerätes, ohne Papierkarte. Display und Karte, Akku hat SATMAP für mich bis jetzt am besten gelöst für meine Anwendungsfälle im Gebirge abseits der Wege. Der Garmin 66er hat Potential meiner Meinung nach. Schaun mal mer, wie der Franz zu sagen pflegte.
      VG

      Frank.

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