TwoNav Aventura & TwoNav Horizon im Test – Was können die Allrounder wirklich?

Zusammenfassung & Fazit

Zusammenfassung

Aus dem Alltag mit dem Smartphone ist man es von WebMapping Services wie Google gewohnt, dass man anhand von kleinen Vorschaubildern und sehr intuitiven Symbolen die richtigen Karten und richtigen Funktionen findet. Viele Aspekte der Kartographie bleiben damit zwar verborgen bzw. unerwähnt, bewahrt aber die meisten Anwender vor unnötiger Verwirrung durch zu viele Einstellungsmöglichkeiten.

TwoNav geht als Hersteller von Outdoor-Navigationsgeräten einen etwas anderen Weg. Sowohl beim Aventura als auch bei dem viel kleineren Horizon kann man Karten vielfältig miteinander kombinieren, Tracks erstellen und nachträglich bearbeiten, Kartendarstellungen umfangreich anpassen und Messwerte der via BLE und ANT+ koppelbaren Sensoren auf verschiedensten Datenfeldern individuell einblenden. Selbst nach unseren 4 intensiven Monaten mit den TwoNav Geräten finden wir immer noch neue Dinge heraus und wurden gleichzeitig beim Software-Update auf die Version 4.4.0 mit neuen Funktionen überrascht. Darüber hinaus sprechen das Aventura und das Horizon auch Sportler mit einer Vielzahl an Aktivitäten und einigen dazu passenden Trainingseinstellungen an. Selbst eine Kfz-Navigation ist mit routingfähigen Karten bei beiden Geräten möglich, auch wenn sie lange nicht an den Navigationskomfort von Top-Navigationsgeräten wie dem Garmin DriveLuxe 51 oder dem TomTom GO 6200 herankommen. Durch den kleinen Display des Horizons ist es für Autofahrten aber eher unpraktisch. Sehr erfreut waren wir außerdem über die neuen Connected-Services “SeeMe” und “Notrufe”, die durch die integrierte SIM-Karte in Verbindung mit einem Abonnement bei beiden Geräten ermöglicht wird.

Wichtige Funktionen die uns gefehlt haben waren die Wegpunktmittlung, ein eigener Menüpunkt für das Geocaching zur besseren Verwaltung von Pocketquerries und Geocaches um die Übersichtlichkeit zu wahren und auch der Bereich Routing ist bei den Geräten ausbaufähig, könnte auf der anderen Seite aber auch den Funktionsumfang sprengen. Einfach noch nicht völlig ausgegoren sind der Kompass, die Herstellung der GPS-Verbindung am Horizon (sehr langsam!), der Joystick des TwoNav Aventura und die komplizierte Art wie der Akkudeckel an beiden Geräten befestigt wird. Letzteres verhindert das schnelle Auswechseln des Akkus. Zudem kommen die Displays einfach nicht an die Ablesbarkeit von Garmin’s Displays im direkten Sonnenlicht heran, bringen dafür aber bessere Helligkeiten bei der Hintergrundbeleuchtung.

Sowohl die GPS-Genauigkeit des TwoNav Aventura als auch des Horizon empfanden wir in unserem bisherigen Test als vielversprechend. Wie akkurat die Positionsbestimmung der Geräte auf unserer “reproduzierbaren” Teststrecke tatsächlich ist, werden wir in kürze herausfinden. Das Ergebnis fließt dann noch mit in die Gesamtnote ein. Eine News auf unserer Mainpage wird darüber informieren.

 TwoNav
Aventura

Amazon
EUR 549,00
TwoNav
Horizon

Amazon
EUR 406,98
Garmin
GPSMAP 64st

Amazon
EUR 289,49
Garmin
Oregon 750t

Amazon
EUR 438,90
Teasi
One 3 Extend

Amazon
EUR 195,40
Summe
2,1

2,3

2,2

1,9

3,0
Hardware
2,33

2,22

2,11

1,55

3,00
Display
2,33

2,66

2,50

2,33

2,33
Karten
1,25

1,75

2,75

2,00

2,75
Performance
1,66

2,33

1,50

1,87

2,75
Wegp./Geoc.
2,25

2,25

1,50

1,25

4,50
Tracks/Routen/Navigation
1,83

2.0

2,83

2,66

2,50
Bedienung
2,83

2,66

2,00

2,50

2,55
Sonstige Funktionen
2,37

2,37

2,17

1,00

3,67

Fazit

Das TwoNav Aventura ist ganz klar für GPS-Liebhaber mit genügend Platz am Rucksack und ohne Scheu vor etwas Zusatzgewicht. Dafür wird man belohnt mit der bereits erwähnten Funktionalität, einem großen, sehr hellen Display, vielen physischen Tasten für die Bedienung mit Handschuhen und einer hervorragenden Akkulaufzeit.

Das TwoNav Horizon wirkt dagegen klein und handlich, kann seine Nutzer aber mit genau der gleichen Funktionen-Komplexität beglücken bzw. überfordern. Denn ohne den großen Display stößt man bei den Einstellungen schnell an die Grenzen der Bedienbarkeit. Somit ist das Horizon auch vor allem für Nutzer mit Freude an technischen und kartografischen Spitzfindigkeiten und der Zeit sich mit Fingerspitzengefühl in die Tiefen des Menüs einzutippen. Trotz des gleichen Funktionsumfangs wie beim Aventura kann das Horizon mit seiner kleinen Größe punkten und dadurch auch als Radcomputer verwendet werden.

Unserer Meinung nach sind die Geräte robust gefertigt, vielseitig einsetzbar und dadurch gerade für GPS-Interessierte mit Freude Karten, Wegpunkte, Tracks und Routen zu nutzen eine echte Alternative auf dem Markt. In diesem Sinne halten sie auch die eingangs geschilderten Versprechen. Wer es jedoch einfach bzw. intuitiver mag und lieber ein spezialisiertes Gerät pro Hobby bzw. Anwendung im Einsatz hat, sollte sich den Kauf eines der TwoNav Geräte gut überlegen. Im Zweifel sollte man die Geräte einfach mal selber ausprobieren.

Aventura und Horizon während der Fahrt

Preis und Verfügbarkeit

Beide TwoNav Outdoor-GPS Geräte sind mit Gummi-Umrandungen in verschiedenen Farben im Handel erhältlich (in unserem Test war es die Grüne):

 

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