Navi Test: 7 Top Geräte im Vergleich

Fazit, Bezugsquellen & weiterführende Links

Top Navi Test: Fazit

 Becker
professional.6 LMU
Blaupunkt
Travelpilot 72 LMU
Falk
NEO 640 LMU
Garmin
nüviCam
MEDION
E5470 EU+
MIO
Combo 5107 LM
TomTom
GO 6100
Summe
2,03

GUT

3,23

BEFRIEDIGEND-

2,78

BEFRIEDIGEND+

1,91

GUT+

2,42

GUT-

3,29

BEFRIEDIGEND-

2,27

GUT-
Hardware
2,4

2,9

3,4

2,2

3,0

3,3

2,7
Display
1,8

2,2

2,8

1,5

2,8

2,7

1,7
Karten
2,4

3,2

2,4

1,5

3

2,2

1,4
Performance
1,5

3,1

1,6

1,9

2,1

3,6

2,2
Bedienung
2,3

3,7

3,2

1,8

2,2

3,5

2,2
Akustische Zielführung
2,4

2,8

3,3

2,3

2,2

3,2

2,3
Visuelle Zielführung
2,1

3,4

2,6

1,4

2,2

3,1

2,2
Routing
1,2

3,1

1,7

2,1

1,9

2,6

2,7
Verkehrsinformationen
1,8

3,5

3

2,3

2,3

5

1,7
weitere Features
2,2

4,4

3,8

2,0

2,6

3,7

3,7
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Garmin nüviCam

garmin_nuevicamDie Garmin nüviCam ist unser Testsieger und damit eines der derzeit besten mobilen Navigationssysteme auf dem Markt. Die nüviCam überzeugt zunächst durch eine gute Hardware, insbesondere ein hervorragendes und helles kapazitives Echtglas-Multitouch-Display. Die aktive Magnethalterung ist praktisch und stabil, verstellt sich allerdings etwas zu leicht. Viel Speicher, Bluetooth, WLAN (allerdings nur für eine optionale Rückfahrkamera), DAB+, TMC und dazu eine Dashcam bilden ein insgesamt überzeugendes Hardwarepaket.

Die Dashcam zeichnet zuverlässig und in guter Qualität das Verkehrsgeschehen auf. Leider reichen der Blickwinkel von nur 120 Grad und auch die Qualität der Nachtvideos nicht an bessere Standalone-Dashcams heran. Der über die Dashcam realisierte Kollisionswarner und Spurhalteassistent war im Test nicht immer zuverlässig und konnte nur bedingt überzeugen.

Die Garmin nüviCam ist sowohl bei der Startzeit, bei der Routenberechnung und beim Menü- und Kartenaufbau ein schnelles Navigationssystem, jedoch mit kurzer Akkulaufzeit. Das bereits vorinstallierte Kartenmaterial von HERE führt durch 45 Länder Europas und lässt sich dank Lifetime Maps Update regelmäßig auf den neuesten Stand bringen. Garmin ist zudem der einzige Hersteller, der die Installation von topografischen Karten und OpenStreetMaps ermöglicht, was den Einsatz der nüviCam beispielsweise auch für Offroad-Fahrer interessant machen könnte. Die vielen Funktionen der Garmin nüviCam sind besonders einfach und weitgehend logisch und intuitiv zu bedienen. Die Zieleingabe bietet im Vergleich zur Konkurrenz die meisten Möglichkeiten und kann auch per Spracheingabe bedient werden. Leider ist die Bedienung per Sprache nicht für alle Funktionen möglich und die Erkennungsrate könnte vor allem bei weiblichen Stimmen besser sein. Die akustische Zielführung ist laut und gut verständlich. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz hat Garmin bei der inhaltlichen Qualität jedoch noch Verbesserungspotenzial und ist durch den Nutzer kaum anpassbar. Im Gegensatz zur akustischen ist die visuelle Zielführung eine der besonderen Stärken der Garmin nüviCam. Die Kartendarstellung lässt sich gut anpassen und überzeugt durch klare und übersichtliche Strukturen. Die Nachtansicht ist hervorragend und blendet dank der sehr flexiblen Displayhelligkeitsregelung unter keinen Umständen. Einzigartig ist die fotorealistische Darstellung von wichtigen Autobahnkreuzungen und Abfahrten. Garmin bietet den Nutzern der nüviCam viele Möglichkeiten der Routenplanung und der Routenbeeinflussung. Leider ist das Ergebnis nicht immer zufriedenstellend und die Garmin nüviCam ist im Test immer wieder durch kleinere Routingfehler aufgefallen. Dank des recht schnellen Re-Routings kommt der Nutzer dennoch zuverlässig an sein Ziel.

Die Garmin nüviCam bezieht Echtzeitverkehrsinformationen von Here Traffic über DAB+ oder über ein via Bluetooth verbundenes Smartphone. Die Qualität der Meldungen war in unserem Test sehr hoch, leider ist die Reichweite der Meldungen vor allem bei der Verbindung über das Smartphone zu gering und birgt das Risiko von zu kurzen Vorwarnzeiten. Bei der Visualisierung und der Verwendung der Verkehrsinformationen hat Garmin deutliche Fortschritte erzielt, kommt aber in der praktischen Anwendung noch nicht an den Traffic-Spitzenreiter TomTom heran. Bei den zusätzlichen Funktionen verteidigt die nüviCam ihre Spitzenposition. Als einziger Hersteller nutzt Garmin eine Onlineverbindung über ein Smartphone konsequent für Echtzeitdaten wie Tankstellenpreise, Wetter- und Parkinformationen. Das Aufzeichnen und Ansehen von Tracks, ein umfangreicher Testurteil_kompakt_Vergleich_Garmin_nuvicamReisecomputer, eine sprachbedienbare Freisprecheinrichtung, die zusätzliche Foursquare POI-Datenbank und die einfache Möglichkeit, POIs und Blitzer über unsere POIbase-Software zu erweitern, runden das positive Gesamterlebnis Garmin nüviCam ab.

Die Garmin nüviCam ist in unserem Test das kompletteste Navigationssystem und damit der derzeitig “König der Navigationsgeräte. Nutzer die eine DashCam Funktion wünschen und insbesondere Wert auf eine gute visuelle Navigation mit vielen Extras legen sind mit der Garmin nüviCam am besten bedient.

Becker professional.6 LMU

becker_pro6lmu_frontDas Becker professional.6 LMU liegt in unserer Wertung nur knapp hinter dem Testsieger und überzeugt durch eine solide Hardware mit Blutooth, WLAN, TMC und aktiver Halterung. Das Gerät verfügt zusätzlich über einen Audioausgang und einen Videoeingang und hebt sich damit vom Standard ab. Der Lieferumfang ist wie bei den meisten Konkurrenten für die Top-Serie des Herstellers zu knapp. Das gute kapazitive Echtglas-Multitouch-Display kommt nur bei direkter Sonneneinstrahlung an seine Grenzen und lässt sich auch nachts ausreichend abdunkeln.

Wie die meisten Konkurrenten legt auch Becker seinem professional.6 LMU ein lebenslanges Update für das mitgelieferte Kartenmaterial bei. Ärgerlich ist allerdings der von Becker erzeugte Zeitdruck bei der Aktivierung der lebenslangen Kartenupdates (30 Tage nach Erstbetrieb).

Das Becker professional.6 LMU ist mit Abstand das performanteste Navi im Test. Da kein Warten, Ruckeln oder Hängen an der Geduld zerrt, macht es viel Spaß auch längere Routen am Navi einzugeben oder aber in den Einstellungen zu optimieren und Alternativen zu berechnen. Die Bedienung ist insgesamt gelungen, denn die Becker-Hardwaretaste links unten gibt die Sicherheit, in jedem Menü einen Weg zurück zu finden. Allerdings ergeben sich teilweise weite Menüwege, um Einstellungen während einer aktiven Route zu ändern und wieder zurück ins Hauptmenü zu gelangen. Die Zieleingabe bietet viele Optionen, darunter auch eine Spracheingabe, welche jedoch per Tastendruck aktiviert werden muss. Die leicht unfreundliche Sprachausgabe ist keine Stärke des Becker professional.6 LMU. Weder die akustische noch die inhaltliche Qualität reichen für eine Top-Bewertung. Die visuelle Zielführung hingegen hinterlässt insgesamt einen positiven Eindruck, der aktive Fahrspurassistent ersetzt bei Becker die von anderen Herstellern bekannte RealView durchaus überzeugend. Das Thema Routing hat Becker mit dem professional.6 LMU gegenüber der Konkurrenz mit Abstand am besten gelöst. Die RouteMove-Funktion erlaubt eine schnelle Routenbeeinflussung in Echtzeit. Viele alternative Routen und Ausschlusskriterien, temporäre und dauerhafte Sperrmöglichkeiten, ein Höhendiagramm der Route sowie ein KML-Import machen das Becker professional.6 LMU zum Testsieger im Bereich Route- und Routenplanung.


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Das Becker professional.6 LMU verwendet TMC oder Live-Traffic über eine WLAN-Verbindung. Die vor allem im Vergleich zur Konkurrenz hohe Reichweite der Live-Traffic-Daten ist ein wesentlicher Vorteil und ermöglicht die weiträumigen Umfahrung von Verkehrsstörungen. Bei der Umsetzung und Visualisierung von Verkehrsnachrichten gibt sich Becker Mühe und bietet viele Ansichten und Optionen, darunter eine extra Verkehrskarte, auf der die Staus und Meldungen besser hervorgehoben sind. Insgesamt aber wirkt das Konzept etwas verwirrend und die direkte Visualisierung in der laufenden Navigation ist nicht besonders übersichtlich. Eine Online-Verbindung über WLAN wird leider nur für eine POI-Livesuche verwendet. Des Weiteren bietet Becker einen sehr guten MARCO Polo Travel Guide, Testurteil_kompakt_Vergleich_Becker_professional_6_LMUeine sehr gute Erweiterbarkeit mit externen POIs über POIbase, viele Reisehelfer, eine Freisprecheinrichtung und viele Warnfunktionen. Unterschiedliche Nutzerprofile sind ein Alleinstellungsmerkmal des Becker professional.6 LMU. Es richtet sich damit auch an professionelle Nutzer, die mit unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs sind.

Das Becker professional.6 LMU bietet die schnellste Navigation und das beste Routing im Test. Wer viel Einfluss über die Funktionen seines Navigationssystems wünscht und vor vielen Einstellungen nicht zurückschreckt, ist mit dem Becker professional.6 LMU bestens bedient. Nicht zu vergessen, dass Becker ist gut 100 EUR preiswerter als Garmin und TomTom.

TomTom GO 6100

tomtom_go6100_autoDas TomTom GO 6100 empfängt Live-Dienste wie den Verkehrsservice TomTom Traffic als einziges Gerät in unserem Navi Test über eine integrierte GSM-Verbindung. Außerdem stehen dem GPS-Empänger damit die für QuickGPS notwendigen Bahninformationen der Satelliten immer zur Verfügung, was sich in der Praxis durch einen schnelleren GPS-Fix bemerkbar macht. Mit Ausnahme der Micro-USB-Verbindung bestehen jedoch keine weiteren Schnittstellen. Das macht z.B. die Nutzung einer Freisprecheinrichtung unmöglich. Die aktive Magnethalterung des TomTom GO 6100 machte im Test den besten Eindruck. Sie überzeugt durch hohe Stabilität bei gleichzeitig einfacher Bedienung. Das kapazitive Multitouch-Display aus Echtglas ist gut bedienbar und lässt sich unter allen Bedingungen gut ablesen. Das TomTom GO 6100 ist für Weltenbummler optimal geeignet, denn TomTom spendiert dem Navi kostenlosen Zugriff auf seinen gesamten weltweiten Kartenbestand von aktuell 152 Ländern, kostenlose lebenslange Updates inklusive.

Die Software macht insgesamt keinen besonders schnellen Eindruck und enttäuscht den Nutzer immer wieder durch zu lange Wartezeiten beim Gerätestart, bei der Zieleingabe, beim Wechsel von Ansichten, beim Kartenaufbau oder auch beim Rerouting nach dem Verlassen der geplanten Route. Dafür zeigt das TomTom GO 6100 mit 112 Minuten die längste Ausdauer im Akkubetrieb.

Die Bedienung des TomTom GO 6100 ist grundsätzlich einfach und intuitiv zu verstehen, allerdings ist das viele und lange seitliche Wischen durchs Menü auf Dauer nervig und wenig effizient. Die Einstellungen sind sehr textlastig und benötigen dadurch viel Aufmerksamkeit. Die Sprachbedienung wird per Schlüsselwort aktiviert und erlaubt die Zieleingabe und die Steuerung vieler Funktionen. Leider ist die Spracherkennung wenig zuverlässig und lässt sich häufig nicht aktivieren oder versteht selbst einfachste Grundbefehle nicht. Die Sprachausgabe des TomTom Go 6100 hat dank seines großen Lautsprechers die beste akustische Qualität, bietet ab nur eine manuelle Steuerung der Lautstärke. Die inhaltliche Qualität der Sprachansagen ist an einigen Stellen gewöhnungsbedürftig, zudem gibt es nur eine männliche Text-to-Speech-Stimme.

Die visuelle Zielführung ist insgesamt gut gelungen. Die Farbgebung der Karte hat jedoch wenige Kontraste und während der Fahrt werden nur recht wenig Informationen zur Reise aufgeführt, was ebenfalls Punkte bei der Wertung kostet. Eine Anpassung der Kartenfarben an die eigenen Bedürfnisse ist nicht möglich. Das grundlegende Routing des TomTom GO 6100 hat uns gut gefallen und insbesondere durch den Verkehrsservice TomTom Traffic konnte so manche Minute eingespart werden. In der Praxis kaum zu gebrauchen ist die Routenplanung, die zwar stellenweise wirklich gut aussieht, allerdings zu viele Klicks und umständliche Schritte benötigt.

Dass bei TomTom fast alles auf den TomTom Traffic Service ausgelegt ist, wird bei intensiver Nutzung des Gerätes schnell klar. Kein anderer Anbieter stellt die wichtigen Staumeldungen so stark in den Fokus wie die Niederländer. Das Konzept besticht durch seine klare und einfache Testurteil_kompakt_Vergleich_TomTom_GO_6100Visualisierung ohne ausschweifende und verwirrende Anzeigeoptionen abseits des Navigationsbildschirmes und eine besonders gute Datenqualität. Nur die geringe Reichweite von nur 120 km verhindert einer Bestwertung. Weitere Funktionen hat TomTom mit Ausnahme von MapShare und dem Staueende-Warner nicht zu bieten. Auch das Thema externe POIs ist nur mit großen Einschränkungen von TomTom umgesetzt.

Das TomTom GO 6100 bietet eine weitgehend ausgereifte Navigation ohne viel Schnick-Schnack und ist für alle zu empfehlen, die besonderen Wert auf weltweite Karten und sehr gute Echtzeit-Verkehrsdaten legen und bereit sind viel Kontrolle an das System abzugeben.

MEDION GoPal E5470 EU+

medion_e5470_hauptmenue Dank seiner besonders freundlichen Stimme ist das MEDION GoPal E5470 EU+ ist in unserem Test der Gewinner der Herzen. Charmant besticht die Software des Navis in allen Disziplinen mit guten Ergebnissen. Leider verhindert vor allem die teilweise nur mittelmäßige Hardware eine bessere Platzierung.

Mit einer Displaygröße von 5 Zoll gehört das MEDION zu den Kleinen in unserem Vergleich, dessen resistiver Touchscreen bei zunehmender Umgebungshelligkeit leider immer schlechter ablesbar wird. Eine Bluetooth-Schnittstelle ist zwar vorhanden, wird aber nur für Freisprechfunktionen genutzt, Online-Dienste bietet das E5470 EU+ nicht. An der Windschutzscheibe wird das MEDION E5470 EU+ mit einer simplen und passiven, dafür aber sehr vibrationsarmen Schwanenhalshalterung befestigt. Neben Blaupunkt ist MEDION der einzige Hersteller, der bei seinem Top-Navi kein lebenslanges Kartenupdate anbietet. Das Kartenmaterial von 46 Ländern Europas kann stattdessen einmalig innerhalb von zwei Jahren kostenlos aktualisiert werden.

Das MEDION GoPal E5470 EU+ lässt sich auch dank seiner guten Performance und einem durchdachten Menüaufbau durchweg gut und intuitiv bedienen. Der guten Leistung steht eine schwache Akkulaufzeit von nur 50 Minuten entgegen. Die Sprachbedienung des MEDIONs hat uns von allen Modellen am besten gefallen. Sie funktionierte durchgängig zuverlässig, und bedient alle Funktionen des Navis. Leider muss für den Start der Sprachbedienung für einen längeren Moment auf das Display gedrückt werden, was eine Bestnote in der Kategorie Sprachsteuerung verhindert.

Bei der inhaltlichen Qualität der Sprachansagen des MEDION GoPal E5470 EUR+ können sich so einige Hersteller eine Scheibe abschneiden. Die Sprecherin der TTS-Stimme klingt sehr freundlich und vermittelt nicht nur durch ihre Stimmlage, sondern auch mit ausführlichen und auf den Punkt genauen Angaben, das Gefühl bei ihr gut aufgehoben zu sein. Kein anderes Navigationssystem im Test kommt einem menschlichen Beifahrer mit Ortskenntnis näher. Zusammen mit den gut gelungenen visuellen Navigationshilfen, erreicht man sein Ziel stets zuverlässig. Für die Routenplanung und die Anpassung der Strecke über diverse Routenoptionen ist das E5470 EU+ ebenfalls gut geeignet. Der Premium TMC-Dienst des Navis liegt von der Qualität Testurteil_kompakt_Vergleich_MEDION_GoPal_E5470_EUzwar über den Standard TMC-Meldungen, erreicht aber nicht die Aktualität und Genauigkeit der  Echtzeit-Verkehrsinformationen der Konkurrenten Becker, Garmin und TomTom. Dafür kann der Premium TMC-Dienst mit einer wesentlich höheren Reichweite punkten. Die Verwendung von externen POIs mit MEDION ist dank POIbase problemlos möglich.

Das MEDION GoPal E5470 EU+ hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der von uns getesteten Top-Navis und ist für alle zu empfehlen, die besonders viel Wert auf eine freundliche und präzise Sprachführung sowie eine gute Visualisierung legen und auch auf ein übergroßes Display und Live-Dienste verzichten können.

Falk NEO 640 LMU

falk_neo640United Navigation platziert das Falk NEO 640 LMU nicht im Premium-Bereich, dafür wird die Marke Becker verwendet. Dennoch haben wir uns dazu entschlossen, auch das Falk NEO 640 LMU in den Vergleichstest mit aufzunehmen. Die Falk-Software ist in vielen Bereichen mit der Becker-Software nahezu identisch, gespart wurde vor allem an der Hardware. So muss das Falk NEO 640 LMU ohne WLAN oder Bluetooth auskommen und hat weniger internen Speicherplatz. Auch Lautsprecher und Display sind weit weniger hochwertig. Die Displaybeleuchtung ist insgesamt zu schwach und erschwert die Ablesbarkeit bei hellem Umgebungslicht erheblich. Bei den Kartendaten macht United Navigation keine Unterschiede zwischen seinen zwei Marken und bietet ebenfalls lebenslange Kartenupdates in 47 Ländern Europas.

Auch die sehr gute Performance hat das Falk vom Becker geerbt, einzig das Verschieben der Karte geht weniger flüssig, sicher auch als Folge des etwas trägen resistiven Touchdisplays. Die Akkulaufzeit liegt sogar deutlich über der des großen Bruders. Das Bedienkonzept von Falk und Becker ist ebenfalls sehr ähnlich. Auf eine zusätzliche Hardwaretaste und eine Sprachsteuerung muss das Falk NEO 640 LMU verzichten. Die Sprachausgabe insgesamt etwas leise und weniger freundlich, die Lautstärke kann nur manuell ausgesteuert werden. Auch bei der insgesamt durchaus ansprechenden visuellen Zielführung fehlen dem Falk gegenüber Becker hier und da kleinere Optionen, was sich in der Gesamtbewertung negativ auswirkt.

Wie schon beim Becker professional.6 LMU kann auch das Falk NEO 640 LMU beim Thema Routing besonders hervorstechen. Mit Ausnahme des Höhenverlaufes und der Funktion Easy Route Shaping erbt es alle positiven Eigenschaften und bietet insgesamt viele Möglichkeiten, Testurteil_kompakt_Vergleich_Falk_NEO_640_LMUdie perfekte Route zu finden. Geht es jedoch um die Einbeziehung von Verkehrsmeldungen, erlaubt das Falk NEO 640 LMU nur normalen TMC-Meldungen, welche in der Praxis oftmals ungenau und veraltet sind. Wie erwartet bietet das Falk NEO 640 LMU gegenüber dem Becker professional.6 LMU deutlich weniger zusätzliche Funktionen, einzig bei den POIs spendiert United Navigation auch dem Falk NEO 640 LMU den gelungenen Marco Polo Travel Guide, allerdings mit wesentlich weniger Bildern.

Für Nutzer die zwar die Geschwindigkeit und das gute Routing eines Top-Navis wünschen, aber mit weniger Einstellungen, Funktionen und einer abgespeckten Hardware zufrieden sind, ist das Falk NEO 640 LMU durchaus eine Überlegung wert.

Blaupunkt Travelpilot 72 LMU

blaupunkt_travelpilot72_karteDas Blaupunkt Travelpilot 72 LMU entkommt letzten Platz und erreicht nur noch knapp eine befriedigende Wertung. Die Hardware kann durchaus noch als gelungen bezeichnet werden. So bietet es ein recht helles 7-Zoll-Display, Bluetooth und einen Anschluss für eine Rückfahrkamera. Leider ist die Halterung dem großen und schweren Navi nicht gewachsen, was sich durch sehr starke Vibrationen bemerkbar macht.

Die mitgelieferten Karten beschränken sich auf 38 Länder Europas, optionale Karten stehen nicht zur Verfügung. Die Berechnung von Routen und auch das Rerouting benötigt bei Blaupunkt übermäßig viel Zeit, auch die restliche Performance entspricht nicht den hohen Erwartungen an ein Top-Navi. Die Menüführung ist teilweise undurchsichtig und wirkt durch die eintönige Farbgebung besonders langweilig. Die Bedienung per Spracheingabe ist nicht vorgesehen. Die Sprachausgabe ist eine der Stärken des Blaupunkt Travelpilot 72 LMU und überzeugt durch inhaltliche Qualität und gutes Timing. Leider gibt es wenig Möglichkeiten zur Anpassung der Navigationsansagen und es steht nur eine Text-To-Speech-Stimme zur Auswahl.

Die visuelle Zielführung konnte mit Ausnahme der guten Reality View nicht überzeugen. Die Kartendarstellung ermöglicht insgesamt zu wenig Orientierung und das MovingMap-Verhalten ist sprunghaft und ruckelig. Das Blaupunkt Travelpilot 72 LMU bietet zwar den Empfang von Testurteil_kompakt_Vergleich_Blaupunkt_Travelpilot_72_LMUnormalen TMC-Meldungen, die Art und Weise wie vor einem Stau gewarnt und eine Umleitung berechnet wird, ist aber weniger gut visualisiert und bleibt somit hinter der Konkurrenz zurück. Onlinedienste und Live-Traffic vermisst man ebenso wie viele andere zusätzliche Funktionen, mit denen die Konkurrenz auf Kundenfang geht. Positiv sind die vorinstallierten Blitzer, die Freisprecheinrichtung und ein Reisecomputer.

Insgesamt bietet Blaupunkt mit dem Travelpilot 72 LMU unserer Meinung nach kein zeitgemäßes Navigationssystem. Die Hardware hat durchaus Potenzial und sollte mit einer leistungsfähigeren Software ausgestattet werden. Blaupunkt hat vermutlich bereits selber erkannt, dass man hinter der Konkurrenz steht und bietet daher den Travelpilot bereits mit einer neuen Software an. Wir werden uns das neue Gerät ebenfalls ansehen und unseren Test erweitern. Wir sind gespannt, ob Blaupunkt mit der neuen Software den Sprung in den Kreis der echten Top-Navis schafft.

Mio Combo 5107 LM

mio_combo_5107Das Schlusslicht unserer Wertung bildet das Mio Combo 5107 LM. Das recht kleine Gerät mit 5-Zoll-Display verfügt wie die Garmin nüviCam über eine Dashcam-Funktion, welche jedoch nur rudimentäre Funktionen bietet und keine überzeugende Bildqualität liefert. Das Gerät verfügt weder über WLAN, Bluetooth noch über TMC und disqualifiziert sich bereits damit als Top-Navi. Die passive Halterung vibriert stark und verschlechtert die Videoqualität zusätzlich. Allerdings muss das Mio für seinen Lieferumfang hervorgehoben werden. Als einziger Hersteller legt Mio eine DVD mit Kartenbackup, Anleitung und sogar einen Micro-SD-Kartenadapter bei. Das resistive Touchscreen-Display hat nur eine recht geringe Leuchtkraft und ist mit sehr hellen Umgebungen leicht überfordert. Bei den Kartendaten stellt sich Mio mit einem lebenslangen Update und einer Europakarte nicht schlechter als andere Hersteller.

Leider muss die gesamte Performance des Mio Combo 5107 LM als Katastrophe bezeichnet werden. Die gesamte Bedienung ist nur mit sehr viel Geduld überhaupt zu ertragen und verdirbt jeden Spaß beim Umgang mit dem Navi, dessen Akkulaufzeit unter einer Stunde liegt. Wer hofft, der zähen Bedienung über das Display durch eine Spracheingabe zu entkommen zu können, wird ebenfalls enttäuscht.

Testurteil_kompakt_Vergleich_Mio_Combo_5107_LMNach der ebenfalls langsamen Zieleingabe, überrascht das Mio mit einer inhaltlich guten und detaillierten Sprachausgabe. Das Mio Combo 5107 führt somit recht zuverlässig durch komplizierte Verkehrssituationen. Leider ist die akustische Qualität gering und auch die Lautstärke kann nur manuell geregelt werden. Auch wenn viele Kartenfarben zur Auswahl stehen, die Kartenanzeige konnte uns nicht überzeugen und wirkt insgesamt altbacken und wenig übersichtlich. Als einziges Navi im Test kann das Mio Combo 5107 LM keine alternativen Routen berechnen. Die weiteren Funktionen beschränken sich auf einen simplen Reisecomputer, einige Warnfunktionen und die Möglichkeit, einen Track aufzuzeichnen.

Das Mio Combo 5107 konnte leider in keinem Bereich wirkliche Glanzlichter setzen und wird zurecht mit dem letzten Platz bewertet. Vor allem die überaus schlechte Performance lässt uns von diesem Navi leider abraten.

topnavis2015nacht

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