Externe Akkus im Test

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Immer mehr Funktionen auf Navis, Handys und Smartphones sorgen dafür, dass die Akkus der Geräte häufig schneller entladen sind, als dass man sie wieder ans Ladegerät anschließen kann. Um solche Fälle wenigstens kurzweilig überbrücken zu können, gibt es diverse Notladegeräte, die den Akku auch abseits einer Steckdose wenigstens teilweise laden können. Wir haben uns eine Auswahl solcher Helfer in der Not näher angeschaut…

Vergleichstest externe Akkus

Ein leerer Navi- oder Handyakku ist nicht nur ärgerlich, sondern kann im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein. Um solche Situationen zu vermeiden, oder einfach nur die Laufzeit seiner Geräte etwas zu steigern, gibt es kleine und handliche externe Akkus. Mit diesen Ladegeräten kann der interne Geräteakku auch abseits einer Steckdose wieder (teil)geladen werden. In diesem Vergleichstest sollen nur kleine und leichte Akkulader mit nicht wesentlich mehr als 100g getestet werden.

Dabei werden zwei Arten von Notladern unterschieden: Systeme mit Standardakkus (AA oder AAA) oder Batterien und Systeme mit eingebauten Akkus (in der Regel Li-Ion-Akkus).


Die Testgeräte

In der folgenden Tabelle werden die Testgeräte kurz vorgestellt, eine ausführliche Beschreibung der Geräte folgt auf den Seiten 2 und 3 dieses Tests.

Akkulader Type Gewicht Adapter Füllstand Qualität Preis
TurboCharger 3400 Li-Ion 105 7 5 + 34,95
Levolta iXmini Mobile Power Li-Ion 80 3 4 ++ 44,95
Sanyo Mobile Booster KBC-L3 Li-Ion 75 2 keine ++ 18,50
MiPow Power Tube 2200 Li-Ion 72 10 keine ++ 29,99
Suntrica SolarStrap Universal Li-Ion 65 6 4 ++ 59,99
Levolta iXslim Li-Ion 61 4 4 + unbekannt
Raikko AccuPack 1000 Li-Ion 39 7 5 ++ 14,95
Sanyo Mobile Booster KBC-D1 2 x AA 52/83* 3 keine + 29,95
Sanyo M. Booster KBC-E1S-E 2 x AA 84/115* 3 keine ++ 29,90
Callstel Pocket Charger Pearl 1 x A 48/64* 4 1 o 4,90 **

* Gewicht mit Lithium Batterien/Gewicht mit Sanyo eneloop XX Akku
** ohne Akku / Batterie

 Folgende Kriterien sind für diese Geräteklasse entscheidend:

1. Die Energiedichte

Vor allem im Outdooreinsatz zählt jedes zusätzliche Gramm, und eine hohe Energiedichte ist entscheidend. Die höchste Energiedichte haben Lithium Batterien, die allerdings nicht geladen werden können, gefolgt von Akkulader auf Li-Ion Basis. Akkus auf NiMH Basis hingegen haben ein hohes Gewicht und damit eine geringe Energiedichte. Mit steigender Baugröße wird das Verhältnis zwischen Gehäuse+Elektronik und eigentlichem Akku immer besser.

2. Die Spannung

Mit den Akkuladern sollen 5-Volt Netzteile ersetzt werden. Die meisten Geräte bringen unter Last jedoch keine 5-Volt Spannungen mehr zustande. Glücklicherweise laden die meisten Geräte den internen Akku auch noch in einem weiten Eingangs- spannungsbereich von 4,5 – 5,5 Volt. Eine Garantie, dass ein Smartphone noch mit 4,5 Volt effektiv geladen werden kann, gibt es jedoch nicht. Der absolute Härtetest für die kleinen Geräte: Ladeversuch mit einem iPad. Nur drei Geräte konnten das iPad laden, bei allen anderen bricht die Spannung einfach zu weit ein und ein Laden wird unmöglich.

3. Die Leistung

Je höher die maximale Ausgangsleistung eines Akkuladers, desto schneller kann ein Gerät damit geladen werden (entsprechende Leistungsaufnahme des zu ladenden Gerätes vorrausgesetzt).

4. Die Kapazität

Die Kapazität in Wh gibt an, welche Menge an Energie gespeichert werden kann. Von der Kapazität bestimmt, ob ein angeschlossenes Gerät voll- oder nur teilgeladen werden kann. Die Kapazität, welche aus einem Akku entnommen werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Bei normalen Temperaturen (20 °C) ist die Leistung der wichtigste Faktor. Wird der Akku kurz und stark belastet, kann er in der Summe weniger Energie abgeben, als wenn er schwach und lange belastet wird. Zum Vergleichen der Kapazität ist es also wichtig zu wissen, unter welcher Belastung die Kapazität ermittelt wurde.


Ergebnisse Energiedichte, Kapazität, Spannung und Leistung

Temperatur: 20 °C
Belastung: 2 Watt

Die Entladung gilt als abgeschlossen, wenn 2 Watt nicht mehr geliefert werden können.

Akkulader Dichte
Wh/100g
Energie Wh Gewicht Gramm Spannung Volt* Leistung max. W** iPad
Sanyo KBC-D1 (Energizer Lithium) 10,4 5,4 52 4,8 2,5  
Roporta TurboCharger 3400 10,1 10,6 105 5,2 3,9 ja
Levolta iXmini Mobile Power 9,9 7,9 80 4,9 9,0 ja
Levolta iXslim Mobile Power 9,3 5,7 61 4,9 4,0  
Sanyo Mobile Booster KBC-L3 8,9 6,7 75 4,9 2,5 ja
MiPow Power Tube 2200 8,1 5,8 72 4,9 2,8  
Raikko AccuPack 1000 7,7 3,0 39 4,9 5,0 ja
Suntrica SolarStrap Universal 6,2 4,0 65 4,8 5,0 ja
Sanyo KBC-D1 (Sanyo XX) 5,5 4,6 83 4,7 2,5  
Pearl Pocket Charger (Enerizer Lithium) 4,6 2,2 48 4,6 1,6  
Sanyo KBC-E1S-E (Sanyo XX) 3,3 3,8 115 4,9 2,6 ja
Pearl Pocket Charger (Sanyo XX)*** 2,3 1,5 64 4,5 2,0  

* durchschnittliche Spannung über den gesamten Entladevorgang
** maximale Dauerleistung bei vollem Akku und Spannung > 4,5 Volt (getestet über mind. 5min)
*** reduzierte Belastung mit nur 1,5 Watt


In der Praxis

Wh, Volt, Leistung, Energiedichte alles schön und gut, aber wird mein Navi- bzw. Handyakku mit so einem Lader wieder voll?

Diese Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden, denn es hängt vor allem von der Kapazität des zu ladenden Akkus bzw. Gerätes ab. Auf einem typischen Smartphone Akku findet man meist folgende Angaben: 3.7 Volt, 1500 mAh

Nun kann man leicht die Wh (Watt Stunden) berechnen: 3.7 * 1500/1000 = 5,55 Wh

In den Akku passen also 5,55 Wh hinein, allerdings ist das Laden eines Akkus immer mit Verlusten verbunden. Geht man von grob 25 % Verlusten beim Laden aus, so benötigt man gut 7 Wh aus einem Notlader um sein Smartphone vollständig zu laden.

Fazit: bis auf das die beiden stärksten Geräte im Test, den TurboCharger 3400 und den Levolta iXmini Mobile Power, können alle Geräte einen Standard Smartphone-Akku nicht vollständig aufladen, egal was die Hersteller versprechen! Das schwächste Gerät, der Pocket Charger von Pearl, lädt einen Standard Smartphone-Akku somit gerade mal zu 15-20 %, für ein Notfall Handygespräch allerdings mehr als genug!

Kommentare zu “Externe Akkus im Test”

  1. [...] EeePC mithalten. Und das – bei gelegentlicher Benutzung – mit einer Akkuladung , also typischerweise 5,5 Wattstunden Energie am [...]

  2. [...] >> Vergleichstest << Technische Daten [...]

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  4. Externe Akkus sind eine richtig gute Erfindung. Ich bin aus beruflichen Gründen stets mit meinem Smartphone online und das frisst bekannter Maßen richtig viel Akku. Ich habe mir einen externen Akku von Raikko geholt, aber nicht das AccuPack 1000, sondern gleich das AkkuPack 5200 ;) Die Verarbeitung ist sehr gut, es ist schön handlich und reicht für knapp 4 Aufladungen. Es dauert allerdings sehr lange, bis das Handy einmal vollständig geladen ist.

    Stefan D.

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