Garmin Venu im Test und vivoactive 4 im Test | Fitness-Smartwatch im Vergleich

Das Always-on-Display der Fitness-Smartwatch Garmin venu ist das Highlight überhaupt. Rein äußerlich und funktionell unterscheiden sich die drei GPS-Smartwatches vivoactive 4, vivoactive 4s und venu nicht viel. Oder doch? In diesem Test haben wir genauer hingesehen …

Großes Thema bei Smartwatches und neuerdings bei Garmin ist das AMOLED-Display, das natürlich auch in unserem Test unter anderem eine prägnante Rolle spielt. Erstmals auf der IFA 2019 stellte Garmin seine erste Fitness-Smartwatch venu mit AMOLED-Display vor und folgte damit den Vorreitern Apple und Huami Amazfit.

Auf den ersten Blick präsentierte Garmin mit den drei aktuellen GPS-Smartwatches Garmin vivoactive 4, vivoactive 4s und venu sowohl äußerlich als auch funktionell nicht viel Neues unter der Sonne. Doch Garmin war fleißig und hat bei der venu mit AMOLED-Displaytechnologie ein Highlight gesetzt, bei dem das Stichwort „Sonne“ trotz satter Farben und knackiger Kontraste noch entscheidend sein soll. Die kleinen Unterschiede sind manchmal die feinen. Und auf diese wollen wir uns in diesem Test konzentrieren.

Wir erhielten bereits die Chance, die venu kurz zu testen und ein detailliertes Hands-on zu veröffentlichen. Tatsächlich hatten wir aber versprochen, uns alle drei neuen Fitnessuhren noch mal genauer anzuschauen und herauszufinden, ob die einzig merklichen Unterschiede, wie die knackigen Kontraste, es wert sind, sich für die venu mit dem ebenfalls knackigen Preis zu entscheiden.

Garmin venu mit Blumen-Watchface

 

Unser Test beleuchtet Hardware, Bedienung, die Fitnessfunktionen und Smartwatch-Funktionen der Garmin venu sowie der Garmin vivoactive 4 und stellt deren Stärken und Schwächen heraus. Außerdem klären wir, wie die beiden Fitnessuhren im Alltag auftreten, wie sich die unterschiedlichen Displays in der Sonne verhalten und auf den Akku auswirken, und ob sie auch beim Training ohne Smartphone-Unterstützung überzeugen können. Vorerst allerdings ein ganz kurzer, vergleichender Rückblick zur vivoactive 3, dem Vorgänger.

vivoactive 4 vs. vivoactive 3 (Music) – Was ist anders?

Nachdem Garmin mit Vorstellung der vivoactive 3 von einem ursprünglich eckigen auf ein rundes Displaydesign gewechselt ist, unterschied sich die vivoactive-Serie optisch zwar wenig von anderen Garmin Uhren wie z.B. der Forerunner Serie, die zudem funktionell vergleichbar ist, aber unsere Redaktion fand den Wechsel von eckig auf rund super. Ein wenig später kam mit der Sonderedition vivoactive 3 Music zusätzlich der integrierte Musikspeicher dazu, welcher erfreulicherweise auch bei den drei aktuellen Modellen wieder dabei ist.

Ausgehend von der vivoactive Music, stimmen Vorgänger und das aktuelle vivoactive-4-Modell bis auf folgende Komponenten überein: Die vivoactive 4 hat einen Pulsoxymeter-Sensor, eine Body-Battery-Funktion, einige neue Aktivitätsprofile wie Pilates, Atemübungen und Bildschirm-Trainingsanimationen, auf die wir im Abschnitt Training näher eingehen. Weiterhin zeigt die vivoactive 4 nun die Atemfrequenz bei Atemübungen an und kann optional Golf-Zubehör, etwa verschiedene Schläger, automatisch speichern sowie die Herzfrequenzmessung am Handgelenk unter Wasser messen. Zudem überarbeitete Garmin die Menüführung der neuen Uhren, wodurch sie anstelle von einer Taste nun über zwei Tasten gesteuert werden, wobei die untere Taste in den meisten Fällen eine Art Zurück-Funktion hat. Unsere Erfahrungen dazu lest ihr im Kapitel Bedienung.

Summa summarum sind ein überarbeitetes Wetter-Widget, ein neuer Sensor und einige neue Sportfunktionen, auf die wir im Test näher eingehen werden, dazugekommen. Die Attraktion ist und bleibt die venu mit dem AMOLED-Display. Doch so einfach machen wir es uns selbstverständlich nicht. In den einzelnen Abschnitten gehen wir auf die kleinen Details ein, die den Unterschied machen.

Garmin vivoactive 4 mit Garmin Watchface

 

Vergleich Garmin venu und Garmin vivoactive 4: Hardware

Andere Displays, andere Vorteile, andere Nachteile

Beginnen wir gleich mit dem interessantesten Unterschied der Fitnessuhren, dem AMOLED-Display der venu im Vergleich zum MIP-Display der vivoactive 4. (siehe auch das Video: Vergleich von MIP-Display und AMOLED-Display). Displays mit einer Active Matrix Organic Light Emitting Diode oder Active Matrix-OLED geben, wie der Name schon sagt, selbst Licht ab. Das Memory-in-Pixel dagegen reflektiert das Umgebungslicht. Getestet gaben wir die beiden Fitness-Smartwatches im Freien bei sonnigen als auch unter dunklen Lichtverhältnissen, denn im Sommer spiegeln einige Bildschirme durch die Sonne oft so stark, dass man nichts erkennt und andere Displays wiederum benötigen im Winter eine Hintergrundbeleuchtung, um es überhaupt lesen zu können.

Garmin fenix MIP-Display (links), Garmin venu AMOLED-Display (rechts)

 

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Garmin venu Display

Das runde 1,2 Zoll kleine AMOLED-Farbdisplay der venu bringt 390 x 390 Pixel zum Vorschein und wird von Corning Gorilla Glass 3 geschützt. Die kräftigen und kontrastreichen Farben machen bei jedem Hinsehen Freude. Das Schwarz ist wirklich Schwarz und die Farben satt. Wer ein visuell affiner Mensch ist, für den wir das AMOLED der Garmin venu ein echter Genuss sein. Seine Stärken hat es besonders in dunklen Innenräumen.

Das AMOLED der venu hat auch seine, immerhin nur kleinen, Schattenseiten. Ein Kontrahent der strahlend leuchtenden Pixel des AMOLED ist die pralle, helle Sonne, mit der die venu sogar bei maximal eingestellter Pixel-Helligkeit einfach nicht konkurrieren kann. Insgesamt muss man allerdings zugeben, dass das AMOLED der venu bei max. Display-Helligkeit auch im Sonnenlicht noch super ablesbar ist. Man kann keinen vollen Punktabzug geben. Garmin hat tatsächlich das Beste aus der AMOLED-Technologie herausgeholt. Unschlagbar leuchtet trotzdem das MIP-Display der vivoactive-Uhren in der Sonne. Außerdem ist die maximale Helligkeit der venu stets für nicht mehr als ein paar Sekunden aktiv (siehe Video zum Displayvergleich), wenn man eine Taste drückt oder die Gestensteuerung auslöst.

Ein weiterer Nachteil, der sich im Outdoor-Bereich bei sonnigem Wetter ergibt, ist der hohe Energieverbrauch des AMOLED-Displays, welches mit aller Leuchtkraft, die es hat, gegen die Sonne ankämpfen muss. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Akkulaufzeit, auf die wir weiter unten eingehen werden. Folglich sollten diejenigen, die sowieso schon Schwierigkeiten haben, sicherzustellen, dass ihr Smartphone-Akku unterwegs immer ausreichend geladen ist, bedenken, ob sie das zusätzliche Babysitting um das Aufladen der venu am Ende eben nicht stören könnte.

Ein weiterer Punkt, der oft als Nachteil in Verbindung mit AMOLED-Displays angesprochen wird, ist die Befürchtung um das Einbrennen der selbstleuchtenden Pixel im Display, das sogenannte Burn-in-Problem bei AMOLED-Displays, wenn Abdrücke von Bildern und Farbveränderungen dauerhaft sichtbar bleiben. Wem das Thema wichtig ist, dem gefällt es bestimmt, dass Garmin auch displayschonende Uhren-Designs vorinstalliert hat, die das dauerhafte Anzeigen von lediglich einem Bild über einen längeren Zeitraum vermeiden. Zum Beispiel wurden bei einem der klassischen Designs mit Zeigern die Pixel für den mittleren Drehpunkt weggelassen, damit sich dieser Punkt mittig nicht einbrennen kann. Es sollte aber berücksichtigt werden, dass nicht alle Watchfaces die displayschonende Anzeige unterstützen. Weitere hilfreiche Maßnahmen, wie man die eingebrannten Geisterbilder vermeiden kann, sind: Displayhelligkeit reduzieren, ein eher dunkles Theme wählen und das Display-Watchface ab und zu wechseln.

 

Garmin vivoactive 4 und 4s Display

Das ebenfalls durch Corning Gorilla Glass 3 vor Kratzern abgeschirmte und 1,3 Zoll große, aber nur mit 260 x 260 Pixeln ausgerüstete transreflektive MIB-Display, bietet nicht so satte Farben und wirkt im Gegensatz zum AMOLED der venu im Alltag und in Innenräumen ein bisschen wie ein Mauerblümchen.

Dennoch hat das MIP-Display der Garmin vivoactive 4 den Vorteil, bei Outdoor-Einsätzen, vor allem im direkten Sonnenlicht, fast überhaupt nicht zu spiegeln wie andere Bildschirme mit AMOLED- oder OLED-Technologie. Hier liegt die Stärke des MIP-Displays. In der Sonne wirken die Farben schön und kräftig, wohingegen von der Farbenschönheit und Kontraststärke der venu in der Sonne nicht ganz so viel zu erkennen ist – wenn es auch zugegebenermaßen nach wie vor hervorragend lesbar ist.

Setzt man die vivoactive 4 im Dunkeln ein, wandelt sich das Bild ein wenig, da die Hintergrundbeleuchtung zum Ablesen des Displays aktiviert werden muss, was wiederum einen weniger guten Kontrast und eine eher flaue Farbdarstellung bringt.

Dennoch ergibt sich daraus: Das MIP-Display der vivoactive 4 verbraucht im Sonnenlicht deutlich weniger Energie als das AMOLED der venu und ist damit höchst stromsparend. Ein Vorteil für jeden, dessen Geräteakkus beim Verlassen des Hauses in Habitus und grundsätzlich leer sind.

Auf maximaler Helligkeitsstufe leuchtet der Bildschirm im Vergleich zu älteren Modellen, wie der vivoactive HR, jedenfalls wesentlich heller und ist damit unter allen Bedingungen gut ablesbar. Uns erschien der schwarze Hintergrund der vivoactive 4 mit Hintergrundbeleuchtung leicht bläulich. Durch den bläulichen Lichtton verschwimmt der Kontrast ein wenig. Bestimmt musste sich Garmin hier entscheiden, zwischen kräftiger Helligkeit mit blauem Farbstich oder schönerer Ansicht mit wärmerem, aber weniger starkem Licht.

 

 


Maximale Helligkeit auf der venu (links), reduzierte Helligkeit auf der venu, die während eines Trainings dauerhaft aktiv ist (rechts)

 

Das Gehäuse der zwei smarten Uhren ist aus faserverstärktem Polymer gefertigt, die Lünette aus gefälligem Edelstahl und das Armband aus weichem Silikon. Alle Komponenten sind ausgezeichnet verarbeitet, es gibt keine scharfen Kanten oder Kleberreste, wie wir sie leider bei der vivoactive 3 Music bemängeln mussten. Selbst die Buttons sehen hochwertig aus.

Garmin vivoactive 4, hochwertige Verarbeitung

 

Die kleinste Fitness-Smartwatch vivoactive 4s ist in den vier Farbvarianten Rosa, Weiß, Grau und Schwarz und die venu in den Farben Schwarz/Schiefergrau, Schwarz/Gold, Granitblau und Sandfarben erhältlich. Die vivoactive 4 hingegen gibt es lediglich mit dunklem Gehäuse in zwei Farben: Dunkelgrau/Silber und Schwarz/Schiefergrau.

Natürlich ist die Farbauswahl Geschmackssache, trotzdem finden wir es ein bisschen schade, dass es die venu nicht in Weiß gibt. Bestimmt verschmutzt das sandfarbene Armband nicht so schnell wie ein weißes und es sieht zweifellos ansprechend aus. Nur würde dem weiblichen Nutzerinnen-Auge ein elegantes, weißes Armband ein klein wenig mehr schmeicheln, zumal die venu in ihren unaufdringlichen Abmessungen auf einem weiblichen Handgelenk durchaus attraktiv anzusehen ist. Das granitblaue Modell der venu machte bei uns persönlich einen insgesamt weniger hochwertigen Farbeindruck, weil dadurch der künstliche Look des Silikon-Armbandes ziemlich betont wird und es damit für einige Anlässe nicht geeignet wirkt. Doch auch hier ist das reine Ansichtssache, weshalb Garmin ergänzend weitere Armbänder aus anderen Materialien und Farben anbietet, welche man über den Schnellwechsel-Mechanismus ganz ohne Werkzeug austauschen kann. Optional gibt es die Armbänder auch über Amazon.

 
venu

Vivoactive 4

Vivoactive 4s
Größe43,2 x 43,2 x 12,4 mm
125 bis 190 mm Umfang
45,1 x 45,1 x 12,8 mm
135 bis 200 mm Umfang
40 x 40, x 12,7 mm
127 bis 204 mm Umfang
Gewicht46,3 g50,5 g40 g
Display1,2 Zoll (240 x 240 Pixel)1,3 Zoll (240 x 240 Pixel)1,1 Zoll (240 x 240 Pixel)
Integrierter MusikspeicherJaJaJa
Kopplung von Bluetooth KopfhörernJaJaJa
DisplayAMOLEDMIPMIP
Amazon Preis & Produktlink EUR 329,00 € bei Amazon EUR 255,00 € bei Amazon EUR 259,99 € bei Amazon

Abmessungen und Tragekomfort

Der Vorgänger, die vivoactive 3 Music, ist im Vergleich zur venu leichter und flacher, im Vergleich zur vivoactive 4 leichter und kleiner. Das heißt, die beiden Nachfolger hatten einen Wachstumsschub und sind, nicht viel, aber etwas schwerer und größer geworden. Die mittelgroße venu macht einen sportlichen, aber gleichzeitig dezenten Eindruck am Handgelenk und ist somit für Männer und Frauen ein ideales Sport-Schmuckstück.

Die vivoactive 4 dagegen hat die größten Ausmaße und passt insbesondere für kräftigere Handgelenke, außer man hat eine modebewusste Größenvorliebe, denn heute tragen Frauen auch gerne mal Uhren in Übergröße. Doch selbst dazu eignet sie sich bestimmt hervorragend, denn durch die glatte Edelstahl-Lünette wirkt die vivoactive 4 sehr hochwertig und edel, unserer Meinung nach edler als die venu mit der geriffelten Lünette. Der Winzling unter den GPS-Fitnessuhren sieht einfach hübsch, zierlich und edel aus – für schmale Handgelenke optimal.

schlanke Garmin venu (links), kräftigere Garmin vivoactive 4 (rechts)

 

Die venu ist bei einer Dicke von 12,4 mm flacher gebaut als die vivoactive 4 und 4s, wobei die zusätzlichen 0,4 bzw. 0,3 Millimeter optisch nicht wirklich wahrnehmbar sind.

Ein paar Gramm weniger als mit der vivoactive 4 trägt man bei der venu ebenfalls mit sich herum (46,3 Gramm). Größentechnisch ordnet sich der AMOLED-Star mit einer Gehäusebreite von 43,2 mm in der Mitte der neuen Garmin GPS-Smartwatch-Kollektion ein.

Das Armband ist weich und anschmiegsam, es ist wenige Millimeter schmaler als das der vivoactive 4 und breiter als das der 4s, wodurch es sowohl für dünnere als auch dickere Handgelenke gut geeignet ist. Von unserem Standpunkt aus haben die Riemchen eine optimale Breite.

Lobenswert ist auch der relativ tief im Gehäuse sitzende Herzfrequenzsensor, der auch bei eng sitzendem Armband fast keine Druckstellen mehr verursacht.

Die vivoactive 4 ist mit 12,8 mm (4s liegt bei 12,7 mm) nicht nur höher gebaut, sondern mit 50,5 Gramm auch etwas schwerer als die venu-Fitnessuhr.

Übrigens ist die viovactive 4s mit 40 Gramm zwar schwerer als die vivoactive 3 Music, jedoch die leichteste in der neuen Garmin Smartwatch-Reihe. Außerdem lassen sich die vivoactive 4 und 4s ganz ohne Nachmessen als das größte und kleinste Modell klassifizieren. Die Gehäusemaße der vivoactive 4 liegen bei einem Durchmesser von 45,1 mm und für die 4s bei 40 mm. Damit eignen sich die Uhren nicht gleichermaßen für kräftige und schmale Handgelenke wie die venu.

Die kleine vivoactive 4s büßt gegenüber der venu und der vivoactive 4 wegen des höher hervorstehenden Herzfrequenzsensors etwas im Tragekomfort ein. Das wiederum ergibt eine konstante Druckstelle auf der Haut.

 

Auf das Tragegefühl kommt es (auch) an: Das Material der Armbänder aller drei Uhren besteht aus Silikon, was sich angenehm auf der Haut anfühlt. Bei allen drei Uhren ist die Armbandlänge genügend großzügig bemessen worden (venu: bis 190 mm, vivoactive 4: bis 200 mm, vivoactive 4s: bis 175 mm). Auch ist die Breite der Armbänder optisch perfekt an die Größe der Uhren angepasst, praktisch jedoch zuppelte unsere Testerin bei der kleinen 4s mit dem schmalsten Armband regelmäßig nach. Noch enger gezogen, hätte allerdings Druckstellen gegeben. Die Ursache ist uns bis heute nicht klar. Eventuell hat das Armband durch die geringe Breite weniger Grip auf der Haut. Am besten halten jedenfalls unserer Ansicht nach die Armbänder der venu und vivoactive 4. Dabei liegen beide gut an, ohne zu drücken oder hin und her zu rutschen.

Am Ende sorgen bei der venu das geringe Gewicht, der flach eingebaute Herzfrequenzsensor, das weiche sowie optimal dünne und schmale Armband im Gesamtpaket für das angenehmste Tragegefühl, dicht gefolgt von der Garmin vivoactive 4, bei welcher das größere Gewicht einen minimal kleineren Wohlfühleffekt bewirkt. Die vivoactive 4s war uns trotz zierlichem Erscheinungsbild etwas zu unbiegsam und rutschig, vielleicht wegen des Armbands, vielleicht wegen des höher herausragenden Sensors im Gehäuse.

Garmin vivoactive 4, Rückseite mit Herzfrequenz- und Pulsoxymeter-Sensoren

 

Schnittstellen und Sensoren

Wie im oberen Abschnitt vivoactive 4 vs. vivoactive 3 (Music) – Was ist anders? bereits kurz angeschnitten, ist einzig der Pulsoxymeter nagelneu. Zu dem grün blinkenden Herzfrequenzsensor auf der Unterseite gesellt sich nun also ein rot pulsierender Pulsoxymeter. Mehr zu dem Thema im Abschnitt Herzfrequenz und Pulsoxymeter. Wenn man die Kompatibilität des Zubehörs mitberücksichtigt, dann ist auch die Verwendung des Garmin Approach CT10 zum automatischen Erkennen von Golfschlägern neu. Ansonsten sind sich die beiden GPS-Smartwatches in der Sensorausstattung ebenbürtig.

Neben Gyroskop, Thermometer, Beschleunigungssensor und GPS ist ein Barometer verbaut. Mithilfe der drei letztgenannten Sensoren können die venu und vivoactive 4 Serie die zurückgelegte Strecke, die Anzahl der Schritte, Etagen, verbrannte Kalorien sowie die gestiegenen Höhenmeter sogar ohne GPS-Empfang erfassen. Die drahtlose Kommunikation zu anderen Geräten übernimmt die Funktechnik Bluetooth Smart, welche im Vergleich zum klassischen Bluetooth wesentlich weniger Energie verbraucht. Darüber können die Fitnessuhren zum Beispiel eine Verbindung zur Garmin Connect App auf dem Smartphone aufbauen und die aufgezeichneten Aktivitätsdaten und Trainingsdaten übertragen.

vivoactive 4, integrierte Positionsbestimmung

 

Über ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone können die neuen Uhren während bestimmter Aktivitäten einen Unfall erkennen und eine Unfallbenachrichtigung oder per selbst ausgelöster Notfallhilfe, eine automatisierte SMS mit GPS-Standort, Live-Track (falls auf der Uhr aktiviert) und Namen an vordefinierte Notfallkontakte senden. Ebenso zeigen die neuen Sport-Smartwachtes wie gehabt Benachrichtigungen, Anrufhinweise und Kalendererinnerungen an oder erlauben die Steuerung der Musikwiedergabe. Außerdem ist eine Kopplung von Bluetooth-Kopfhörern möglich, um die bis zu 500 speicherbaren Musiktitel anzuhören sowie die Verbindung mit diversem Garmin Zubehör und ANT+ Geräten wie Trittfrequenzsensor, Temperatursensor und Varia Fahrradlichtern oder Virb Actioncams.

Leider hatten wir insbesondere mit der vivoactive 4s während des Tests immer wieder mit Verbindungs- und Sychronisationsproblemen zu Garmin Connect und unseren Bluetooth-Kopfhörern zu tun, woraus sich ebenfalls ein nicht einrichtbares Garmin Pay ergab. Zumindest konnten wir eine anfängliche Bluetooth-Hürde auf der venu, verursacht durch ein App-Update von Garmin Connect, durch Neuaufsetzen der Uhr vollständig unterbinden, so dass die venu danach tadellos ihren Dienst verrichtete. Im Gegensatz dazu erholte sich die vivoactive 4, wenngleich nicht annähernd vergleichbar mit den Aussetzern der kleinen Version, nicht 100%ig von den Verbindungsproblemen, indem die Trink-Erinnerungen des Trink-Trackers durchgängig stumm blieben. Mehr dazu im Abschnitt Musikwiedergabe, Trink-Tracker und Wasserkonsum sowie Bedienung. Wie man die Kopplungs- und Synchronisationsprobleme mit Garmin Connect beheben kann, haben wir in dem verlinkten Artikel zusammengefasst.

Garmin venu, Smartphone-Verbindung

 

Einwandfrei funktionierten die zwei hilfreichen Schnittstellen WiFi, worüber wir anstandslos Musik von Streaming-Diensten wie Deezer, Spotify oder Amazon Music herunterladen konnten, und die Möglichkeit, mit Garmin Pay bargeldlos über NFC zu bezahlen. Ob das gut funktioniert, lest ihr im Abschnitt Smartwatch-Funktionen.

GPS-Genauigkeit und Positionsbestimmung (GPS, Glonass, Galileo)

Die Genauigkeit der Positionsbestimmung ist wichtig, um die korrekte Geschwindigkeit und Distanz zu messen und so korrekte und vergleichbare Trainingsaufzeichnungen zu erhalten. Wir haben beide Uhren gegen unser Referenzgerät, ein Garmin etrex 10 GPS-Handgerät, antreten lassen.

Um die unterschiedlichen Besonderheiten der GPS-Teststecke kennenzulernen, klicke auf die (i) Symbole.

Zusätzlich zu dieser üblichen GPS-Testrunde haben wir viele weitere Aktivitäten mit den Uhren und div. anderen GPS-Geräten gemacht. Hier zwei weitere Tracks:

Nutzung von GPS+Glonass:

Nutzung von GPS+Galileo:


Insgesamt kann man sagen, dass beide Uhren einen noch guten GPS-Empfang haben! Das Uhren mit einer in Bezug auf ihre Größe und Position beschränkten GPS-Antenne nicht an ein Handgerät herankommen ist zu erwarten. Größte Schwäche ist wie bei vielen GPS-Geräten das Ausbilden einer sog. Trackwolke im Stand bei schwierigen Empfangsbedingungen. Bei einem durchgehenden Lauftrainung spielt diese Schwäche kaum eine Rolle, bei einer Wanderung mit Pausen und bei schwierigend Empfangsbedingungen kann die Messung der Distanz sehr negativ beinflusst werden (die Distanz summiert sich dann in Pausen oder bei sehr langsamen Bewegungen massiv auf). Die Nutzung der Auto-Pause Funktion kann das Problem reduzieren.

Die Unterschiede zwischen den beiden Uhren sind gering. Auch wenn die Auswertung in der Standard-GPS-Testroute Vorteile für die Garmin venu zeigt, liegen die Unterschiede eher im Bereich der normalen Schwankung. Nach Abschluss aller Tests kann man durchaus sagen, beide Uhren sind in Bezug auf die Positionsbestimmung gleichwertig und sogar minimal besser als die aktuelle fenix 6 Serie. Die fenix 6 Serie hat zwar sicherlich keinen schlechten GPS-Empfang und man klagt auf hohem Niveau, doch auch in diesem Vergleich zeigt die fenix 6X Pro Solar leichte Schwächen bei der Positionsbestimmung (mehr dazu auch in folgendem Video: GPS-Test fenix 6-Serie).

Die Nutzung von Galileo statt Glonass neben dem GPS-Signal bringt, wie schon in vielen anderes Tests festgestellt, aktuell noch keine wesentliche Verbesserung der Positionsbestimmung. Beobachtet haben wir, dass größere und längere Abweichungen von der eigentlichen Position mit Galileo häufiger auftreten. Will man jedoch ein Ziel punktgenau treffen, z.B. beim GeoCaching, scheint die Nutzung von Galileo in einigen Fällen bereits Vorteile zu bieten.

Energieverbrauch: Akkulauf- und Ladezeit

Neben der schlechteren Ablesbarkeit eines AMOLED-Displays in der direkten Sonne gibt es ein zweites Argument gegen die von der Garmin venu verwendete Displaytechnologie, sie verbraucht mehr Energie als das MIP-Display, welches von der Garmin vivoactive 4 verwendet wird. Doch wie wirkt sich das in der Praxis aus?

Garmin macht zur Akkulaufzeit der beiden Uhren folgende Angaben:

Garmin venuGarmin vivoactive 4
  • Smartwatch Modus (BT/HR an)
bis zu 5 Tagebis zu 8 Tage
  • GPS-Modus mit Musik (BT/HR an)
bis zu 6 Stundenbis zu 6 Stunden

Wir haben folgendes getestet:

Garmin venuGarmin vivoactive 4
  • GPS-Modus, Display aus*, BT/HR aus
26 Stunden 56 Minuten23 Stunden 54 Minuten
  • GPS-Modus, Display an**, BT/HR aus
19 Stunden 16 Minuten23 Stunden 44 Minuten

* das Display der vivoactive 4 ist dauerhaft eingeschaltet * * dunkelste Stufe

 

Der Test wurde bei ca. 8-10 C° gemacht, was die Laufzeit bereits gegenüber höheren Temperaturen leicht verkürzt. Der Test zeigt, dass das AMOLED-Display der Garmin venu zwar die Laufzeit verkürzt, allerdings weit weniger als zu befürchten war. Würde man die Uhren wirklich 24 Stunden am Stück nutzen, müsste man in der Nacht die Displaybeleuchtung der vivoactive 4 nutzen, was die Laufzeit ebenfalls deutlich reduzieren würde. Vermutlich hätten beide Uhren dann letztendlich sogar wieder die gleiche Laufzeit.

Vergleicht man die von uns gemessene Laufzeit mit den Angaben von Garmin, wird deutlich, dass vor allem die Nutzung von Musik sehr viel Energie verbraucht. Die HR-Messung am Arm verbraucht zwar auch etwas Energie, die Verkürzung der Laufzeit fällt aber gegenüber der Musiknutzung weit weniger ins Gewicht.

Die Garmin venu kann auch im normalen Uhrenmodus mit einem „Always-on“ Display verwendet werden. Die erreichbare Laufzeit mit maximaler Energieeinsparung (Bluetooth aus, HR-Messung aus) liegt in unserem Test bei knapp 6 Tagen. Allerdings schaltet sich das Display während der Schlafenszeit z.B. zwischen 22 und 6 Uhr automatisch komplett ab und ist damit nicht wirklich „always on“, was auch vernünftig ist, weil man nachts nicht geblendet werden möchte. Dieses Verhalten kann in den DND-Einstellungen auf der Uhr und in der Garmin Connect App geändert werden, indem man die genaue Schlafenszeit angibt.

Die Batterielaufzeit der vivoactive 4 im Smartwatch-Modus ist laut Hersteller im Vergleich zur vivoactive HR von 7 auf 8 Tage um einen ganzen Tag gestiegen. Im Alltagstest, mit häufiger Nutzung der Nachrichten-Funktion und diverser Widget-Checks wie Wetter, Trink-Tracker, Herzfrequenzcheck und einer Displayhelligkeit von 30 % bei der vivoactive 4 und 4s sowie der niedrigsten Helligkeit bei der venu, jedoch ohne GPS-Modus, haben wir die folgenden Akkulaufzeiten ermitteln können: Die kleine vivoactive 4s hält sechs Tage durch, die vivoactive 4 bringt es auf gute 5 Tage Einsatzzeit und die venu muss schon nach 3 Tagen und ein paar Stunden aufgeladen werden. Fairerweise muss angemerkt werden, dass wir auf der vivoactive 4s noch zusätzlich zwei animierte Trainings absolvierten.

vivoactive 4, mit externem Akku laden

 

Natürlich ist die Batterielaufzeit von verschiedenen Einstellungen abhängig, wie z.B. Helligkeit und Vibration oder auch wie intensiv die Smartwatch-Funktionen Anrufe, Nachrichten, Kalendereinträge etc. und eventuell zudem die animierten Trainings genutzt werden. Ein 30-minütiges Lauftraining mit GPS-Empfang und Virbationsalarmen senkt die Akkulaufzeit auf einen Schlag um ca. 10 bis 12 Prozent.

Tipp – Strom sparen auf AMOLED-Display: Verwendet man dunkle UI-Themes auf einem AMOLED-Display, kann man ein wenig Strom sparen und die Akkulaufzeit verbessern. Denn um das Schwarz auf einem AMOLED-Display zu erzeugen, werden die selbst leuchtenden Pixel in den schwarzen Bereichen des Bildschirms schlicht einfach ausgeschaltet. Das spart Energie, auch wenn nicht gravierend viel. Wer sich allerdings für die venu wirklich wegen des AMOLED entschieden hat, wird auf die schönen Farben nicht verzichten wollen und lädt die Uhr eben öfter.

Mit Ausnahme der kleinen Uhr-Variante vivoactive 4s gab es keine aus dem Rahmen fallenden Akkulaufzeitschwierigkeiten. An einem Tag entlud sich der Akku der vivoactive 4s nach einer Cardio-Aktivität innerhalb von 2 Stunden von 60 % auf 2 % und am nächsten Tag blieb der Akku der vivoactive 4s plötzlich von morgens bis abends bei 61 % stehen. Einige schreiben im Garmin-Forum über gleiche Erlebnisse und dass es mit einer nicht beendeten Aktivität zu tun haben könnte. Das müsste dann softwareseitig ein Fehler sein, weil die Aktivität manuell beendet wurde. Da die vivoactive 4s generell von dem guten Standard abweicht, den wir von Garmin gewohnt sind, gehen wir davon aus, dass die Uhr defekt sein muss, eventuell ein Akkudefekt.

Aufladen

Beide Uhren werden über ein ziemlich kurzes USB-Ladekabel geladen, welches über einen 4-Pin-Anschluss auf der Rückseite angesteckt wird. Das USB-Kabel ist gleichzeitig Sync-Kabel zum Datenaustausch mit dem Computer. Es handelt sich um denselben Anschluss wie schon bei der vivoactive 3 Music, womit zwar ein Laden während der Nutzung am Arm nicht möglich ist, dafür wiederum alle Uhren mit einheitlichem Kabel geladen werden können, weil keine gerätespezifischen Ladeschalen wie früher eingesetzt werden. Apropos, wir testen gerade eine Möglichkeit, die Uhren auch direkt am Arm und unterwegs laden zu können. Hier vorerst der Link zu dem CAVN-Ladegerät. Der Test erscheint bald.

CAVN-Ladegerät (links) sorgt unterwegs für ausreichend Power auf Garmin vivoactive 4 (rechts)

 

Wir haben folgende Ladeströme, Ladezeiten und Kapazitäten (benötigte Energie zum Laden der Uhr) gemessen:

Das Diagramm zeigt, dass die Garmin venu beim Laden etwas mehr Energie aufnimmt als die vivoactive 4. Ob man daraus schließen kann, dass der in der Garmin venu verbaute Akku eine größere Kapazität hat, wäre allerdings gewagt. Der höhere Ladestrom lässt eher vermuten, dass die Uhr eben auch während des Ladevorganges durch das aktivierte AMOLED-Display mehr Energie verbraucht. Die Akkus beider Uhren sind daher vergleichbar und erreichen gegenüber einer fenix 6X Pro Solar knapp die Hälfte der Kapazität. Die Ladezeit der Uhren liegt zwischen einer Stunde und 30 bzw. 45 Minuten.

Zusammenfassend kann man sagen: Das AMOLED-Display der Garmin venu ist in Bezug auf seinen Energieverbrauch kein echtes Argument gegenüber der vivoactive 4 mit MIP-Display, wenn es um die relative kurze Nutzung während einer GPS-Aktivität geht. Bei der alltäglichen Nutzung im Smartwatch-Modus verkürzt sich die Laufzeit bei häufiger Aktivierung des AMOLED-Displays gegenüber der vivoactive 4 etwas, wobei die Nutzung der Always-on-Funktion (reduzierte Displayanzeige) weniger Energie verbraucht als eine intensive Nutzung des Displays im normalen Modus.

Tipp – Akku schonen: Generell kann man den Akku mehr schonen und langlebiger machen, indem man ihn nicht komplett bis auf nur wenige Prozent leer laufen oder ihn nicht mit 100 % ewig vollgeladen am Kabel lässt.

Vergleich Garmin venu und Garmin vivoactive 4: Bedienung

Um auf den drei Fitness-Smartwatches innerhalb der Menüs, Seiten und Funktionen zu wechseln, kann mittels zweier Tasten oder wie gehabt per Wischgeste gesteuert werden. Aufgeweckt wird die venu entweder durch ein energisches, doppeltes Tippen auf das Display, was schon eher einer Erschütterung gleichkommen muss, damit das klappt – zumindest auf unserem Gerät – oder durch Drehen des Handgelenks zum Körper hin. Zweites funktioniert ebenfalls auf den beiden vivoactive-4-Varianten ziemlich gut und ausreichend empfindlich. Im Gegenteil zur venu reicht der vivoactive 4 lediglich eine leichte Berührung des Touchscreens zum Aufwachen, kein doppeltes Tippen, was sich wiederum in der Nacht als ein kleines Problem entpuppt, wie wir nachträglich feststellen.

Im Zuge des neuen Bedienkonzeptes hat Garmin seinen aktuellen Fitness-Uhren an der rechten Seite (wieder einmal) zwei Knöpfe anstelle von nur einem spendiert. Schon immer hatte die vivoactive, bis auf den Vorgänger vivoactive 3, zwei Tasten. Die Funktion der oberen Taste ist wie üblich und ohne Veränderung geblieben, indem durch längeres Drücken der oberen Taste das Steuerungsmenü mit einigen Kurzwahltasten aufgerufen wird und durch kurzes Drücken die installierten Aktivitäten erscheinen (mehr zu Aktivitäten im Abschnitt Fitness-Funktionen und Training).

Garmin vivoactive 4, Steuerungsmenü (links), Garmin venu, Aktivitäten (rechts)

 

Die untere Taste dagegen hat in der Regel eine Zurück-Funktion, um aus einem Menü wieder zurückzukommen. Das ist in dem Augenblick praktisch, sobald man Handschuhe trägt und nicht zurück wischen kann. Ein langes Drücken der unteren Taste öffnet die allgemeinen Einstellungen bzw. die weiteren Einstellungen des jeweiligen Widgets, in dem man sich gerade befindet. Tatsächlich ist sowohl die Menüstruktur der Garmin-Fitness-Smartwatches als auch die neue Zwei-Tasten-Benutzerführung intuitiv und leicht zu erlernen.

Missglückt ist leider das ziemlich kurze Ladekabel bzw. Datenkabel, welches wir schon im Kapitel zum Energieverbrauch: Aufladen erwähnten. Beide Fitness-Smartwatches mussten in unserem Test während des Ladens auf dem Boden liegen, weil das Kabel von der Steckdose am Boden nicht einmal zum Nachttisch hochreichte. So besteht immer die Gefahr, aus Versehen auf die kostbaren Uhren zu treten. Man selbst weiß, dass sie dort gerade laden, alle anderen im Haushalt eventuell nicht. Die Distanz zur Nachttischablage wäre gerade einmal 60 cm weit gewesen, das Ladekabel ist nicht mehr als 46 cm lang. Unserer Meinung nach sind da noch ein paar kostenfreie Zentimeter drin.

Für die Nacht kann im Steuerungsmenü der DND-Modus (Do Not Disturb) zusammen mit der Display-Sperrfunktion aktiviert werden. Zum einen, weil man auf diese Weise keine Aktivitäten versehentlich startet und zum anderen weil dann keine nächtlichen Benachrichtigungen eingehen können. Einige bevorzugen es, ihr Smartphone nachts in den Flugmodus zu setzen. In dem Fall kann der DND-Modus vernachlässigt, dafür aber, ebenfalls über das Schnellzugriffsmenü, die Telefonkopplung ausgeschaltet werden, damit die Uhr nicht ständig die Bluetooth-Verbindung aufzubauen versucht. Praktisch ist, dass sich der DND-Modus während der Schlafenszeit automatisch aktivieren lässt, das geht in der Garmin Connect App in den Geräteeinstellungen im Menü Töne und Alarme.

Um zu verhindern, dass sich der Bildschirm der Garmin venu während des Schlafs einschaltet, sind die Einstellungen „Always-on“ und „Gesten“ während des Schlafffensters deaktiviert. In den Standard-Einstellungen ist das Zeitfenster von 22 Uhr bis 6 Uhr vordefiniert. Störend empfanden wir hingegen das nachtaktive Auftreten der vivoactive 4 und 4s, trotz gesperrtem Touchscreen, Schlafffenster-Aktivierung und DND-Modus. Berührt man beispielsweise als Seitenschläfer in der Nacht das Display mit der Wange, geht die Hintergrundbeleuchtung der beiden GPS-Uhren an. Daran ändert auch die Eingabe der normalen Schlafzeit und Aufstehzeit in der Garmin Connect App nichts. Wir haben keine Möglichkeit gefunden, die Uhr nachts so in den Schlafmodus zu versetzen, dass diese nicht so leicht von alleine angeht. Dabei bietet sich der DND-Modus förmlich an, diesen so zu ändern, dass er gleichzeitig ein Schlaf- und Kinomodus mit gesperrtem Display und deaktiviertem Touchscreen sein kann. So könnte ein kurzer doppelter Knopfdruck der unteren Taste den Schlafmodus alias DND-Modus aktivieren, denn diese Kombination der unteren Taste hat zurzeit keine Funktion bzw. ist nicht belegt. Zudem wäre es denkbar, um in der Nacht trotz deaktiviertem Bildschirm noch die Uhr ablesen zu können, mit einem kurzen Knopfdruck auf die untere Taste die Displaybeleuchtung einzuschalten und idealerweise durch erneutes Drücken der unteren Taste wieder auszuschalten, wie es sogar bei der vivoactive 1 noch möglich war. Wir werden sehen und harren der Dinge, die da mit weiteren Updates kommen mögen…

Garmin venu mit alternativem Watchface

 

Grundsätzlich elegant gelöst ist die Möglichkeit, die Display-Beleuchtung der Garmin Smartwatches für ein bestimmtes Zeitlimit einzustellen. Es gibt Kurz, Mittel oder Lang und auf der venu ergänzend Always-on. Für die venu halten wir die Always-on-Einstellung für am besten geeignet. Es wäre sonst schade, das Highlight überhaupt nicht auszuschöpfen. Auf den vivoactives hat uns das mittlere Zeitlimit am meisten zugesagt, weil es ausgewogen lang ist. Während eines animierten Trainings ohne Always-on-Option bleibt auf den beiden vivoactive-4-Smartwatches die Hintergrundbeleuchtung solange aktiv bis die Übungsschritte zu Ende vorgeführt wurden. Danach geht die Beleuchtung aus und man kann bei dunklem Umgebungslicht keinen schnellen Blick auf die verbliebene Übungszeit werfen. Zumindest vibrieren die vivoactive-4-Fitness-Uhren und das Display geht wieder an, wenn die Übung beendet ist.

Witzig, doch nicht weiter tragisch, fanden wir die Verselbständigung des Displays der vivoactive 4 beim Duschen. Man muss den Bildschirm der Vivoactive 4 zwangsläufig jedes Mal sperren, da sonst der Wasserstrahl durch die Seiten scrollt. Weniger empfindlich reagieren die vivoactive 4s und die venu, dort konnten wir keine solchen Auffälligkeiten beobachten. Kein Wunder, denn die venu erwacht erst, wenn man den Bildschirm ziemlich intensiv antippt. Bloß bei der vivoactive 4s wunderte uns, nicht das gleiche Verhalten vorzufinden, zumal die gleiche Displaytechnologie dahinter steckt. Womöglich mag es mit dem größeren Display der vivoactive 4 zu tun haben, weil es mehr Angriffsfläche für die Wasserstrahlen bietet. Fest steht, dass man beim Duschen und wahrscheinlich beim Schwimmtraining mit der vivoactive 4 definitiv das Display sperren sollte.

Inmitten unseres Tests haben alle drei Testkandidaten mehrere (notwendige) Updates erhalten. So waren die Aufforderungen, sich zu bewegen, anfangs noch in Englisch (Move!). Nach einem ersten Update kamen diese Aufforderungen schon auf Deutsch „Etwas Bewegung ist angesagt“, „Zeit für eine Pause und Bewegung“ oder „Zeit für Bewegung und Aktivität“. Des weiteren folgte ein Update, womit die GPS Software verbessert wurde sowie ein Bluetooth-Update und ein Garmin Connect Update, welche auf unseren smarten Sport-Uhren aber erst recht zu Bluetooth-Verbindungsproblemen führten. Erst ein Zurücksetzen und Neueinrichten aller Uhren konnte die Garmin-Connect-Verbindungsschwierigkeiten lösen.

Garmin venu mit alternativem Watchface

Musikwiedergabe

Spitze finden wir, dass alle drei GPS-Fitnessuhren, von der teuersten bis zur günstigsten, mit einem extra Speicher für etwa 500 Songtitel ausgestattet wurden. Über zwei mögliche Wege gelangt die Musik in den Speicher der Smartwatches: Zum einen per Kabelverbindung zum PC oder Mac plus Garmin Express oder iTunes, um diverse eigene Musikdateien MP3, M4A, AAC, ADTS, WAV, M3U, M3U8, WLP, ZPL, PLS zu übertragen. Zum anderen per Garmin Connect App, in der man die Musik-Apps der Streamingdienste Spotify, Amazon Music oder Deezer aus dem Garmin Connect IQ Store herunterladen und dann über WLAN auf den Smartwatches einbinden kann. Selbstverständlich muss man hierfür ein Premium-Kunde des jeweiligen Streamingdienstes sein, dann kann man Playlisten und Songs via Spotify bzw. Playlisten und Flows über Deezer auf die Fitness-Uhr übertragen. Es werden selbst erstellte und als Favorit markierte Playlisten zum Herunterladen angezeigt. Deezer-Playlisten sollten möglichst unter 150 Songs groß sein, da es sonst zu Synchronisationsschwierigkeiten kommen kann.

Bedauerlicherweise unterstützen Garmin und Deezer zurzeit kein Deezer Family und somit keine Unterprofile, sondern ausschließlich das Hauptprofil eines Deezer-Familienkontos. Deshalb ist die Auswahl der Deezer-Playlisten für Unterprofil-Mitglieder derzeit noch unbefriedigend. Bleibt zu hoffen, dass Deezer seine Familienkonten-Strategie ändert oder sich ein alternativer Weg für Familienmitglieder erschließt. Ein kleiner Trick: Man kann seine Deezer-Playlisten mit dem Hauptprofil teilen, wenn der Hauptnutzer sich zuspammen lässt. Ausgezeichnet hingegen ist die Möglichkeit, den Deezer-Flow auf seine Fitness-Uhr zu bringen. Nutzer von Spotify Family haben alle jeweils eigene Zugangsdaten und sind nicht auf die Gunst des Hauptnutzers angewiesen, um ihre eigenen Playlisten und Songs herunterzuladen. Dafür bietet Spotify keinen Flow-Dienst für Smartwatches an.

Garmin vivoctive 4, Musik von Streamingdiensten laden

 

Obligatorisch für das Herunterladen der Playlisten ist es, die Uhren schon zuvor mit Bluetooth-Kopfhörern und einem WLAN-Netzwerk verbunden zu haben (WLAN-Einrichtung erstmals über Garmin Connect App). So viel zur Theorie. Die Garmin vivoactive 4s machte sich nicht viel aus dieser Theorie und verweigerte alle unsere Versuche, Musik von Deezer herunterzuladen. Obwohl die Connect App mit der vivoactive 4s verbunden war, fehlte einfach das Synchronisations-Symbol (siehe Foto unten) bei Auswahl des Musikanbieters. Und ohne Fehlermeldung konnten wir keine Ursache ermitteln. Erst nach Aus- und Einschalten der vivoactive 4s meldete Deezer in der Connect App, es gäbe keine Bluetooth-Verbindung, wobei die Connect-Startseite stets eine Verbindung anzeigte und diverse Daten synchronisierte. Erfolg brachte schließlich das Neuaufsetzen der Uhr und diverse Neustarts der Connect App. Jetzt erschien zum Glück das Symbol zum Synchronisieren auf der vivoactive 4s. Die weiteren Schritte zur Anmeldung mit den Deezer-Kontodaten in der Garmin Connect App liefen glatt. Offenbar sind unsere Probleme auf die instabile Bluetooth-Konnektivität zur Connect App, genauer gesagt zu den installierten Musikanbieter-Apps innerhalb von Garmin Connect zurückzuführen. Die gute Nachricht: Unsere Testuhren Garmin venu und Garmin vivoactive 4 installierten anstandslos alle Playlists ohne Verbindungsschwierigkeiten.

Im Übrigen hatten wir auch Pech beim Testen der Verbindung zu unseren JBL-Bluetooth-Kopfhörern. So sendet die vivoactive 4s immerzu ein leises Knackgeräusch in gleichmäßigen Abständen und die Bluetooth-Verbindung bricht regelmäßig kurz weg. Als Gegentest und zur Entlastung der Kopfhörer haben wir die gleichen Lieder direkt über das Smartphone von Deezer gestreamt. Alles sauber und keine Verbindungsabbrüche. Abhilfe kann eine wiederholte Einrichtung der Kopfhörer schaffen. Hierfür entfernt man die Kopfhörer von der Uhr, startet sie neu (Ein-Aus-Taste). Die Musikqualität auf der venu und vivoactive 4 ist einwandfrei. Die Bluetooth-Verbindung bricht ebenfalls öfters kurz weg, immerhin gibt es keine Knackgeräusche zu hören.

vivoactive 4 sucht nach Bluetooth-Kopfhörern

 

Trotz der kleinen Ungereimtheiten sind wir davon begeistert, Musik beim Joggen frei vom Smartphone zu hören. Weiter so! Die Verbindungsschwierigkeiten mit Bluetooth-Kopfhörern wird Garmin einerseits schon gelöst bekommen und andererseits attestierten andere Redakteure in ihren soliden Tests eine zuverlässige Verbindung. Je nach Tagesform hatten wir auch das Glück, dass das Bluetooth stabil durchhielt.

Fitness-Funktionen

Als Fitness-Tracker erfassen die venu und die vivoactive-4-Uhren verschiedene Daten und Werte, mit welchen die eigene Bewegungsintensität immer im Fokus bleibt. Zu diesem Zweck kann und sollte man das mächtige Garmin Connect Tool samt den üppigen Gesundheitsstatistiken anzapfen und viele Einstellungen und Menüs der GPS-Smartwatches über die Webseite oder über die App Garmin Connect Mobile für Smartphones bearbeiten. Die Synchronisation der Einstellungen erfolgt in beide Richtungen, sowohl von der App zur Uhr als auch umgekehrt.

Wir haben Garmin Connect in diversen anderen Garmin-Smartwatch-Tests ausführlich betrachtet und schildern hier deshalb lediglich kurz in Bildern, welche zahlreichen Funktionen möglich sind. Fakt ist: Die Garmin Connect App ist zeitintensiv, aber erforderlich für diverse Einstellungen, und mit den ergänzenden Hinweisen von Garmin ist die Funktionlität der App relativ leicht erlernbar. Wer auf andere Analyse-Tools als Garmin Connect ausweichen möchte, der kann alternativ die Plattformen und Anbieter von Trainings-Apps wie Strava, Endomondo oder MapMyFitness verwenden.

venu, HR-Überwachung beim Training

 

Garmin Connect: Auswertung und Einstellungen zur Gesundheit

Zu den vielen Funktionen des Fitness-Tools Garmin Connect gehören das Einrichten von Benachrichtigungen, Entspannungserinnerungen, dem DND-Modus, das Installieren und Konfigurieren von Widgets, Displaydesigns, Datenfeldern oder den Symbolen des Steuerungsmenüs sowie das Sortieren und Favorisieren von Aktivitäten und Widgets, um nicht die Übersicht zu verlieren.

Garmin Connect, Geräteeinstellungen (Bilder 1-3) und Steuerungsmenü-Konfiguration

 

Gespeicherte Fitnessaktivitäten und Gesundheitsdaten werden analysiert und auf Wunsch per Feed mit Freunden geteilt oder optional für gleichgesinnte Sportler freigegeben. Die aufgezeichneten Aktivitäts- und Trainingsdaten wie Schrittanzahl, Distanz, gestiegene Stockwerke, Schlafdetails, Herzfrequenz, Stresslevel, Intensitätsminuten, Atmung, Kalorienverbrauch und Kalorienaufnahme in Verbindung mit MyFitnessPal u. v. m. werden in Darstellungen, Grafiken sowie Zeitleisten aufbereitet und dienen nicht allein zur Analyse, sie können auch angepasst werden. Neu sind die Daten für Body Battery, Atmung und Pulsoxymeter. Dazu später mehr.

Garmin Connect Fitnessdaten im Detail

 

Trink-Tracker und Wasserkonsum

Bedauerlicherweise hat in unserer Testphase der Trink-Tracker zur Flüssigkeitsaufnahme auf beiden vivoactive-Uhren nicht funktioniert, wahrscheinlich aufgrund der Kopplungsschwierigkeiten mit Garmin Connect  und allgemeiner Bluetooth-Probleme – dabei haben wir uns schon gefreut, das neue Widget zu testen. Zum Glück konnten wird den Trink-Tracker schließlich auf der Garmin venu ausprobieren. Um die Trink-Erinnerungen zu erhalten, ist es wichtig, sowohl die Alarme des Fitness-Tracker, die Zielalarme als auch die Alarme für das Trink-Widget selbst einzuschalten. Das geht, indem man sich auf der Smartwatch im Trink-Widget befindet und mit einem unteren, langen Tastendruck die Einstellungen aufruft.

Dort können drei Trinkgefäßgrößen definiert werden, damit jeder die Größe seiner Lieblingstasse festlegen kann. Der Erinnerungsalarm zum Trinken kann stündlich oder alle zwei Stunden eingerichtet werden. Unserem Verständnis nach ist die Erinnerungsmeldung jedoch sprachlich etwas seltsam übersetzt, aber noch verständlich. Die Erinnerung lautet „Ins Trinkprotokoll aufnehmen“? Bestätigt man die Meldung, springt die Ansicht ins Trink-Widget, wo man per Pluszeichen angeben kann, wie viel man getrunken hat. Unser Vorschlag zur Trink-Aufforderung wäre: „Hast du schon etwas getrunken?“ oder „Trinkalarm! Trink mal was!“

Garmin venu, Trink-Widget

Erholung, Body Battery, Stress

Auch an Erholungszeiten hat Garmin gedacht. Die venu und die vivoactive 4 Uhren informieren gelegentlich mit Entspannungserinnerungen, eine Pause einzulegen, wenn der Stresslevel ungewöhnlich hoch ist. Das klappt ganz gut und manchmal ist man ganz erstaunt über die Aufforderung, sich eine Pause und Bewegung zu gönnen, weil man, speziell in sitzender Tätigkeit, also im Ruhezustand, oft gar nicht merkt, wie gestresst oder konzentriert es im Körper zugeht, was mit einer Erhöhung der Herzfrequenz einhergeht. Hierbei ermittelt der Herzfrequenzsensor die Herzfrequenzvariabilität, also spontane Änderungen im Herzrhythmus​. Auch im Ruhezustand Hierbei ermittelt der Herzfrequenzsensor die Herzfrequenzvariabilität.​Zudem verwenden die Garmin-Uhren die Herzfrequenzdaten zur VO2max-Bestimmung und Berechnung des Sport-Alters sowie Energie-Levels (siehe Bilder).

Schritte, Distanz und Kalorien

Keine Änderungen konnten wir an der soliden Genauigkeit der Schrittzählung feststellen. Bewegungen und Schritte erkennen die venu-Smartwatch und die beiden vivoactive 4 auch ohne gestartete Aktivität und GPS-Empfang per Beschleunigungssensor. Dieser zählt Schritte erst ab ca. 8 bis 10 zusammenhängenden Schritten und verhindert auf diese Weise eine Fehlerkennung von kurzen Handbewegungen im Alltag, hat aber den winzigen Nachteil, dass kurze Wege mit wenigen Schritten, wie vom Bürostuhl zum Drucker, nicht summiert werden.

Am Ende zählt aber, dass die Gesamtheit der Schritte eine verlässliche Orientierung über den eigenen Aktivitätsumfang bietet, wobei die zurückgelegte Distanz nicht mehr auf den Fitness-Uhren, sondern allein in Garmin Connect in der Schritte-Auswertung dargestellt wird. Natürlich motivieren die drei neuen Garmin Fitness-Tracker altbekannt über optische, akustische und haptische Inaktivitätsalarme, um die automatischen oder die manuell definierten Tages- oder Wochen-Fitnessziele zu erreichen.

vivoactive 4, Protokoll

Zu den Schritten und gestiegenen Stockwerken rechnen Garmin Smartwatches noch den Grundumsatz (Kalorien im Ruhezustand) und die durch Bewegung aktiv verbrannten Kalorien hinzu. Beide Werte werden auf der venu und der vivoactive-4-Serie angezeigt. Die durchgängige Messung der Herzfrequenz erlaubt eine genauere Berechnung des Kalorienverbrauchs als z.B. nur über die Erfassung der Schritte und Bewegung möglich wäre. So führt eine erhöhte Herzfrequenz während sogenannter Aktivminuten sogar bei schrittarmen Aktivitäten wie Gartenarbeit zur Steigerung der Aktivkalorien. Darüber hinaus kann man seine aufgenommenen Kalorien über die App MyFitnessPal in Garmin Connect synchronisieren.

Höhenmesser / Etagenzähler

Neben den Schritten erfassen die Fitnessuhren die Anzahl der gestiegenen Etagen über einen Barometer (Luftdrucksensor), was jedoch gemäß Garmin selbst bislang recht ungenau funktioniert, weil zu schnelles Treppensteigen, eine Treppe (halbe Etage) in der Wohnung oder ein am Geländerfesthalten und sogar starke Windböen beim Erklimmen eines Turms zu falschen Messungen führen können. Daher wäre es klug, selbst die Empfindlichkeit der Stockwerkzählung oder sogar die Anzahl anpassen zu können, solange die Etagen noch nicht exakt ermittelt werden.

Der barometrische Höhenmessersensor auf der venu und Garmin vivoactive 4 und vivoactive 4s ist im Gegensatz zur fenix-Serie leider nicht manuell kalibrierbar. Außerdem lässt sich die Höhe über NHN (Normalhöhennull – über dem Meeresspiegel) ausschließlich während eines Trainings und nicht fortlaufend anzeigen. Wen die Höhenanzeige in bestimmten Situationen oder ab und zu interessiert, der kann innerhalb der Aktivitäten über die Trainingsseiten die Höhe prüfen, ohne eine Aktivität starten zu müssen oder im Garmin Connect IQ Store Widgets und Apps nachladen.

Herzfrequenz und Pulsoxymeter

Garmin verbaut in der vivoacitve 4 und venu wie in der fenix 6 Serie, in der MARQ und der Forerunner 245/945 erstmals einen neuen optischen Sensor zur Herzfrequenzmessung. Auf der Uhrenrückseite kommen nun anstelle von drei kleineren LEDs, zwei große LEDs zum Einsatz. Der neue Sensor der sogenannten dritten Generation soll schneller und präziser arbeiten und sogar unter Wasser beim Schwimmen verwendet werden können. Wir haben den neuen Sensor bereits vor diesem Test in der Garmin fenix 6X Pro beim Lauftraining ausgiebig unter die Lupe genommen und gleichzeitig mit den Werten eines HR-Brustgurts verglichen. Wie sich das neue HR-Tracking unter Wasser verhält, konnten wir nicht testen.

vivoactive 4, HR-Sensor leuchtet grün

 

Das Resümee unseres damals aufwändigen Tests ist in dem Artikel Garmin fenix 6-Serie optischer HR-Sensor im Test festgehalten und wird in dem Video Garmin fenix optische Herzfrequenzmessung im Test im Detail erklärt. So viel sei gesagt, im Ergebnis konnte Garmin mit dem neuen optischen Herzfrequenzsensor eine erhebliche Verbesserung der Herzfrequenzmessung erzielen. Besonders im normalen Lauftraining mit langsamem Tempoanstieg kommt in unserem Test die Genauigkeit der optischen Herzfrequenzmessung den Werten eines HR-Brustgurts zuverlässig nahe, wobei man mindestens die ersten fünf Minuten der Aufwärmphase ausklammern muss, da in diesen Minuten bislang kein optischer HR-Sensor überzeugen konnte. Glasklar in einem unbefriedigenden Bereich liegen die großen Abweichungen bei Intervalltrainings oder Sporttrainings, die einen schnellen Tempoanstieg aufweisen. Weitere Details aber auch Infos rund um Grundsätzliches zur optischen Messung, beispielsweise wie die optische HR-Messung funktioniert, findet ihr im oben verlinkten Video oder Test der fenix 6 Serie.

Gleich geblieben ist demgegenüber Garmins Elevate-Technologie für die Herzfrequenzmessung. So messen Garmins Fitnessuhren bei einem gestarteten Training häufiger den Puls, weil dann der Pulsmesser dauerhaft eingeschaltet ist, andernfalls erfolgt eine automatisierte Messung bzw. wenn durch den Beschleunigungssensor ein erhöhter Bewegungsgrad festgestellt wird. Wird das Herzfrequenzwidget aufgerufen, findet ebenfalls automatisch eine manuelle Messung statt. Im HF-Widget können ein 4-Stundenverlauf, die niedrigste und höchste Herzfrequenz sowie die Durchschnittswerte einer Woche aufgerufen werden.

 

vivoactive 4, HR-Alarme und Pulsoxymeter-Einstellung

 

Der Pulsoxymeter ist prinzipiell eine nette Funktion – nur nicht für jedermann von gleicher Wichtigkeit. Der Sensor misst den Sauerstoffgehalt im Blut und gibt damit Informationen über eine eventuelle Mangelversorgung und Atemstörungen (Atemaussetzer) beispielsweise während des Schlafs (bei Schnarchern) oder in der Sportfliegerei in großen Höhen. Viel mehr Anwendungsfälle gibt es nicht. Entweder man nutzt den Pulsoxymeter aus medizinischen Gründen zur regelmäßigen Kontrolle oder im Extremsport wie der Sportfliegerei und dem Bergsteigen.

Die Aktivierung des Herzfrequenzsensors und Pulsoxymeters verkürzt die Batterielaufzeit der Smartwatches. Der Pulsoxymeter kann ausschließlich bei parallel eingeschalteter Herzfrequenzmessung verwendet werden, er lässt sich aber wahlweise ganz ausschalten oder nur bei Nacht aktivieren. Das spart einiges an Akku-Leistung: Bei über Nacht eingeschaltetem Pulsoxymeter verringert sich der Akkuzustand auf der Garmin vivoactive 4s um ca. 10 – 12 %, bei ausgeschaltetem Sauerstoffmesser bloß um rund 4 %.

Pulsoxymeter | Wens interessiert, wies funktioniert:

Der Pulsoxymeter misst die Sauerstoffversorgung des Körpers – oder genauer gesagt, zu wie viel Prozent die roten Blutkörperchen mit Sauerstoff versorgt sind – indem die Haut mit rotem Licht durchleuchtet und die Lichtabsorption überprüft wird. Eine mittels Pulsoxymeter gemessenen Sauerstoffsättigung von 95-100 % liegt im normalen Bereich, liegt diese unter 90 %, sollte ein Arzt aufgesucht werden, sofern Messfehler, wie weiter unten erwähnt, ausgeschlossen werden können.

Sauerstoffreiches und sauerstoffarmes Hämoglobin (Blutfarbstoff) hat abhängig vom Zustand unterschiedliche Färbungen, die technisch ausgenutzt werden: Der Pulsoxymeter verwendet rotes Licht und Nahezu-Infrarot-Licht, denn sauerstoffreiches Hämoglobin hat eine höhere Reflektion von rotem Licht als sauerstoffarmes Hämoglobin, welches mehr rotes Licht absorbiert und damit dunkler erscheint. Diesen Wert der charakteristischen Absorbtionsspektren von rotem und nahezu infrarotem Licht kann man addieren bei der Berechnung. Theoretisch absorbiert sowohl unsere Oberhaut als auch Lederhaut das rote Licht fast gar nicht, was der Methode dienlich ist. Praktisch gibt es verschiedene Hauttypen, die einen Einfluss auf die optische Absorption haben können. Genauso können kalte Hände oder niedriger Blutdruck die Messwerte verfälschen.

vivoactive 4, Pulsoxymeter leuchtet rot

 

Training und Aktivitäten

Das Motto dieses Kapitels lautet: Animationen machen Spaß, vor allem zwischendurch zu Hause am Heimarbeitsplatz. Die Workout-Animationen haben wir ausführlich getestet. Sie motivieren noch intensiver zum Aktivsein, denn vor allem im Home-Office gibt es keine strikt geregelten Pausen, weswegen man diese gelegentlich vergisst oder weniger häufig wahrnimmt.

Zur Selbstmotivation bringen einen über 40 animierte Trainings. Mit Zeitintervallen für jeden Übungsschritt sowie Vibrationshinweisen bei Start und Ende zu den einzelnen Übungsabschnitten, führen die Animationsvideos durch das Trainingsprogramm. Sporadisch kommt es vor, dass bei Übungen, die jeweils beide Arme oder Beine abwechselnd trainieren sollen, lediglich ein Arm, also eine Seite, trainiert wird und die andere Seite übersprungen wird. Ansonsten sind die animierten Trainingseinheiten wirklich nett. Aber lassen wir Bilder und ein Video dazu sprechen:

Garmin venu mit AMOLED-Display und Workout-Animationen

 

Animationsvideo zum Yoga-Training auf der Garmin venu:

Nebst klassischer Sportuhr-Funktionen wie Stoppuhr oder Timer wurde der Funktionsumfang der vivoactive-4-Reihe und der venu im Bereich Fitnesstracking und Aktivitäten in einigen Punkten erweitert. Die Garmin-Uhren können wie bisher verschiedene Sportarten In- und Outdoor tracken, insgesamt etwa 22 vorinstallierte Sportarten, darunter ganz neu Pilates und Gartenarbeit und altbekannte wie Yoga, Schwimmen, Laufen, Krafttraining, Stepper, Skifahren, Golfen oder SUP. Für alle anderen Sportarten kann ein individuelles Profil erstellt werden. Dabei lassen sich bei allen Sportarten, auch bei den vorinstallierten, die Datenfelder nach Belieben konfigurieren.

Garmin venu, vorinstallierte Aktivitäten

 

Einige mögen es als eine deutliche Einschränkung empfinden, dass man auf den neusten Modellen der Garmin venu und Garmin vivoactive-4-Reihe max. 3 Datenseiten konfigurieren und mitsamt der Herzfrequenz-Bereich-Skala max. 4 Datenseiten verwenden kann. Denjenigen seien die fenix-Multisport-Uhren oder die Forerunner-Modelle ans Herz gelegt, denn diese neuen Garmin Fitness-Uhren eignen sich für Einsteiger, die keine lückenlos umfassenden, sondern elementare Informationen zu ihrem Training schätzen. Wer nicht allein trainieren möchte, der kann sich von der venu oder vivoactive 4 per Garmin Coach-Widget coachen lassen, sowohl nach vorinstallierten, heruntergeladenen oder selbst definierten Trainingsplänen als auch in bestimmten Herzfrequenzbereichen.

Garmin venu, Datenseiten (links) und Datenfelder (Mitte, rechts)

 

Navigation

Die Garmin venu und vivoactive-4-Modelle verfügen über einen 3-Achsen-Kompass mit einer automatischen Kalibrierung und über ein integriertes GPS-Modul, womit man beim Outdoor-Training das Smartphone zu Hause lassen kann (mehr zur GPS-Genauigkeit). Die GPS-Navigationsfunktion kann Positionen speichern, dorthin navigieren und so den Weg nach Hause oder zum Auto finden, sofern man die Position z.B. als Zuhause gespeichert hat (Bild rechts). Die Navigation erfolgt mittels Kompasspfeil, welcher per Luftlinie in die Richtung der gespeicherten Position hinweist. Ähnlich verhält es sich mit der Funktion „Zurück zum Start“, mit welcher man wieder zur Startposition navigieren und die aufgezeichnete Strecke zurückverfolgen kann. Eine Tracknavigation wie bei der fenix-Uhr gibt es leider nicht.

Garmin venu, Navigation starten (links), Position als Favorit speichern (rechts)

Smartwatch-Funktionen – Fast alles beim Alten

Nicht so viel Neues können wir über die Smartwatch-Features berichten. In Verbindung mit dem Smartphone – gesetzt den Fall, diese läuft stabil wie auf der venu und vivoactive 4 – zeigen die Uhren Benachrichtigungen über Software-Updates, versäumte Anrufe und Nachrichten an. Diese Benachrichtigungen können kurz, mittel oder lang angezeigt werden. Schön wäre es, wenn ein dauerhafter Erinnerungshinweis angezeigt würde, damit ein verpasster Anruf, den man in einer geschäftlichen Besprechung nicht annehmen konnte, nicht in Vergessenheit gerät. Zum Glück gibt es Widgets, die dieses Feature anbieten, allerdings mit dem Risiko, dass diese dann nicht mehr für das AMOLED-Display gegen den Burn-in-Effekt optimiert sein könnten.

Charmant finden wir die Verbesserung des Wetter-Widgets auf den Garmin-Uhren, welche nicht mehr allein die aktuellen Wetterdaten, sondern mit Touch auf die Wetteranzeige ebenfalls eine 12-Stunden-Wetterprognose anzeigen. Wischt man in der Ansicht weiter nach unten, erscheint die 5-Tages-Wettervorhersage. Da geht doch die Sonne bei uns auf.

Garmin venu, Smart Notifications (links), Wetterdaten (rechts)

 

Zu guter Letzt und altbekannt, aber nicht weniger nützlich, sind die Features Notfallhilfe, Unfall-Benachrichtigung und Live-Track. Diese Funktionen erfordern eine Smartphone-Verbindung. Die Notfallhilfe erlaubt, eine automatische SMS mit Namen, LiveTrack und GPS-Position an die vordefinierten Notfallkontakte zu senden und die Unfall-Benachrichtigung macht selbiges, nur eigenständig ausgelöst, wenn die Uhr einen Unfall erkennt. Per Live-Track können Freunde und Familie, alle Wettkämpfe und Trainingsaktivitäten über eine Trackingseite von Garmin Connect in Echtzeit verfolgen.

Für das kontaktlose Bezahlen über Garmin Pay benötigt man ein Konto bei einem der Zahlungsdienstleister und Garmin Partner boon. oder VIMpay. Beide Anbieter sind kostenfrei nutzbar. VIMpay haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Einfacher und mit weniger Datenangaben (VIMpay verlangt Banking-Login) funktioniert boon. unserer Einschätzung nach. Der Einrichtungsvorgang ist ausgesprochen einfach: Nachdem man in der boon. App eine virtuelle Kreditkarte eingerichtet hat, indem man seine Kreditkartendaten oder EC-Kartendaten hinterlässt, dient die virtuelle boon. Prepaid Mastercard als Verbindung zwischen der eigenen Bank und Garmin Pay, um Geld darauf zu laden. Man kann sogar ein automatisches Aufladen mit max. 150 Euro pro Monat aktivieren. Für mehr kostenfreie Funktionen wie Bezahlen im Ausland oder höhere Auflad-Limits u. v. m. muss man sich in der App kostenlos registrieren und seine Identität verifizieren.

Zu guter Letzt trägt man in den Geräteeinstellungen der Garmin Connect App nur noch die boon. Kartendaten ein, vorausgesetzt Garmin Connect funktioniert gerade ordnungsgemäß, wie es bei der Garmin venu und Garmin vivoactive 4 der Fall war. Über die kleine Smartwatch vivoactive 4s konnten wir Garmin Pay aufgrund massiger Stabilitätsprobleme erst nach Zurücksetzen aller Daten und Funktionen der Uhr in der Connect App eintragen. Um mit der Smartwatch kontaklos zu bezahlen, sagt man an der Kasse, dass man mit Karte zahlen möchte, dann hält man die Uhr an das Symbol für kontakloses Bezahlen und Voilà! Uns gefällt die Funktion in Verbindung mit boon. hervorragend, wir nutzen sie gerne und oft, weil sie pflichtbewusst macht, was sie soll.

Garmin venu und Garmin vivoactive 4: Test Fazit

Garmins neue Fitness-Uhren gleichen den Einsteiger-GPS-Laufuhren der forerunner-Serie in vielen Punkten und man könnte meinen, auch der fenix-Serie. Im Detail aber werden die Unterschiede schnell offensichtlich: Die forerunner-Serie ist eine GPS-Laufuhr mit erweiterten Trainingsfunktionen für ambitionierte Läufer. Und die fenix-6-Serie ist ein Multitalent für Sportaffine und Sport-Profis, die alles bis ins letzte Detail wissen und sich Outdoor beim Sporteln sicher via Karte navigieren lassen möchten. Diejenigen sollten zur fenix-Reihe greifen, wenn sie den Preis nicht scheuen.

Im Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch bleibt die Garmin vivoactive 4 und auch geradeso die Garmin venu trotz höheren Preises unerreicht, jedenfalls für durchschnittlich aktive Hobbysportler, die nicht weniger als fundierte Basisinformationen benötigen und im Alltag eine elegante GPS-Uhr tragen wollen. Außerdem bieten die drei neuen GPS-Smartwatches durchaus Funktionen, die im ambitionierten Sportbereich zu finden sind, z.B. Stresslevel, Fitness-Alter, VO2max oder Pulsoxymeter.

Garmin venu (rechts), Garmin vivoactive 4 (links)

 

Im Test hatte die Garmin vivoactive 4s einige Bluetooth-Verbindungsschwierigkeiten, weswegen wir Deezer nicht einrichten konnten. Außerdem konnten wir Garmin Pay nicht aktivieren, weil Garmin Connect Mobile meldete, dass die vivoactive 4s nicht verbunden sei, obwohl sie es war. Nachdem wir die kleine Smartwatch komplett zurückgesetzt haben, verrichtete sie wieder ihre Arbeit ganz gut, bis auf die instabile Verbindung zu unseren Bluetooth-Kopfhörern. Die beiden größeren Modelle venu und vivoactive 4 funktionierten, bis auf wenige Garmin-Connect-Aussetzer tadellos.

Natürlich sind das bloß Kleinigkeiten, die einen nicht daran hindern sollten, sich diesen hübschen und für den Alltag hilfreichen Fitness-Begleiter anzuschaffen. Denn die drei Fitness-Smartwatches sind durch das integrierte GPS, den internen Musikspeicher inklusive Verbindung zu Musik-Streaming-Diensten wie Deezer, Amazon Music oder Spotify und Garmin Pay, eine vom Smartphone unabhängige Bereicherung. Hinzu kommen diverse Sensoren wie Herzfrequenzsensor oder Pulsoxymeter, viele Sportfunktionen und Analysetools sowie Auswertungen, die den Alltag sowie den Sport bereichern. Wir finden die Uhren super praktisch.

Im Vergleich zueinander gewinnt unserer Auffassung nach mit einem Tick Vorsprung die Garmin venu GPS-Smartwatch, dicht gefolgt von der Garmin vivoactive 4. Das AMOLED-Display sieht trotz kleiner Schwächen in praller Sonne natürlich schon schnieke aus, vor allem die animierten Trainingsvideos beeindrucken, aber nicht allein das überzeugte uns: Die Uhr schneidet im Tragekomfort am besten ab, weil sie sowohl für Männer als auch für Frauen attraktive Armbandmaße und Gehäusemaße hat, des weiteren nicht auffällig daherkommt und einen angenehm tief sitzenden Herzfrequenzsensor verbaut hat, welcher sich nicht in die Haut vergräbt, wie leider bei der vivoactive 4s. Andererseits fanden wir die Farbauswahl der Armbänder nicht so vielfältig. Von den Abmessungen sind die beiden vivoactives nicht so flexibel einsetzbar wie die venu, denn die große Smartwatch eignet sich eher für kräftige Handgelenke und die kleine eher für schmale. Das muss aber kein Nachteil sein.

Und dann wäre da noch der Preis, der allein für das AMOLED-Display anfällt und damit etwas zu happig erscheint. Schließlich hat die Garmin vivoactive 4 ebenso ihre Display-Vorzüge in praller Sonne und sieht durch die Edelstahl-Lünette optisch eindeutig eleganter als die venu aus, das gilt auch für die Garmin vivoactive 4s.

Nichtsdestotrotz werkelte die venu in unserem bescheidenen, aber langen Test einfach ein bisschen verlässlicher. Der Trink-Tracker war sofort zur Stelle, um uns an unsere tägliche Wasserration zu erinnern. Die Verbingung und Synchronisation mit Garmin Connect lief, bis auf ein einmaliges Zurücksetzen der Uhr, stabil. Unsere Bluetooth-Kopfhörer wurden bereitwillig gekoppelt und schlussendlich war das Herunterladen der Musik von Deezer kein Problem. Alles in allem ist die venu ein sorgenfreier Trainingsbegleiter, obwohl der venu-Träger durch das AMOLED-Display deutliche Einbußen bei der Akkulaufleistung im Alltag hinnehmen muss. Im GPS-Modus beanspruchen Garmin venu und vivoactive 4 ungefähr gleichermaßen viel Akkuleistung, solange man die Display-Helligkeit nicht auf Maximum stellt.

 

Preis Bezugsquelle

Die Garmin venu ist zum Preis von EUR 329,00 € bei Amazon erhältlich.

Die elegante schwarze vivoactive 4 kostet EUR 282,00 € bei Amazon .

Die dunkelgraue Version aus dem vivoactive 4 Sortiment kostet schon mit EUR 255,00 € bei Amazon etwas weniger.

Die kleine vivoactive 4s ist mit EUR 259,99 € bei Amazon die Abstand günstigste Variante.

 


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3 Kommentare zu “Garmin Venu im Test und vivoactive 4 im Test | Fitness-Smartwatch im Vergleich

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