Garmin fenix-6-Serie vorgestellt – Was die neuen Smartwatches können

Garmin hat noch vor der IFA die neueste Generation seiner GPS-Multisport-Uhrenserie vorgestellt. Unter den neuen Funktionen sticht vor allem ein Solar-Modul heraus, welches für eine längere Akkulaufzeit sorgt…

Schon seit einigen Tagen gab es erste Gerücht zur 6. Generation der neuen fenix-Serie, auf die Outdoor-Enthusiasten schon lange warten. Nun hat Garmin die fenix-6-Serie offiziell vorgestellt. Mit einigen interessanten neuen Funktionen sollen die GPS-Uhren genau das Richtige sein, wenn man Lust auf sportliche Abenteuer hat. Was die fünf neuen Modelle können, erfahrt ihr hier.

fenix 6 und fenix 6X PRO – längere Akkulaufzeit

Eine der wichtigsten Anforderungen, die Outdoor-Aktive an eine GPS-Uhr stellen, ist eine lange Akkulaufzeit. Durch verschiedene Verbesserungen konnte Garmin höhere Laufzeiten für alle Modelle erreichen. Besonders interessant: das Top-Modell der Serie, die Garmin fenix 6X Pro Solar, ist mit einer transparenten Solarladelinse ausgestattet, die den Akku mit zusätzlicher Energie versorgt. Im Smartwatch-Modus soll die Uhr somit bis zu 24 Tage lang durchhalten. Der Akkustand des Solarspeichers soll sich dabei separat überprüfen lassen.

Aber auch die Laufzeiten der anderen Modelle können sich sehen lassen. Die fenix 6S verfügt über 25 Stunden Laufzeit im GPS- und 20 Tage im Expeditionsmodus, die fenix 6 über 36 Stunden im GPS (18 Stunden beim Vorgänger Fenix 5) – und 28 Tage im Expeditionsmodus und die fenix 6X über 60 Stunden im GPS- und 46 Tage im Expeditionsmodus.

Dass die neuen GPS-Uhren von Garmin eine bessere Ausdauer mit sich bringen, ist auch einem neuen GPS-Chipsatz zu verdanken. Statt einem GPS-Modul von Mediatek kommt in der 6. fenix-Generation ein neuer Chip von Sony zum Einsatz. Das gleiche GPS-Modul verwendet Garmin bereits bei seinen neuesten Laufuhren der Forerunner-Serie. Wir sind gespannt wie sich das auf die Empfangsqualität auswirken wird und planen umfangreiche Tests.

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Größere Displays

Alle drei neuen fenix-6-Modelle besitzen ein neues Lünetten-Design, wodurch Platz für größere Displays geschaffen wurde. Bei der fenix 6 wurde der Bildschirm um 17 Prozent auf 1,3 Zoll vergrößert, beim 1,4-Zoll-Display der 6X sind es sogar 36 Prozent. Bei der fenix 6S misst das Display wie beim Vorgänger 1,2 Zoll, durch das schmalere Gehäuse sollte die Uhr vor allem Frauen oder Interessenten mit schmaleren Handgelenken ansprechen.

Auch innerhalb der Modellvarianten gibt es einen nennenswerten Unterschied: Neben der Größe des Displays besitzen die PRO-Varianten eine Displayabdeckung aus Corning Gorilla Glass 3, während die Saphir-Modelle mit einer kratzfesten Saphir-Linse ausgestattet sind.

Kartendarstellung und neue Notfallfunktion für fenix PRO

Die neuen GPS-Uhren der fenix-PRO-Reihe können Karten darstellen. Bereits vorinstalliert ist eine TopoActive Europa-Karte, mit der sich Nutzer direkt am Handgelenk ans Ziel leiten lassen können. Zudem sind Karten für 2.000 Skigebiete sowie 41.000 Golfplätze vorinstalliert. Wer bei einer Aktivität in eine Notlage gerät, kann eine neue Notfallfunktion aktivieren, die über eine Verbindung zum Smartphone vorbestimmte Kontakte informiert. Ein im Notfall automatisch aktiviertes Live-Tracking ermöglicht eine schnelle Lokalisierung. Die Funktion wird in bestimmten Situationen automatisch ausgelöst, soll sich aber auch manuell starten lassen.

Training immer im Blick

Wie für Uhren aus dem Hause Garmin selbstverständlich, unterstützen sie den Nutzer auch beim Training und helfen dabei, den eigenen Gesundheitszustand im Blick zu behalten. Die Analyse der dafür notwendigen Daten geschieht über verschiedene integrierte Sensoren, wie den laut Garmin weiter optimierten HF-Sensor oder den integrierten Pulse-Ox-Sensor. Nutzer erhalten damit etwa Informationen darüber, wann der Körper nach einem intensiven Training wieder regeneriert ist (Body Battery), wie gut er geschlafen hat oder wie effektiv der letzte Lauf tatsächlich war.

Als neue Trainingsfunktion hat Garmin zusammen mit der Fenix-Serie PacePro vorgestellt. Damit lassen sich Laufeinheiten unter Berücksichtigung des jeweiligen Streckenprofils planen. Dynamische Pace-Vorgaben sorgen dafür, dass der Lauf noch effizienter wird. Für Radfahrer ist die ClimbPro-Funktion eine Hilfe, um sich während einer Tour auf bevorstehende Anstiege besser vorbereiten zu können.

Bekannte Smartwatch-Funktionen und PRO-Funktionen

Mit der optimierten Menüführung der neuen fenix-6-Serie sollen sich Nutzer nun besser zurechtfinden, was ob des weiter vergrößerten Funktionsumfangs sicherlich auch nötig ist. Funktionen wie der bargeldlose Bezahldienst Garmin Pay, Smart Notfications und die Kompatibilität zu verschiedenen anderen Garmin-Produktlinien, wie den inReach-Geräten oder den virb-Kameras sowie unzähligen weiteren Widgets und Apps, machen die Uhren zu einer waschechten Smartwatch.

Für die Motivation beim Sport sorgt bei der PRO-Modellreihe ein interner Speicher, der für 2.000 Lieder reserviert ist. Die Lieder können beispielsweise über ein Premium-Abo bei Spotify auf die Uhren geladen werden. Während des Sports werden dann nur Bluetooth-Kopfhörer zum Abspielen benötigt und das Smartphone kann im Spint bleiben.

Alle Modellversionen im Überblick

Preise und Verfügbarkeite der fenix 6 Uhren

Garmin hat die neue fenix-6-Serie gleich mit einer ganzen Reihe an neuen Armbändern vorgestellt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Preislich bildet die Fenix-6-Serie weiterhin die Speerspitze des Garmin-Uhrenkosmos. So schlägt das Topmodell, die Garmin fenix 6X Pro Solar, mit einer Preisempfehlung ab 950 EUR zu Buche. Abhängig vom gewählten Armband kann der Preis auf deutlich über 1000 EUR steigen.

Alle Modelle im Überblick

  • fenix 6S PRO/Sapphire: 42mm (UVP: ab 699,99 €) fēnix 6 PRO/Sapphire: 47mm (UVP: ab 699,99 EUR)
  • fenix 6X PRO/Sapphire: 51mm (UVP: ab 749,99 EUR)
  • fenix 6X PRO Solar: 51mm (UVP: ab 949,99 EUR)

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