Garmin fenix 5X GPS-Uhr im Test

Bedienung, Armband, Energieversorgung & GPS

Inhaltsverzeichnis

Bedienung

Die Bedienung der Uhren erfolgt über fünf Tasten, von denen drei an der linken und zwei an der rechten Seite des Gehäuses zu finden sind. Da hier ebenfalls Stahl in Farbe der Lünette verwendet wurde, passen die Tasten gut zum hochwertigen Erscheinungsbild der Uhren. Zusätzlich zur Standardfunktionalität, lassen sich die Tasten auch für einen Schnellzugriff auf häufig verwendete Funktionen konfigurieren. Dabei können drei Funktionen durch langes Drücken einer Taste und vier durch das gleichzeitige Drücken von zwei Tasten aufgerufen werden.

Der Tastendruck erfordert einen gewissen Kraftaufwand, was die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Bedienung reduziert. Der Druckpunkt ist spürbar, das deutlichere mechanisch-akustische Feedback der Garmin epix wäre wünschenswert. Alle Eingaben müssen mit den seitlichen Tasten erfolgen, denn einen Touchscreen besitzt nach wie vor keiner der fenix-Uhren. Vor allem das Verschieben und Zoomen der Karte ist damit Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Garmin fenix 5X
Garmin fenix 5X

Die Menüführung wurde gegenüber dem Vorgänger an einigen Stellen überarbeitet. Nutzer einer fenix 3 werden daher ebenfalls einige Zeit für die Eingewöhnung benötigen und sich immer mal wieder auf die Suche nach bestimmten Funktionen begeben müssen. Die tiefen Menüs sowie die verschiedenen Belegungen der Tasten während der einzelnen Aktivitäten setzen eine ausführliche Einarbeitung und regelmäßige Verwendung voraus, um die Uhren sicher bedienen zu können. Erleichtert wird der Umgang mit der Uhr durch zahlreiche Möglichkeiten, Widgets, Apps, Menüs und Ansichten konfigurieren zu können.

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Armband

QuickFit-Verschluss an der Garmin fenix 5X

Zum Verkaufsstart sind bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Armbänder verfügbar, mit denen jeder Nutzer seine fenix 5 individuell gestalten kann. Zur Auswahl stehen Silikonarmbänder in verschiedenen Farben, aber auch hochwertigere Armbänder aus Metall oder Leder, die je nach gewähltem Modell 20, 22 oder 26 mm messen.

Mit der neuen QuickFit-Sicherung hat Garmin ein System geschaffen mit dem sich Armbänder tauschen lassen, ohne dass dafür ein Werkzeug benötigt wird. Wer im Büro ein Armband aus Edelstahl bevorzugt, wechselt dank des neuen Mechanismus vor sportlichen Aktivitäten in sekundenschnelle zum Silikonarmband. Ein geniales System, welches auch für die älteren Modelle der fenix-3-Serie zum Nachrüsten angeboten werden soll.

Während Garmin die Saphir-Modelle der fenix 5s und fenix 5 mit zwei Armbändern verkauft, können Käufer der fenix 5X wählen, ob ein weiteres Armband mitgeliefert werden soll. Etwas überzogen ist unsere Meinung nach allerdings der Preisaufschlag von 150 EUR, welchen Garmin dafür verlangt, dass neben dem Silikon-Armband eines aus Metall zum Lieferumfang gehört.

Der Tragekomfort ist nur sehr subjektiv zu bewerten und davon abhängig, welches Modell der neuen fenix-5-Serie mit welchem Armband getragen wird und wie gut die Größe der Uhr zum eigenen Handgelenk passt. Für sportliche Aktivitäten empfiehlt sich in jedem Fall die Verwendung eines Silikonarmbandes, welches sich eng verschließen lässt. Für reinrassige Sportler bietet eine Laufuhr z.B. aus der Forerunner-Serie einen spürbar angenehmeren Tragekomfort gegenüber einer 98 g schweren Stahluhr.

Verschiedene Modelle der fenix-5-Serie

Energieversorgung

Alle fenix-Uhren werden von festverbauten (verlötet) Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Die von Garmin angegebenen Laufzeiten für die unterschiedlichen Verwendungen sind der Tabelle (siehe 1. Seite) zu entnehmen. Wir können diese Laufzeiten, zumindest unter optimalen Bedingungen, grob bestätigen. Die Laufzeiten können sich allerdings durch die häufige Verwendung der Hintergrundbeleuchtung, kalte Temperaturen sowie besonders intensive Nutzung deutlich reduzieren. Zunächst verwundert, dass die Laufzeit der fenix 5x gegenüber der fenix 5 etwas geringer ist, obwohl durch das größere Gehäuse scheinbar mehr Platz für einen größeren Akku verfügbar wäre. Vermutlich ist der gleiche Akku verbaut, doch die fenix 5X verbraucht durch den größeren Speicher sowie den höheren Leistungsbedarf im Zusammenhang mit den Kartenfunktionen mehr Energie.

Geladen wird die fenix 5 über ein spezielles Ladekabel, welches auf der Rückseite eingerastet wird. Da der Stecker im 90° Winkel absteht, ist es unmöglich die Uhr während des Ladevorganges zu tragen. Besonders auf mehrtägigen Touren oder auch wenn das Laden vor Tourenbeginn vergessen wurde, vermisst man die Möglichkeit, die Uhr auch am Arm z.B. über eine kleine Powerbank zu laden, wie es mit der flachen Ladeklammer der fenix 3 noch problemlos möglich war.
Garmin hat uns gegenüber jedoch angedeutet, dass dieser Wunsch bekannt ist und womöglich an einer Alternative gearbeitet wird.

Ladekabel der Garmin fenix 5X

Über das Kabel wird die fenix 5/5X mit einem maximalen Ladestrom von 300 mA bei 5 Volt in 2,5 h vollständig geladen.
Die Lebenserwartung des Lithium-Ionen Akkus dürfte, aufgrund unserer Erfahrungen, bei intensiver Nutzung bei 2-3 Jahren liegen. Leider bietet Garmin kein explizites Akkutauschprogramm an, welches angesichts des immer höheren Preises unserer Meinung nach durchaus angebracht wäre. Glücklicherweise gibt es für die Modelle fenix 1-3 mittlerweile Drittanbieter, die einen Akkuwechsel kostengünstig durchführen. Mit etwas Geschick kann ein solcher Tausch auch selbst durchgeführt werden, wie unser fenix 1/2 Akku-Tausch-Tutorial zeigt. Es ist also zu erwarten, dass gleiche Möglichkeiten auch für die fenix 5 angeboten werden.

In Anbetracht des dauerhaft aktiven Displays, der 24-h-Pulsmessung, des GPS-Empfänger sowie der Smartwatch-Funktionen ist die Akkulaufzeit mehr als ordentlich und ermöglicht Laufzeiten, von denen Besitzer anderer Smartwatches nur träumen können.

Garmin fenix 5X Test GPS

Wir haben die Garmin fenix 5X auf einer unserer GPS-Teststrecken gegen unsere Referenz, das Garmin etrex 10, antreten lassen. Dabei zeigte die Garmin fenix 5X eine insgesamt gute Gesamtleistung, welche jedoch noch immer nicht an die Qualität guter GPS-Handgeräte wie dem etrex 10 oder einem Garmin GPSMap 64st heranreicht. Besonders in Situationen mit schwierigen Empfangsbedingungen neigt die Garmin fenix 5X “zum Tanzen” und erzeugt innerhalb kurzer Zeit eine regelrechte “Track-Wolke”. Dieses Verhalten hat zur Folge, dass die Track-Distanz aufsummiert und damit nicht mehr korrekt berechnet wird. In unseren Tests deaktivieren wir die Auto-Pause-Funktion bewusst, um das GPS-Empfangsverhalten im Stand beurteilen zu können. Die Verwendung der Auto-Pause-Funktion kann die negativen Auswirkungen reduzieren, nicht aber vollständig eliminieren. Eine weitere Möglichkeit den Track “zu beruhigen”, besteht darin, das Aufzeichnungsintervall von “Jede Sekunde” auf “Intelligent” umzustellen. Der Track wird dann zwar glatter, verschluckt aber kleinste Details.

Von dem Verhalten im Stand und bei schwierigen Empfangsbedingungen abgesehen, zeigt der GPS-Empfang keine weiteren ausgeprägten Schwächen. Der Track zeigt kleinste Bewegungen zwar nicht ganz so präzise wie unsere Referenz, kann aber durchaus noch als detailliert bezeichnet werden. Insgesamt ist der Empfang für eine GPS-Uhr mit bauartbedingt kleiner GPS-Antenne wie schon bei der fenix3 (HR) gut bis sehr gut.

An den Stellen mit einem (i) wurden bestimmte Eigenschaften getestet, ein Mouse-Over zeigt die Besonderheiten.

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